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Interview mit Hebamme Isabel Buse

Wir haben Isabel Buse, seit 2009 arbeitet sie als Hebamme, getroffen. Sie begleitet und unterstützt Familien in der Schwangerschaft, bei Geburt ihres Kindes und bei der Nachsorge. Noch immer ist die Geburt für sie ein Wunder und sie freut sich Familien bei einem der wichtigsten Ereignisse im Leben zu helfen.

Isabel hat uns zu zwei Themen, die Mütter aber auch Väter oft bewegen, unsere Fragen beantwortet: Zum einen sprachen wir über das Wochenbett und warum es so wichtig für die ganze Familie ist. Außerdem redeten wir über das Zufüttern und welche Chancen es auch für den Vater darstellt.

Fragen an Isabel

Isabell, vielen Dank, dass du dir Zeit für uns nimmst. Erstmal kurz zu deiner Person: Wie lange bist du schon Hebamme?

Ich bin seit 2009 Hebamme mit Erfahrungen im Geburtshaus und Krankenhaus. Dann biete ich noch Vorsorgen, Nachsorgen und Kurse an.

Warum hast du den Beruf gewählt und was gefällt Dir am besten daran?

Seit der Oberstufe hatte ich den Berufswunsch Hebamme und fand damals schon im Bio-LK das Thema Schwangerschaft und Geburt am spannendsten. Außerdem wollte ich schon immer mit Menschen arbeiten. Das Ergebnis dieser Arbeit, das Kind, ist ein Wunder. Die Geburt ist einfach so ein wichtiger Moment im Leben, so emotional und bei dem man Frauen auch so gute Unterstützung geben kann.

Bei den Nachsorgen gefällt mir die Beobachtung der Entwicklung des Kindes und der Familie so sehr. Manchmal fühle ich mich fast wie „Mary Poppins” und freue mich dann auch wieder, sie „ins Leben zu entlassen”, wenn es ihnen gut geht.

Das Wochenbett: Warum es für die ganze Familie so wichtig ist

Lass uns mal den Begriff „Wochenbett“ klären. Woher kommt er und was ist eigentlich damit gemeint?

Das Wochenbett ist die Zeit nach der Geburt der Plazenta, dann dauert es 8-12 Wochen. So lange können wir auch die Mutter mittlerweile betreuen, was schön ist. Nach längerer Zeit kommen ja immer noch Fragen auf, zum Beispiel für eine Stillberatung und dann später auch beim Abstillen.

Welche Erfahrungen machst du als Hebamme: Wird der Mutter das Wochenbett heutzutage noch zugestanden? Nehmen wir uns eigentlich genug Zeit für das Baby und auch, als Familie anzukommen?

So kritisch wie die Frage gestellt ist, so kritisch ist auch meine Antwort! Natürlich ist das nicht so und das ist traurig. Die Frauen gehören immer noch ins Bett. Früher war das so und sie wurden von der Familie umsorgt. Man muss ja nicht nur liegen, aber Ruhe ist wichtig.

Aber die Frauen heute denken: „Oh, jetzt kommt der Besuch und ich muss aufräumen, putzen, Kuchen backen.” Ein Problem ist auch, dass man viel zu früh wieder zu arbeiten beginnt und schon wieder adrett aussehen will.

Man muss versuchen, sich gegen diesen „Trend” zu wehren und wir Hebammen haben die dankbare Aufgabe, auch mal Besucher „heraus zu schmeißen”, wenn wir merken, dass es der Mutter zu viel wird. Der Besuch muss mich nicht mögen! Aber ich sage den Männern auch: „Ihr gehört auch mit ins Bett, um zu kuscheln.”

Was ist das Wichtigste für Mutter und Kind im Wochenbett? Wie kann die Familie unterstützen?

In der neuen Situation ankommen! Da ist so viel Neues und da muss man erst hineinwachsen. Kein Stress im Wochenbett, bitte! Ruhe und Geborgenheit ist das Wichtigste. Man muss sich wohlfühlen und ein „Nest” haben. Freunde und Familie können etwas Leckeres zu essen mitbringen oder mal durch die Wohnung putzen oder auch Botengänge übernehmen. 

Viele Frauen wollen alles weiter so wuppen wie vorher. Wie hilfst du Frauen, wirklich zu entspannen, zu entschleunigen?

Man muss als Mutter von Hebammen gesagt bekommen: „Es ist normal, dass du nicht mehr alles so wie vorher wuppst. Alles dauert länger, es braucht einen anderen Rhythmus.” Das wiederhole ich sehr oft. Ich brauche als Hebamme natürlich bei den Hausbesuchen auch keine aufgeräumte Wohnung. Den Mann mit einzubeziehen finde ich auch wichtig, damit er besser versteht, was gerade mit der Frau passiert. 

Einiges kann man sicher auch im Vorfeld vorbereiten: Was sind deine drei besten Tipps fürs Wochenbett?

Gute Freunde vorwarnen und schon mal einspannen. Bitte keine falsche Scheu, um Hilfe zu bitten. Die Großeltern könnten vorkochen oder man legt sich schon mal Adressen von Lieferdiensten und Pizza-Services zurecht. Vor der Geburt gehe ich mit der Mutter durch, was noch angeschafft werden muss, damit nicht alle hektisch losrennen müssen, wenn das Baby da ist. Aber man kann auch nicht alles planen. Das Leben wird spontan mit der Geburt des Kindes!