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Polymyalgia rheumatica

Die Polymyalgia rheumatica, kurz PMR genannt, ist eine Autoimmunerkrankung des Blutgefäßsystems. Die entzündliche, rheumatische Erkrankung tritt in der Regel nach dem 60. Lebensjahr auf, Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Sie beginnt mehr oder weniger akut mit starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Gerade bei älteren Patienten ist unverzüglich abzuklären, ob die PMR Ursache der Beschwerden ist. Es gilt bei dieser Erkrankung rasch zu handeln. Eine Entzündung der Schläfenarterie und nachfolgend der Netzhaut der Augen mit drohender Erblindung könnten die Folge sein, wenn nicht rechtzeitig der Arzt aufgesucht wird. Bei frühzeitigem Einschreiten ist die Prognose jedoch gut.

Polymyalgia rheumatica – was steckt dahinter

Die PMR, auch rheumatische Polymyalgie genannt, zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Der eigene Körper ruft also die Krankheit hervor. Die Ursachen hierfür liegen in einer genetischen Veranlagung, sie werden durch Umwelteinflüsse verstärkt.

Der Name Polymyalgia rheumatica setzt sich zusammen aus den Wortbestandteilen poly = viel, Myalgie = Muskelschmerz und rheumatica = fließend. Dieser alte Begriff ist verwirrend, denn das Muskelgewebe selbst zeigt bei Untersuchungen keine krankhaften Veränderungen. Es sind die Schlagadern im Muskel, die sich entzünden und die heftigen Schmerzen hervorrufen. Diese Entzündung der Arterien, Arteriitis genannt, lässt sich in vielen Fällen durch eine Biopsie nachweisen. Mitunter verändern sich bei diesem Entzündungsvorgang die Zellen. Findet man bei einer Gewebsentnahme Riesenzellen, so lautet der medizinische Fachbegriff Riesenzellarteriitis. Diese Form wird auch Arteriitis temporalis genannt. Von der betroffenen Schläfenarterie aus kann die Entzündung ins Auge ziehen. Schwere Netzhautschäden drohen als Folge. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, steigt das Risiko, auf dem betroffenen Auge zu erblinden, auf 20 Prozent.

Rheumatische Polymyalgie – Symptome einer Alterskrankheit

xTypisch für die PMR sind Schmerzen der Muskulatur. Die Beschwerden treten innerhalb weniger Tage auf und nehmen rasch zu. Betroffen sind zunächst Nacken, Schultergürtel und Oberarme. Die Schmerzen können aber auch im Bereich von Hüfte, Oberschenkel und Lendenwirbelsäule auftreten. Es handelt sich dabei um Ruheschmerzen, die also unabhängig von einer Bewegung auftreten. Eine ausgeprägte Morgensteifigkeit, die sich länger als eine Stunde hinzieht, kann ein Anzeichen dieser Erkrankung sein. Sind die entzündlichen Vorgänge ausgeprägt, tritt mitunter hohes Fieber auf. Kopfschmerzen, Nachtschweiß, Abgeschlagenheit und Müdigkeit sowie eine depressive Verstimmung begleiten die Polymyalgia rheumatica häufig.

Die Patienten sind zu 75 % Frauen. Bei den unter 60-Jährigen ist die Krankheit zwar nicht ausgeschlossen, aber selten. Ab dem 65. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit mit jedem Lebensjahr, an PMR zu erkranken.

Ähnliche Beschwerden mit anderer Ursache

Dass die PMR vor allem bei Frauen und in höherem Alter auftritt, lässt die Betroffenen mitunter zögern, rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Denn die Symptome sind gerade für ältere Frauen nicht ungewöhnlich. Das Schwitzen wird auf die Wechseljahre geschoben, die Steifigkeit auf Arthrose. Auch die Ursachenforschung bei Kopfschmerzen wird oft vernachlässigt.
Ähnlich der rheumatischen Polymyalgie ist die Fibromyalgie. Hier ziehen sich stechende Schmerzen im Oberarm- und Schulterbereich, in der Hüfte und Leistengegend durch den Körper. Eine Vaskulitis kann zudem als Krankheit für sich auftreten. Besonders der Aortenbogen, die Augenarterie oder Schläfenarterie werden von der RZA, der Riesenzellarteriitis, betroffen, ohne dass eine rheumatische Polymyalgie vorliegt. Ebenfalls ähnliche Symptome bringt die heimtückische Erkrankung Lupus erythematodes mit sich. Allein schon aus diesem Grund ist eine schnelle Diagnose wichtig.

Ärztliche Hilfe für zuverlässigen Behandlungserfolg

Nehmen die genannten Symptome binnen kurzer Zeit zu und treten begleitend heftige Kopfschmerzen auf, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Insbesondere, wenn die Schläfenarterie fühlbar verdickt ist und Sehstörungen auftreten, ist sofortige Hilfe notwendig. Die Behandlung beginnt mit hohen Cortison-Gaben. Unter Umständen wird Cortison mit Antirheumatika kombiniert, damit die Dosis reduziert werden kann.
Wichtig ist, dass die Therapie auf keinen Fall auf eigene Faust abgebrochen wird. Zwar bestätigt es die Diagnose PMR, wenn Cortison die Beschwerden binnen kurzer Zeit verbessert. Jedoch heißt es im Anschluss an das akute Stadium noch lange Zeit Cortison einzunehmen, um einen Rückfall – mit möglichen Komplikationen – zu vermeiden. Alternativ wird eine Langzeittherapie mit Immunsuppressiva durchgeführt.

Eigenhilfe – gesünder leben

Zwar kann mit Hausmitteln und Naturmedizin weder das akute Stadium der PMR noch eine Vaskulitis behandelt werden. Dennoch bringen Phytotherapie, Homöopathie und eine vernünftige Lebensweise Linderung und womöglich – aber immer nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt – die Chance, Kortikoide zu vermeiden. Wie bei jeder Erkrankung des Autoimmunsystems gilt die Vermeidung von Stress als hilfreich. Pflanzenheilmittel wie Weihrauch können entzündungssenkend wirken, ebenso Teufelskralle und Goldrute.