Was Sie über Deos wissen sollten

Was Sie über Deos wissen sollten

Schwitzen lässt sich nicht vermeiden, Körpergeruch hingegen schon. Waschen allein genügt aber nicht, weshalb die meisten Menschen zum Deodorant greifen. Aber wie funktionieren Deos und was ist dran an der Kritik zu den Inhaltsstoffen?

Schweißgeruch, nicht nur durch Schwitzen

Deos gegen Schweiß? Das ist nur die halbe Lösung, denn Schweiß ist weitgehend geruchlos, vorausgesetzt er ist gerade erst entstanden. Unterschiede beim Schweiß gibt es dennoch, sie werden aber unbewusst wahrgenommen, z.B. bei der Partnerwahl. Dieser „Geruch“ hängt von vielen Faktoren ab:

  • Geschlecht
  • Immunsystem
  • Ernährung
  • Grunderkrankungen
  • Hormonstatus

Diese Faktoren sind, abgesehen von der Ernährung, nicht beeinflussbar. So wird der natürliche und persönliche Geruch verstärkt und liefert anderen Menschen wichtige Informationen über das Gegenüber, ohne dass man sich dessen bewusst wird. Spontane Sympathien haben aber auch hier ihren Ursprung.

Es sind die Bakterien, die für den unangenehmen Geruch sorgen. Eine Ausnahme gibt es allerdings. In der Pubertät kann der hormonelle Einfluss dem Schweiß tatsächlich eine unangenehme Note verschaffen. Für Jugendliche ist das eine große Belastung, wenn es schon bei leichtem Schwitzen zu einer Geruchsbildung kommt. Vor allem bei männlichen Jugendlichen kann der Schweiß innerhalb kurzer Zeit regelrecht stechend sein. Bei allen anderen Menschen setzt dann Geruch ein, wenn die natürlichen Bakterien auf der Haut in feuchtwarmer Umgebung einen idealen Nährboden finden und die geruchsintensive Buttersäure entsteht. Davon sind naturgemäß die Füße und die Achselhöhlen besonders betroffen, denn hier ist die Anzahl der Schweißdrüsen besonders hoch. Waschen mit Wasser und milden Syndets sowie luftige Kleidung schaffen Abhilfe.

Was können Deos?

Es gibt verschiedene Formen von Deos, die unterschiedlich wirken. Sie können:

  • Gerüche überdecken
  • Bakterienbildung verhindern
  • Schweißbildung verhindern
  • Gerüche einschließen

Natürlich sind auch mehrere Wirkungsweisen gleichzeitig möglich. Das gilt vor allem für das Überdecken von Gerüchen. Die dafür nötigen Parfümöle sind in allen Deos enthalten, wenn nicht das Gegenteil auf der Verpackung steht. Die Schweißbildung über Deos zu verhindern, kann problematisch werden. Zumeist enthalten solche Deos Aluminiumsalze. Aluminium steht im Verdacht, bei höherer Dosierung Krebs auszulösen. Wie weit bzw. ob Deodorants daran beteiligt sind, ist noch nicht vollständig geklärt. Einige Hersteller haben aber inzwischen reagiert und Aluminium aus ihren Zusatzstoffen gestrichen. Alternativ können Deos auch Alkohol enthalten, der entsprechend die Vermehrung von Bakterien verhindert.

Deos gegen das Schwitzen

Wer nur wenig schwitzt, bietet den unerwünschten Bakterien keinen Nährboden. Folglich entsteht kein unangenehmer Schweißgeruch. Allerdings verfügt der Mensch über 3 Millionen Schweißdrüsen. Außerdem ist Schwitzen wichtig, um die Körpertemperatur zu regulieren.

Auch Sport oder grundsätzlich körperliche Anstrengung dienen der Gesundheit. Der Mensch besteht zu etwa 70% aus Wasser, das Gehirn sogar aus 80%. Am Tag verliert der Mensch etwa 1 Liter Wasser über die Schweißdrüsen, ohne dass er fühlbar schwitzt. Bei Belastung nimmt der Wasserverlust entsprechend zu. Wer hart arbeitet oder anstrengenden Sport betreibt, kann sogar bis zu 10 Liter Wasser verlieren. Schon ab einem Verlust von 3% Wasser lässt die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit nach. Deshalb ist regelmäßiges Trinken wichtig.

Wer aber übermäßig schwitzt, sollte einen Arzt aufsuchen. Es könnte sich um eine Hyperhidrose handeln, eine Störung, die verschiedene Ursachen haben kann. Auch während der Wechseljahre kann sich das Schwitzen durch Hitzewallungen verstärken.

Wie funktionieren Deos und welche Alternativen gibt es?

Die stärkste Wirkung erzielen die umstrittenen Aluminiumsalze in Deodorants. Sie lösen sich auf der Haut auf und verschließen damit die Schweißdrüsen für eine begrenzte Zeit. Eine ähnliche Wirkung lässt sich mit Kieselerde erreichen, die auch die Fettbestandteile aus dem Schweiß aufnimmt. Das reduziert das typische klebrige Gefühl, das vor allem bei Schwitzen durch anhaltenden Stress ausgelöst wird. Gegen den unerwünschten Geruch helfen aber auch Kristalldeos. Sie enthalten ebenfalls ein Aluminiumsalz, das die Vermehrung der Bakterien reduziert.