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Platzwunden: Was zu beachten ist

Ein stumpfer Schlag oder Stoß – schon platzt die Haut auf, Blut strömt aus. Der Arzt spricht von einer Platzwunde, oder auch Riss-Quetsch-Wunde. Platzwunden am Kopf zählen zu den häufigsten Wunden überhaupt. Welches die typischen Merkmale sind, wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten und wie die Behandlung aussieht, erfahren Sie hier.

Wie entsteht eine Platzwunde?

Bei direkter Gewalteinwirkung, etwa einem Sturz oder Schlag, wird die maximale Dehnbarkeit der Haut überschritten: Sie platzt auf. Häufig entsteht sie dort, wo die Haut unmittelbar auf dem Knochen liegt, hier fehlen Fettpolster, die als Puffer wirken. Stark betroffene Regionen sind:

  • Kopf und Stirn
  • Augenbrauen
  • Ellenbogen und
  • Schienbeine

Wer ist besonders gefährdet?

Eine Platzwunde kann jeden treffen, schon bei einem kleinen Unfall. Es gibt jedoch einige besonders gefährdete Personengruppen. Dazu gehören:

  • Kinder: Sie toben gerne ausgelassen und bekommen so leicht Püffe oder Schläge ab.
  • Ältere Menschen: Sie neigen zum Hinfallen und besitzen dünnere, empfindlichere Haut.
  • Sportler: Bestimmte sportliche Aktivitäten gehen mit häufigen Verletzungen einher, etwa Boxen, Fußball, Joggen.

Erste Hilfe bei Platzwunden

Durch die Verletzung, ob am Kopf, am Auge, an der Lippe oder an anderen Körperstellen, kommt es häufig zu einer starken Blutung. Erste Hilfe ist in diesem Fall dringend erforderlich. Hier die wichtigsten Maßnahmen:

  1. Versuchen Sie, die Blutung zu stoppen, indem Sie mit einem sterilen Tupfer auf die Platzwunde drücken.
  2. Reinigen und desinfizieren Sie die Wunde anschließend mit einem Desinfektionsspray oder Betaisodona.
  3. Legen Sie anschließend eine sterile Kompresse auf.
  4. Fixieren Sie die Kompresse mit bis zu zwei Lagen Mullbinde.
  5. Legen Sie ein Verbandpäckchen darauf und befestigen Sie es, indem Sie den Rest der Mullbinde herumwickeln.

Achten Sie darauf, dass der Verband nicht zu fest sitzt, um die Blutversorgung nicht zu unterbinden. Bei einer Platzwunde an der Lippe tupfen Sie lediglich das Blut mit einer sterilen Kompresse ab und halten diese ggf. weiter darauf fest.

Wann sollten Sie mit einer Platzwunde einen Arzt aufsuchen?

Bedrohlich ist die Verletzung selten. Kleinere Platzwunden heilen meist von selbst. Einen Arzt sollten Sie jedoch aufsuchen, wenn:

  • die Wunde mehrere Zentimeter groß ist
  • die Wundränder weit auseinanderklaffen
  • die Wunde stark blutet
  • der Knochen in Mitleidenschaft gezogen ist

Auch große Platzwunden sind zwar nur oberflächlich, doch meist sind die Wundränder unschön zerrissen – das erschwert die Heilung und birgt die Gefahr von Infektionen. Außerdem können zusätzlich Blutergüsse, Knochenverletzungen oder Gewebeprellungen Schmerzen verursachen.

Was ist bei Platzwunden am Kopf zu beachten?

Besondere Vorsicht ist bei Verletzungen am Kopf geboten. Kommen Symptome wie Erbrechen oder Schläfrigkeit hinzu, könnte eine Gehirnerschütterung vorliegen, die unbedingt ärztlich abzuklären ist. Das gilt auch bei allen Verletzungen im Gesicht, egal ob Stirn, Auge oder Lippe. So können weitere Schäden ausgeschlossen und eine sachgerechte Positionierung der Wundränder sichergestellt werden, indem genäht oder geklebt wird. Das ist aus kosmetischen Gründen wichtig, damit die Platzwunde schön und ohne Narben verheilt.

Wie behandelt der Arzt die Platzwunde?

Der Arzt wird die Platzwunde zunächst spülen und mit einem speziellen Desinfektionsmittel reinigen. Anschließend untersucht er Tiefe und Umfang. Dabei achtet er auch darauf, ob Knochen, Nerven oder Sehnen in Mitleidenschaft gezogen sind. Ist dem nicht so, legt er bei kleineren Verletzungen einen Verband an.
Bei größeren Verletzungen sind weitere Maßnahmen erforderlich, um Infektionen und Narben zu vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihren Impfpass oder den Ihres Kindes mit in die Praxis, damit der Impfstatus auf Tetanus kontrolliert werden kann. Gegebenenfalls muss die Impfung aufgefrischt werden.

Platzwunde: Nähen, Klammern oder Kleben?

Je nach dem wo, wie groß und wie tief die Platzwunde ist, entscheidet der Arzt zwischen Nähen, Klammern, Kleben oder Wundnahtstreifen.

Nähen: Tiefere und größere Wunden werden häufiger genäht. Auch, wenn die Wunde an Körperstellen liegt, die starker Bewegung und damit Dehnung ausgesetzt sind, bietet sich Nähen an, um zu verhindern, dass sich die Wunde erneut öffnet. Zudem werden Wunden in sichtbaren Bereichen, wie im Gesicht, in der Regel genäht, um unschöne Narben zu verhindern. Dazu stehen Fäden in unterschiedlicher Stärke sowie resorbierbare Fäden zur Verfügung. Nicht resorbierbare Fäden werden in der Regel frühestens nach vier Tagen bis zwei Wochen gezogen, an Gelenken etwas später.

Klammern: Viele größere Platzwunden können auch geklammert werden. Dabei werden Edelstahl-Klammern mit einem speziellen Klammer-Gerät in das Gewebe gedrückt. Die Methode ist schnell und verringert ebenfalls unschöne Narben.

Kleben: Steht die Haut nicht allzu sehr unter Spannung, kann der Arzt unter Umständen kleben. Dabei trägt er einen speziellen Wund- und Hautkleber in mehreren Schichten auf die angepassten Hautränder auf. Dieser löst sich von selbst auf, nachdem die Wunde verheilt ist. Beim Kleben kann es unter Umständen zu einer größeren Narbenbildung kommen, daher bietet sich das Verfahren besonders an versteckteren Körperstellen an.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Heilungsdauer hängt von der Größe und Tiefe der Wunde ab. Außerdem heilen bestimmte Körperstellen, die stark belastet sind, schlechter – Beispiel: Der Ellenbogen. In der Regel sollte eine Wunde jedoch innerhalb zwei bis drei Wochen nach dem Unfall geheilt sein. Meist können Sie die Wunde zu Hause selbst weiterversorgen.

Tipp: So verheilen Platzwunden schneller

  1. Es empfiehlt sich, auf die verschlossene Wunde regelmäßig eine heilende Salbe aufzutragen, etwa auf Dexpanthenol-Basis.
  2. Die Wunde sollte etwa eine Woche lang nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Beim Duschen evtl. ein wasserdichtes Pflaster auflegen.
  3. Wurde die Platzwunde mit Kleber versorgt, muss dieser nicht eigens entfernt werden. Er löst sich von selbst nach einigen Tagen auf.
  4. Klammerpflaster bzw. Wundnahtstreifen sollten mindestens eine Woche auf der Wunde bleiben, da sie die Wundränder stabilisieren.
  5. Ist das Gewebe um die Wunde geschwollen, so macht sich das als Beule bemerkbar. Hier hilft Kühlen mit einem Kryopack.
  6. Gegen eine sich abzeichnende Narbenbildung können nach der Wundheilung vorsichtige Massagen oder spezielle Narbenprodukte helfen.