Zähne putzen

So bleiben die Zähne gesund

Gesunde Zähne garantieren nicht nur ein schönes Lächeln. Wer auf seine Zahngesundheit achtet, erspart sich Schmerzen und schont den Geldbeutel. Studien zur Zahngesundheit zeigen, dass nahezu jeder Bundesbürger mindestens einen kariösen Zahn hat. Worauf ist bei der Zahnpflege also zu achten?

 Das müssen Sie beim Kauf einer Zahnbürste beachten

Kinder mit Milchzähnen brauchen Kinderzahnbürsten. Diese Zahnbürsten sind kleiner, insgesamt kürzer und haben eine weiche Bürste. Die richtige Technik des Zähneputzens müssen Kinder jedoch erst lernen. Außerdem müssen sie die Motivation entwickeln, sich die Zähne regelmäßig zu putzen. Ab dem Teenageralter wird es Zeit für eine normal große Zahnbürste.

Beim Kauf einer Zahnbürste können Sie zwischen den verschiedenen Härtegraden, weich, mittel und hart wählen. Von harten Zahnbürsten ist grundsätzlich abzuraten. Die meisten Menschen bevorzugen die mittlere Stärke. Zahnärzte raten inzwischen jedoch eher zu weichen Borsten, denn sie reinigen, ohne den Zahnschmelz zu schädigen oder das Zahnfleisch zu reizen. Wer sich für weiche Borsten entscheidet, sollte jedoch die Putzdauer verlängern.

Dann stellt sich nur noch die Frage: Sollten Sie manuell putzen oder zu der elektrischen Zahnbürste greifen? Bei der Wahl zwischen manueller und elektrischer Zahnbürste raten Experten zur elektrischen Variante, da sie gründlicher arbeitet. Der runde Bürstenkopf ist zudem besser geeignet, auch schwierige Stellen zu erreichen.

Ob elektrisch oder manuell, jede Bürste muss nach spätestens zwei Monaten ausgetauscht werden. Durch die tägliche Benutzung verbiegen die Borsten, wodurch die Reinigungskraft abnimmt. Außerdem begünstigt das feucht-warme Badezimmerklima die Vermehrung von Pilzen und Bakterien.

 Wie wirkungsvoll ist Zahnseide?

Lange Zeit war die Zahnseide ein dringend empfohlenes Hilfsmittel, die Zahnzwischenräume zu reinigen. Allerdings gibt es kaum wissenschaftliche Nachweise, dass die Zahnseide wirklich hilft, die Zahngesundheit zu erhalten. Analysen zu den vorliegenden Ergebnissen haben gezeigt, dass es vor allem an Langzeiterfahrungen fehlt.

Allerdings spricht die Erfahrung von Zahnärzten dafür, Zahnseide zu benutzen. Sie raten mehrheitlich dazu, wenn sie im Rahmen von Kontrolluntersuchungen feststellen, dass die Zahnzwischenräume nicht sauber sind. Allerdings muss die Zahnseide auch korrekt verwendet werden. Zahnärzte empfehlen, erst die Zahnseide zu benutzen und dann die Zähne zu putzen. Nur so kann die Zahncreme in die Zwischenräume eindringen und dort auch wirken. Wer erst putzt, riskiert außerdem, dass bei der Verwendung der Zahnseide wieder Keime auf die Zähne und das Zahnfleisch geraten.

Besonders wichtig ist die Zahnseide bei Brücken. Der flache Hohlraum unter einer Brücke ist mit der Zahnbürste nicht erreichbar. Gerade hier können sich Bakterien ansiedeln und für Entzündungen sorgen. Für solche Zwecke bietet der Fachhandel Zahnseide, die über verstärkte Enden verfügt. Als hilfreich haben sich auch feste kleine Bürstenköpfe erwiesen, die als Zahnseide verwendet werden. Sie sind besonders schmal und erleichtern die gründliche Reinigung.

Welche Zahncreme ist zu empfehlen?

Für Kinder empfiehlt sich eine Kinderzahncreme, die einen weitaus weniger scharfen Geschmack sowie eine geringere Fluoridkonzentration hat, als die Creme für Erwachsene. Experten erklären allerdings, dass die Zahncreme Fluor enthalten muss, um zu wirken, und zwar ausreichend. Fluor stärkt den Zahnschmelz und schützt damit die Zähne wirksam vor Bakterien und Säuren. Der Preis spielt keine entscheidende Rolle. Bei Untersuchungen schnitten preiswerte Zahncremes ebenso gut ab, wie hochpreisige Angebote.

Problematisch sind Zahncremes, die einen hohen Abrieb versprechen. Tatsächlich können viele der Marken das Versprechen tatsächlich halten, sie sind allerdings nur für kerngesunde Zähne geeignet. Wer unter Verfärbungen der Zähne leidet, sollte das Bleichen dem Zahnarzt überlassen, der über weitaus schonendere Mittel verfügt.

 Wie oft zum Zahnarzt gehen?

Krankenversicherungen fordern von ihren Versicherten, dass sie mindestens zweimal jährlich zum Zahnarzt gehen. Das gilt auch für Personen, die eine Vollprothese tragen, denn der Zahnarzt untersucht auch die Mundschleimhaut auf Erkrankungen. Wer weniger als einmal jährlich zum Zahnarzt geht, riskiert, dass die Krankenversicherung weniger Kosten übernimmt, wenn eine Zahnbehandlung fällig wird. Insgesamt werden immer mehr Zuzahlungen fällig. Das gilt auch für Extrawünsche, die über die Regelleistung hinausgehen. Auch vor diesem Hintergrund lohnt es sich, die Zähne gründlich zu pflegen und so ein Leben lang zu erhalten.