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Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch bestehende, langsam fortschreitende Entzündung der Schilddrüse. Sie wird durch Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das körpereigene Schilddrüsengewebe ausgelöst. Der genaue Mechanismus dieser Reaktion eines fehlgeleiteten Immunsystems ist noch unbekannt. Zu Beginn der Erkrankung kann es vorübergehend zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen. Durch Zerstörung des Gewebes entsteht jedoch langfristig eine Schilddrüsenunterfunktion. Den exotischen Namen verdankt die Erkrankung dem aus Japan stammenden Arzt Hakaru Hashimoto. Er beschrieb die Krankheit als Erster und gilt als ihr Entdecker.

Die Hashimoto-Thyreoiditis wird auch Autoimmunthyreoiditis oder chronische lymphozytäre Thyreoiditis genannt.

Wie kann es dazu kommen? - Mögliche Ursachen

Die Schilddrüse liegt knapp unterhalb des Kehlkopfes. Sie bildet Hormone, die in jedem Lebensalter wichtig sind: Bei Heranwachsenden beeinflussen sie die Knochen- und Hirnreifung, bei Erwachsenen Stoffwechsel, Kreislauf und Psyche.Bei der Autoimmunthyreoiditis bildet der Körper aus noch ungeklärter Ursache Abwehrstoffe, die sich gegen die eigene Schilddrüse richten. Als Folge dieses Angriffs kommt es zu einer chronischen Entzündung des Organs, die damit ihre Hormonproduktion zurück fährt. Die Erkrankung betrifft vor allem Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Die Krankheit tritt aufgrund ihrer Erblichkeit familiär gehäuft auf und kann mit anderen Autoimmunerkrankungen einhergehen.

Weitere Umstände begünstigen die Ausbildung einer Autoimmunthyreoiditis, so zum Beispiel eine zu hohe Jodzufuhr, Hormonschwankungen während der Pubertät, der Schwangerschaft und der Wechseljahre, psychische Belastung und Stress, Virus- oder Bakterieninfektionen, schwere Erkrankungen wie Krebs oder Herzinfarkt, Rauchen. Doch auch ein zu hoher Hygienestandard kann eine Autoimmunreaktion auslösen, weil das Immunsystem unterfordert ist. Des Weiteren werden bestimmte Nahrungsbestandteile wie Gliadin und andere Lektine als ungünstig angesehen.

Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis

Zu Beginn der Erkrankung kann es zu einer vermehrten Produktion von Schilddrüsenhormonen kommen, sodass eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) entsteht. Sie wird als "Hashitoxikose", also Vergiftung mit Schilddrüsenhormonen, bezeichnet. Die Folge ist Herzrasen, hoher Blutdruck (Hypertonie), Schwitzen, Gewichtsabnahme, Durchfall, Rast- und Ruhelosigkeit, Muskelschwäche, Muskelzittern, gesteigerte Angst, Schlaflosigkeit, Nervosität und Heißhunger. Gerade das Symptom des Schwitzens wird bei Frauen in den Wechseljahren oft als Hitzewallungen eingestuft.

Ist die Schilddrüse durch die Entzündung dann ausgebrannt, stellt sich eine Schilddrüsenunterfunktion ein. Meist wird sie erst spät entdeckt, da sie insgesamt nur wenige Beschwerden verursacht. In diesem Stadium laufen viele Körperfunktionen verlangsamt ab. Die Betroffenen fühlen sich antriebslos und müde, haben keine Energie. Sie klagen über eine verstärkte Kälteempfindlichkeit. Das Herz schlägt langsamer, die Haut wird blass und teigig, das Haar spröde und trocken. Oftmals kommt es bei den Patienten zu Übergewicht und sie klagen über Verstopfung. Bei einer entzündungsbedingten Gewebszunahme der Schilddrüse kann außerdem ein kloßartiges Spannungsgefühl im Bereich des Kehlkopfes entstehen.

Wie geht es weiter? – Therapie

Ist die Diagnose erst einmal gestellt, lässt sich die Erkrankung gut behandeln, indem die Patienten eine für sie passende Menge an Schilddrüsenhormonen in Form von Tabletten einnehmen. Unter dieser lebenslang notwendigen Therapie klingen die Beschwerden ab. Die eigentlich zugrunde liegende Autoimmunerkrankung und die dadurch ausgelöste Schilddrüsenentzündung kann allerdings nicht geheilt werden.

Was kann noch hinter einer Hashimoto-Thyreoiditis stecken? – Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen

Die Symptome der Schilddrüsenunterfunktion ähneln denen der Wechseljahresbeschwerden. Daher wird die Hashimoto-Thyreoiditis häufig bei Frauen in den Fünfzigern nicht erkannt. Gerade sie sollten jedoch bezüglich ihrer Schilddrüsenfunktion genau untersucht werden. Auch eine Depression oder das Syndrom des Burn-out, das Gefühl des Ausgebrannt-Seins, das mit einem deutlichem Leistungsabfall, ständiger Müdigkeit und depressiven Verstimmungen einhergeht, wird häufig fälschlicherweise diagnostiziert, obwohl der Patient in Wirklichkeit an Hashimoto-Thyreoiditis leidet.

Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion infolge eines Jodmangels während der Schwangerschaft oder weil das Organ unvollständig oder gar nicht angelegt ist, wird heutzutage kaum mehr übersehen. Kurz nach der Geburt wird routinemäßig bei allen Neugeborenen ein Stoffwechselscreening durchgeführt, bei dem auch die Schilddrüsenfunktion untersucht wird. Der sogenannte "Kretinismus", bei dem es zu Intelligenzdefekten aufgrund eines Schilddrüsenhormon-Mangels kommt, ist fast nur noch in Lehrbüchern zu finden.

Nach einem operativen Eingriff an der Schilddrüse mit Substanzverlust oder auch einer Strahlentherapie der Schilddrüse, beispielsweise bei einer ursprünglich bestehenden Schilddrüsenüberfunktion, kann es hernach zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen.

Verhaltenstipps

Neu auftretende Veränderungen wie Vernachlässigung der Hobbies, ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit, unklare Gewichtszunahme und weitere  sollten gerade bei Frauen in den Wechseljahren an eine Hashimoto-Thyreoiditis denken lassen und bedürfen einer ärztlichen Abklärung.