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Bluthochdruck - wichtigste Ursache für Herz-Kreislauf-Komplikationen

Bluthochdruck, die sogenannte arterielle Hypertonie, ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen und zugleich die wichtigste Ursache für Herz-Kreislauf-Komplikationen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Übergewicht und Bewegungsmangel bis hin zu ernsthaften Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen.

Wer ist besonders gefährdet, an Bluthochdruck zu erkranken?

Etwa 30 Prozent aller Erwachsenen leiden unter Bluthochdruck. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die übrigen zwei Drittel über gute Blutdruckwerte verfügen, denn bei mehr als der Hälfte der blutdruckgesunden Personen liegen die Werte nah an der Grenze zum Bluthochdruck. Eine Behandlung ist in diesem Fall nicht erforderlich, es sollten jedoch regelmäßig Kontrollen durchgeführt werden, um im Bedarfsfall schnell handeln zu können. Bei älteren Menschen über 70 sind drei von vier Menschen an Bluthochdruck erkrankt, und selbst Kinder sind vor der Krankheit nicht gefeit: Etwa fünf Prozent aller Kinder haben zu hohe Blutdruckwerte.

Ab wann spricht man von erhöhtem Blutdruck?

Der Herzzyklus besteht aus zwei Phasen : der Pumpphase (Systole) und der Füllungsphase (Diastole).

Um das Blut in die Blutgefäße zu pumpen, zieht sich das Herz zusammen. Der dabei entstehende (systolische) Druck ist höher als der diastolische Druck, der sich ergibt, wenn sich das Herz erneut mit Blut füllt. Ab einem Wert von 140/90 mmHg liegt ein zu hoher Blutdruck vor - ideal sind Werte bei 120/80 mmHg. Die Hypertonie selbst wird zusätzlich in mehrere Schwergrade unterteilt, von Grad 1 (140 - 159 mmHg systolisch und 90 - 99 mmHg diastolisch) über Grad 2 (160 - 179 mmHg systolisch und 100 - 109 mmHg diastolisch) bis hin zu Grad 3 (ab 180 mmHg systolisch und ab 110 mmHg diastolisch).

Allerdings gilt: Der Blutdruck ist natürlichen Schwankungen unterlegen, und die Unterschiede zwischen normalen und erhöhten Blutdruckwerten werden in der Regel erst nach mehreren Messungen deutlich.

Symptome

Die Symptome der arteriellen Hypertonie entwickeln sich meist schleichend, weshalb die Erkrankung in vielen Fällen lange unbemerkt bleibt. Auch dann, wenn der Bluthochdruck über einen längeren Zeitraum anhält und/oder sehr stark ausgeprägt ist, kommt es vorrangig zu sehr allgemeinen Beschwerden wie etwa zu Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen  und Nervosität. Viele Betroffene berichten auch von Herzstolpern, den sogenannten Herzrhythmusstörungen, Konzentrationsproblemen sowie von einer auffälligen Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung. Auch andere Symptome können auf eine Hypertonie hinweisen. Diese sind unter anderem von bereits bestehenden Organ- und Gefäßschäden abhängig.

Wichtig: Treten Symptome wie plötzliche Sehstörungen, Taubheitsgefühle oder Lähmungen (meist auf einer Körperseite oder im Gesicht), Sprachstörungen oder sehr starke Kopfschmerzen auf, besteht Verdacht auf einen Schlaganfall. In diesem Fall ist umgehend der Notarzt zu rufen.

Mögliche Ursachen von Hypertonie

Bei der Entstehung von Bluthochdruck spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Einen besonders großen Stellenwert nimmt der individuelle Lebensstil ein. Rauchen, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel schädigen auf Dauer die Gefäße und erhöhen auf diese Weise das Risiko für eine Hypertonie.

Der Blutdruck des Menschen wird von einem komplizierten System geregelt. Dieses besteht aus dem Herzen, den Blutgefäßen, dem sympathischen Nervensystem (Sympathikusnerv), dem Renin-Angiotensin-System (RAS) sowie aus den Nieren und Nebennieren und wird daher auch als Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (kurz: RAAS) bezeichnet. Darüber hinaus wirken sich der Wasser- und Salzhaushalt und die Blutgefäße (vor allem die großen Leitungsschlagadern) in hohem Maße auf die Höhe des Blutdrucks aus.

Während sich bei den einen Menschen frühzeitig Bluthochdruck entwickelt, bleibt der Blutdruck bei anderen trotz des Zusammentreffens mehrerer Risikofaktoren auf einem normalen Niveau. Warum das so ist, ist aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht gänzlich geklärt. Neben der genetischen Veranlagung nimmt vermutlich auch der Verzehr von Kochsalz in hohem Maße Einfluss darauf, ob sich Bluthochdruck entwickelt oder nicht. Des Weiteren kann Bluthochdruck auch als Folgeerscheinung anderer Erkrankungen auftreten. Besonders hervorzuheben sind hier beispielsweise Arteriosklerose, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes. 

Rauchen als wichtigste Ursache

Eine der wichtigsten Ursachen ist das Rauchen, denn es greift die Gefäße an, verändert die Fließeigenschaften des Blutes und fördert Arteriosklerose. Vor allem die Herzkranzgefäße und die Arterien in den Beinen werden vom Rauchen in Mitleidenschaft gezogen.

Erhöhtes Risiko durch mehr Gewicht

Des Weiteren fördert Übergewicht die Entstehung von Hypertonie. Es kommt dabei vor allem auf die Verteilung an: Liegt der Taillenumfang  bei Frauen über 88 Zentimeter und bei Männern über 102 Zentimeter, kommt es zu ungünstigen Veränderungen im Organismus - nicht zuletzt auch zu Bluthochdruck. Als Richtlinie für ein gesundes Körpergewicht können Sie auch Ihren BMI (Body-Mass-Index) errechnen. Teilen Sie dazu Ihr Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat Ihrer Körpergröße (in Metern). Ab einem BMI von 25 liegt Übergewicht vor. 

Regelmäßiger Alkoholkonsum schädigt das Herz-Kreislauf-System

Neben Nikotin und Übergewicht zählt auch erhöhter Alkoholkonsum  zu den Risikofaktoren für Bluthochdruck. Wer gelegentlich Alkohol trinkt, erhöht seinen Blutdruck zwar nur kurzzeitig - bei regelmäßigem Genuss entwickelt sich jedoch eine chronische Hypertonie. Ebenfalls gefährdet sind Personen, die sich nur wenig bewegen, denn deren Herz-Kreislauf-System arbeitet unökonomisch. Bereits kleine Anstrengungen bringen das Herz auf Hochtouren und der Betroffene kommt außer Atem.

Stress kann zu Bluthochdruck führen

Nicht zuletzt hat Stress negative Folgen für das vegetative Nervensystem und somit indirekt auch für den Blutdruck. Anhaltender Stress führt zudem zu Schlafstörungen, die ihrerseits die Blutdruckwerte erhöhen.

Kochsalz als Auslöser?

Welche Auswirkungen Kochsalz auf den Blutdruck hat, ist noch nicht vollständig geklärt. Es gilt jedoch: Menschen, die sehr salzreich  essen, haben ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Hypertonie. Pro Tag sollten daher nicht mehr als sechs Gramm Salz (circa ein Teelöffel voll) verzehrt werden. Zum Vergleich: Die meisten Deutschen verzehren täglich mehr als zehn Gramm Salz.

Begleiterscheinungen und Folgen von Bluthochdruck

Herrscht im Kreislauf des Körpers dauerhaft ein zu hoher Druck, erhöht sich das Risiko für einen Herzinfarkt sowie für Schlaganfälle. Außerdem altern die Gefäße wesentlich schneller, sodass Betroffene frühzeitig an Arteriosklerose erkranken. Die tiefgreifenden Gefäßschäden können zudem Nierenerkrankungen (zum Beispiel eine Nierenarteriostenose) bis hin zum Nierenversagen oder Schäden an den Augen zur Folge haben. Besonders weit verbreitet ist in diesem Zusammenhang die hypertensive Retinopathie, die mit Netzhautschäden und einer Verschlechterung des Augenlichts einhergeht. Bluthochdruckpatienten wird daher empfohlen, regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt vornehmen zu lassen.

Das Herz leidet ebenfalls unter dem dauerhaft erhöhten Blutdruck: Durch die Gefäßveränderungen trifft der Blutstrom  auf immer größeren Widerstand - das Herz muss also kräftiger pumpen, um den Körper mit frischem Blut zu versorgen. Die linke Herzhälfte entwickelt zwar mehr Muskelmasse, auf Dauer kann es jedoch zur Rechtsherzschwäche kommen. Auch Erkrankungen der Herzkranzgefäße sind in vielen Fällen auf Bluthochdruck zurückzuführen.

Verschiedene Formen von Bluthochdruck

Die meisten Bluthochdruckpatienten leiden unter primärem Bluthochdruck, der nicht durch eine andere Erkrankung ausgelöst wurde und bei dem beide Werte erhöht sind. Ist eine andere Krankheit oder ein besonderer Auslöser für die Entstehung der Hypertonie verantwortlich, spricht der Mediziner von sekundärem Bluthochdruck. Die meisten sekundären Formen von Bluthochdruck sind dabei durch hormonelle Störungen bedingt. Erkrankungen der Nieren und Nebennieren sowie der Schilddrüse kommen hier ebenso infrage wie eine Schwangerschaft und bestimmte Medikamente, die sich auf den Hormonhaushalt auswirken. Wird die Ursache behandelt beziehungsweise das jeweilige Medikament abgesetzt, normalisiert sich in der Regel auch der Blutdruck. Medikamente, die eine Hypertonie auslösen können, sind unter anderem: die Anti-Baby-Pille, Appetitzügler sowie der Wirkstoff Ciclosporin A, der bei rheumatoider Arthritis verabreicht wird.

Neben der primären und sekundären Hochdruckform taucht bei älteren Menschen oftmals das Phänomen der isolierten systolischen Hypertonie auf. Diese hat ihre Ursache in einer nachlassenden Elastizität der Arterien. Typisches Merkmal dieser Hochdruckform ist, dass lediglich der systolische Blutdruck ansteigt, während der diastolische eher niedrig bleibt.

Wie wird Bluthochdruck diagnostiziert?

Zur Früherkennung der Hypertonie sollten Personen ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt wahrnehmen. Diese werden in der Regel in zweijährigem Abstand von den Krankenkassen bezahlt. Bei familiärer Vorbelastung und bei bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es empfehlenswert, die Check-ups bereits ab dem 30. Lebensjahr vornehmen zu lassen.

Die Überprüfung des Blutdrucks  zählt zu den Standarduntersuchungen beim Arztbesuch, die immer durchgeführt werden. Die Messung erfolgt nach einer Ruhephase von mehreren Minuten und wird in der Regel direkt im Anschluss noch einmal wiederholt, für den Fall, dass der erste Wert spontan zu hoch war. Dieser sogenannte Weißkitteleffekt wird vor allem durch die Nervosität im Behandlungsraum verursacht. Der Arzt misst den Blutdruck an beiden Oberarmen sowie - bei älteren Menschen und Risikopatienten - zusätzlich im Stehen und im Liegen an den Fußknöcheln. Bei Verdacht auf Hypertonie werden weitere körperliche Untersuchungen vorgenommen, wobei das Herz und die Gefäße im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Der Arzt hört Herz und Lunge mit einem Stethoskop ab, fühlt den Puls und nimmt Messungen der Körpergröße, des Gewichts und des Bauchumfangs vor.

Die Patientenanamnese

Um sich einen Eindruck vom Lebensstil des Patienten zu machen, fragt der Arzt im Zuge der sogenannten Anamnese unter anderem nach dem Alkohol- und Zigarettenkonsum, der täglichen Bewegung, der Ernährung und der Einnahme von Medikamenten. Außerdem ist zu klären, ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie vorliegen und ob der Patient bereits unter Vorerkrankungen wie etwa Diabetes, zu hohen Cholesterinwerten, Gicht oder einer Fettstoffwechselstörung leidet.

Die Langzeitblutdruckmessung

Bei der Langzeitblutdruckmessung  (ambulantes Blutdruck-Monitoring, kurz ABDM) trägt der Patient ein kompaktes Blutdruckmessgerät unter der Kleidung. Tagsüber erfolgt eine automatische Messung in 15-minütigem Abstand, nachts vergrößern sich die Abstände auf eine halbe Stunde. Die Daten geben Aufschluss darüber, ob Hochdruck vorliegt, wie stark er ausgeprägt ist und wie sehr die Werte im Tagesverlauf schwanken. Die Langzeitblutdruckmessung kommt daher nicht nur zur Diagnostik, sondern auch zur Beurteilung des Therapieerfolgs zum Einsatz.

Weitere Untersuchungen

Hegt der behandelnde Arzt den Verdacht, dass die Hypertonie bereits zu anderen Erkrankungen geführt hat, überweist er den Patienten an die entsprechenden Fachärzte, etwa an einen Augenarzt oder einen Nierenarzt. Auch dann, wenn offenbar eine sekundäre Hypertonie vorliegt, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Neben einer Bestimmung der Blutfette und des Blutzuckers überprüft der Arzt auch, ob erhöhte Cholesterinwerte vorliegen und ob die Leber- und Schilddrüsenwerte im Normbereich liegen.

Mithilfe eines Urintests misst der behandelnde Arzt den Albumingehalt des Harns. Denn: Liegt dieses Eiweiß in erhöhter Konzentration vor, deutet dies auf eine Schädigung der Gefäße hin. Auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, der Beingefäße und der Halsgefäße kann sinnvoll sein. Gleiches gilt für ein Elektrokardiogramm  (EKG) und eine Messung der arteriellen Gefäßsteifigkeit.

Die Therapie von Bluthochdruck

Unerlässlich: ein gesunder Lebensstil

Die wichtigste Therapiemaßnahme bei arterieller Hypertonie ist ein gesunder Lebensstil. Der Verzicht auf Nikotin und Alkohol ist in diesem Zusammenhang ebenso wichtig wie die Reduktion von Übergewicht.
Darüber hinaus sollte Bewegung einen wichtigen Stellenwert im Alltag einnehmen. Es gilt jedoch: Weniger ist oft mehr! Gerade Patienten mit Bluthochdruck sollten es mit dem Sport nicht übertreiben, sondern die körperliche Aktivität stattdessen an den individuellen Gesundheitszustand anpassen. In einigen Fällen ist von Sport sogar ganz abzuraten. So werden bei einer Hypertonie des Schweregrads 3 allenfalls Spaziergänge  in mäßigem Schritttempo empfohlen. Am besten besprechen Sie dieses Thema mit Ihrem Arzt, damit dieser Ihnen geeignete Sportarten und den jeweiligen Intensitätsgrad empfehlen kann.
Zu einem gesunden Lebensstil zählt auch eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Nährstoffen ist. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sollten täglich auf dem Speiseplan stehen, wohingegen Sie auf fettige Wurstwaren, Süßigkeiten und salzige Speisen besser verzichten. Wenn Sie es schaffen, sich gesund zu ernähren und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, hat dies übrigens einen positiven Nebeneffekt: Sie bringen ganz nebenbei überflüssige Pfunde zum Schmelzen und können auf diese Weise den Krankheitsverlauf der Hypertonie zusätzlich positiv beeinflussen.

Hypertonie mit Medikamenten behandeln

Bessert sich der Bluthochdruck durch eine Veränderung des Lebensstils nicht oder ist die Hypertonie bereits zum Diagnosezeitpunkt stark ausgeprägt, ist die Einnahme von Medikamenten  erforderlich. Moderne Präparate gegen Bluthochdruck sind sehr wirksam und zudem gut verträglich. Dennoch sollten Sie sich nicht allein auf die Arzneimittel verlassen, sondern zusätzlich auf einen gesunden Lebenswandel achten. Anfangs ist viel Geduld erforderlich, denn die meisten Blutdrucksenker entfalten erst nach einer mehrwöchigen Einnahme ihr volles Wirkpotenzial. Die Medikamente müssen zudem dauerhaft eingenommen werden, um stabile Blutdruckwerte zu erzielen. Die meisten Patienten benötigen dabei zwei oder drei verschiedene Präparate, um den Blutdruck dauerhaft auf einem normalen Niveau zu halten.

Der Baroreflex-Schrittmacher

Kann der Bluthochdruck weder durch eine Änderung des Lebensstils noch durch Medikamente behandelt werden, kommt eventuell der Einsatz  eines Barorezeptor-Schrittmachers infrage. Dabei handelt es sich um eine Elektrode, die mit den sogenannten Barorezeptoren in der Wand der Halsschlagader verbunden werden. Über einen Impulsgeber, der in der Nähe des Schlüsselbeins platziert wird, wird die Empfindlichkeit dieser Rezeptoren erhöht, damit blutdrucksenkende Impulse besser registriert und weitergeleitet werden können. Allerdings kann der Schrittmacher die Therapie mit Medikamenten in der Regel nicht vollständig ersetzen.
Diese Methode und die Verödung von Nierennerven stellen allerdings nur dann Behandlungsalternativen dar, wenn alle anderen Möglichkeiten erfolglos ausgeschöpft wurden.

Therapie der sekundären Hypertonie

Die Behandlung der sekundären Hypertonie ist ursachenbezogen. Das bedeutet, dass vorrangig die Erkrankung behandelt wird, die zum Bluthochdruck geführt hat. Dies können neben diversen Erkrankungen der Nieren auch Schilddrüsen- oder Gefäßerkrankungen sein. Wird die Ursache behoben, normalisieren sich meist auch die Blutdruckwerte. Lässt sich die Ursache nicht vollständig beheben, ist die Einnahme von Blutdrucksenkern in der Regel unerlässlich.

Was ist eine Blutdruckkrise?

Steigt der Blutdruck spontan auf ein stark erhöhtes Niveau, spricht der Mediziner von einer akuten Blutdruckkrise. Mögliche Anzeichen sind neben Schwindelgefühlen und einer unerklärlichen Unruhe auch Engegefühle in der Brust und Panik. Die Situation nimmt vor allem dann gefährliche Ausmaße an, wenn sensible Organe wie das Herz, das Gehirn und die Nieren durch den starken Druckanstieg beeinträchtigt werden. Kommt es also zu Symptomen wie Schmerzen in der Brust, Sehstörungen oder Atemnot, ist unbedingt der Notarzt zu verständigen.

Den Blutdruck selbst messen - darauf kommt es an

Nicht nur für Bluthochdruckpatienten ist es empfehlenswert, regelmäßig den Blutdruck in Eigenregie zu kontrollieren. Auch Personen, deren Blutdruckwerte sich im Normbereich befinden, können auf diese Weise ihren Blutdruck im Blick behalten. Eine beginnende Hypertonie kann somit sehr frühzeitig diagnostiziert werden, was das Risiko für Folgeschäden erheblich reduziert.

Für die Blutdruckmessung zuhause werden in Apotheken sowie in vielen Arztpraxen elektronische Blutdruckmessgeräte angeboten. Diese messen den Puls entweder am Handgelenk oder am Oberarm. Die Bedienung ist in der Regel sehr unkompliziert, denn die Messung erfolgt bei den meisten Geräten ganz einfach auf Knopfdruck. Moderne Ausführungen bieten zudem zahlreiche Extras wie etwa eine Speicherfunktion oder auch eine Sprachausgabe für Menschen mit Sehbehinderung. Inzwischen ist es sogar möglich, die Messdaten über eine Software am PC oder per App auf dem Smartphone zu analysieren, um das Blutdruckmanagement zu vereinfachen.

So sinnvoll die regelmäßige Blutdruckmessung auch ist: Die Daten sind nur dann verlässlich, wenn während des Messvorgangs einige Hinweise berücksichtigt werden. So ist es ratsam, zunächst zwei bis drei Minuten in sitzender Position zu verharren, bevor die Messung gestartet wird. Wer täglich misst, sollte die Messung zudem stets zur gleichen Tageszeit vornehmen, denn nur dann sind Vergleiche möglich. Außerdem gilt: Bemerken Sie Druckunterschiede zwischen dem rechten und dem linken Arm, nehmen Sie die Messung stets an dem Arm vor, an dem ein höherer Druck gemessen wurde. Wenn Sie Ihren Blutdruck mithilfe einer Oberarmmanschette  messen, legen Sie die Manschette rund drei Zentimeter oberhalb des Ellenbogens an, denn nur dann liegt sie auf Herzhöhe. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Messtechnik korrekt ist, lassen Sie diese am besten vom Arzt überprüfen.