Rohkost Gemüse Sellerie

Sellerie: Viel mehr als ein Suppengemüse

Der Sellerie ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler, zu der auch Möhren oder Pastinaken gehören. Es gibt ihn als Stangen- und Knollensellerie. Um ihn ranken sich einige Mythen. So hat der Sellerie, der im Mittelmeerraum schon seit über 3000 Jahren bekannt ist, den Ruf eines erfolgreichen Potenzmittels („Sellerie für den Bräutigam“). Ob diese Wirkung jedoch über einen Placeboeffekt hinausgeht, ist wissenschaftlich umstritten. Tatsache ist hingegen der hohe Mineral- und Vitamingehalt des Gemüses. Für den eurapon Rohkost-Ratgeber stellt sich wie immer die wichtige Frage: Kann man den Sellerie roh verzehren? Die Antwort und noch mehr Wissenswertes rund um den Sellerie in Knollen- und Stangenform gibt es gleich…

Sellerie roh essen: Enthält Vitamine und Mineralstoffe

Das beantwortet bereits die Frage: Ja, man kann Sellerie bedenkenlos in jeder Form roh konsumieren. Da sich beim Kochen ein Teil der hitzeempfindlichen Vitamine verflüchtigen können, sollten Sie es sogar! Stangensellerie können Sie als Snack zwischendurch oder im Salat roh essen. Knollensellerie schmeckt köstlich als Rohkostsalat in Kombination mit Möhren und Äpfeln. Auch bei grünen Smoothies ist Sellerie ein Hauptbestandteil neben Äpfeln und Ingwer. Manche geben auch gerne ein paar Blätter Babyspinat in den gesunden Drink.

Die gesamte Selleriepflanze ist roh genießbar und bietet jede Menge gesundheitliche Vorteile:

Antioxidative Flavonoide: Diese sekundären Pflanzenstoffe sind Mikronährstoffe, denen eine entzündungshemmende und krebsvorbeugende Wirkung zugesprochen werden, und die Viren, Bakterien und Pilze reduzieren können. Der Pflanze dienen die Flavonoide ebenfalls als Abwehrsystem.

Verschiedene ätherische Öle: Die ätherischen Öle des Selleries können gegen eine Vielzahl von Beschwerden angewendet werden: Geben Sie zwei bis vier Tropfen Öl und einen Löffel Honig in ein Glas Wasser oder Tee. Sellerieöl wirkt appetitsteigernd, entwässernd, regt den Stoffwechsel und die Verdauung an, hilft bei Erschöpfung und kann sich positiv auf Gichtbeschwerden auswirken.

An Vitaminen sind folgende enthalten: A, C, K, D, B1, B2, B6.

Außerdem sind noch Kalium, Kalzium und Natrium, sowie Magnesium, Folsäure und Eisen im Sellerie enthalten. Der hohe Kaliumgehalt wirkt entgiftend und soll bei Blasen- und Nierenbeschwerden unterstützen.

Aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe und der geringen Kalorienanzahl können Sie Sellerie auch zum Abnehmen essen.

Einzig wenn Sie an diversen Allergien leiden, sollten Sie beim Verzehr von Sellerie abklären, ob keine Kreuzallergie vorliegt.

Im alten Ägypten wurde der Sellerie bereits gegen verschiedenste Beschwerden eingesetzt, zum Beispiel bei Gicht, Rheuma, Entzündungen jeglicher Art und sogar bei Depressionen. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) verwendet Sellerie gegen Bluthochdruck, und im Ayurveda dient er als Mittel der Wahl gegen Demenz.

Kleine Sellerie-Pflanzenkunde

Der Stangensellerie ist auch unter den Namen Bleich- oder Staudensellerie bekannt. Die Staude wird bis zu 40 cm hoch und hat viele fleischige Stiele. Die gefiederten Blätter ähneln der Petersilie und sind ebenfalls essbar. Beim Stangensellerie wird nur der oberirdische Teil der Pflanze verwendet. Der Knollensellerie ist eine eigene Pflanze. Entwickelt hat sich der uns bekannte Sellerie aus dem Sumpf- bzw. Wildsellerie, der auch heute noch an den Mittelmeerküsten, aber auch an der Nord- und Ostsee wächst. Er wird weltweit angebaut, wo gemäßigtes Klima herrscht, besonders in Europa, Sibirien, Nordamerika und Nordafrika.

Wer Sellerie selbst zu Hause anpflanzen möchte, muss mit der Aussaat der Samen früh (Anfang März) beginnen. Im Mai können Sie die Pflanzen in ein Beet setzen. Sellerie benötigt einen nährstoffreichen Boden, der kontinuierlich gegossen wird. Die Selleriefliege oder Wühlmäuse können dafür sorgen, dass der gewünschte Ernteerfolg nicht eintritt.

Sellerieknollen können Sie im Kühlschrank eine ganze Weile lageren, wenn Sie ihn in ein feuchtes Tuch einschlagen. Auch Stangensellerie hält in einem Plastikbeutel bis zu 14 Tage bei kühler Lagerung.

Wenn Sie Stangensellerie einkaufen, achten Sie auf grüne, nicht welke Blätter und feste Stängel mit frischer Schnittstelle. Beim Knollensellerie sollte die Knolle fest sein und angeschnittene Knollen sollten keine Verfärbung zeigen.