Farbtherapie
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Farbtherapie – positive Wirkung der Farben auf Körper und Seele

Über 83 % aller unserer Sinneseindrücke werden vom Sehsinn aufgenommen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Farben eine Wirkung auf die Psyche und den menschlichen Organismus ausüben. Die Lehre, die sich diese Wirkung zunutze macht, nennt sich Chromotherapie (Farbtherapie). Sie wollten immer schon mal wissen, welche Macht die Farben auf unseren Körper haben? Perfekt, denn genau darum geht es heute.

Kleiner Exkurs ins Farbensehen

Unser Auge ist in der Lage, 200 verschiedene Farbtöne wahrzunehmen, wir unterscheiden rund 500 Helligkeits- und 20 Sättigungsstufen. Das befähigt uns, Millionen von Farbkombinationen zusammen zu setzen. In unserer Netzhaut befinden sich 2 verschiedene Arten von Fotorezeptoren: Stäbchen für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung und Zapfen für das Farbensehen. Die Zapfen gibt es in 3 verschiedenen Längen, die unterschiedlich auf die reflektierten Wellen einer Oberfläche reagieren. Bei ausschließlich kurzen Wellen lautet das Farbsignal an unser Gehirn „blau“. Nur lange reflektierte Wellen bedeuten, dass das gesehene Objekt rot ist. Werden verschieden lange Wellen reflektiert, entstehen die Mischfarben Lila, Orange, Pink etc. Um die Farbe weiß zu sehen, werden alle 3 Stäbchenlängen benötigt.

Manchen Menschen fehlen eine oder mehrere Sorten Zapfen, dann sind sie farbenblind in unterschiedlicher Ausprägung.

Wie Farben auf uns wirken

Viele Sprichwörter und Redewendungen in unserer Sprache befassen sich mit Farben und deren Wirkung. Hier ein paar Beispiele:

  • Ein blaues Wunder erleben
  • Das Gelbe vom Ei sein
  • Einen grünen Daumen haben
  • Sich schwarz ärgern

Der Anblick verschiedener Farben löst nicht in allen Menschen dieselben Reaktionen aus. Es werden allerdings bestimmte Farben mit bestimmten Eigenschaften verbunden (rot, orange = wärmend, gelb = erfrischend, braun = gemütlich, rosa = liebevoll, sanft).

Einer der ersten in Europa, die sich mit Farben und deren Wirkung auf den Menschen beschäftigten, war der Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe, der auch 1810 ein Werk zur Farbenlehre veröffentlichte.

Wie funktioniert die Farbtherapie?

Der Grundgedanke der Farbtherapie basiert wohl auf der heilenden Kraft der Sonne, welche sich bereits alte Kulturen wie die Mayas, Azteken und Ägypter zunutze gemacht haben. Die Farbtherapie gilt es übrigens nicht zu verwechseln mit der Lichttherapie, bei der ausschließlich UV- oder Infrarotlicht zum Einsatz kommt, unabhängig von der Farbe.

Bei der Farbtherapie wird der Patient mit farbigem Licht bestrahlt, um bestimmte körperliche oder psychische Beschwerden zu lindern, meist unterstützend zu einer anderen Behandlung. Eingesetzt wird die Farbtherapie beispielsweise bei:

  • Depressionen,
  • Angstzuständen, Nervosität,
  • Schlafstörungen,
  • Verspannungen,
  • Rheumatischen Erkrankungen,
  • Kopfschmerzen.

Je nach gewählter Farbe soll das Licht anregen oder beruhigen und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Die genaue Wirkung ist jedoch immer noch Gegenstand verschiedenster Forschungen von Medizinern, Heilpraktikern, Therapeuten, Psychologen und Biologen.

Hier finden Sie eine Liste verschiedener Farben und ihrer Bedeutung in der Farbtherapie:

  • Intensives Rot: Schenkt Antrieb und Energie,
  • Orange: Bei Niedergeschlagenheit und Traurigkeit,
  • Grün: Fördert Kreativität und hilft bei Stimmungsschwankungen,
  • Türkis: Bei Sorgen und Belastung,
  • Blau: Wirkt schmerzlindernd und fördert die Wundheilung.

Die Bestrahlungszeit sollte nicht mehr als 15 bis 20 Minuten betragen. Sie können diese Zeit mit Entspannungsmusik, ätherischen Ölen oder Räucherstäbchen ergänzen. Ob Sie dabei sitzen oder liegen, spielt keine Rolle, Hauptsache Sie können dabei entspannen und sind ungestört. Die Farbtherapie kann unter Anleitung eines spezialisierten Therapeuten oder in Eigenregie durchgeführt werden.

Wege um eine Portion Farbe aufzunehmen

Außer der Bestrahlung mit farbigem Licht gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, um mit Farbe in Kontakt zu kommen:

Farbakupunktur: Bestrahlen Sie verschiedene Akupunkturpunkte des Körpers werden mit farbigem Licht.

Farbbad: Entweder wird das Badewasser entsprechend gefärbt, oder Sie lassen sich während des Bades mit einer Farblampe bestrahlen.

Über Getränke und Nahrungsmittel: Entweder haben sie bereits die gewünschte Farbe, oder sie werden vor dem Verzehr entsprechend bestrahlt.

Wenn Sie die Nase voll haben vom Winterblues, versuchen Sie doch einfach mal eine Portion farbiges Licht, vielleicht hilft es Ihnen ein wenig, die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen. Und falls nicht, gibt es zu diesem Thema einen anderen hilfreichen Artikel bei uns…

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