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Kawasaki-Syndrom

Das Kawasaki-Syndrom ist eine entzündliche Gefäßerkrankung, die vor allem Kinder zwischen zwei und fünf Jahren betrifft. Die Erkrankung der Blutgefäße geht mit fiebrigen Entzündungen einher und kann verschiedene Organfunktionen beeinträchtigen. Die Ursachen sind weitgehend unklar. Eine Behandlung ist lebensnotwendig. Sie verhindert schlimmere Folgen, wie eine Schädigung des Herzens bis hin zu Herzinfarkt und inneren Blutungen.

Wann besteht ein Verdacht auf das Kawasaki-Syndrom?

Die auch als Mukokutanes Lymphknotensyndrom bezeichnete Krankheit betrifft zunächst die Blutgefäße. Da sie aber den gesamten Organismus versorgen, sind bald auch andere Systeme in Mitleidenschaft gezogen. Die möglichen Symptome sind daher sehr vielseitig. Auffällig ist zunächst hohes Fieber, ohne dass das Kind die üblichen Anzeichen einer Erkältung oder anderen Infektion zeigt.

Auffällig sind hochrote Schleimhäute, insbesondere Lippen und Zunge. Man spricht von Lacklippen und Himbeerzunge. Gerötete Bindehäute oder Bindehautentzündungen, typischerweise ohne Eiterabsonderung, sind ebenfalls möglich. Daneben wird das Kawasaki-Syndrom häufig von Hautausschlägen ähnlich Masern, Windpocken oder Scharlach begleitet. Diese treten vorzugsweise an Brust, Bauch, Rücken, Handinnenflächen und Fußsohlen auf. Auch können die Lymphknoten geschwollen sein – meist im Halsbereich: Dies gilt als sicheres Zeichen für ein aktives Immunsystem aufgrund einer Entzündung.

Ihr Kind wirkt vermutlich abgeschlagen und apathisch, eventuell leidet es unter Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und weiteren schmerzhaften Beschwerden, zeigt aber ansonsten keine typischen Symptome einer Erkältung oder Grippe. Schreitet die Erkrankung fort und zieht Organe in Mitleidenschaft, variieren die weiteren Symptome entsprechend.

Wie verläuft die Krankheit weiter?

Da sich die Entzündung unspezifisch im Körper ausbreitet, kann sie auf beliebige Organe übergreifen. Eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts ist folglich ebenso möglich wie der Blase und Harnwege, der Niere oder des Herzens. Letzteres ist die schwerwiegendste Variante des Kawakasi-Syndroms, denn eine Entzündung der Herzkranzgefäße kann zu einer Beschädigung des Gewebes führen. Daraufhin besteht das Risiko von Blutungen und auch das Herzinfarktrisiko steigt aufgrund der Beeinträchtigung bereits im Kindesalter. Nicht ausgeheilte Schädigungen können allerdings auch noch viele Jahre später zu Herzproblemen oder -versagen führen.

Die Ursache ist unklar

Üblicherweise sind bei fiebrigen Entzündungen Bakterien oder Viren der Auslöser. Ein entsprechender Erreger konnte beim Kawasaki-Syndrom bisher jedoch nicht festgestellt werden. Dennoch wird ein infektiöser Auslöser nicht ausgeschlossen. Wahrscheinlich ist außerdem eine Überreaktion des Immunsystems, das bei Kindern noch nicht stabil ist. Ein früherer Kontakt mit Krankheitserregern, die das Immunsystem entsprechend aktiviert haben, ist möglich. Die Immunreaktion, so die Vermutung, setzt den Entzündungsvorgang in den Blutgefäßen als abwehrende Maßnahme in Gang. Das Kawasaki-Syndrom zählt, unter anderem deshalb, zu den rheumatischen Erkrankungen.

Einige Experten vermuten, die Blutgefäße selbst reagieren auf zellulärer Ebene statt des Immunsystems und lösen damit die Entzündung eigenständig aus. Eventuell spielen außerdem genetische Faktoren eine Rolle.

Seltene Erkrankung

In Deutschland sind statistisch nur neun von hunderttausend Kindern vom Kawasaki-Syndrom betroffen, darunter mehr Jungen als Mädchen. Der Grund dafür ist ebenso unklar wie die Ursache. Gut 80 Prozent der Kinder erkranken im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Auffällig ist, dass bei betroffenen Kindern oft auch die Geschwister erkranken, was mangels der Beteiligung von Bakterien oder Viren die Annahme der genetischen Veranlagung sowie einer Immunreaktion bestätigen könnte.

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Treten mehrere der möglichen geschilderten Symptome ohne weitere erkennbare Infektionserscheinungen auf, liegt der Verdacht eines Kawasaki-Syndroms nahe. Charakteristisch ist, dass sich die Beschwerden durch Antibiotika nicht bessern und das Fieber fortbesteht. Ein Blutbild gibt Aufschluss über die Entzündungswerte und kann den Verdacht erhärten. Je nach Symptomatik erfolgen Organuntersuchungen per Ultraschall. Dabei gilt das Hauptaugenmerk der Herzfunktion, die zusätzlich mittels EKG überprüft wird.

Bei der folgenden Behandlung geht es zunächst darum, die Entzündungsreaktion abzuschwächen. Dies geschieht über die Gabe von Enzymen, die helfen sollen, das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Auch fiebersenkende und gerinnungshemmende Mittel werden meist verabreicht. Wichtig ist ansonsten eine Überwachung der Herzfunktionen, um gegebenenfalls schnell eingreifen zu können und schweren Folgen vorzubeugen. Sind die Herzgefäße bereits geschädigt, kann ein operativer Eingriff die Funktion wieder herstellen. Weitere Maßnahmen hängen davon ab, welche Organe konkret von einer Entzündung betroffen sind.

Das Wichtigste ist bei unspezifischen Symptomen, die von Fieber begleitet werden, schnell zu handeln – also einen Arzt zu konsultieren: Je frühzeitiger eine Behandlung einsetzt, umso besser sind die Erfolgsaussichten.