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Übermäßiges Schwitzen - Wenn der Körper mehr schwitzt als er müsste

Übermäßiges Schwitzen, im medizinischen Fachjargon als "Hyperhidrose" bezeichnet, ist ein Umstand, der verschiedene Ursachen haben kann. Nicht alle davon sind schlimme Erkrankungen, denn zu berücksichtigen ist auch immer, dass die Schweißdrüsen bei jedem Menschen anders arbeiten, weshalb einige Menschen einfach etwas mehr schwitzen als andere.
Kommt es hingegen zu wirklich übermäßig starkem Schwitzen, sollten Sie das als erst einmal als Symptom sehen und es weiterhin gegenüber Ihrem Hausarzt anmerken.

Schweiß ist ganz normal, denn zu schwitzen ist für den Körper notwendig

Schweiß selber ist nicht gefährlich, ganz im Gegenteil, denn er erfüllt sogar eine positive Funktion.Ganz ohne Schweiß geht es nicht, denn der Körper muss schwitzen, weil er auf diese Weise seine eigene Wärme reguliert und sich zugleich entgiftet. Wenn man nun schwitzt, dann arbeiten die Schweißdrüsen auf der Haut aktiv, weshalb Sie auch nur da schwitzen können, wo sich tatsächlich solche Drüsen befinden. Es gibt auch Körperpartien, die über keine Schweißdrüsen verfügen, wie etwa die Lippen. Auf der Haut finden sich zusammenaddiert mehr als 2 Millionen Schweißdrüsen, wobei diese nicht gleichmäßig verteilt sind. Das ist Ihnen sicherlich schon selber aufgefallen, denn in den Achselhöhlen, auf der Stirn oder am Rücken schwitzt man häufiger, als beispielsweise an den Ohren oder auf der Nase. Das liegt daran, dass in diesen Körperzonen mehr Schweißdrüsen aktiv sind. Die höchste Konzentration an Drüsen lässt sich an den Handtellern, der Stirn und den Fußsohlen finden - auch wenn es Ihnen hier vielleicht mitunter nicht so oft auffällt, dass Sie an dieser Stelle tatsächlich gerade sehr stark schwitzen.

Durch das Verdunsten des Schweißes wird die Haut und somit der gesamte Körper gekühlt, wie es beispielsweise bei einem Fieber nötig ist. Zugleich bildet sich durch den Schweiß auf der Haut ein sogenannter "Säureschutzmantel". Dieser ist in etwa wie eine zweite Hautschicht zu verstehen, die potentielle Krankheitserreger aktiv abfangen und anschließend abwehren kann. Der abgesonderte Schweiß besitzt eine dünnflüssige Konsistenz und wird aufgrund seines pH-Werts von 4,5 als "sauer" bezeichnet. Er setzt sich aus Kochsalz, Harnstoffen, Harnsäure, Ammoniak und natürlich Wasser zusammen. Normal ist das Ausschütten von Schweiß deshalb, weil es ein physiologischer, für den Körper notwendiger Vorgang ist. Die Ursachen dahinter können aber variieren. Der Körper fängt aus verschiedenen Gründen an zu schwitzen, sowohl physische als auch psychische Ursachen spielen eine Rolle.

Reguliert wird der Schweiß durch das vegetative Nervensystem. Mehrere Liter Schweißsekret pro Tag sind als "normal" zu bezeichnen. Sobald der Körper nun aber mehr schwitzt, als er das aufgrund der Wärmeregulierung eigentlich müsste, spricht man von einem krankhaften Schwitzen. Diese Hyperhidrose erzielt nicht mehr die eigentlich positive Wirkung des Schwitzens, sondern wird stattdessen durch eine allgemeine Fehlfunktion, oder eine ganz bestimmte Ursache, die diese Fehlfunktion hervorruft, ausgelöst.

Wer kann übermäßig starkes Schwitzen bekommen?

Schwitzen ist ganz normal, folglich produziert auch jeder Mensch Schweiß. Bei Kindern sind die Schweißdrüsen noch nicht so ausgeprägt, wie bei erwachsenen Menschen, weshalb diese tendenziell etwas weniger Schweiß produzieren. Hormonelle Veränderungen, wie beispielsweise in den Wechseljahren der Frau oder in der Pubertät, können das Schwitzen noch einmal verstärken. Teilweise verflüchtigen sich diese Erscheinungen nach dem Hormonumschwung wieder, mitunter können sie sich aber manifestieren. Schwangerschaft und Menstruation fallen ebenfalls in diese Kategorie. Zudem bestehen verschiedene Risikofaktoren, welche übermäßiges Schwitzen begünstigen können. Menschen, mit einem stark erhöhten Körpergewicht, schwitzen beispielsweise stärker, was aber auch daran liegt, dass der Körper mehr Leistung erbringen muss und folglich schwitzt.

Hyperhidrose vom "natürlichen" Schwitzen abgrenzen

Hyperhidrose kann verschiedene Ursachen haben, die nicht immer direkt klar erkennbar sind. Erst einmal muss bei der krankhaften Hyperhidrose gegenüber dem "natürlichen" Schwitzen unterschieden werden. Wer sich zu warm angezogen hat, oder im Sommer sportliche Aktivitäten betreibt, wird zwangsweise mehr Schweiß produzieren, was dann aber nicht direkt dem Krankheitsbild Hyperhidrose zuzuordnen ist. Gleiches gilt für temporäre Erkrankungen, wie es ein Fieber mit sich bringen kann. Das übermäßige Schwitzen ist in diesem Fall ein natürlicher und für den Körper hilfreicher Prozess. Körperliche Anstrengungen, zu warme Kleidung, sehr heiße Temperaturen im Sommer, saunieren und verschiedene Erkrankungen mit Fieber, sind also typische Ursachen für starkes Schwitzen, welches in der Regel aber nicht kontinuierlich anhält.

 

Ursachen für Schweißausbrüche und übermäßiges Schwitzen

Die Ursachen für Hyperhidrose sind mitunter sehr vielfältig, weshalb nicht immer sofort bestimmt werden kann, was nun tatsächlich der Auslöser hierfür ist.

Schwierig wird eine spezifische Diagnose inklusive benannter Ursache vor allem dann, wenn mehrere der eben genannten Ursachen aktiv in die Diagnose einspielen. Die Hyperhidrose ist dann als Ergebnis dieser Kombination denkbar, mitunter ist aber auch nur eine Ursache genau dafür verantwortlich. Hier lohnt es sich deshalb, die Hyperhidrose langfristig zu beobachten, um auf diese Weise in Frage kommende Auslöser nach und nach zu eliminieren. Auf diese Weise wird es Medizinern möglich, später einmal genau zu sagen, was nun der spezifische Auslöser war, oder ob es sich um eine Kombination aus mehreren Faktoren handelt.

Psychische Ursachen

Verschiedene psychische Ursachen können Hyperhidrose auslösen. Vor allem Angst, Stress und generell Nervosität begünstigen die Schweißproduktion. Dann kommt es oftmals zu Schweißausbrüchen, welche sich beispielsweise kurz vor einer Prüfung, oder einem psychisch belastendem Umstand, einstellen. Die im vorherigen Abschnitt erwähnten hormonellen Veränderungen, sowohl in der Schwangerschaft, den Wechseljahren, während der Menstruation und auch in der Pubertät, sind weitere mögliche Ursachen. Treten solche hormonellen Veränderungen auf, lassen sich diese in der Regel gut erkennen - und zwar nicht nur an der Hyperhidrose. Stehen Schweißausbrüche in Zusammenhang mit psychischen Faktoren, merken das Betroffene in der Regel ebenfalls sehr gut. Schließlich weiß jeder Mensch selber, wann er besonders nervös ist oder unter großem Stress leidet.

Einnahme von verschiedenen Medikamenten

Hyperhidrose kann auch das Resultat der Einnahme von verschiedenen Medikamenten sein. Wenn Sie besonders stark unter der Hyperhidrose leiden und eine Medikamenteneinnahme als Ursache dahinter vermuten, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen. Vielleicht kommt ein anderes Medikament, mit anderen Wirkstoffen oder zumindest einer veränderten Zusammensetzung, für Sie in Frage.

Begleitsymptom einer Erkrankung

Zuletzt kann die Hyperhidrose ein Begleitsymptom einer Erkrankung sein. Als ein Begleitsymptom wird es unter anderem dann bezeichnet, wenn es zu Hyperhidrose kommt, diese aber nicht in direktem Zusammenhang mit einem Fieber steht. Zu nennen sind hier beispielsweise Rheuma, diverse Krebserkrankungen, verschiedene Infektionskrankheiten, wie Tuberkulose oder Aids und neurologische Erkrankungen, wie beispielsweise Parkinson. Auch eine Unterzuckerung bei Diabetes-Betroffenen könnte in der Hyperhidrose resultieren. Hormonelle Erkrankungen, zu denen unter anderem die Schilddrüsenüberfunktion zählt, komplettieren diese Auflistung.

Welcher Arzt ist mit Hyperhidrose aufzusuchen?

Wie immer in der Medizin, ist die richtige Arztwahl entscheidend für den späteren Behandlungserfolg.

Der erste Weg sollte immer zum Hausarzt führen, denn dieser kann sich anfänglich ein Gesamtbild des Gesundheitszustandes verschaffen. Mitunter ist er zudem in der Lage bestimmte Vorgänge, oder Erkrankungen im Körper, wie eine Grippe mit Fieber, direkt zu diagnostizieren. In diesen Fällen ist es oft so, dass die Hyperhidrose wieder verschwindet, wenn die Erkrankung behandelt wird.

Bleibt sie jedoch kontinuierlich bestehen oder haben Sie das Gefühl, dass Sie überdurchschnittlich viel Schweiß produzieren, sollte Sie der nächste Gang zum Hautarzt führen. Viele Betroffene scheuen den Arztbesuch mit Hyperhidrose oder das starke Schwitzen wird einfach als "normaler" Umstand abgetan - frei nach dem Motto: "Ich schwitze halt mehr als andere Menschen". Ob die Schweißproduktion tatsächlich "normal" ist, kann der behandelnde Dermatologe dann anhand verschiedener Tests und der generellen Anamnese ermitteln.

Zusätzlich zum Dermatologen könnten Sie auch einen Psychologen konsultieren, das ist aber erst dann notwendig, wenn der Hautarzt keine körperlichen Ursachen für die Hyperhidrose ausfindig machen könnte. Mitunter spielen psychische Faktoren wie Stress oder verschiedene Ängste dann in die Hyperhidrose ein. In dieser Situation müsste dann eine genau geplante und langfristig umgesetzte psychologische Behandlung erfolgen, bei denen Betroffene lernen sollten, besser mit Stress und Ängsten umzugehen, damit diese fortan nicht mehr übermäßig stark ausgeprägt sind. Über derartiges Vorgehen sollten Sie sich aber erst Gedanken machen, wenn Sie bereits Ihren Hausarzt konsultieren und eine fachspezifische Meinung des Dermatologen eingeholt haben. Dieser kann Ihnen mitunter auch direkt Psychologen in Ihrer Nähe empfehlen, die mit Hyperhidrose bereits Erfahrungen gemacht haben.

Die Erfahrungen von Menschen, die unter Hyperhidrose leiden, zeigen jedoch auch, dass mitunter mehrere Ärzte konsultiert werden müssen. Auch wenn es ärgerlich ist, so wird Hyperhidrose nicht von allen Medizinern tatsächlich als problematische Krankheit und mitunter starke Belastung erkannt. Halten Sie sich deshalb stets vor Augen, dass Sie als Patient das Recht auf freie Arztwahl und auch eine zweite Meinung haben. Überkommt Sie das Gefühl, dass der Dermatologe die Hyperhidrose mitunter nicht ernst nimmt, sie nicht ausreichend überprüft, oder Ihnen keine zufriedenstellende Therapie vorschlägt, können Sie sich jederzeit an einen anderen Mediziner wenden und eine sekundäre Meinung einholen. Viele Betroffene der Hyperhidrose mussten, so zeigen Foren, die zum Meinungsaustausch bestimmt sind, mehrere Ärzte konsultieren, bis sie sich "in guten Händen" fühlten.

Diagnostik beim Arzt: So stellt der Mediziner die Hyperhidrose fest

Übermäßiges Schwitzen macht einen Arztbesuch nicht unbedingt sofort erforderlich. Insbesondere wenn Sie aufgrund bekannter Erkrankungen, wie einer Grippe, bereits wissen, dass es sich um einen kurzfristigen Zustand handelt, ist Hyperhidrose lediglich als begleitendes beziehungsweise sekundäres Symptom zu deuten.

Sofern die Ursache also offensichtlich ist, können Sie auf einen Arztbesuch spezifisch wegen der Hyperhidrose erst einmal verzichten. Müssen Sie aufgrund einer bekannten Erkrankung aber sowieso einen Mediziner aufsuchen, sollten Sie das übermäßige Schwitzen zumindest anmerken.
Bleibt die ausgeprägte Absonderung von Schweiß bestehen, sind Schweißausbrüche ausgesprochen intensiv und ist Ihnen selber kein Grund bekannt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Unbedingt notwendig ist das zudem, wenn das übermäßige Schwitzen mit anderen begleitenden Symptomen auftritt, vor allem dann, wenn Sie zusätzlich noch Schmerzen in der linken Brusthälfte verspüren. Beim Arzt selber gibt es aber keinen allgemeingültigen Labor- oder Messwert, welcher einem Menschen bescheinigt, dass er stark, oder zu stark, schwitzt. Deshalb wird sich der Mediziner vor allem auf die Anamnese stützen. Diese ausführliche Befragung umfasst mehrere Fragen, welche in direktem Zusammenhang zu der Hyperhidrose oder dahinter vermuteten Erkrankungen stehen.

Mögliche Fragen, die der Arzt stellen wird, sind beispielsweise:

  • Wann schwitzen Sie besonders häufig?
  • In welchem Alter haben Sie das übermäßige Schwitzen erstmals bewusst wahrgenommen?
  • Fühlen Sie sich in Ihrer Lebensqualität beeinträchtigt oder im Alltag dadurch eingeschränkt?
  • Wo schwitzen Sie besonders häufig? (Körperstelle)

Weiterhin spielt bei der Anamnese natürlich noch die Krankengeschichte des Betroffenen eine große Rolle. Deshalb erfolgen generelle Tests, die damit in Zusammenhang stehende Erkrankungen diagnostizieren beziehungsweise ausschließen sollen. Dafür wird Blut, im Zuge einer Blutuntersuchung, abgenommen, ein Ultraschall kann ebenfalls genutzt werden. Sofern der Verdacht auf Krebs besteht, wird noch eine Biopsie, beziehungsweise eine Knochenmarkspunktion, veranlasst. Der Mediziner wird zudem erfassen, welche Medikamente Sie regelmäßig, in welcher Dosierung, einnehmen und welche Medikamente in der Vergangenheit eingenommen wurden.

Obwohl kein allgemeingültiger Test oder Messwert für starkes Schwitzen existiert, lässt sich doch das Ausmaß einigermaßen verlässlich erfassen. Hier bieten sich verschiedene Tests an, darunter der sogenannte "Jod-Stärke-Test" nach Minor. Dieser hilft vor allem einzugrenzen, wo es zu besonders starken Schweißausbrüchen kommt. Im Zuge dessen wird der Arzt, oder eine Krankenschwester, die Haut trocken tupfen und anschließend mit einer Lugollösung bestreichen. Danach wird gewöhnliche Speisestärke über die nun bestrichene Haut gestreut. In der Region, wo besonders viel Schweiß abgesondert wird, entsteht dann eine blau-violette Verfärbung. Die Gravimetrie ist ebenfalls denkbar, da sich dadurch die produzierte Schweißmenge pro Zeiteinheit näher bestimmen lässt. Beide Optionen helfen bei der Feststellung, ob der Körper mehr Schweiß als normal generiert. Wird mehr geschwitzt als für die Regulierung der körpereigenen Temperatur eigentlich nötig, kann die Hyperhidrose im nächsten Schritt dann näher klassifiziert werden.

Die drei Grade der Hyperhidrose

Im Zuge der Diagnostik und sofern eine Hyperhidrose vorliegt, wird der Arzt diese noch in einen von insgesamt drei Graden untergliedern. Der Grad bestimmt unter anderem, wie stark die Lebensqualität der Betroffenen, durch die einhergehenden Symptome, eingeschränkt wird. Vor allem im zweiten und dritten Grad wird das Schwitzen bereits als sehr störend empfunden und bedarf einer entsprechenden Therapie.

leichte Hyperhidrose

Die leichte Hyperhidrose (auch Grad 1 genannt) ist durch eine zu hohe Feuchtigkeit auf den Hand- und Fußflächen sowie den Achseln gekennzeichnet. Die dabei immer auftretenden Schweißflecken, in den Achseln, haben einen Durchmesser von 5 bis 10 Zentimeter.

mäßig starke Hyperhidrose

Bei einer mäßig starken Hyperhidrose (Grad 2) sind die eben angesprochenen Regionen betroffen, zugleich bilden sich hier häufig gut sichtbare Schweißperlen. Das Schwitzen an den Füßen ist auf die Fußsohle beschränkt. Die Durchmesser der Schweißflecken, in den Achseln, betragen dann etwa 10 bis 20 Zentimeter.

starke Hyperhidrose

Die starke Hyperhidrose (Grad 3) hat zur Folge, dass Schweißperlen von den Achseln sowie den Fuß- und Handflächen abtropfen. Der Durchmesser der Schweißflecke in den Achseln beträgt nun mehr als 20 Zentimeter. Zudem können Füße und Hände in ihrer Ganzheit schwitzen, nicht mehr nur die Sohlen oder Innenflächen. Prägnant für den dritten Grad ist außerdem, dass auch die Zehenrücken und die Finger zu schwitzen beginnen.

Dem übermäßigen Schwitzen vorbeugen

Hinsichtlich der Vorsorge ist es hilfreich, wenn Sie aktiv auf die vermehrte Schweißproduktion eingehen. Dabei ist es förderlich all das zu vermeiden, was das Schwitzen noch zusätzlich begünstigen würde.

Kleidung aus Gore-Tex oder Baumwolle, beziehungsweise Leinen im Sommer, ist luftdurchlässiger und verhindert dadurch, dass sich Körperwärme unter den Textilien staut. Das "Zwiebelprinzip" ist immer förderlich. Dabei tragen Sie lieber mehrere dünne Kleidungsstücke als ein sehr dickes und besonders warmes Kleidungsstück. Das hilft sogar dann, wenn den Tag über Temperaturschwankungen eintreten - so könnten Sie einen dünnen Pullover schneller abwerfen, wenn Sie noch etwas darunter tragen. Bei stark riechenden Achseln, sollten Sie sich die Achsel rasieren. Auf der glatten Haut sammeln sich weniger Bakterien, wodurch der Schweißgeruch nicht mehr so ausgeprägt auftritt.

Generell ist es zur Vorsorge empfehlenswert, wenn Sie bei einem zu hohen Gewicht ein paar Pfunde verlieren. Auch Ausdauersport hat auf den Körper einen trainierenden Effekt und reduziert die Schweißproduktion vor allem bei geringfügigen Belastungen. Wechselduschen, also von heiß zu kalt und wieder zu heiß, stärken den Kreislauf und die Durchblutung. Koffein, Alkohol, sehr scharfe Speisen und besonders üppige Mahlzeiten verstärken für gewöhnlich die Schweißproduktion. Zur Vorbeugung ist es daher ratsam, auf diese Risikofaktoren, zumindest teilweise, zu verzichten. Entspannungsübungen, wenn Sie das Gefühl haben, gerade oder sehr bald schon gestresst zu sein, reduzieren die psychologischen Faktoren.

Maßnahmen zur Selbstbehandlung der Hyperhidrose

Bei gewöhnlichem, starkem Schwitzen ohne spezifische medizinische Erkrankung können einige Hilfsmittel zur Selbstbehandlung zu Rate gezogen werden.

In der Regel sind das ganz gewöhnliche kosmetische Produkte, wie beispielsweise Deosprays oder Deo-Roller für die Achseln. Für die Füße existieren spezielle Puder, welche die Schweißproduktion ebenfalls lindern können. Sogenannte "Deodorantien" arbeiten für gewöhnlich mit Wirkstoffen wie Triclosan oder Chlorhexidin. Diese verändern die bakterielle Zusammensetzung des Schweißes und verfügen üblicherweise über eigene Duftstoffe. Dadurch lässt sich vor allem dem störenden Geruch in der Achsel entgegenwirken. Noch effektiver sind sogenannte "Antitranspirantien", z.B. aus der Apotheke. Diese arbeiten mit Aluminiumsalzen, welche die Schweißproduktion hemmen. Sie können in den Achseln aber auch an anderen Körperstellen angewendet werden. Zu beachten ist hier, dass die Körperstellen nicht zu aggressiv mit solchen Antitranspirantien behandelt werden sollten, beispielsweise nicht direkt nach der Rasur,  da sonst die Hautflora geschädigt werden könnte.

Bei starkem Achselschweiß verzeichnet eine Aluminiumchloridlösung (etwa 10 bis 30 Prozent) gute Ergebnisse. Vorteilhaft ist hier, dass diese bei regelmäßiger Anwendung in der Achsel sogar zu einer Verkleinerung der Schweißdrüsen führen wird. So würden Betroffene selbst nach der Behandlung weniger schwitzen. Im Zuge dessen werden die Achselhöhlen erst einmal kurzfristig täglich behandelt, danach nur noch etwa zwei- bis dreimal in der Woche oder wenn die Symptome wieder in besonders starker Form auftreten. Bei diesen Lösungen ist es keine Seltenheit, dass anfänglich leichte Hautreizungen auftreten, beispielsweise ein mittelstarkes juckendes, oder brennendes Gefühl, auf der Haut. Diese Begleiterscheinungen legen sich aber schnell wieder und verschwinden oftmals schon nach der dritten Anwendung.

 

Homöopathie, Hausmittel, psychologische Behandlungen und natürliche Wirkstoffe gegen Hyperhidrose

Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Therapie (abseits der eben erwähnten Deos und Antitranspirantien) empfehlen sich einige Hausmittel. Die psychische Komponente sollte jedoch nie vernachlässigt werden, denn für viele Betroffene wird das zu starke Schwitzen zu einem echten Teufelskreis. Die vermehrte Schweißbildung wird als so unangenehm, peinlich und störend empfunden, dass sich dadurch noch mehr Stress aufbaut, wodurch die Schweißbildung dann wiederum begünstigt wird. In der Komplementärmedizin geht es also nicht nur um die reine "Schweißbekämpfung", sondern vor allem auch um psychische Faktoren und deren Behandlung.

Der erste Schritt ist deshalb immer, das eigene Verhalten näher zu beobachten, ohne aber zu penibel auf die eigenen Anzeichen des Körpers zu hören - das könnte Stress nur noch begünstigen. Durch die kognitive Verhaltenstherapie lässt sich das Selbstbewusstsein der Betroffenen stärken, um den durch die Schweißbildung aufgebauten Stress zu reduzieren. Die Erwartungsangst kann abgebaut werden, verschiedene Atemtechniken und Entspannungsmaßnahmen helfen dabei, nicht sofort aus dem Gleichgewicht zu geraten, wenn man doch einmal etwas stärker schwitzt - was wie bereits eingangs erwähnt, in zahlreichen Situationen völlig normal ist.

In der Phytotherapie und auch in der  Homöopathie wird "Salvia Officinalis" (Salbei) als Therapiemaßnahme empfohlen. Salbei ist in der Pflanzenheilkunde das traditionelle Gegenstück zur vermehrten Schweißproduktion. Salbei können Sie beispielsweise als Tee trinken, mit bis zu vier Tassen täglich, oder aber in bereits vorgefertigten Präparaten zu sich nehmen. Es gilt als erwiesen, dass Salbei die Schweißneigung und -produktion hemmt. Zu beachten ist jedoch, dass Salbei erst nach einigen Tagen der dauerhaften Therapie anfängt zu wirken. Es wird sich also nicht sofort oder schon wenige Stunden später ein Effekt einstellen. Zur äußerlichen, traditionellen Anwendung empfiehlt sich weiterhin ein Sud aus Walnussblättern. Dafür werden 4 Esslöffel dieser Blätter in einem Liter Wasser angesetzt, dann abgekocht und schließlich abgeseiht. Der fertige Sud kann äußerlich auf die stark schwitzenden Stellen aufgelegt werden. Beachten Sie bitte, dass dieser Sud eine färbende Wirkung auf Textilien hat. Tragen Sie daher also idealerweise Kleidung, die Sie nach starken Verfärbungen notfalls auch einfach wegwerfen würden.

Gerbstoff-Bäder aus Eichenrinde haben sich bei der Hyperhidrose ersten Grades bewährt. Schwitzen Sie vor allem in der Nacht sehr stark, empfiehlt die Homöopathie als Mittel Jaborandi und Boletus laricis. Sprechen Sie ggf. noch einmal mit Ihrem Homöopathen darüber. Zudem hilft es hier, wenn Sie die Raumtemperatur in der Nach, um ein bis zwei Grad reduzieren, leichte Bettwäsche nutzen und sich vielleicht noch ein atmungsaktives Unterbett auf die Matratze legen - oder schon beim Kauf dieser darauf achten, dass sie besonders atmungsaktiv und temperaturregulierend ist. Sehr preisgünstige Matratzen, selbst wenn sie ein angenehmes Liegegefühl haben, regulieren die Temperatur in der Nacht oftmals nur mangelhaft.

Welche Behandlungen könnte der Arzt veranlassen?

Der Arzt wird die Hyperhidrose nur dann behandeln, wenn keine andere Grunderkrankung vorliegt. Ist das hingegen der Fall, versucht der Mediziner natürlich in erster Linie die zu Grunde liegende Krankheit zu behandeln, weil sich die Hyperhidrose dadurch ebenfalls verbessern würde. Sofern es in Ihrer Situation aber ausschließlich um das übermäßige Schwitzen geht und keine Erkrankung in diesem Zusammenhang existiert, wird der Arzt versuchen, die Schweißproduktion zu hemmen. Dafür stehen ihm einige Maßnahmen zur Verfügung, wie immer in der Medizin, funktionieren einige davon besser als andere, zudem könnte sich der Effekt je nach Körperzone unterscheiden. Einige dieser Mittel und Eingriffe fokussieren sich zudem auf die Achselregion.

Medikamentöse Therapien

Tabletten können die Schweißbildung am ganzen Körper zumindest teilweise reduzieren. Sie werden von Medizinern aber nur ausgesprochen selten, bis fast gar nicht, eingesetzt. Der Grund dafür ist, dass sie mit häufig auftretenden und teilweise erheblichen Nebenwirkungen verbunden sind. Sie sollen hier deshalb nur der Vollständigkeit wegen erwähnt werden, ihr Einsatz in der Praxis findet nur mit einer verschwindend geringen Quote statt.

Schwachstromtherapie

Sofern primär die Füße und Hände betroffen sind, hat sich eine Schwachstromtherapie (Iontopherese) bewährt. Bei dieser muss der Patient mehrmals in der Woche, sowohl Hände als auch Füße, in ein salzhaltiges Wasserbad tauchen. Durch dieses wird dann Gleichstrom, mit etwa 10 bis 15 Milliampere, geleitet.

Botox Anwendungen

Verstärkter Achselschweiß kann, durch einen Mediziner, mit Botox in stark verdünnter Form behandelt werden. Botox dürfte vielen Menschen, vor allem aufgrund seiner straffenden Wirkung im Gesicht, ein Begriff sein. So wird der Wirkstoff immer wieder mit den "Stars und Sternchen" in Verbindung gebracht, die Botox als Maßnahme gegen typische Alterserscheinungen im Gesicht anwenden. In die Achsel gespritzt, lässt sich dadurch die Schweißproduktion hemmen. Die Botox-Injektionen müssen regelmäßig durchgeführt werden, damit der Effekt bestehen bleibt. Jedoch nie häufiger als einmal aller halben Jahres.

Absaugen der Schweißdrüsen

Sofern lediglich die Achselregion betroffen ist, könnte eine Schweißdrüsenabsaugung (medizinischer Fachbegriff: Suktionskürrettage) in Frage kommen. Wie der Name bereits verrät, werden bei diesem Eingriff Schweißdrüsen gezielt abgesaugt, wodurch sich natürlich auch das Schwitzen reduziert, da weniger Drüsen auch für eine geringere Schweißbildung sorgen. Der Eingriff gilt als Routine, kann ambulant durchgeführt werden und ist an keine großen Einschränkungen gekoppelt. Ob sich dieser Eingriff bei Ihnen lohnen würde, können Sie individuell mit Ihrem Arzt absprechen, welcher Sie zugleich über etwaige Risiken aufklären wird.

Sympathektomie

Ein etwas größerer Eingriff ist die sogenannte "Sympathektomie", welche oft auch als "ETS" oder vollständig als "endoskopisch transthorakale Sympathektomie" bezeichnet wird. Es handelt sich hierbei um eine minimal-invasive Operation, welche eine Vollnarkose erforderlich macht. Bei dieser Operation wird der Grenzstrang, in der Region der Brustwirbelsäule durchtrennt, was die Symptome der Hyperhidrose nachweislich erheblich reduziert. Der Eingriff ist jedoch reich an Komplikationen und wird deshalb nur dann überhaupt durchgeführt, wenn sich die Hyperhidrose wirklich auf keinem anderen Weg mehr behandeln lässt. Die häufigste Komplikation umfasst das kompensatorische Schwitzen an anderen Hautarealen, welche bisher nicht von der Hyperhidrose betroffen waren. Diese Komplikation tritt in bis zu 85 Prozent aller Fälle auf und führt dazu, dass Betroffene danach stärker im Schritt, am Bauch oder auf dem Rücken schwitzen.

Speziell für den Sommer: Sicher durch die warme Jahreszeit

Für Hyperhidrose-Betroffene ist der Sommer meist eine besondere Belastung. Im Winter lässt sich starkes Schwitzen noch gut verstecken, denn Schweißflecken treten selten auf Pullover oder Strickjacken über. Zudem sorgen die höheren Temperaturen natürlich dafür, dass allgemein jeder Mensch mehr schwitzt. Wer unter Hyperhidrose leidet, schwitzt dann aber besonders stark. Achten Sie im Sommer deshalb auf eine adäquate Kleidung. Leinen gilt beispielsweise als besonders luftdurchlässig, auch Pique-Baumwolle ist so strukturiert, dass Schweißflecken kaum, oder gar nicht, erkennbar sind und man generell weniger stark schwitzt. Vermeiden Sie vor allem in der warmen Jahreszeit synthetische Kleidung, auf der sich Schweißflecken schnell ausbreiten. Wer übermäßig stark schwitzt, wird durch solche Materialien oft noch mehr verunsichert, da man sich selber immer bewusst ist, dass sich mögliche Flecken schnell festsetzen.

Der psychischen Belastung können Sie ebenfalls entgegenwirken. Weiße oder schwarze Kleidung ist, vor allem an den Achseln und am Rücken, ideal, denn Schweißflecken lassen sich hier optisch kaum erkennen. Farben wie Babyblau, Beige oder Grau sorgen hingegen dafür, dass sich Achselschweiß in einer sehr deutlichen Form abzeichnet. Mindestens das Unterbewusstsein nimmt diesen Umstand aktiv wahr, was bei Betroffenen dazu führt, dass sich schon bei leichtem Schwitzen eine große Panik einstellt, da man selber weiß, dass die Flecken sehr prominent sichtbar sein werden. Achten Sie bei der Wahl der Kleidung daher nicht nur auf Materialien aus Baumwolle, sondern auch auf eine Farbwahl, bei der Flecken auf natürliche Weise kaschiert werden.