Hautkrebs

Hautkrebs – das sollten Sie wissen

Hautkrebs gehört zu den Tumorerkrankungen, die bei früher Behandlung gute Chancen auf Heilung haben. Aus diesem Grund sind auch Sie gefragt, die Haut auf verdächtige Stellen abzusuchen.

Welche Hautkrebsarten gibt es?

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsformen. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 200.000 Menschen am schwarzen oder hellen Hautkrebs. Vom schwarzen Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, sind pro Jahr im Durchschnitt etwa 36.000 Menschen neu betroffen. Die Zahlen sind in den letzten 20 Jahren deutlich angestiegen. Auslöser ist vor allem die schädliche UV-Strahlung. Besonders gefährdet sind Menschen, die bereits mit Pigmenten auf UV-Strahlen reagiert haben, sehr hellhäutige Menschen und Personenkreise, deren Immunsystem geschwächt ist.

Ihre eigenen Vorsorgeuntersuchungen

Für die Selbstuntersuchung gilt die ABCDE-Regel. Anhand dieser Regel können Sie die wichtigsten Merkmale prüfen. Achten Sie besonders auf Muttermale, die sich in Form und Symmetrie verändern. Aber auch die Oberfläche spielt eine Rolle.

A- Asymmetrie: Werden die Umrisse des Muttermals asymmetrisch, ist das ein Alarmsignal.

B- Begrenzung: Harmlose Muttermale sind scharf abgegrenzt. Bei Hautkrebs verändern sich Hautränder von Verfärbungen. Die Konturen können verwaschen sein, aber auch raue Ränder haben.

C- Colour (Farbe): Typisch bei Hautkrebs ist, dass sich die Farbe der betroffenen Stelle verändert. Dabei kann die Pigmentierung unterschiedlich sein. Das zeigt sich in hellen und dunklen Stellen, die braun bis schwarz sein können. Möglich sind auch rosafarbige Zonen.

D- Durchmesser: Achten Sie auf Hautverfärbungen, die einen Durchmesser von mehr als 5 mm haben. Sie gelten als verdächtig.

E- Elevation: Gemeint ist die Oberfläche einer Verfärbung, die bei Hautkrebs verändert ist. Diese Hautstelle ist beim Darüberstreichen spürbar.

Darüber hinaus sollten Flecken dem Hautarzt vorgestellt werden, die sich  in der Form verändert haben, allgemein größer geworden sind, die jucken oder bluten.

Was ist schwarzer Hautkrebs?

Der schwarze Hautkrebs betrifft vor allem Menschen zwischen 40 und 50 Jahren. Aber auch jüngere oder ältere Frauen und Männer können davon betroffen sein. Der Krebs kann auf einer bislang unauffälligen Hautstelle entstehen oder auch dort, wo sich bereits Pigmentflecken befinden.

Beobachtungen zeigen, dass bei Männern eher der Rumpf betroffen ist. Frauen erkranken tendenziell an den Armen und Beinen. Grundsätzlich können aber alle Hautstellen betroffen sein. Dazu gehört auch die Schleimhaut. Der schwarze Hautkrebs wird in Stadien eingeteilt, die von 0 (oberflächlicher Tumor ohne Metastasen, wenig aktiv) bis IV (Tumor mit Metastasen in anderen Organen) reichen.

Um den Verlauf zu stoppen, werden das Melanom und ein Teil des umliegenden Gewebes im Rahmen einer Operation entfernt. Im Anschluss erhält der Patient Medikamente, die das Immunsystem anregen. Es kann aber auch eine Strahlentherapie oder Chemotherapie erforderlich sein.

Weißer Hautkrebs

Es gibt zwei Formen des weißen Hautkrebses, das Plattenepithelkarzinom und das Basalzellkarzinom. Diese beiden Krebsarten entstehen in unterschiedlichen Hautschichten. Das Plattenepithelkarzinom entsteht in chronisch sonnenexponierten Arealen, während das Basalzellkarzinom aus Zellen der  Basalschicht der Haut entsteht oder auch in der Region von Haarwurzeln. Diese Krebsform kann sich stark ausbreiten und das umliegende Gewebe angreifen. Ursache für die Erkrankung ist auch hier UV-Strahlung. Allerdings gibt es auch Vorerkrankungen, die die Entstehung des weißen Hautkrebses begünstigen können.

Der weiße Hautkrebs tritt eher im fortgeschrittenen Alter auf. Bei vielen Solariumgängen und hoher UV-Belastung kann diese Erkrankung aber auch bei jüngeren Menschen entstehen.

Anzeichen für den weißen Hautkrebs sind Hautstellen, die wie Knoten oder Narben aussehen. Sie können farblich von der Haut abweichen, müssen es aber nicht. Möglich sind Rötungen, die später verhornen und Warzen ähneln.

Das Screening beim Hautarzt

Die Untersuchung beim Hautarzt ist schmerzlos und bringt schnell Klarheit, ob weitere Untersuchungen erforderlich sind. Der Arzt nutzt dafür eine Art Lupe mit zusätzlichem Licht, um mögliche Veränderungen genauer einschätzen zu können. Veränderte Hautstellen, die nicht eindeutig harmlos sind, werden operativ entfernt.