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Schlaflosigkeit durch Depression

Mehrere Millionen Menschen leiden unter einer Depression. Traumatische Erlebnisse, lang andauernder negativer Stress oder eine familiäre Veranlagung sind meist die Faktoren, die dazu führen. Sie geht mit vielen Symptomen einher, beispielsweise Antriebsmangel, Konzentrations- und Leistungsstörungen, einem sozialen Rückzug, aber auch mit Schlafstörungen.

Schlafstörung - ein weit verbreitetes Symptom bei einer Depression

Mindestens 80 Prozent aller Menschen mit Depressionen sind von einer Schlaflosigkeit betroffen. Sie haben meist Schwierigkeiten einzuschlafen und wachen immer wieder auf, sehr häufig am frühen Morgen. Gelegentlich während der Nacht kurz wach zu liegen, ist völlig normal, behandlungsbedürftig ist die Schlafstörung erst, wenn sie dauerhaft auftritt und die Leistungsfähigkeit und Befindlichkeit tagsüber in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Schlafstörung bei Depressionen beeinträchtigt die Lebensfreude, die bei der psychischen Erkrankung ohnehin meist weniger vorhanden ist, noch mehr. Dauert dieser Zustand länger an, führt das Schlafdefizit dazu, dass das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit noch weiter abnehmen. Daher ist es wichtig, dass eine Depression behandelt wird. Sonst könnte ein Teufelskreis entstehen.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Schlafstörung und Depression?

Eine Schlafstörung ist oftmals eines der ersten Symptome, die bei einer Depression auftreten. Ebenso erwähnt werden muss, dass sich aus einer länger anhaltenden Schlafstörung auch eine Depression entwickeln kann. Bei Menschen mit einer chronischen Schlafstörung soll das Risiko, depressiv zu werden, rund drei Mal so hoch sein wie bei Personen mit einem gesunden Schlaf. Fehlender Schlaf kann die Kommunikation zwischen gewissen Zentren des Gehirns einschränken, was längerfristig gesehen psychiatrische Symptome auslösen kann. Ein weiterer Faktor zwischen einer Schlafstörung und Depression ist auch Serotonin. Hierbei handelt es sich um einen Nervenbotenstoff, eine wichtige Überträgersubstanz der Nervenimpulse im Gehirn, die den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Ein Mangel kann depressive Verstimmungen und Schlafstörungen auslösen.

Kann es auch Depressionen ohne Schlafstörungen geben?

Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, müssen nicht immer eine Schlafstörung haben, dennoch sind Schlafprobleme ein typisches Symptom. Das ist vor allem der Fall, wenn andere Krankheiten als Ursache ausgeschlossen wurden.

Betroffene sollten sich selbst kritisch hinterfragen, sie können meist am besten beurteilen, ob eine Depression der Auslöser der Schlafstörung sein könnte. Den Erkrankten geht es oftmals abends schlechter, der Grund hierfür liegt bei der Freisetzung des Schlafhormons Melatonin. Dieses wird mit zunehmender Dunkelheit vermehrt ausgestoßen. Prinzipiell soll es das Einschlafen erleichtern, doch gleichzeitig wirkt es auch depressiogen. Dadurch kann die depressive Grundstimmung verschlimmert werden, sodass der Erkrankte nicht in den Schlaf findet und oft lange wach liegt und nicht durchschlafen kann. Es gibt aber auch die bipolare Depression, bei der nach der Niedergeschlagenheit und der seelisch-geistigen Starre eine übersteigerte Hochstimmung und Leistungsfähigkeit auftreten können. Die Betroffenen haben in dieser manischen Phase teilweise nur ein sehr geringes Schlafbedürfnis.

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