Herzinsuffienz Teil 2

Herzinsuffizienz – Risikofaktoren, Behandlung und Vorbeugung

Im ersten Teil wurden die Anzeichen von Herzinsuffizienz aufgezählt. Damit Sie erkennen können, ob Sie gefährdet sind. Im zweiten Teil werden die Behandlunsmethoden und Möglichkeiten aufgezählt, und was sich zur Vorbeugung unternehmen lässt.

Risikofaktoren für die Herzinsuffizienz

Folgende Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Herzinsuffizienz

  • Rauchen (Verkalken der Herzkranzgefäße)
  • Bluthochdruck (Herz wird auf Dauer überlastet)
  • Angeborene Herzfehler
  • Schwere Erkrankungen mit Herzbeteiligung
  • Schwere Lungenerkrankungen

Ein wichtiger Faktor bei der Diagnose, der Prognose und der Prävention (Vorbeugung) ist ein umfassendes Blutbild. Das Herz als Muskel ist auf einen ausgewogenen Mineralhaushalt angewiesen. Im Blutbild zeigt sich, wie es um den Elektrolythaushalt bestellt ist. Starke Schwankungen können Herzsymptome auslösen, ohne dass eine Herzerkrankung vorliegt. Das Blutbild ist aber auch entscheidend bei der Klärung, ob es im Körper Entzündungsherde gibt, denn diese können ihrerseits das Herz schädigen. Bekanntes Beispiel dafür sind Mandelentzündungen. Aber auch unerkannte „Herde“ unter toten Zähnen sind ein Risikofaktor für Herzerkrankungen.

Die Behandlung einer Herzinsuffizienz

Schulmedizin und Naturheilkunde bieten sehr gute Möglichkeiten der Behandlung. Die verschiedenen Mittel können einander auch ergänzen. Oberste Priorität hat die Empfehlung des Kardiologen. Verändern Sie daher die Anwendung von Medikamenten zur Behandlung von Herzinsuffizienz nicht eigenmächtig.

Das gilt auch bei Unverträglichkeiten, die immer erst mit dem Arzt besprochen werden sollten, bevor etwas bei der Einnahme verändert wird. Bei schweren Reaktionen ist eine Fahrt ins Krankenhaus angeraten. Herzmedikamente müssen eingestellt werden. Das bedeutet, dass sich Arzt und Patient an die richtige Dosis herantasten. Herzmedikamente dürfen auch nicht abgesetzt werden, sondern müssen in kleinen Schritten ausgeschlichen werden.

Die Kombination von Mitteln aus der Schulmedizin und der Naturheilkunde sollte immer mit allen Fachpersonen besprochen werden, die an der Behandlung beteiligt sind. Dazu gehören sowohl die Ärzte als auch die  Heilpraktiker. Bei leichten Formen können naturheilkundliche Medikamente ausreichen, wenn der Patient seine Lebensweise umstellt und Risikofaktoren ausschaltet.

 Naturheilkundliche Behandlung bei einer Herzinsuffizienz

Sieht der Arzt noch keine Notwendigkeit einer schulmedizinischen Behandlung, empfehlen sich dennoch Medikamente aus der Naturheilkunde, um das Herz zu stärken. Dazu gehört auch die psychische Gesundheit. Entspannungstechniken tragen maßgeblich zur Erholung bei und sind damit besonders empfehlenswert.

Die Pflanzenheilkunde bietet u.a. Medikamente auf der Basis von Fingerhut, Weißdorn und Adonisröschen. Aber auch die Homöopathie kennt eine Reihe von Mitteln, die sich zur Behandlung eignen. Verschreiben Heilpraktiker oder Ärzte kein Einzelmittel, sind Komplexmittel eine Alternative. Mit deren Hilfe können auch die Begleiterscheinungen therapiert werden. Typische Einzelmittel sind z.B. Cactus, Tabacum und Crataegus. Die Behandlung eignet sich auch begleitend bei schwereren Fällen.

Die schulmedizinische Behandlung

In der Schulmedizin sind ACE-Hemmer ein wichtiger Bestandteil der Behandlung einer Herzinsuffizienz, denn sie verbessern den Blutfluss. Betablocker sollen das Risiko von Herzrhythmusstörungen reduzieren und die Lebensqualität verbessern. Ein weiteres Medikament ist Digitalis, das die Leistungsfähigkeit des Herzens verbessert. Um die Atmung zu verbessern, erhält der Patient darüber hinaus Mittel zum Entwässern.

Genügt die medikamentöse Behandlung nicht, sind operative Eingriffe eine Option. Dazu gehören Herzschrittmacher, aber auch implantierte Defibrillatoren. Eine Herztransplantation kann ebenfalls erforderlich sein, steht aber am Ende der Behandlungsmöglichkeiten.

Vorbeugung – Reduzieren Sie Ihr Risiko

In den meisten Fällen ist die Herzinsuffizienz auf Fehlverhalten des Patienten zurückzuführen. Wer die Risiken kennt und sie vermeidet, verbessert seine Lebensqualität erheblich.

Um eine Herzinsuffizienz zu vermeiden, sollten Sie alle Erkrankungen, die mit Infektionen und Fieber einhergehen, gründlich auskurieren. Nehmen Sie jedes Gefühl der Müdigkeit und Erschöpfung bei Erkrankungen ernst und gönnen Sie Ihrem Körper Erholung. Das gilt besonders auch für Sportler. Sport in der Erholungsphase nach Erkrankungen ist schädlich. Beherzigen Sie Ihr Leben lang folgende Grundsätze:

  • Ausgewogene Ernährung mit wenig tierischen Fetten, aber viel Obst und Gemüse
  • Trinken Sie ausreichend Wasser
  • Bewegen Sie sich und treiben sie fünf Tage die Woche mindestens eine halbe Stunde Sport
  • Achten Sie auf Ihren Blutdruck und Ihr Körpergewicht
  • Alkohol im Übermaß schädigt das Herz, reduzieren Sie Ihren Konsum
  • Verzichten Sie auf Nikotin

Bedenken Sie, dass sich eine Herzinsuffizienz schleichend entwickeln kann. Nehmen Sie spätestens mit 40 die Vorsorgeuntersuchungen wahr und lassen Sie vor allem Ihren Blutdruck überprüfen. Bluthochdruck verläuft lange symptomlos, kann aber einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen.