Richtig Zäehne putzen
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Zähne putzen – aber richtig

Die gute Nachricht ist, Deutschland gilt bei der Zahngesundheit von Kindern als Spitzenreiter. Bis zum Alter von 12 Jahren sind über 80% zahngesund, so die Ergebnisse der Deutschen Mundgesundheitsstudie von 2016. Allerdings ist es nach wie vor eine große Herausforderung, die Zähne auch weiter frei von Karies zu halten. Bei den 35-44-Jährigen sind im Durchschnitt 11 Zähne erkrankt.

Das sollten Sie vermeiden

Problematisch sehen Zahnärzte, dass es immer noch zu viele Fehlinformationen über die korrekte Zahnpflege gibt. So sind tatsächlich nicht alle Zahncremes gleichermaßen gut.

Zahncreme sollte in jedem Fall Fluorid enthalten. Wenn Sie unter empfindlichen Zähnen leiden, vermeiden Sie Cremes mit Weißmacher, denn die können nicht nur die Verfärbungen auf der Zahnoberfläche angreifen, sondern auch den Zahn selbst.

Putzen Sie Ihre Zähne nicht direkt nachdem Sie Säfte getrunken oder Süßigkeiten gegessen haben, denn nach dem Säurekontakt ist der Zahnschmelz weicher. Wer nun putzt, greift den Zahnschmelz an. Besser ist es, mindestens eine halbe Stunde zu warten.

Bürsten Sie die Zähne auch nicht zu kräftig, denn heftiges Schrubben schadet dem Zahnbelag. Wenn Sie nicht sicher sind, kaufen Sie eine elektrische Zahnbürste, die bei zu festem Druck ein Warnsignal abgibt. Wechseln Sie die Zahnbürste spätestens nach zwei Monaten.

So putzen Sie richtig

Richtiges Putzen beginnt schon bei der Auswahl der Zahnbürste. Folgende Eigenschaften sollten Sie beachten:

  • Borsten aus Naturhaar sind aus ökologischen Gründen zwar sinnvoll, für die Zahngesundheit gilt das aber nicht, denn diese Borsten sind anfälliger für Bakterien. Kunststoffborsten sind besser geeignet, sollten zur Schonung der Zähne aber abgerundet sein.
  • Bei der Auswahl der Stärke entscheiden Sie sich für weiche oder mittelharte Borsten. Es ist aber nicht notwendig, dass die Borsten gegeneinander angeordnet sind. Gerade Borsten genügen völlig.

Bedenken Sie außerdem, dass die Zahnbürste nur so gut ist, wie Ihre Hand die Bürste führt. So sollten Sie beim Zähneputzen vorgehen:

  • Fangen Sie mit den schwer erreichbaren Stellen an. Das sind die hinteren Backenzähne. Atmen Sie durch die Nase, wenn das Bürsten dieser Zähne bei Ihnen einen Würgereflex auslöst.
  • Putzen Sie zuerst die inneren und dann die äußeren Flächen. Von dort aus arbeiten Sie sich nach vorn vor und reinigen Sie die Kauflächen zuletzt.
  • Halten Sie beim Putzen die Bürste in einem Winkel von 45 bis 60° zur Zahnfläche.
  • Der Druck ist ausreichend, wenn die Borsten sich leicht verbiegen. Das können Sie im Spiegel überprüfen und so ein Gefühl für das richtige Putzen entwickeln.
  • Bewegen Sie die Zahnbürste in leicht kreisenden bzw. rüttelnden Bewegungen. Sollte das Zahnfleisch dabei leicht bluten, putzen Sie trotzdem weiter. Blutet das Zahnfleisch regelmäßig, befragen Sie Ihren Zahnarzt, denn es ist möglich, dass eine Zahnfleischentzündung oder eine andere Erkrankung vorliegt. Der Zahnarzt kann eine solche Entzündung medikamentös behandeln. Lassen Sie sich bei der Gelegenheit die Stellen zeigen, die Sie besser putzen müssen. Ihr Zahnarzt sieht solche Schwächen sofort.

Das gilt für die Zahnzwischenräume

Die Zahnzwischenräume erreichen Sie mit der Bürste nicht, daher sollten Sie diese mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten reinigen. Ziehen Sie die Zahnseide dazu in den Zahnzwischenraum und bewegen Sie die Seide vorsichtig auf und ab. So entfernen Sie die weichen Beläge zwischen den Zähnen, die Angriffsfläche für Bakterien bieten.

Bei Zahnersatz brauchen Sie weitere Instrumente, die so durchdacht sind, dass Sie ohne großen Aufwand  die meisten Ablagerungen entfernen können. Reinigen Sie die Zahnzwischenräume täglich und tauschen Sie auch hier die Bürsten regelmäßig aus.

Nehmen Sie möglichst ein- bis zweimal im Jahr das Angebot einer professionellen Zahnreinigung an und lassen Sie den Zahnstein entfernen. Bei einer professionellen Zahnreinigung werden mit speziellen und hochentwickelten Geräten, wie auch mit Ultraschall die Bereiche gereinigt, die sie gar nicht erreichen können. Dazu gehören auch Zahntaschen. Die professionelle Reinigung ist daher auch wichtige Prophylaxe für die Zahngesundheit.

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