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Systemische Mykosen – Pilzbefall am und im Körper

Pilze zählen zu den Krankheitserregern, die uns alltäglich umgeben und mit denen wir meist unbeschadet zusammenleben. Bei bestimmten Umweltbedingungen und einem geschwächten Immunsystem aber können sie sich im oder auf dem menschlichen Organismus vermehrt ausbreiten – mit unangenehmen bis lebensbedrohlichen Folgen. Eine besonders gefährliche Form des Pilzbefalls sind systemische Mykosen, die auch die inneren Organe befallen.

Was sind Pilzerkrankungen?

Unter Pilzerkrankungen, auch Mykosen, werden die Infektion und der Befall des Körpers mit Pilzen verstanden. Sie gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen von mykes = Pilz ab. In der Medizin unterscheidet man folgende drei Pilzarten:

  1. Dermatophyten (Fadenpilze), die Haut, Nägel und Haare betreffen.
  2. Candida (Hefe-/Sprosspilze), die zu den häufigsten Mykose-Erregern auf Haut und Schleimhaut zählen.
  3. Schimmelpilze, die bei abwehrgeschwächten Menschen Wunden und Organe besiedeln. Die Sporen dieser Pilze führen auch zu Haut- und Atemwegsallergien.

Die Erreger lösen dabei zwei Arten von Mykosen aus:

1. äußerliche Mykosen, auch Ektomykosen (Haut-, Nagel- und Haar-Mykosen). Diese Pilzinfektionen spielen sich an der Oberfläche ab, also auf der Haut oder den Schleimhäuten.

2. innerliche oder systemische Mykosen, auch generalisierte Mykosen oder Endomykosen (Schleimhaut- und Organmykosen) genannt. Bei dieser Pilzinfektion breiten sich die Pilze über die Lymphe oder den Blutkreislauf im Körper aus. Sie wandern durch den Blutkreislauf, können so jedes Organ befallen und sogar eine schwere Sepsis (Blutvergiftung) auslösen.

Meist besiedeln Pilze den menschlichen Körper als äußerliche Mykose. Die inneren Pilzerkrankungen treten sehr viel seltener auf, nehmen laut der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft (DMykG e.V.) jedoch in ihrer Häufigkeit zu.

Ursachen: Wie entsteht eine Pilzinfektion?

Pilze kommen überall vor, sie umgeben uns ständig, werden aus der Umwelt oder von Mensch zu Mensch übertragen. Sie leben „friedlich“ auf unserer Haut, im Mund oder im Darm. Übermäßig verbreiten und damit Probleme verursachen können sie sich nur unter bestimmten Bedingungen, etwa

  1. wenn sie in den Körper eindringen, etwa durch kleine Verletzungen der Haut oder durch die Atmung,
  2. wenn sie ein feucht-warmes Klima vorfinden, in dem sie sich ungehindert vermehren können,
  3. bei Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem, etwa bei AIDS, Krebs, nach einer Organtransplantation oder bei älteren Menschen,
  4. bei hormonellen Veränderungen.

Unterscheidung nach Erreger

Je nach Erreger und Wirkort unterscheidet man systemische Mykosen in:

  • Candidose: Der Erreger Candida albicans kann z.B. über das Lymph- und Blutgefäßsystem vordringen und eine systemische Candidose hervorrufen.
  • Aspergillose: Aspergillen können nach dem Einatmen Infektionen der Atemwege verursachen, bevor sie über den Blutkreislauf in den ganzen Körper gelangen.
  • Kryptokokkose: Kryptokokkus kommt beispielsweise in Taubenkot vor und kann nach dem Einatmen über die Lunge ins Blut wandern. Dort kann es die Hirnhaut befallen.

Nahezu 90 Prozent der von einer systemischen Mykose Betroffenen leiden unter einer Candidose. Die Übrigen haben zumeist eine Aspergillose oder – vor allem AIDS-Patienten – eine Kryptokokkose. Auch Mischinfektionen sind möglich.

Dies sind nur die in Mitteleuropa auftretenden Arten. In anderen Erdteilen sind noch andere Pilzerkrankungen bekannt, wie die Blastomykose. Wir konzentrieren uns hier jedoch auf die heimischen.

Wer ist anfällig für systemische Pilzerkrankungen?

Von systemischen Pilzinfektionen sind vor allem Patienten mit Krebs und HIV/AIDS betroffen, sowie Menschen nach einer Transplantation, deren Immunsystem künstlich unterdrückt wird. Auch Patienten, die eine langdauernde Antibiotika- oder Corticosteroid-Behandlung erhalten, gehören zur Risikogruppe.

Symptome: Wie zeigt sich eine systemische Mykose?

Die Symptome unterscheiden sich je nach Art und Ausprägung der systemischen Pilzerkrankung. Erste sichtbare Symptome zeigen sich an der Eintrittsstelle des Erregers, etwa bei einer Hautinfektion rund um eine Verletzung. In vielen Fällen kommt es zu einer Infektion der Wunde, die auch schmerzhaft sein kann.
Manchmal macht sich die Infektion jedoch gar nicht bemerkbar, in anderen Fällen beginnt sie schleichend, ohne konkrete Beschwerden, mit einem unterschwelligen Missgefühl und Müdigkeit. Dass sich der Pilz über die Blut- und Lymphbahnen verteilt, nimmt der Betroffene oft gar nicht wahr.
Sind einzelne innere Organe befallen, so treten entsprechende Funktionsstörungen auf: Bei der Lunge ist dies Atemnot, bei einer Blutvergiftung kommt es zu hohem Fieber, Schüttelfrost und Herz-Kreislauf-Störungen. Auch eine großflächige Ausbreitung von Flechten auf der Haut spricht für einen systemischen Pilzbefall. Bei diesen Anzeichen ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen.

Wann sind Mykosen gefährlich?

Systemische Mykosen sind grundsätzlich sehr ernstzunehmende Infektionskrankheiten, die unbehandelt zum Tod führen können. Sie können außerdem ein Warnsignal für andere Erkrankungen sein, denn sie zeigen ein deutlich geschwächtes Immunsystems an.

Diagnose: Wie stellt der Arzt eine systemische Mykose fest?

Aufgrund der verschiedenen möglichen Erreger und der Tatsache, dass diese auch unter normalen Umständen im Körper zu finden sind, kann eine Diagnose mehrere Maßnahmen umfassen. Hier kommt unter anderem das Anlegen von Pilzkulturen auf Basis der Proben eine Rolle zum Tragen. Mithilfe einer Mikroskopie ist es dann möglich zu erkennen, welche Pilzart konkret vorliegt. Zusätzlich dazu sind Maßnahmen wie Antigen- und Antikörpertests, Endoskopien und Biopsien möglich. Eine Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V., die alle möglichen Diagnostikverfahren beschreibt, haben wir am Ende in den weiterführenden Informationen verlinkt.

Therapie: Wie bekämpft man eine Mykose?

Pilzerkrankungen werden mit sogenannten Antimykotika, also Anti-Pilz-Mitteln bekämpft. Diese töten die Erreger ab oder hemmen ihr Wachstum. Äußerlicher Pilzbefall, etwa an den Nägeln, wird meist örtlich durch Cremes, Salben oder wirkstoffhaltigen Nagellack behandelt. Sind die Schleimhäute befallen – etwa bei der Mundschleimhaut oder bei einem Scheidenpilz – gibt es die Wirkstoffe als Lutschtabletten, Saft oder Zäpfchen.

Bei gravierendem äußerem Pilzbefall und systemischen Mykosen behandelt der Arzt systemisch: Die Behandlung erfolgt mit Tabletten, Kapseln, Saft oder durch eine Injektion in die Vene. Die Wirkstoffe werden so über das Blut in die betroffenen Bereiche transportiert. Bewährte Präparate enthalten

  • Ketokonazol,
  • Fluconazol,
  • Itraconazol,
  • Terbinafin,
  • Flucytosin oder
  • Griseofulvin.

Die Wirkstoffe sind in der Regel sehr effektiv, können jedoch unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen, wie

  • Kopfschmerzen und Haarausfall,
  • Fieber oder
  • Erbrechen und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.

Ihr Arzt wird deshalb die Vor- und Nachteile gut abwägen, bevor er ein entsprechendes Medikament verordnet.

Häufig zeigt die Therapie bereits nach wenigen Tagen die erste Wirkung. Einmal begonnen, müssen Sie die systemische Therapie jedoch konsequent zu Ende führen – obwohl das oft eine langwierige Prozedur ist. Eine Behandlungsdauer von mehreren Monaten bis zu über einem Jahr ist durchaus möglich. Über regelmäßige Kontrollen wird die Behandlungsdauer individuell festgelegt. Ein vorzeitiger Abbruch der Medikation kann dazu führen, dass Sie einen Rückfall erleiden.

Wie lässt sich einer Pilzinfektion vorbeugen?

Wenn Sie bereits unter einer Pilzerkrankung leiden oder sich davor schützen möchten, können Sie selbst einiges tun. Kräftigen Sie Ihre Immunabwehr, indem Sie

  • sich regelmäßig, aber ohne große Anstrengung bewegen – am besten an der frischen Luft,
  • sich gesund ernähren, mit Vollkornprodukten, Gemüse und mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit am Tag (ungesüßten Tee oder Wasser),
  • Zucker, Alkohol und Nikotin meiden,
  • ausreichend schlafen,
  • Stress vermeiden und versuchen, sich seelisch zu entspannen.

Zur Vorbeugung von eigener Ansteckung oder Übertragung auf andere beachten Sie bitte folgende Regeln:

  • Tragen Sie in feucht-warmen Umgebungen wie Schwimmbädern sowie in öffentlichen Räumen wie Hotelzimmern immer (Bade-)Schuhe.
  • Trocknen Sie sich immer sorgfältig ab, auch zwischen den Zehen.
  • Pflegen Sie Ihre Haut mit feuchtigkeitsspendenden Produkten und desinfizieren Sie auch kleine Verletzungen sorgfältig.
  • Nehmen Sie Antibiotika nur, wenn es sein muss, denn diese greifen auch die „guten“ Bakterien an, also die natürlichen „Feinde“ der Pilze. So können sich diese unkontrolliert vermehren.
  • Leiden Sie selbst unter eine Mykose, desinfizieren Sie die sanitären Anlagen nach Benutzung, um keine Infektionsherde zu hinterlassen.
  • Waschen Sie Ihre Wäsche separat bei mindestens 60 Grad. Bevorzugen Sie atmungsaktive Kleidung aus Naturfasern und luftdurchlässige Schuhe.
  • Bei geschwächtem Immunsystem, halten Sie sich von Vogelkäfigen und Pflanzen eher fern. In problematischen Situationen können Handschuhe und Mundschutz helfen.

Quellen und weiterführende Informationen

 

 

Alle Texte sowie die dazugehörigen Grafiken durchlaufen neben einer internen Korrekturschleife zusätzlich eine externe Überprüfung durch ausgewiesene Experten. Als Grundlage dienen anerkannte Forschungsergebnisse und fachspezifische Erkenntnisse, die zum Veröffentlichungszeitpunkt eine allgemeingültige Relevanz besitzen.