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Leberzirrhose

Die Leberzirrhose gehört zu den schwersten Krankheitsbildern, die rund um das lebenswichtige Organ auftreten können. Häufig ist sie Folge von Alkohol- und Medikamentenmissbrauch oder schwerem Übergewicht. Wir verraten Ihnen, woran Sie eine vorliegende oder nahende Leberzirrhose erkennen können und wie sich der Erkrankung vorbeugen lässt.

Krankheit und Verlauf

Ist die Leber angegriffen, schwächt das den gesamten Organismus. Einer Leberzirrhose, auch "Schrumpfleber" genannt, ist daher lebensbedrohlich. Während die gesunde Leber aus einem stark durchbluteten, dichten Gewebe besteht, verhärtet sich ihre Struktur im Verlauf der Zirrhose immer mehr. Es entsteht eine Art Ummantelung aus knotigem Narbengewebe. Die verhärtete Schicht bedeckt im Endstadium die gesamte Leber und drückt die Blutgefäße ab. In der Folge wird das Blut stärker in den Bauchraum und Richtung Herzen umgeleitet. Durch den Stau und übermäßigen Druck in den Blutbahnen platzen die Venen häufig und bluten in den Bauchraum aus. Auch möglich ist eine Hirnschädigung, die hepatische Enzephalopathie, die durch den Ausfall der Leber verursacht wird.

Rund eine Million Menschen in Deutschland leiden an einer Leberzirrhose. Sie stellt bereits im Anfangsstadium eine schwere Gesundheitseinschränkung dar. Im Endstadium der Leberzirrhose liegt die 2-Jahres-Überlebensrate bei lediglich 38%. Eine Wiederherstellung oder Regeneration der Leber ist nicht möglich. Eine Lebertransplantation ist bereits bei einer fortgeschrittenen Zirrhose riskant und wird im Endstadium selten durchgeführt.

So entsteht die Leberzirrhose

Zur Entstehung der Leberzirrhose tragen meist mehrere Faktoren bei. Etwa die Hälfte der Fälle in westlichen Ländern wurde durch Alkoholmissbrauch mitverursacht. Durch den übermäßigen Alkoholkonsum über lange Zeiträume kann die Leber, die zur Umwandlung und Ableitung des Alkohols benötigt wird, sich nicht mehr regenerieren. Auch ein Virenbefall, besonders von Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Erregern, kann eine Leberzirrhose auslösen. Etwa 20 bis 25 Prozent der Fälle rühren von dieser Virusinfektion her, die eine chronische Leberentzündung auslöst. Ähnliche Symptome zeigen sich bei Tropenkrankheiten und Parasiten, welche die Leber befallen können. Autoimmun- und Stoffwechselkrankheiten wie die Hämochromatose belasten die Leber ebenfalls. Medikamenten- und Chemikalienmissbrauch rufen auf lange Sicht oder bei zu hoher Dosierung eine Leberentzündung hervor, die sich zur Zirrhose entwickeln kann. Bekannt ist außerdem, dass Übergewichtige eher daran erkranken als Normalgewichtige und Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Seltener ist der Rückstau von Blut aus der rechten Herzkammer Auslöser der Leberzirrhose. Er entsteht typischerweise bei einer Herzinsuffizienz.

Anzeichen und Symptome der Leberzirrhose

Die Symptome eines drohenden Leberversagens und der Bildung einer Zirrhose sind nicht immer eindeutig und werden häufig zu spät bemerkt. Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie eine deutliche Leistungsminderung durch Erschöpfung können erste Symptome des Leberschadens sein. Starke Blähungen und ein Völlegefühl im Oberbauch wandeln sich später in Appetitlosigkeit und Übelkeit.

Äußerlich zeigt sich eine leichte Gelbfärbung der Haut und der weißen Lederhaut der Augäpfel. Hand- und Fußinnenseite sind gerötet, Zunge und Lippen werden glatter und auffällig rot. Vermehrt treten netzartige Flecken auf Oberkörper und Gesicht auf. Krampfadern am Bauch können durch den Blutstau entstehen, der Bauch selbst bläht sich durch Wassereinlagerungen auf. Geschlechterspezifische Symptome können Störungen  oder Ausbleiben der Menstruation bei Frauen und Entwicklung eines Busens bei Männern sein. Schreitet die Leberschädigung weiter fort, fällt bei Männern der Verlust der Brustbehaarung besonders auf.

Wann ein Arztbesuch angeraten ist

Die moderaten Anfangssymptome, wie Übelkeit oder Müdigkeit, sind einer der Gründe, weswegen die Zirrhose oft viel zu spät bemerkt wird. Es ist daher sinnvoll, bei einer auftretenden Kombination mehrerer Symptome, wie Störung des Zyklus oder Entstehung von Krampfadern, einen Mediziner zu konsultieren. Wird regelmäßig viel Alkohol konsumiert oder liegt ein Suchtverhalten rund um Medikamente und chemische Drogen vor, sollten auch schwache Symptome ernst genommen werden.

Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsprobleme für sich genommen können auf Mangelernährung, Depressionen oder psychische Belastungen zurückzuführen sein. Übelkeit und Magenverstimmungen sind zumeist Anzeichen von Magen-Darm-Erkrankungen. Nur ein Bluttest in Kombination mit einem Leberfunktionstest gibt Aufschluss darüber, ob und wie weit die Leber gefährdet oder von einer Zirrhose betroffen ist.

Therapie und Vorbeugung

Ein leichter Leberschaden lässt sich durch Reduzierung der eingenommenen Substanzen noch ausgleichen. Medikamenteneinnahmen gegen andere Beschwerden sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt stattfinden. Bei Vorbelastung der Leber können Ernährungsumstellung nach genauen Anweisungen eines Experten, erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und ein anspruchsvolles Fitnessprogramm die Leber in ihrer Regeneration unterstützen. Sollten Sie übergewichtig sein, ist eine Gewichtsreduktion angeraten. Besteht jedoch bereits eine Zirrhose, bleiben nur die völlige Abstinenz von leberbelastenden Substanzen, eine fettarme Diät und die Transplantation eines Spenderorgans als letzter Ausweg.