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Demenz - Abnahme der geistigen Fähigkeiten

Der Begriff Demenz leitet sich vom lateinischen Wort "dementia" ab und meint ein Nachlassen der Verstandeskraft. Demenz ist jedoch streng genommen gar keine Krankheit, sondern ein Symptom, das bei verschiedenen Erkrankungen des Gehirns auftritt, so etwa bei Alzheimer. Im Gegensatz zur angeborenen Minderbegabung ist die Demenz also erworben.

Symptome und Krankheitsverlauf

Bei einer Demenz sind neben dem Kurzzeitgedächtnis auch Denkvermögen, Sprache und Motorik beeinträchtigt. Bei einigen Sonderformen ist zudem die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Demenzkranke leiden jedoch vorrangig unter einem fortschreitenden Gedächtnisverlust. Ein erstes Anzeichen für eine beginnende Demenz können zum Beispiel Gedächtnisprobleme sein, die sich auch auf alltägliche Tätigkeiten auswirken. Freunde und Verwandte nehmen die Veränderungen dabei oftmals noch vor dem Betroffenen wahr.

Die Demenz verläuft bei jedem Patienten anders. Typisch sind Gedächtnislücken - auch dann, wenn bestimmte Handgriffe zunehmend schwerfallen, der Wortschatz verkümmert oder sich eine auffällige Teilnahmslosigkeit hinzugesellt, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Nicht immer muss jedoch eine Demenz vorliegen: Auch einige Schilddrüsenerkrankungen gehen mit den genannten Symptomen einher.

Verschiedene Formen von Demenz

1. Die Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form von Demenz, denn etwa zwei Drittel aller Demenzkranken sind von dieser Abbauerkrankung des Gehirns betroffen. Die geistigen Fähigkeiten nehmen stetig ab, sodass die Patienten irgendwann nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Sie verlieren den Bezug zur Welt, und auch ihre Persönlichkeit verändert sich. Je weiter die Alzheimer-Krankheit fortschreitet, umso mehr sind die Erkrankten von Betreuung und Pflege abhängig. Die Ablagerungen, die sich bei Alzheimer in den Nervenzellen im Gehirn einlagern, können nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nicht entfernt werden. Die Krankheit ist also nicht heilbar, bestimmte Medikamente können den Krankheitsverlauf jedoch bremsen.

2. Weitere Demenzkrankheiten

Die vaskuläre Demenz wird durch Durchblutungsstörungen im Gehirn verursacht. Diese haben ihren Ursprung oftmals in einem über Jahre hinweg schlecht eingestellten Blutdruck oder in dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten. Auch bei anderen Krankheiten, etwa bei der Pick-Krankheit oder der Lewy-Körper-Krankheit, kommt es zur Demenz. Nicht zuletzt können entzündliche Gehirnerkrankungen, seelische Störungen oder chronischer Alkoholismus die Strukturen im Gehirn so stark verändern, dass eine Demenz die Folge ist.

Wer ist besonders gefährdet, an Demenz zu erkranken?

Betagte Menschen über 75 haben ein erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Da es immer mehr Ältere gibt, steigt also auch die Anzahl der Betroffenen immer weiter an. Besonders gefährdet sind zudem Diabetiker, deren Erkrankung häufig mit Gefäßverkalkungen einhergeht, sowie Personen mit Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Grundsätzlich kann jedoch jeder Mensch im Alter eine Demenz entwickeln.

Wie wird eine Demenz diagnostiziert?

Die Diagnose Demenz kann in der Regel nicht mit hundertprozentiger Sicherheit gestellt werden, durch eingehende Untersuchungen ist es jedoch möglich, andere Erkrankungen auszuschließen. Vor allem dann, wenn der Patient unter Sprachstörungen (Fachbegriff: Aphasie) sowie unter Bewegungsstörungen (Apraxie) leidet, besteht der Verdacht auf eine Demenz. Hat der Betroffene beispielsweise große Probleme, beim Anziehen in das Hosenbein oder in den Jackenärmel zu finden, obwohl er motorisch gesund ist, sollte dies als Warnsignal angesehen werden. Gleiches gilt, wenn Gegenstände nicht mehr erkannt werden oder der Patient nicht in der Lage ist, Pläne zu schmieden oder abstrakte Probleme zu lösen. Die Symptome einer Demenz beginnen dabei stets schleichend, sodass eine Diagnose in vielen Fällen schwierig ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Alzheimer handelt, ist vor allem dann sehr hoch, wenn die Störungen anhaltend weiterbestehen und sich zunehmend verschlechtern.

Wichtige Tests und Untersuchungen

Im Zuge der Basisdiagnostik befasst sich der behandelnde Arzt eingehend mit der Krankengeschichte des Patienten. Unter anderem muss geklärt werden, ob bereits andere Erkrankungen vorliegen und ob Alzheimer bereits in der Familie aufgetreten ist. Auch Fragen nach der Einnahme von Medikamenten sowie nach dem Alkohol- und Nikotinkonsum sind in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Der Arzt führt anschließend eine körperliche Untersuchung durch, um zu überprüfen, ob sich eventuell andere Erkrankungen hinter den Symptomen verbergen. Darauf folgen meist standardisierte Tests zur Überprüfung der intellektuellen Fähigkeiten des Patienten. Aus den Ergebnissen zieht der Arzt Rückschlüsse darauf, wie gut der Betroffene in der Lage ist, Tätigkeiten des alltäglichen Lebens selbstständig auszuführen. Typische Tests sind etwa der Mini-Mental-Status-Test (MMST), der Uhrzeit-Zeichnen-Test und eine sogenannte Demenz-Detektion, kurz DemTect.

Der Arzt nimmt des Weiteren Blutuntersuchungen vor, um Infektionen, eine Schilddrüsenunterfunktion oder einen Vitaminmangel auszuschließen. Auch Untersuchungen des Gehirnwassers können auf Alzheimer hinweisen - vor allem dann, wenn bestimmte Marker in veränderter Form vorliegen. Nicht zuletzt kommen bei der Diagnose auch bildgebende Verfahren wie die Computertomografie oder die Kernspintomografie zum Einsatz.

Nach der Diagnose

Hat der Arzt Demenz diagnostiziert, ist die Verzweiflung meist groß. Die Nachricht muss zunächst einmal in Ruhe verdaut werden, damit es weitergehen kann. Keinesfalls sollten Sie sich jedoch von Ihrer Umwelt abschotten. Suchen Sie stattdessen das Gespräch mit guten Freunden oder mit Ihrem engsten Vertrauten. Reden Sie offen über Ihre Ängste und scheuen Sie sich auch nicht, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen. Ganz wichtig: Auch mit Demenz geht das Leben weiter. Dennoch ist es wichtig, vorzusorgen und wichtige gesundheitliche, rechtliche und finanzielle Fragen frühzeitig zu klären.

Wie wird Demenz therapiert?

Nichtmedikamentöse Therapie

Die Therapie von Demenz setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Diese haben zum Ziel, die Symptome zu lindern und die Selbstständigkeit und damit die Lebensqualität des Betroffenen so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Alltagsnahes Training ist in diesem Zusammenhang ebenso wichtig wie körperliche und geistige Anregung. Meist arbeiten mehrere Spezialisten zusammen - neben dem Hausarzt können beispielsweise auch Neurologen, Nervenärzte und Psychiater eine große Rolle spielen. Gleiches gilt für Ergotherapeuten, Logopäden und Pflegedienste.

Auch die Angehörigen müssen in die Therapie der Demenz mit einbezogen und umfassend aufgeklärt und eventuell geschult werden. Vor allem dann, wenn die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten ist, ist es zudem erforderlich, die Wohnverhältnisse an die Bedürfnisse des Patienten anzupassen. Weitere wichtige Bausteine der Therapie sind: Ergotherapie (Arbeits- und Beschäftigungstherapie), Logopädie (Behandlung der Sprachstörungen) und Physiotherapie. Auch eine Kunst- oder Musiktherapie tut vielen Betroffenen gut und hilft ihnen, mit ihrer Erkrankung besser zurechtzukommen. Grundsätzlich gilt: Das Leben muss trotz Demenz so aktiv wie möglich gestaltet werden. Dies stärkt das Selbstvertrauen und die Psyche der Betroffenen und beugt ganz nebenbei Depressionen vor.

Medikamentöse Therapie

Demenz wird mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Antidementia behandelt. Diese kommen jedoch vor allem im frühen und mittleren Krankheitsstadium zum Einsatz. Antidementia hemmen das Enzym Cholinesterase, welches den Botenstoff Acetylcholin abbaut. In der Folge steht dem Körper also mehr Acetylcholin zur Verfügung, das zur Signalverarbeitung unverzichtbar ist. Häufig verabreichte Wirkstoffe sind zum Beispiel Donepezil, Galantamin und Rivastigmin. Die Medikamente werden in der Regel gut vertragen, in einigen Fällen kann es jedoch zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen. Antidementia können eine Demenz nicht stoppen und die Veränderungen im Gehirn auch nicht rückgängig machen. Mit ihrer Hilfe ist es jedoch möglich, das Fortschreiten der Erkrankung zumindest zeitweise zu verlangsamen.

Wie kann man einer Demenz vorbeugen?

Sämtliche Maßnahmen, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, schützen auch vor einer Demenz. Gute Blutzuckerwerte sind dabei ebenso wichtig wie ein niedriger Cholesterinspiegel und die Vermeidung von Bluthochdruck. Verzichten Sie außerdem auf Nikotin und trinken Sie Alkohol - wenn überhaupt - nur in Maßen. Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Eine Behandlung ist hier grundsätzlich unerlässlich! Nehmen Sie auch die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt wahr. Für Personen über 35 bezahlen die Krankenkassen im zweijährigen Abstand einen umfangreichen Check-up.

Zu einem gesunden Lebensstil gehört auch eine ausgewogene, fettarme Ernährung. Hier hat sich die Mittelmeerkost bewährt, die reich an Obst und Gemüse ist, jedoch wenig tierisches Fett enthält. Stattdessen nehmen pflanzliche Fette wie etwa Olivenöl in der Mittelmeerkost einen großen Stellenwert ein. Achten Sie außerdem auf viel Bewegung, denn Sport fördert die Durchblutung und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Mindestens ebenso wichtig ist geistige Aktivität: Suchen Sie sich immer wieder neue Herausforderungen, denn dabei bilden sich im Gehirn neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Erlernen Sie beispielsweise ein Instrument, eine Fremdsprache oder eine Handarbeitstechnik.