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Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung wird in Fachkreisen auch akute Pankreatitis genannt. Sie ist eine plötzlich auftretende Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die mit sehr starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen einhergeht. Blähungen, Fieber, Gelbsucht und Symptome bis hin zum Kreislaufversagen oder Darmverschluss können ebenfalls auftreten. Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung kann als vorübergehend aufflammendes Geschehen bei Patienten mit einer bekannten chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung vorkommen.

Häufigkeit

Die Häufigkeit der Erkrankung beträgt 5 bis 10 Fälle pro 100.000 Einwohner mit einem Gipfel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Frauen sind aufgrund der Tendenz zur Entwicklung von Gallensteinen eher von einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung betroffen.

Anatomie und Funktion

Die Bauchspeicheldrüse ist ein lang gestrecktes Organ, das sich formal in Kopf und Schwanz gliedert. Im mittleren Oberbauch zwischen Milz und Zwölffingerdarm gelegen, produziert sie verschiedene Verdauungsenzyme, die über einen Kanal direkt in den Zwölffingerdarm abfließen. Die Enzyme spalten im Darm Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate aus der Nahrung und wandeln sie in kleinere Bausteine um, damit Sie von der Darmschleimhaut besser aufgenommen werden können.
Im Schwanz der Bauchspeicheldrüse befinden sich außerdem Zellen, die Insulin bilden. Das lebenswichtige Hormon wird zur Regulation des Blutzuckerspiegels benötigt und von den Zellen direkt ins Blut abgegeben.

Ursachen der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung

Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung wird in überwiegender Anzahl durch Gallenwegserkrankungen, beispielsweise durch Gallensteine ausgelöst. Diese können eine Blockade des gemeinsamen Mündungskanals von Galle und Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm hervorrufen. Indem die enzymhaltige Flüssigkeit nicht mehr abfließen kann, staut sie sich in die Bauchspeicheldrüse zurück und schädigt sie. Durch einen bisher noch unbekannten Mechanismus werden bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung inaktive Vorstufen der Verdauungs-enzyme aktiviert, was zu einer massiven Selbstzersetzung des Organs führt.

Bei einem weiteren Teil der Patienten ist kontinuierlicher Alkoholmissbrauch die Ursache der Entzündung. Alkohol ist ein Zellgift, das vor dem Gewebe der Bauchspeicheldrüse nicht Halt macht. Seltenere Auslöser der Pankreatitis sind Medikamente, Stoffwechselstörungen, Virusinfektionen wie zum Beispiel Mumps oder Mononukleose (Pfeifferschen Drüsenfieber), Tumore oder Traumata. In manchen Fällen findet der Arzt jedoch keine Ursache. Man spricht dann von einer idiopathischen Pankreatitis.

In über 70% der Fälle heilt die Erkrankung komplikationslos aus. Nur bei schwereren Verläufen kann es zu weiteren Organkomplikationen bis hin zum Tod kommen.

Symptome und Diagnostik

Patienten klagen über plötzlich einsetzende, sehr starke Schmerzen im Ober- und Mittelbauch mit gürtelförmiger Ausstrahlung in den Rücken. Oft kommen Übelkeit, Erbrechen und starke Blähungen hinzu. Fieber und sogar Schockzeichen aufgrund von massiven Flüssigkeitsverschiebungen ins Gewebe werden beobachtet.
Bei der Untersuchung fällt der sogenannte Gummibauch auf, eine prall-elastische Spannung der Bauchdecke. Ist der Auslöser ein Gallenstein oder Gallenstau, kann es auch zu einer Gelbfärbung der Haut kommen, der sogenannten Gelbsucht, die auch am Augenweiß erkennbar wird. Spärliche Darmgeräusche weisen auf eine drohende Darmlähmung hin.

Blutentnahme und Ultraschall gehören zu den Basisuntersuchungen, die bei Verdacht auf akute Bauchspeicheldrüsenentzündung erfolgen. Auch eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) können zur Diagnostik der akuten Pankreatitis herangezogen werden.

Differentialdiagnose

Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung kann ähnliche Symptome hervorrufen wie eine Reihe anderer Erkrankungen. Beispielsweise kann eine Magenschleimhautentzündung leichte Schmerzen bei gleicher Lokalisation verursachen. Stärkere Schmerzen im Zusammenhang mit Nahrungsaufnahme oder auch im Nüchternzustand können auf ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür hindeuten. Sehr starke, wellenartige Schmerzen im rechten Oberbauch mit Ausstrahlung zum Rücken oder in die Leiste können Anzeichen einer Nieren- oder Gallenkolik sein. Jedoch auch eine Lungenembolie oder ein Hinterwandinfarkt verursachen ähnliche Beschwerden wie eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung und sollten schnellstmöglich diagnostisch abgeklärt werden.

Therapie

Die akute Pankreatitis kann nur unter stationären Bedingungen, sprich im Krankenhaus, effektiv behandelt werden. Die wichtigsten Basismaßnahmen sind der Verzicht auf Alkohol, eine vorübergehende Nahrungskarenz, sowie ein ausreichender Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich über eine Infusion. Bei Komplikationen und schwerem Krankheitsverlauf erfolgt die Ernährung ebenfalls parenteral. Zur Schmerzbekämpfung werden nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Bei schweren Entzündungs-Verläufen, bei denen Gewebe der Bauchspeicheldrüse abstirbt, kommen zusätzlich Antibiotika zum Zuge. Sollte sich nach 48-stündiger konservativer Therapie keine Besserung einstellen, wird eine chirurgische Therapie angestrebt. Sie beinhaltet die Ausräumung von infiziertem, abgestorbenem Gewebe mit anschließender kontinuierlicher Spülung des Bauchraums.

Prognose

Der Verlauf einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung ist selten vorhersehbar. Patienten, deren plötzlich einsetzende Symptome auf dieses Krankheitsbild hindeuten, gehören auf jeden Fall in sofortige ärztliche Behandlung. Nach einer überstandenen Bauchspeicheldrüsenentzündung sollte man auf Alkohol verzichten, um dem Organ weiterhin keine zusätzlichen Schäden zuzufügen.
Sind Gallensteine die Ursache der Entzündung, ist die operative Entfernung der Gallenblase ratsam, um der Gefahr einer erneut stattfindenden Bauchspeicheldrüsenentzündung vorzubeugen.