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Aortenstenose

Die Aortenstenose (vollständig auch Aortenklappenstenose genannt) ist der am häufigsten vorkommende Herzklappenfehler. Bei diesem Krankheitsbild ist die Herzklappe im Bereich des Ausgangs der linken Herzkammer verengt und verhärtet. Dadurch kann das Blut nicht mehr in ausreichender Menge in den großen Blutkreislauf gelangen. In der Folge kommt es zu einer Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Verkalkungen der Blutgefäße.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Kardiologie unterscheidet zwischen zwei Formen der Aortenstenose. Die angeborene Aortenstenose ist relativ selten. Die Beschwerden treten bereits im jüngeren Lebensalter auf.
Weitaus häufiger ist die erworbene Aortenstenose anzutreffen. Ursache ist eine Verkalkung der Gefäße durch permanent erhöhte Blutfettwerte, wobei sich Cholesterin in den Blutgefäßen anlagert. Die Aortenstenose kann aber auch eine Folgeerkrankung nach einer Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis) sein, die zu einer Vernarbung des Gewebes führt. Rheumatisches Fieber kommt als Auslöser ebenfalls in Betracht.
Risikofaktor Nummer Eins ist eine ungesunde Lebensweise, vor allem im Hinblick auf die vermehrte Aufnahme von cholesterinhaltigen Lebensmitteln.

Symptome und Diagnose

Eine Aortenstenose entwickelt sich langsam, aber kontinuierlich über Jahre hinweg. Symptome treten daher ziemlich spät, dann aber deutlich auf. Betroffene Personen nehmen anfangs ein zunächst unspezifisches Schwindelgefühl wahr, manchmal auch mit einem Kreislaufkollaps einhergehend. Charakteristisch ist, dass diese Symptome vor allem bei körperlichen Belastungen (Sport, Treppensteigen) auftreten. Der Organismus braucht in diesen Situationen mehr Sauerstoff. Diese Mehrarbeit kann das Herz infolge der Verengung der Herzklappe auf Dauer nicht mehr leisten.

Die immer häufiger und stärker werdenden Symptome veranlassen die Betroffenen meist zunächst ihren Hausarzt aufzusuchen. Die Untersuchung mit dem Stethoskop gibt erste Hinweise auf das Bestehen einer Aortenstenose. In der Auswurfphase des Herzens ist in diesem ein schwirrendes Geräusch zu hören. Für eine Bestätigung der Diagnose "Aortenstenose" ist jedoch unbedingt ein Kardiologe zu konsultieren. Dieser besitzt sowohl die notwendige Erfahrung als auch die erforderliche diagnostische Medizintechnik. Zur Diagnostik kommen mehrere apparative Verfahren zum Einsatz, die sich einander sinnvoll ergänzen. Bereits im konventionellen Röntgenbild sind die typischen Wandverdickungen in der linken Herzkammer oder der Hauptschlagader (Aorta) sichtbar. Mittels Elektrokardiographie (EKG) lässt sich eine Einschätzung des Schweregrades der Aortenstenose vornehmen, auch hier sind vorhandene Wandverdickungen nachweisbar. Eine sichere Diagnose ergibt sich durch den Einsatz der Echographie. Das ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Die Flussgeschwindigkeit des Blutes an der Verengung und die Klappenöffnungsfläche können sehr genau bestimmt werden. Eine weitere Option ist die Untersuchung mit Hilfe eines Linksherzkatheders.

Mit der Aortenstenose verwandte Krankheitsbilder

Oftmals treten Komplikationen auf, die auch die Peripherie des Herzens betreffen und weitere Erkrankungen auslösen können. Bei einer ausgeprägten Aortenstenose kann es mitunter zu einer Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße kommen. In diesem Fall zeigt sich das Krankheitsbild einer Angina pectoris (Brustenge). Weiterhin ist ein Blutstau bis zurück in die Lunge möglich. Dadurch wird die Entstehung einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) begünstigt.

Krankheitsverlauf und Prognosen

Wird die Aortenstenose nicht behandelt, sind schwerwiegende Folgeschäden sehr wahrscheinlich. Die entstehenden Turbulenzen an der verengten Aortenklappe begünstigen die Entstehung von Blutgerinnseln. Werden diese vom Blutstrom mitgerissen, können sie ins Gehirn gelangen und dort Gefäße verstopfen. Es kommt zu einem Schlaganfall. Auch Herzrhythmusstörungen und das gefürchtete Herzkammerflimmern sind oft auf eine Aortenstenose zurückzuführen. In diesem Fall droht der Herztod.
Es gibt jedoch heute sehr gute operative Methoden zur Behandlung der Aortenstenose. Bei einer rechtzeitig begonnenen Therapie ist die Prognose gut.

Therapiemöglichkeiten bei Aortenstenose

Bei einer leichten Aortenstenose, die keine Symptome zeigt, wird zunächst eine konventionelle Therapie mit Medikamenten erfolgen. Der Patient sollte Anstrengungen vermeiden und sich schonen. Die Diagnose eines mittleren oder hochgradigen Stadiums macht einen chirurgischen Eingriff unumgänglich. Hierfür stehen mehrere operative Verfahren zur Verfügung.

Beim Aortenklappenersatz wird die Herzklappe am Klappenring abgetrennt. Gleichzeitig werden Verkalkungen in deren Umgebung entfernt. Die neue Herzklappe wird anschließend als Endprothese mit dem Klappenring vernäht. Das Implantat kann künstlich oder aus der Hirnhaut von Schwein, Rind oder Pferd hergestellt werden. Dieser Eingriff ist die erfolgversprechendste Behandlung bei erworbener Aortenstenose. Bei einer Operation nach Ross wird die Aortenklappe durch eine andere körpereigene Klappe (Pulmonalklappe) ersetzt. An ihrer Stelle wird ein Implantat eingepflanzt. Da bei diesem Verfahren die Aortenklappe mitwachsen kann, wird es vor allem bei Kindern mit angeborener Aortenstenose eingesetzt. Die sogenannte Ballondilatation zielt auf eine Erweiterung der Gefäße, indem an den verengten Stellen ein kleiner Ballon aufgeblasen wird.

Was kann ich selbst tun?

Zur Vorbeugung des Entstehens einer Aortenstenose ist eine gesunde Lebensweise die wichtigste Voraussetzung. Unter Anderem bedeutet das, dass man auf das Rauchen verzichten sollte. Äußerst wichtig ist eine fettarme Ernährung, um Verkalkungen an den Gefäßen schon im Vorfeld zu verhindern. Erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin) stellen ein großes Risiko für die Ausbildung einer Aortenstenose dar. Eine Blutuntersuchung beim Hausarzt gibt hierbei Gewissheit.