Tiefkuehlkost - Frische aus der Tiefkühltruhe
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Frische aus der Tiefkühltruhe

Wenn es um den Gehalt von Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen von Gemüse und Obst geht, ist dabei eigentlich immer von frischer Ware die Rede. Wie steht es jedoch mit Tiefkühlgemüse? Und wie lange gelten Obst und Gemüse als frisch?

Tatsache ist, dass Vitamine empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Licht, Luft und Wärme reagieren. Besonders betrifft dies Vitamin C, denn nach 3 Stunden Lagerung im Sonnenlicht sind vom ursprünglichen Vitamin C-Gehalt von 100 % nur mehr 35 % enthalten. Lagern Sie das Gemüse im Kühlschrank, so baut sich innerhalb von 4 Tagen die Hälfte des Gehaltes an Vitamin C ab. Bei Zimmertemperatur geht es noch viel rasanter: Hier sind bereits nach 2 Tagen nur mehr 30 % an Vitamin C enthalten.

Alternative Tiefkühlgemüse

Wenn Sie also wissen, dass Sie das frisch gekaufte Gemüse in den nächsten Tagen nicht verarbeiten können, sollten Sie zu Tiefkühlware greifen. Der Vitamingehalt von tiefgefrorenen grünen Bohnen und Spinat ist sogar höher als jener der frischen Ware! Dieses Gemüse wird direkt nach der Ernte blanchiert und anschließend bei minus 30 °C bis minus 50 °C schockgefrostet. Dieser Vorgang führt dazu, dass Bohnen, die ein Jahr lang in der Tiefkühltruhe bei minus 18 °C gelagert werden, immer noch 80 % ihres ursprünglichen Gehaltes an Vitamin C aufweisen. Dies gilt auch für Karotten, Karfiol, Himbeeren oder Erdbeeren. Der Vorgang des Blanchierens tötet außerdem jegliche Mikroorganismen ab.

Allerdings kann Tiefkühlgemüse noch mit mehreren positiven Eigenschaften aufwarten: Es bleiben nämlich nicht nur Vitamine, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe länger erhalten. Nach einem Jahr der Tiefkühllagerung ist in den Bohnen noch der gesamte Gehalt an Quercetin, einem Antioxidans, enthalten. Nach einigen Tagen der Kühlschranklagerung sind es nur mehr 40 %!

Ist Tiefkühlkost immer die gesündere Alternative?

Wenn wir jetzt rein von gefrorenem Gemüse ohne zugesetzter Sauce, Geschmacks- oder Aromastoffen ausgehen, und die Kühlkette nicht unterbrochen wurde, kann das TK-Gemüse ganz definitiv mit der frischen Ware mithalten. Bei Fertiggerichten, auch wenn sie Gemüse enthalten, sieht die Sache wieder anders aus. Tiefgekühlte Fertiggerichte enthalten zu viel Fett und Zucker, und sind aufgrund dessen sehr kalorienreich. Von gesundem Essen kann hier also nicht die Rede sein!

Wenn Sie Tiefkühlgemüse kaufen, achten Sie darauf, dass:

  • Die Verpackung unbeschädigt ist,
  • Sie ein Geräusch hören, wenn Sie die Packung schütteln, sonst ist der Inhalt nämlich ein einziger Eisklumpen und wurde falsch gelagert,
  • das Gemüse in der TK-Truhe nicht ewig gelagert wird,
  • es auf dem Heimweg nicht auftaut, und rasch wieder eingefroren wird.
  • Sie es nicht im Kühlschrank aufgetaut gelagern, sondern es direkt bei Bedarf noch tiefgefroren in Topf oder Pfanne landet.

Damit die beim Tiefkühlprozess erhaltenen Vitamine nicht beim Kochen verloren gehen, sollten Sie das Gemüse sehr schonend mit wenig Wasser und so kurz wie möglich erhitzen.

Richtige Lagerung von Obst und Gemüse:

Natürlich können Sie nicht immer direkt nach dem Einkauf das Obst und Gemüse genießen. Wie bewahren Sie es jedoch am besten auf, ohne dass wichtige Vitamine und Nährstoffe allzu rasch verloren gehen? Hierbei spielen Temperatur und Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Äpfel schätzen beispielsweise eine hohe Luftfeuchtigkeit, sonst schrumpeln sie schneller. Sie sind am besten in Kellerräumen aufgehoben.

Wenn Sie sich fragen, ob Obst oder Gemüse in den Kühlschrank gehört oder nicht, überlegen Sie am besten, woher es stammt. Heimisches Gemüse hat kein Problem mit der Lagerung im Kühlschrank. Südfrüchte und mediterranes Gemüse sind hingegen keine niedrigen Temperaturen gewohnt, und werden im Kühlschrank unansehnlich.

Äpfel und Tomaten sollten Sie übrigens nicht mit anderem Obst und Gemüse gemeinsam lagern. Sie setzen nämlich ein Hormon namens Ethylen frei, welches den Reifungsprozess beschleunigt. Bekommt anderes Obst und Gemüse dieses Hormon ab, verdirbt es schneller. Wenn Sie allerdings unreifes Obst, bzw. Gemüse nachreifen lassen wollen, können Sie sich diesen Prozess dafür zunutze machen.

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