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Mit scharfem Essen Fett verbrennen – Funktioniert das wirklich?

Es ist ein verlockender Gedanke: Bestimmte Gewürze oder Nahrungsmittel kurbeln die Fettverbrennung an. Einfach ein paar Zutaten durch andere ersetzen und die Pfunde purzeln fast von selbst. Vor allem scharfen Speisen wird eine fettverbrennende Wirkung nachgesagt. Aber stimmt das wirklich?

Wie wirken scharfe Speisen?

Wer einmal zu scharf gegessen hat, kennt es nur zu gut. Manchmal reicht ein einziger Happen und der Schweiß fließt. Plötzlich wird einem heiß, möglicherweise auch schwindelig. Das könnte an Capsaicin liegen. Capsaicin ist ein Inhaltsstoff aus der Chilischote mit starker Wirkung auf den Organismus. Je nach Konzentration kann es die Wärmeentwicklung um 25 % erhöhen. Bereits kleinste Mengen bringen den Körper in Fahrt: Capsaicin regt die Magensaftproduktion an, verstärkt den Speichelfluss und hilft der Verdauung. Außerdem wirkt es antibakteriell. Wer es regelmäßig konsumiert, gewöhnt sich an die Schärfe und reagiert weniger empfindlich darauf. Zudem zügelt es den Appetit, regt den Stoffwechsel an und beschleunigt die Fettverbrennung. Chili gegen Fettpolster sind also keine Einbildung.

Wie viel Schärfe für die Gewichtsabnahme?

Selbst wenn sich der Körper an Schärfe gewöhnen kann, stößt er irgendwann an seine Grenzen. Mehr Schärfe bedeutet nicht zwangsläufig mehr Fettabbau. Es nützt also nichts, besonders scharf zu essen, um möglichst viel Fett zu verbrennen. Eine Prise kann schon genügen, um den Stoffwechsel anzuregen. Darüber hinaus kann ein zu hoher Schärfegrad zu Kreislaufproblemen führen und sogar einen behandlungsbedürftigen Notfall auslösen.

Und es muss auch nicht unbedingt Chili sein. Ingwer ist z. B. eine sinnvolle Alternative. Ingwer enthält Gingerol. Ein Wirkstoff, der den Magen beruhigt, aber gleichzeitig die Verdauung ankurbelt. Zusätzlich wirkt Ingwer entwässernd. Ein Vorteil beim Abnehmen gerade für Menschen, die zu Wassereinlagerungen neigen und unter einem verlangsamten Stoffwechsel leiden. Dennoch ist Ingwer kein Fatburner im eigentlichen Sinn. Er kann den Stoffwechsel ankurbeln und die Gewichtsabnahme unterstützen.

Traumfigur durch scharfe Lebensmittel?

Scharfes Essen kann beim Abnehmen helfen. Je langsamer der Stoffwechsel ist, desto eher ist mit einer Verbesserung zu rechnen. Übergewicht ist allerdings in den allermeisten Fällen die Folge von Bewegungsmangel und zu hoher Kalorienzufuhr. Das allein lässt sich mit scharfen Lebensmitteln nicht in Ordnung bringen. Die Traumfigur allein mithilfe scharfer Lebensmittel erlangen zu wollen bleibt also ein Wunschtraum. In Kombination mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung sollte dieses Vorhaben jedoch gelingen.

Gehen Sie nach dem Essen auch nicht schwimmen, und hüten Sie sich vor Nasensprays, weil Sie süchtig machen? Im medizinischen Bereich gibt es eine ganze Reihe an Behauptungen – aber stimmen sie eigentlich wirklich? In unserem Blog stellen wir einige dieser Gesundheitsmythen auf den Prüfstand.

Scharfe Schlankmacher selbst herstellen

Chilis wachsen auch auf der heimischen Fensterbank. Die Samen aus dem Fachhandel keimen rasch. Aber auch die vorgezogenen Pflanzen sind pflegeleicht und sorgen für reiche Ernte. Im Garten lassen sich Chilipflanzen in trockenen Sommern leicht ziehen und tragen so viele Chilischoten, dass sie im Winter für mehrere Personen ausreichen. Die Chilis werden geerntet, sobald sie ihre typische rote Farbe zeigen. Sie trocknen schnell durch Auslegen auf Küchenpapier oder aufgereiht-hängend. Es ist nicht notwendig, sie aufzuschneiden und die Samen zu entnehmen. Auch Ingwer lässt sich mit einer unbehandelten Knolle auf der Fensterbank in Erde nachziehen. Die Knolle braucht aber erheblich länger als Chilis.

Tipps für leichte Schärfe in Speisen und Getränken

Wer eher milde Speisen mag, muss auf schärfere Snacks und Getränke nicht verzichten. Ingwertee ist eine beliebte Variante. Aber auch Snacks aus Rettich und frischen Radieschen sorgen für einen angenehmen, leicht scharfen Geschmack. Ebenfalls bekannt für seine Schärfe ist Rucola. Der Salat, der mit seinem Aussehen an Löwenzahn erinnert, ist eine beliebte Beilage für Fleischgerichte, eignet sich aber auch als Vorspeise oder lichte Mahlzeit für zwischendurch. Natürlich sind diese Gemüsesorten nicht immer gleich scharf. Auch Radieschen können eine Schärfe erreichen, die denen einer Chili nicht nachsteht. Ebenso können sie auch von milderem Geschmack sein. Wer sicher gehen will, würzt seine Speisen mit etwas Chilipulver nach.