ASS-CT 50 mg TAH Tabletten

Artikelnummer: 04191209
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Beschreibung für ASS-CT 50 mg TAH Tabletten

Anwendungsgebiete:
Instabile Angina pectoris - zusätzl. zur Standardtherapie, akuter Myokardinfarkt als Teil der Standardtherapie, Reinfarktprophylaxe, nach arteriellen, gefäßchirurgischen o. interventionellen Eingriffen (z. B. nach ACVB, bei PTCA), Vorbeugung TIA u. Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien aufgetreten sind. Hinweis: aufgr. niedr. Dosierung nicht wirksam b. Schmerzzuständen.


Zusammensetzung:

1 Tablette enthält:
Arzneilich wirksame Bestandteile: 50 mg Acetylsalicylsäure
Sonstige Bestandteile: Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver.


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Weitere Informationen

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel hemmt u. a. das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugt dadurch der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) vor.

    • Das Arzneimittel wird angewendet

      • bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) - als Teil der Standardtherapie

      • bei akutem Herzinfarkt - als Teil der Standardtherapie

      • zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach erstem Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe)

      • nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen z. B. nach aortokoronarem Venen-Baypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA])

      • zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorischen ischämischen Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehender Sehverlust) aufgetreten sind.



    • Hinweis
      • Das Arzneimittel eignet sich nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen.



    Gegenanzeige
    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden

      • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Acetylsalicylsäure oder einen der sonstigen Bestandteile von dem Arzneimittel sind

      • wenn Sie in der Vergangenheit gegen Salicylate (einer Gruppe von Stoffen, die der Acetylsalicylsäure verwandt sind) oder andere nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise überempfindlich (allergisch) reagiert haben

      • bei akuten Magen- und Darmgeschwüren

      • bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese)

      • bei Leber- und Nierenversagen

      • bei schwerer nicht ausreichend behandelter Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)

      • wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen

      • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft in einer Dosierung von mehr als 150 mg Acetylsalicylsäure pro Tag.



    Nebenwirkungen
    • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

      • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

        • sehr häufig mehr als 1 von 10 Behandelten

        • häufig weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

        • gelegentlich weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

        • selten weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

        • sehr selten weniger als 1 von 10.000 Behandelten

        • nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar



      • Blut

        • Nicht bekannt:
          • Blutungen wie z. B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.


        • Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z. B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln berichtet worden, die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich sein können.



      • Immunsystem (Überempfindlichkeitsreaktionen, Allergien)

        • Gelegentlich:
          • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen.


        • Selten:
          • Überempfindlichkeitsreaktionen wie schwere Hautreaktionen (sehr selten bis hin zu Erythema exsudativum multiforme) evtl. mit Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, krampfartige Verengung der Atemwege sowie Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem), vor allem bei Asthmatikern.




      • Stoffwechsel

        • Sehr selten:
          • Verminderung der Blutzuckerwerte (Hypoglykämie).


        • Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei hierfür gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.



      • Nervensystem
        • Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, gestörtes Hörvermögen oder Ohrensausen (Tinnitus) können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Anzeichen einer Überdosierung sein.


      • Atemwege
        • Gelegentlich:
          • Laufende Nase



      • Magen-Darm-Kanal

        • Häufig:
          • Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfälle, geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich (Mikroblutungen).


        • Gelegentlich:

          • Magen- oder Darmblutungen.

          • Nach längerer Anwendung von dem Arzneimittel kann eine Blutarmut (Eisenmangelanämie) durch verborgene Blutverluste aus dem Magen- oder Darmbereich auftreten.

          • Magen- oder Darmgeschwüre, die sehr selten zu einem Durchbruch führen können.

          • Bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) müssen Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen.





      • Leber
        • Sehr selten:
          • Erhöhungen der Leberwerte.



      • Nieren
        • Sehr selten:
          • Nierenfunktionsstörungen.



      • Gegenmaßnahmen

        • Wenn Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, sollten Sie das Arzneimittel nicht nochmals einnehmen.

        • Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann.

        • Bei den ersten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf das Arzneimittel nicht nochmals eingenommen werden.



      • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht hier angegeben sind.



    Dosierung
    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Schwangerschaftshinweis
    • Schwangerschaft und Stillzeit

      • Wird bei Ihnen während der Einnahme von dem Arzneimittel eine Schwangerschaft festgestellt, benachrichtigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

      • Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel dürfen Sie das Arzneimittel nur auf Anordnung Ihres Arztes einnehmen.

      • In den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Acetylsalicylsäure, den Wirkstoff von dem Arzneimittel wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind vor und während der Geburt nicht in einer Dosierung von mehr als 150 mg pro Tag einnehmen.Acetylsalicylsäure bis zu 150 mg pro Tag dürfen Sie im letzten Schwangerschaftsdrittel nur auf Anordnung Ihres Arztes einnehmen.

      • Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei Anwendung einer Tagesdosis von bis zu 150 mg eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei Einnahmen höherer Dosen (über 150 mg Tagesdosis) sollte abgestillt werden.



    Anwendungshinweise

    • Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut möglichst nach der Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) ein.

    • Nicht auf nüchternen Magen einnehmen!

    • Zur Behandlung bei akutem Herzinfarkt sollte die 1. Tablette zerbissen oder zerkaut werden.


    Wechselwirkungen

    • Bei Einnahme von dem Arzneimittel mit anderen Arzneimitteln

      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

      • Die Wirkung der Behandlung kann beeinflusst werden, wenn Acetylsalicylsäure zusammen mit Arzneimitteln gegen folgende Erkrankungen eingenommen wird:

        • Blutgerinnsel (z. B. Warfarin)

        • Organabstoßung nach Transplantation (Ciclosporin, Tacrolimus)

        • Bluthochdruck (z. B. Diuretika und ACE-Hemmer)

        • Schmerzen und Entzündungen (z. B. Steroide und Entzündungshemmer)

        • Gicht (Probenecid)

        • Krebs oder rheumatoide Arthritis (Methotrexat)



      • Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit dem Arzneimittel beeinflusst werden.

      • Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:

        • blutgerinnungshemmende Arzneimittel, z. B. Heparin: Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer Blutgerinnsel auflösenden Behandlung eingenommen wurde. Daher müssen Sie, wenn bei Ihnen eine solche Behandlung durchgeführt werden soll, auf Zeichen äußerer oder innerer Blutungen (z. B. blaue Flecken) aufmerksam achten

        • andere Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen hemmen, z. B. Ticlopidin, Clopidogrel)

        • bei Alkoholkonsum: Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen ist erhöht

        • blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika, z. B. Sulfonylharnstoffe): der Blutzucker-Spiegel kann sinken

        • Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft)

        • Valproinsäure (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen des Gehirns [Epilepsie]).



      • Bei gleichzeitiger Anwendung von Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln kann die gerinnungshemmende Wirkung niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (Vorbeugung der Entstehung von Blutgerinnseln) beeinträchtigt sein. Bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen ist eine Wechselwirkung nicht wahrscheinlich.

      • Vor der Anwendung von Acetylsalicylsäure teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, welche anderen Medikamente Sie bereits nehmen. Wenn Sie Acetylsalicylsäure regelmäßig anwenden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein weiteres Arzneimittel nehmen. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.



    • Bei Einnahme von dem Arzneimittel zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
      • Bitte beachten Sie, dass Acetylsalicylsäure nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden sollte.



     

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