Trockenfrüchte - gesunde süße Alternative

Trockenfrüchte – gesunde, süße Alternative

Süßigkeiten enthalten viel Zucker und sind ungesund. Übergewicht ist aber nur eine der Folgen von zu vielen Süßwaren. Auch die Zähne leiden und schließlich sorgen Süßigkeiten auch für ein Ungleichgewicht beim Säure-Basen-Verhältnis. Das wiederum beeinträchtigt den gesamten Stoffwechsel und kann die Krankheitsneigung erhöhen.

Der Lust auf Süßigkeiten mit völligem Verzicht zu begegnen, kann aber nicht die Lösung sein. Schließlich gilt auch hier: Die Menge macht das Gift. Hin und wieder einen Schokoriegel zu genießen,  ist unbedenklich. Allerdings gelingt es nicht jedem, es dabei zu belassen, weshalb gesundheitsbewusste Menschen nach vernünftigen Lösungen suchen.

Alternativen zu Süßigkeiten mit Zuckeraustauschstoffen gehören dabei nicht zur ersten Wahl. Sie werden kritisch diskutiert, denn die meisten dieser Substanzen sind künstlich und können Verdauungsstörungen verursachen. Viel Beachtung finden aber auch Trockenfrüchte. Als Naturprodukt ohne künstlich hinzugefügten Zucker sollten sie ein gesundes Angebot sein. Aber stimmt das wirklich und eignen sich Trockenfrüchte für jeden?

Was genau sind Trockenfrüchte?

Trockenfrüchte oder auch Trockenobst kennt jeder. Die bekanntesten Trockenfrüchte sind Rosinen, die aus Weintrauben gewonnen werden. Diese getrockneten Früchte sind so süß, dass der Hunger auf Süßigkeiten schnell gestillt ist. Andere Sorten von Trockenobst schmecken nicht zwingend genauso intensiv, wie z. B. getrocknete Aprikosen oder Apfel.

Die Verlockung, mehr davon zu essen, ist groß. Das liegt auch daran, dass sie erheblich weniger Volumen haben, als das ursprüngliche Obst. Trockenfrüchten wurde bis zu 30% der Feuchtigkeit entzogen. So lassen sie sich leichter aufbewahren und eignen sich wunderbar als Snack für zwischendurch. Sie bewahren beim Trockenvorgang neben dem natürlichen Fruchtzucker auch Mineralien und Vitamine, wenn auch weniger als frisches Obst. Das macht sie dennoch zu einer interessanten Alternative als Ersatz für Süßigkeiten. Der Zuckergehalt bleibt allerdings gleich.

Da Früchte selbst bereits reich an Zucker sind, empfiehlt es sich, nicht mehr Trockenobst zu essen, als die gleiche Menge  frisches Obst. Wer wirklich Hunger auf Süßigkeiten hat, schafft es auch eine Packung mit 300 g getrockneten Früchte aufzuessen. Diese Menge im Originalzustand würde aber sicher niemand verzehren. Wenn Sie sich also mit Trockenobst satt essen, haben Sie eine regelrechte Kalorienbombe zu sich genommen.

Für wen sind Trockenfrüchte nicht geeignet?

Es gibt verschiedene Varianten bei der Herstellung von Trockenfrüchten. Eine ist die Produktion mit Schwefel. Das hat den Vorteil, dass die Farbe besonders gut erhalten bleibt. Außerdem trägt der Prozess des Schwefelns zu einer allgemein verbesserten Haltbarkeit bei.

Geschwefelte Trockenfrüchte haben sich allerdings vor allem für Asthmatiker als problematisch herausgestellt. Zwar reagiert nur jeder 10. Patient, dann ist aber mit allergischem Schnupfen und Nesselsucht zu rechnen.

Ebenfalls nicht geeignet, sind Trockenfrüchte für Menschen mit einer Niereninsuffizienz, denn sie enthalten zu viel Kalium. Lässt die Urinausscheidung aufgrund der Nierenerkrankung nach, kann Kalium im Blut deutlich ansteigen und lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen.

Darüber hinaus sollten Diabetiker vorsichtig sein, denn der hohe Zuckeranteil der Früchte lässt den Blutzuckerspiegel stark ansteigen. Eine große Menge Trockenfrüchte verursacht aber auch bei gesunden Menschen Probleme. Eine typische Reaktion sind heftige Verdauungsstörungen. Vor allem Blähungen sind typisch. Außerdem wirken Trockenfrüchte schon bei normalem Konsum leicht abführend.

Richtiger Umgang mit Trockenfrüchten

Trockenfrüchte sind insgesamt gesünder als Süßigkeiten, wie z. B. Schokolade. Wer Maß halten kann, hat in Trockenfrüchten eine vernünftige Alternative zu zuckerhaltigen Süßwaren gefunden, denn sie sind genaugenommen ein Obstkonzentrat. Sie sind reich an Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen.

Als Maßstab gilt, nicht mehr Trockenfrüchte zu konsumieren, als Obst im Ursprungszustand. Das bedeutet, zwei getrocknete Aprikosen sind genug. Fürs Abnehmen sind Trockenfrüchte nicht geeignet. Hier empfiehlt sich der Griff zu frischem Obst, das Trockenfrüchte auch nicht ersetzen können. Trockenfrüchte sind aber auch auf anstrengenden Wanderungen und für Sportler eine hilfreiche Ergänzung, denn sie lassen sich leicht mitnehmen.