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Nesselausschlag (Urtikaria) – Erkennen und Behandeln

Nesselausschlag belastet die Betroffenen mit starkem Juckreiz und unschöner Quaddelbildung auf der Haut. Er kann akut auftreten und rasch wieder verschwinden, oder sich langfristig einnisten. Erfahren Sie hier alles Wesentliche über die verschiedenen Formen und die Symptome, die Diagnose und die Behandlung der Hauterkrankung.

Was ist ein Nesselausschlag?

Der Nesselausschlag oder die Nesselsucht ist ein unangenehmer Hautausschlag, auch Exanthem, mit starkem Juckreiz und unschöner Quaddelbildung. Die Quaddeln entstehen durch eine Wasseransammlung in oberflächlichen Hautanteilen und wölben sich entsprechend auf der Hautoberfläche. Von diesen winzigen Bläschen hat der Nesselausschlag seinen Namen: Sie erinnern an die Hautreaktion nach der Berührung mit Brennnesseln. In der Fachsprache bezeichnet man die Nesselsucht oder Quaddelsucht auch als Urtikaria. Neben dem allergischen Kontaktekzem ist sie die häufigste Hauterkrankung überhaupt: Knapp jeder vierte Mensch erkrankt einmal im Leben.

Unterscheidung der Urtikaria nach Dauer und Ursache

Dauer

Ursache

  • Akute Urtikaria bzw. spontane Urtikaria: Die Symptome bestehen weniger als sechs Wochen.
  • Chronische Nesselsucht: Die Symptome bestehen länger als sechs Wochen.
  • Allergisch: Auslöser sind unter Umständen
    • Arzneimittel, vor allem schmerzlindernde wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Diclofenac
    • Insektenstiche, Tierhaare, Pflanzen, Nahrungsmittel wie Meeresfrüchte und Fisch, Milchprodukte, Getreide, Nüsse und Beeren; Lebensmittelzusätze wie Menthol in Zahncreme und Kaugummis sowie Chinin in Limonaden, Farb- und Konservierungsstoffe
  • Nichtallergisch: als Unverträglichkeit gegen Arzneimittel oder Nahrungsmittelzusätze
  • Physikalisch: bedingt durch Kälte, Wärme, UV-Licht, Druck, Reibung
  • Cholinergisch: durch eine Reaktion auf den körpereigenen Schweiß
  • Idiopathisch: ohne feststellbaren Auslöser

Wie entsteht Nesselsucht?

Unsere Haut schützt uns zwar nach außen, ist aber sensibel und reizbar. Sie kann auf Umwelteinflüsse und Arzneimittel ebenso reagieren, wie auf physikalische Reize.

  1. Allergische Reaktion: Zu einer allergischen Reaktion kommt es, wenn ein im Grunde harmloser Stoff das Immunsystem anregt, Abwehrstoffe zu bilden. Den Auslöser nennt man „Allergen“, den mobilisierten Abwehrstoff „Antikörper“. Sobald Spuren der Substanz auf den Körper treffen, aktivieren die Antikörper die Mastzellen – unsere körpereigenen Wächter. Diese wiederum setzen den Botenstoff Histamin frei. Das Histamin bindet sich an die Wände der kleinsten Blutgefäße, weitet diese und macht sie durchlässig, sodass Blutplasma ins Gewebe austritt. So entstehen kleine Bläschen, die mit der klaren Flüssigkeit gefüllt sind. In tieferen Hautschichten und im Unterhautgewebe kann Histamin Schwellungen hervorrufen, sogenannte Angioödeme. Zudem bindet es sich an Nervenfasern und löst damit den typischen Juckreiz aus.
  1. Auch Nahrungsmittel und Medikamente können die Mastzellen dazu anregen, Histamin auszuschütten. Dies ist dann eine sogenannte pseudoallergische Reaktion. Die Reaktion ist umso stärker, je mehr von dem Auslöser vorhanden ist. Zudem gibt es Lebensmittel, die Histamin enthalten und direkt in den Körper einschleusen. Das Nahrungsmittel kann eine akute Reaktion auslösen, wenn beim Patienten das Enzym blockiert ist, das im Körper zirkulierendes Histamin wieder abbaut.

Eine Urtikaria kann auch als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen auftreten, wie etwa Lupus erythematodes, Wurminfektionen, chronische Nasennebenhöhlenentzündung, Entzündungsprozesse im Kieferbereich oder im Magen-Darm-Trakt. Auch körpereigene Stoffe können Ursache einer Urtikaria sein – diese Vielfalt erschwert die Suche nach der Ursache.

Ist eine Nesselsucht ansteckend? Da ein Nesselausschlag keine infektiöse Erkrankung ist, ist er nicht ansteckend.

Symptome: Wie zeigt sich Urtikaria?

Typisch für die Nesselsucht sind lokale Schwellungen der Haut in Form etwa linsengroßer, rötlicher, leicht erhabener Quaddeln, ähnlich wie bei einem Mückenstich. Der Schwellung liegt nämlich dieselbe Reaktion zugrunde. Jedoch zeigen sich bei der der Urtikaria immer mehrere Schwellungen, die sich entweder gruppieren oder großflächig verteilen. Sie entwickeln sich binnen Minuten und bilden sich manchmal ebenso schnell, manchmal nach Stunden bis Tagen von alleine zurück.
Begleitend tritt ein quälender Juckreiz auf, der charakteristischerweise eher zum Reiben als zum Kratzen verleitet. Häufig berichten Betroffene davon, dass der Juckreiz am Abend am stärksten sei. Das liegt möglicherweise an der bewussteren Wahrnehmung durch fehlende Ablenkung. Nachts im Bett spielen außerdem Faktoren wie Reibung und Wärme eine Rolle.

Weitere Symptome sind:

  • Hautschwellungen,
  • Brennen oder Schmerzen,
  • Abgeschlagenheit,
  • Magen-Darm-Beschwerden, vor allem Durchfall,
  • Luftnot,
  • Kopfschmerzen,
  • bei schweren Formen: erhöhte Körpertemperatur und Gelenkbeschwerden.

Eine Sonderform der Urtikaria ist das erworbene Angioödem, auch bekannt unter dem älteren Namen Quincke-Ödem. Es zeigt sich vor allem in einer plötzlichen, massiven Gesichtsschwellung um Augen und Mund. Es kann bis zur lebensbedrohlichen Atemnot führen.

Wie verläuft die Erkrankung?

Bei der spontanen Urtikaria bilden sich die Quaddeln nach kurzer Zeit spontan und spurlos zurück, meist innerhalb von Minuten bis Stunden. Typisch ist jedoch, dass sie später an derselben Stelle oder in einem anderen Körperbereich wieder auftreten. Spätestens, wenn die Quaddeln immer wieder neu sprießen und nach sechs Wochen noch nicht verschwunden sein, sollten Sie dies unbedingt vom Hautarzt oder Allergologen abklären lassen. In diesem Fall könnte nämlich eine chronische Urtikaria vorliegen oder die Erkrankung in diese übergehen.

Wann ist Nesselsucht gefährlich?

Im Grunde sind beide Verlaufsformen, die spontane und die chronische Urtikaria, harmlos. Wenn aber die Schleimhäute des Mund- und Rachenbereichs anschwellen, liegt möglicherweise ein sogenannter anaphylaktischer Schock vor. Typische Anzeichen dafür sind:

  • Atemnot mit Erstickungsgefahr
  • Schwindelgefühl und Übelkeit
  • Kreislaufkollaps

Es besteht Lebensgefahr! Ein Notarzt muss zu Hilfe geholt werden!

Diagnose: Wie lässt sich eine Nesselsucht feststellen?

Ihr Hautarzt erkennt eine Urtikaria an der typischen Bläschenbildung. Bei der Untersuchung geht es daher vor allem darum, die Nesselsucht-Ursache zu finden. Neben einem intensiven Gespräch ist unter Umständen eine Allergiediagnostik notwendig oder sogar eine Suchdiät, bei der gezielt nach den verantwortlichen Lebensmitteln gefahndet wird. Möglicherweise wird der Arzt Ihnen vorschlagen, ein Krankheitstagebuch zu führen, in dem Sie bestimmte Alltagsfaktoren festhalten, die in Beziehung zu den Hautsymptomen stehen könnten.

Einträge in Ihr tägliches Krankheitstagebuch:

  • Zeitraum der Beschwerden
  • Häufigkeit der Beschwerden
  • Aktivität oder Nahrungsmittel, bei denen die Beschwerden auftreten

Wie sieht die Behandlung aus?

Ärztliche Behandlung

Patienten mit einer akuten Urtikaria brauchen oftmals keine Behandlung. Zur Linderung des Juckreizes verschreibt der Arzt:

  • Antihistaminika, auch Histaminrezeptorblocker: Die Wirkstoff-Gruppe gibt als Tabletten, als Tropfen oder als Gel. Nachteil des Gels ist, dass es die untersten Hautschichten nur langsam durchdringt und entsprechend verzögert wirkt. Angenehm ist jedoch der kühlende Effekt.
  • Cremes mit Menthol, die angenehm kühlen.
  • Sprays und Cremes zur örtlichen Betäubung mit Zinkoxid.

Bei schwereren Formen mit Atemnot kann es notwendig sein, dem Patienten Antihistaminika und Glukokortikoide zu spritzen. Die Injektion lässt die Beschwerden rasch abklingen.

Eine chronische Nesselsucht ist schwieriger zu beherrschen. Auch hier besteht die Standardtherapie aus Antihistaminika. Bleibt binnen zwei Wochen der erwünschte Behandlungserfolg aus, kann die Dosis langsam erhöht werden – bis auf das Vierfache. Leider hilft auch das nur einem Teil der Patienten. Als nächste Option der Behandlung können sogenannte Biologika eingesetzt werden. Diese beeinflussen das körpereigene Abwehrsystem, indem sie die Ausschüttung des Botenstoffs Histamin reduzieren. Entscheidend für die erfolgreiche Behandlung ist es, die Ursachen der Nesselsucht möglichst auszuschalten.


Welche Hausmittel helfen gegen Nesselsucht?

Akute Beschwerden, vor allem den Juckreiz, lindern kühlende Maßnahmen wie etwa:

  • das Auflegen von Eiswürfeln oder Cold Packs,
  • Abduschen mit kaltem Wasser,
  • Heilerdeauflagen,
  • juckreizlindernde Auflagen aus Zwiebeln,
  • Betupfen der betroffenen Hautpartien mit frischem Ingwersaft und naturtrübem Apfelessig,
  • Tee oder Umschläge aus Brennnesselblättern und Pfefferminze,
  • Verzehr von Gewürzen mit entzündungshemmender Wirkung wie Kurkuma, Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln.

Wie verhalte ich mich bei einer Neigung zu Nesselausschlag?

1. Ernährung:

  • Ist eine Unverträglichkeit bestimmter Lebensmittelzusätze Ursache Ihrer Nesselsucht, hilft eine naturbelassene Ernährung. Verzichten Sie konsequent auf industriell gefertigte Nahrungsmittel! Konservierungs- oder Aromastoffe können einen akuten Krankheitsschub auslösen.
  • Reduzieren Sie den Genuss von Kaffee oder Alkohol und vermeiden Sie scharfe Gewürze. Gehen Sie stark histaminhaltigen Nahrungsmitteln aus dem Weg. Dazu gehören bestimmte Käsesorten wie Emmentaler, Thunfisch, Hering, Rotwein, Tomaten, Sauerkraut, Salami etc.

2. Medikamente: Meiden Sie auslösende Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac.

3. Stress: Als Ursache wird auch Stress diskutiert. Achten Sie deshalb darauf, im Alltag genügend Pausen einzulegen. Üben Sie Entspannungstechniken, wie autogenes Training.

4. Physikalische Reize:

  • Tragen Sie im akuten Krankheitsfall keine Kleidung aus synthetischen Fasern. Diese reizt Ihre Haut zusätzlich.
  • Wird Ihre Urtikaria durch Kälte ausgelöst, verwenden Sie zur Körperpflege kein kaltes Wasser.
  • Leiden Sie umgekehrt unter einer Wärmeurtikaria, duschen Sie nur lauwarm und meiden Sie heiße Bäder.
  • Reagiert Ihre Haut empfindlich auf Reibung oder Druck, achten Sie auf vorsichtiges Abtrocknen: nur tupfen, nicht rubbeln!

5. Körperpflege: Bevorzugen Sie gut verträgliche Hautpflegemittel wie Seife, Duschgel, Shampoo und Hautcreme! Verzichten Sie auf Duft- und Konservierungsstoffe. Bleiben Sie dem Mittel, das Sie erfahrungsgemäß gut vertragen, treu und wechseln Sie nicht unnötig.