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Schlafwandeln - gefährliches Phänomen

Schlafwandeln (Somnambulismus) kommt nicht selten vor und meist stecken keine ernsteren Ursachen dahinter. Dafür ist es jedoch gefährlich. Schlafwandler verlassen das Bett und laufen in der Wohnung umher oder sie verlassen sie sogar. Doch wie kommt es dazu und was steckt dahinter? Was passiert dabei im Körper und gibt es Behandlungsmöglichkeiten? Diese Fragen werden nachfolgend erläutert.

Was bedeutet Schlafwandeln genau und ist es eine Schlafstörung?

Bei Schlafwandlern wird der Schlafprozess unterbrochen. Sie verhalten sich meist oberflächlich, als seien sie wach. Üblicherweise beginnt es damit, dass sie sich aufrichten und sogar Sätze sagen können. Sie bewegen sich anschließend meistens gerade aus, auch dann, wenn der Weg zu Ende ist. Daraus resultiert das Risiko einer Absturzgefahr. Daher ist es wichtig, dass der Betroffene in einer gefährlichen Umgebung behutsam gesteuert wird, sodass er wieder ins Bett findet. Die meisten Schlafwandler belassen es zum Glück bei geringfügigen schlafwandlerischen Aktionen, sie dauern meist nur wenige Minuten, sehr selten bis zu einer Stunde. Das Schlafwandeln gehört medizinisch gesehen zu den Schlafstörungen.

Nach Angaben der AG Traum der DGSM (Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin) schlafwandeln 15-30 % aller Kinder zumindest vorübergehend; 3-4 % häufig. Bei Erwachsenen sind es rund 4 %. Tritt der Somnambulismus erst ab dem Erwachsenenalter auf, ist die Ursache unbedingt abzuklären.

Was passiert dabei im Körper?

Der Schlafprozess wird zum Teil unterbrochen. Jedoch wacht der Schläfer nicht vollständig auf, weshalb viele Forscher von einer „Aufwachstörung“ sprechen. Der Teil des Gehirns, der für die Bewegungsabläufe verantwortlich ist, wacht auf. Der Betroffene erwacht jedoch nur halb und schlafwandelt. Andere Teile des Gehirns wiederum schlafen noch, beziehungsweise bleiben ausgeschaltet. Somit können zwar die Bewegungen ausgeführt werden, aber ohne die bewusste Kontrolle des Gehirns. Damit lässt sich erklären, warum die Schlafwandler herumlaufen, jedoch nicht ansprechbar sind. Zudem erinnern sie sich nicht an die nächtlichen Aktivitäten. Der Tiefschlaf soll bei Schlafwandlern weniger stabil sein, sodass sie eher auf Reize reagieren. Dies wird als Dysregulation des Tiefschlafs bezeichnet.

Welche Ursachen führen zum Schlafwandeln?

Was genau die Aktivität des Schlafwandelns auslöst, ist derzeit noch unbekannt. Es konnte beobachtet werden, dass Schlafwandeln in manchen Familien gehäuft auftritt, sodass genetische Faktoren wohl eine Rolle spielen. Zudem wird vermutet, dass ein unreifes zentrales Nervensystem ebenso ein Auslöser sein könnte.

Dies wäre eine Erklärung dafür, dass das Schlafwandeln oftmals bei Kindern auftritt und im Jugendalter meist von allein wieder aufhört. Bei Kindern von Betroffenen ist das Risiko zehn Mal höher.

Weitere mögliche Auslöser sind:

  • Stress
  • psychosoziale Belastungen
  • Schichtarbeit
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten
  • Konsum von Alkohol oder Drogen

Schlafwandeln kann auch aus Erkrankungen resultieren. Dazu gehören beispielsweise:

  • länger anhaltender Schlafmangel
  • Depressionen
  • Fieber
  • neurologische Störungen


Verschiedene Erkrankungen können durch eine Untersuchung, beziehungsweise eine Nacht im Schlaflabor erkannt oder ausgeschlossen werden, beispielsweise epileptische Anfälle und das Restless-Legs-Syndrom.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Schlafwandeln, das im Kindesalter auftritt, verliert sich meist während der Pubertät. Wenn es bis zum Erwachsenenalter andauert oder dann erst beginnt, sollte ein Neurologe zu Rate gezogen werden. Die Gründe können neurologische Störungen wie Epilepsie und das Restless-Legs-Syndrom sein. In diesen Fällen müssen die Grunderkrankungen behandelt werden, um das Schlafwandeln zu beseitigen. Können keine körperliche Ursachen gefunden werden, kann auch eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll sein. In diesem Fall weist das Schlafwandeln oftmals auf unverarbeitete psychische Konflikte hin. Bei den Erwachsenen lassen sich zudem häufig Persönlichkeitsmerkmale wie eine geringe Belastbarkeit oder ein niedriges Selbstwertgefühl nachweisen. Eine medikamentöse Behandlung ist notwendig, wenn eine ernsthafte Gefahr für den Körper besteht, das Schlafwandeln ein normales Leben unmöglich macht und andere Lösungen erfolglos blieben.

Schutz des Schlafwandelnden

Es ist logisch, dass Schlafwandeln für die betroffene Person eine ernsthafte Gefahr sein kann. Daher sind vor allem Sicherungsmaßnahmen notwendig, etwa:

  • vorsorgliches Schließen von Türen und Fenstern
  • Verstecken der Haustürschlüssel
  • Wegräumen von potentiell gefährlichen (eckigen) Möbeln und Gegenständen (bspw. aus Glas)
  • wenn möglich, Zugang zu Treppen verhindern

Sollte ich einen Schlafwandler aufwecken?

Nein, Sie sollten einen Schlafwandelnden nicht aufwecken. Das größte Risiko ist, dass sich der Schlafwandler erschrickt oder in Panik gerät. Schließlich befindet er sich noch in der Tiefschlafphase (weshalb ein echtes "Aufwecken" auch schwierig ist). In einer solchen Situation sind Stürze oder Verletzungen möglich – bei allen Beteiligten. Wenn möglich, leiten Sie den Schlafwandler vorsichtig an der Hand in sein Schlafzimmer zurück.

Schlafwandeln vorbeugen

Liegt keine auslösende Grunderkrankung vor, ist Schlafwandeln nicht heilbar, da es keine ursächliche Therapie gibt. Doch eine gute Schlafhygiene trägt zur Vorbeugung bei (lesen Sie hierzu z. B. unseren Blogartikel: Stört blaues Licht unseren Schlaf?). Ein regelmäßiger und ausreichender Schlaf kann ein Schlafdefizit verhindern, welches das Schlafwandeln begünstigen kann. Entspannungsverfahren wie das Autogene Training können hilfreich sein, indem sie Stress abbauen. Im Allgemeinen sollten so wenig wie möglich äußere Reize vor dem Schlafen gehen einwirken. Schlafmangel und Stress können bei Personen, die zum Schlafwandeln neigen, gravierende Auslöser sein.

Quellen und weiterführende Informationen

 

 

Alle Texte sowie die dazugehörigen Grafiken durchlaufen neben einer internen Korrekturschleife zusätzlich eine externe Überprüfung durch ausgewiesene Experten. Als Grundlage dienen anerkannte Forschungsergebnisse und fachspezifische Erkenntnisse, die zum Veröffentlichungszeitpunkt eine allgemeingültige Relevanz besitzen.