Hausmittel gegen Kopfläuse

Hausmittel gegen Kopfläuse – es muss nicht immer Chemie sein

Es gibt Läusealarm in Schule oder Kita? Nun heißt es cool bleiben und schnell handeln. Der eigentliche Kopflausbefall ist sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene kein Problem. Gegen die Verbreitung sollten Sie jedoch unverzüglich vorgehen. In Apotheken und Drogerien werden Sie natürlich in Bezug auf Anti-Läuse-Mittel fündig, aber ist es wirklich notwendig, gleich die chemische Keule auszupacken?

In der kleinen eurapon Apotheke der Hausmittel erfahren Sie, mit welchen natürlichen Mitteln Sie den Plagegeistern im Haar den Kampf ansagen können.

Was machen Kopfläuse eigentlich in unserem Haar?

Das ist rasch erklärt – sie brauchen unser Blut, um zu überleben. Dazu ritzen sie die oberste Schicht der Kopfhaut leicht an, ihr Speichel sorgt für eine verminderte Blutgerinnung. Alle zwei bis vier Stunden braucht eine Kopflaus „Nahrung“ von uns, ohne diese leben sie nicht länger als einen Tag. Sind die Lebensbedingungen gut, kann eine Kopflaus durchaus einen Monat überleben. Übertragen werden Kopfläuse durch engen Körperkontakt (wie es oft bei spielenden Kindern der Fall ist), gemeinsames Benutzen von Kämmen oder Bürsten oder auch Kopfkissen. Leider gilt es nicht nur den Kopfläusen den Kampf anzusagen, die auf den eigenen Kopf herüberspazieren. Leider sorgen diese auch noch für Nachwuchs. Die Eier, auch Nissen genannt, kleben meist in Kopfhautnähe hinter den Ohren, im Nacken oder im Schläfenbereich.

Habe ich/mein Kind Kopfläuse, was nun?

Hat sich nun durch vermehrten Juckreiz am Kopf, ausgefallene Haare mit sichtbarem Lausbefall oder sonstige Inspektion der Verdacht bestätigt, dass sich Kopfläuse im Haar befinden, gilt es zu handeln. Übrigens: Häufiges Haare waschen ist kein Hausmittel gegen Kopfläuse, denn durch normales Shampoo und Wasser lassen sich die Nissen nicht entfernen.

Außer dem verwendeten Hausmittel sind noch zwei Dinge wichtig, und zwar einerseits Geduld. Weder mit einer, auch nicht mit zwei oder drei Behandlungen werden die Kopfläuse vollständig verschwinden. Ein tägliches konsequentes Anwenden über rund 2 Wochen ist notwendig, um Lausfreiheit zu erreichen. Eine „Entlausung“ mit einem apothekenüblichen Anti-Läuse-Shampoo dauert nie länger als eine halbe Stunde und die Behandlung muss nach einer Woche nur einmal wiederholt werden. Dies ist ein Vorteil ist, da Kinder erst wieder in den Kindergarten bzw. die Schule dürfen, wenn siedefinitiv läusefrei sind.

Außerdem brauchen Sie einen Läusekamm mit sehr dicht stehenden Zinken aus Metall oder Kunststoff. Bringen Sie diesen Kamm täglich nach der Kopfwäsche zum Einsatz.

Hausmittel aus dem Küchenschrank – Essig und Öl

Essigwasser ist nicht nur geeignet zur Reinigung von Kämmen und Bürsten bei Läusebefall, es hat auch eine lähmende Wirkung auf die kleinen Insekten. Für eine Haarspülung mischen Sie zwei Teile warmes Wasser mit einem Teil Essig. Lassen das Ganze zehn Minuten in den Haaren einwirken. Anschließend sollte mit dem Läusekamm sorgfältig jede Strähne durchgekämmt werden.

Olivenöl hat sich ebenfalls als wirksam erwiesen, am besten erwärmen Sie ein wenig von dem Öl, verteilen es anschließend auf dem gesamten Kopf und durchnässen jede Strähne, wickeln ein Handtuch herum und lassen es über Nacht einwirken. Am Morgen werden die Haare mit normalem Shampoo gewaschen und mit dem Lauskamm gekämmt.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die Methoden zur Erstickung von Läusen durch Mayonnaise oder Vaseline, vor allem weil das Reinigen der Haare von der „Packung“ einige Zeit und Shampoomengen in Anspruch nimmt. Hier empfehlen wir, eine Plastikhaube über die Haare zu geben, bzw. das Haar in Frischhaltefolie zu wickeln über Nacht.

Mit Duft den Läusen den Garaus machen

Gottseidank sind Kopfläuse sehr heikel, was Gerüche angeht, und lassen sich mit verschiedenen wohlriechenden ätherischen Ölen vertreiben. Citronella, Lavendel oder auch Rosmarinduft lassen Läuse das Weite suchen, so dass sich durch die Anwendung die Wahrscheinlichkeit eines Läusebedalls verringern lässt. Mischen Sie also 2 Tropfen des ätherischen Öls mit Soja- oder Kokosöl, und tragen Sie es auf die Kopfhaut auf, vor allem dort, wo Nissen sitzen.

Auch die Homöopathie kennt Mittel gegen Kopfläuse, und zwar die Globuli Graphites D6, sowie Ledum. Die Bachblütentherapie behandelt Läuse mit „Crab Apple“, der Blüte Nummer zehn.

Für weitere Infos zum Thema Kopfläuse empfehlen wir unseren in Kürze erscheinenden Blogartikel, sowie folgende Links:

https://www.gesundesleben.at/kopflaeuse-unliebsame-kopfbewohner/

https://www.ratgeber-hautgesundheit.de/laeuse/

 

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