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Schnell zugreifen – die Mairübe hat Saison!

Bei der Mairübe handelt es sich um Saisongemüse des Monats Mai. Je nach Aussaatzeit kann sie jedoch auch im Juni, Juli oder August geerntet werden. Die Mairübe ist ein wohlschmeckendes Wurzelgemüse von weißer bis weiß-lila Farbe und liegt geschmacklich zwischen Kohlrabi und Rettich. Wie immer klären wir im Rohkost-Ratgeber von eurapon zuerst die Frage, ob Mairüben roh genießbar sind. Und ja, sind sie! Mit einer kleinen Einschränkung allerdings: Wird die Mairübe roh gegessen, sollte sie geschält werden, da ihre Schale ziemlich fest ist.

Herkunft der Mairübe

Verwandte der Mairübe, die Wasserrübe, wurde schon im Altertum angepflanzt. Als die Kartoffel im europäischen Raum noch nicht bekannt war, stand die Mairübe häufig auf dem Speisenplan und lieferte Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß. Ab dem 19. Jahrhundert verlor die Mairübe massiv an Popularität. Nur zu Kriegszeiten, wenn andere Nahrung knapp war, wurde wieder an sie gedacht. Da nun aber alte Gemüsesorten ihr Revival feiern, wurde auch die Mairübe wieder neu entdeckt und erfreut sich zusammen mit Teltower Rübchen und der Herbstrübe wachsender Beliebtheit.

Botanisch gehört die Mairübe zur Familie der Kreuzblütler, zu der unter anderem auch alle Kohlsorten, Senf und Raps gehören. Ursprünglich stammt die Mairübe, umgangssprachlich auch Navet genannt, aus Indien.

Die Mairübe in der Küche

Die Mairübe kann gesamt verwertet werden: Nicht nur ihre Wurzel ist wohlschmeckend, auch das Blattgrün kann wie Spinat mit Zwiebeln und Knoblauch gedünstet werden. Auch zur Zubereitung eines herzhaften Pestos eignet es sich hervorragend. Gehackt dient das Mairübenblatt als Ersatz für frische Küchenkräuter.

Wie bereits erwähnt, sind Mairüben als Rohkost-Snack bzw. im Salat ein Genuss. Je kleiner die Rüben sind, desto besser schmecken sie, wenn man sie roh verzehrt. Größere Exemplare können bereits holzig sein. Optimal ist ein Durchmesser von fünf bis zehn Zentimetern.

Die Mairübe als alte Gemüsesorte ist in vielen Kochbüchern nicht vertreten, stattdessen können auch Rezepte mit Steckrüben oder Teltower Rübchen angewandt werden. Eine beliebte Beilage ist die Mairübe, wenn sie geviertelt bzw. in Scheiben geschnitten, gedünstet und anschließend mit ein wenig Butter, Salz und Zucker glasiert wird.

Wird die Mairübe in Salzwasser gekocht, dauert es rund zehn bis 15 Minuten, bis die Knolle gar ist und weiterverwendet werden kann.

Was steckt in der Mairübe?

Eines schon mal nicht – Fett. Mairüben sind sehr kalorienarm und bestehen zu 90 % aus Wasser, daher auch die Bezeichnung „Wasserrübe“. Pro 100 g sind 21 kcal und 0,2 g Fett enthalten. Zudem ist die Mairübe reich an B-Vitaminen und enthält Zink, Kalium und Folsäure. Der scharfe Rettichgeschmack stammt von den Senfölen, welche in der Schale enthalten sind. Senföle sind für ihre antibakterielle Wirkung bekannt.

Die Mairübe eignet sich auch besonders, wenn Wert auf basische Ernährung gelegt wird. Mit ihren Inhaltsstoffen ist die Mairübe ein toller Powersnack nach dem Workout, denn das enthaltene Kalium stabilisiert den Elektrolythaushalt, während Magnesium positiv für Muskelaufbau und Nerven ist. Der enthaltene Schwefel hilft dabei, Aminosäuren herzustellen, welche wiederum für die Regeneration nach dem Training notwendig sind.

Anbau, Kauf und Lagerung der Mairübe

Eigentlich ist der Erntemonat der Mairübe namensbedingt der Monat Mai. Da die Rübe allerdings bereits sechs bis acht Wochen nach der Aussaat geerntet werden kann, wird sie oft auch im Sommer und Herbst angebaut.

Die Mairübe ist unkompliziert, aber bevorzugt lehmige, sandige und humusreiche Böden. Man findet sie auf regionalen Bauern- und Wochenmärkten, aber auch in der Gemüseabteilung größerer Supermärkte. Beim Kauf sollten Wurzel und Blätter knackig und frisch sein. Zu Hause sollte die Mairübe in den Kühlschrank wandern, in dem sie sich drei bis vier Tage frisch hält. Danach ist mit Aromaverlust zu rechnen.