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Basalzellkarzinom (Weißer Hautkrebs)

Ursache, Diagnose, Therapie

Das Basalzellkarzinom ist in Mitteleuropa der häufigste (halb-)bösartige Tumor der Haut. Zwar bildet der helle Hautkrebs im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs in der Regel keine Metastasen, das umliegende Gewebe kann er dennoch befallen. Die Behandlungsaussichten gelten als Erfolg versprechend – bei rechtzeitiger Behandlung des Tumors. Informieren Sie sich hier, wie Sie zur Frühdiagnose beitragen und ob Sie ggf. zur Risikogruppe gehören.

Was ist ein heller Hautkrebs?

Das Basalzellkarzinom ist ein lokal destruierender Tumor der Haut. Er entsteht aus den sogenannten Basalzellen der Oberhaut und der äußeren Wurzelscheide der Haarfollikel. Er entwickelt sich, weil die Zellen nicht aufhören, sich zu teilen. Weil er meist nicht in andere Organe „streut“, also keine Krebszellen dorthin aussendet, und selten tödlich verläuft, bezeichnet man ihn als „semi-maligne“, als halb-bösartig.
Das Basalzellkarzinom ist unter weiteren Namen bekannt:

  • Basaliom
  • heller Hautkrebs
  • weißer Hautkrebs oder
  • Epithelioma basocellulare

Der Tumor ist in den USA, in Australien und in Mitteleuropa die häufigste Form von Hautkrebs. In Deutschland erkranken jährlich rund bis zu 100.000 Einwohner neu an einem Basaliom, Männer etwas häufiger als Frauen. Im Durchschnitt sind die Betroffenen etwa 60 Jahre alt, zunehmend jedoch auch jünger. Diese Entwicklung führt man auf das veränderte Freizeitverhalten der Menschen zurück.

Abgrenzung zu anderen Hautkrebs-Arten

Zu unterscheiden ist das unpigmentierte Basaliom von anderen Hautkrebs-Arten, darunter dem:

  • Melanom, dem schwarzen Hautkrebs: Dieser ähnelt optisch einem dunklen Leberfleck.
  • Plattenepithelkarzinom, auch Spinaliom genannt: Dies ist ebenfalls hell. Optisch, in Ursache und lokaler Ausbreitung ähnelt es dem Basaliom. Dabei neigt es allerdings eher dazu, Metastasen, also Tochtergeschwülste, zu bilden. Es gilt daher als bösartig.

Symptome: Wie sieht heller Hautkrebs aus?

Es gibt viele Erscheinungsformen eines Basalzellkarzinoms. Die ersten Symptome sind meist sehr geringfügig, Sie erkennen etwa eine kleine Verhärtung oder ein unauffälliges, durchscheinendes oder wächsernes Knötchen auf der Haut. Die Tönung bleibt hautfarben und damit unscheinbar.

Meist beginnen Basalzellkarzinom als:

  • gelblich-rötliche, knotige, flach erhabene Läsionen
  • mit perlschnurartigem Randsaum und
  • durchschimmernden erweiterten Blutgefäßen, die vom Rand ins Zentrum ziehen.

Daneben gibt es weitere Tumor-Varianten, wie:

  • das Rumpfhautbasalkarzinom, das in anderen Körperregionen – vor allem am Rumpf – als rote Flecken auf der Haut erscheint, und
  • das sklerodermiforme Basalzellkarzinom, das an narbige Verwachsungen erinnert.

Warum entsteht ein Basaliom?

Ein heller Hautkrebs entsteht aus atypischen, unreifen Epithelzellen innerhalb der Haut, die beispielsweise unter verstärkter UV-B-Strahlung beschleunigt wachsen. Mit rund 80 % bilden sich die meisten Basalzellkarzinome im Kopf-Hals-Bereich, auf den sogenannten Sonnenterrassen, jenen Stellen der Haut also, die der Sonne besonders ausgesetzt sind. Häufige Sonnenbrände und eine erbliche Veranlagung scheinen die Krankheitsentstehung zu begünstigen.

Vorbeugung kann schützen

Als Risikofaktoren dieser Hauterkrankung gelten

  • heller Hauttyp: Dieser liegt vor, wenn die Neigung zu Sommersprossen besteht und man in der Sonne eher einen Sonnenbrand entwickelt als bräunt. Menschen dieses Hauttyps sind besonders häufig betroffen.
  • blondes oder rotes Haar und blaue, graue oder grüne Augen,
  • UV-Strahlung: Vor allem UV-A und UV-B wurde 2009 von einem Expertengremium der WHO als krebserregend eingestuft. Das gilt sowohl für natürliche als auch für künstliche UV-Strahlung im Solarium.
  • Vorgeschichte: Wer schon einmal einen nicht-melanozytären Hautkrebs hatte, hat ein 10-fach erhöhtes Risiko gegenüber anderen Menschen.
  • Immunsuppression: Bei geschwächter Körperabwehr, ob durch eine Erkrankung oder eine medikamentöse Therapie,
  • Strahlenschäden: Kontakt mit Röntgen- oder radioaktiven Strahlen,
  • Kontakt mit Arsen, Teer und Infektionen mit Humanen Papillomviren,
  • Alter ab 40 Jahren

Was ist ein Basaliom am Auge?

Auch am Augenlid oder in der Nähe des Auges kann sich ein Basalzellkarzinom bilden. Diese Erscheinungsform wird sogar immer häufiger beobachtet. Zurückgeführt wird dies auf das veränderte Freizeit- und Bräunungsverhalten. 90 % aller bösartigen Lidveränderungen lassen sich auf ein Basalzellkarzinom zurückführen.

Wie verläuft die Erkrankung

Beim Basalzellkarzinom gibt es keine Krebsvorstufe, ähnlich der sogenannten Aktinischen Keratose beim Plattenepithelkarzinom. Bereits bei der ersten Veränderung handelt es sich um einen bösartigen Tumor. Dieser beginnt als unauffälliges helles Knötchen an der obersten Hautschicht und wächst anschließend sehr langsam, aber stetig.
Metastasierungen bildet ein Basalzellkarzinom nur in äußerst seltenen Fällen. Dennoch zerstört der helle Hautkrebs benachbartes, gesundes Gewebe. Im weiteren Verlauf von Monaten bis Jahren treten Erosionen und Ulzerationen, d.h. Geschwüre auf. Diese nässen häufig oder führen zu leichten Blutungen.
Ohne Behandlung wächst der Tumor uneingeschränkt weiter: Fortgeschrittene Basaliome können über Monate bis Jahre auch tiefe Gewebsstrukturen zerstören, etwa Knochen, Knorpel und Muskel. Werden lebenswichtige Strukturen erreicht, kann dies fatale Folgen haben.

Diagnose: Was macht der Hautarzt?

Bei einer sorgfältigen Untersuchung erkennt ein erfahrener Hautarzt schnell kleine Veränderungen, die auf einen Hautkrebs hinweisen können. Eine Gewebeentnahme beim Patienten mit Untersuchung unter dem Mikroskop gibt schließlich eindeutig Aufschluss und ermöglicht auch die Abgrenzung zu anderen Hautkrebs-Arten, wie dem Plattenepithelkarzinom oder dem schwarzen Hautkrebs.
Je früher ein Basalzellkarzinom erkannt und behandelt wird, umso besser sind die Erfolgsaussichten. Regelmäßige Kontrollen durch einen Hautarzt, insbesondere bei Veränderungen, sind daher zu empfehlen.

Therapie: Wie wird ein Basaliom behandelt?

Die Therapie des hellen Hautkrebses kann chirurgisch, nicht-operativ und medikamentös erfolgen.

  • Chirurgische Exzision: Die Standardtherapie sieht vor, den weißen Hautkrebs operativ vollständig zu entfernen. Dies sollte umgehend nach der Diagnose-Stellung erfolgen. Die chirurgische Entfernung wird unter örtlicher Betäubung vorgenommen.
  • Nicht-operative Verfahren: Je nach Tumortyp und Zustand des Patienten werden auch alternative, nicht operative Verfahren angewendet, darunter folgende oberflächlich zerstörende Verfahren:
    • Photodynamische Therapie (PDT)
    • Strahlentherapie
    • Herausschaben (Kürettage)
    • Kältebehandlung (Kryotherapie)
    • Lasertherapie

Der Nachteil ist jedoch, dass die Möglichkeiten einer feingeweblichen Kontrolle fehlen – man weiß also nicht, ob wirklich das gesamte Tumorgewebe entfernt wurde. Außerdem ist die Rückfallquote gegenüber der Operation größer. Bei größeren Tumoren wird der Arzt den Tumor deshalb in der Regel operativ entfernen.

  • Medikamentöse Therapie: Außerdem ist eine lokale Behandlung mit dem Wirkstoff Imiquimod und 5-Fluorouracil als Creme möglich. Scheidet eine Operation aus oder ist die Anzahl der Basaliome extrem hoch, so gibt es auch medikamentöse Behandlungsoptionen mit sogenannten Hedgehog-Inhibitoren. Hier sind jedoch die Nebenwirkungen zu berücksichtigen.

Welche Behandlung individuell geeignet ist, wird im ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Arzt geklärt.

Was geschieht nach der Behandlung?

Nach Abschluss der Krebsbehandlung steht die Nachsorge des Patienten auf dem Plan. Beim hellen Hautkrebs sollten Sie zumindest drei Jahre lang jährlich zur Nachkontrolluntersuchung gehen. So können Sie einen eventuellen Rückfall frühzeitig aufdecken. Schließlich entwickelt ein Drittel der Patienten später weitere Basaliome an anderer Stelle.
Nach der Entfernung eines hellen Hautkrebses sollten Sie in jedem Fall Sonne meiden. Schützen Sie sich beim Aufenthalt im Freien mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Kann man einem weißen Hautkrebs vorbeugen?

Auf viele Risikofaktoren haben Sie keinen Einfluss, etwa auf Ihren Hauttyp oder vorausgegangene Hautkrebserkrankungen. Aber in vielerlei Hinsicht können Sie auch vorbeugen. So weiß man, dass UV-Strahlung aus Hautzellen Krebszellen machen kann. Deshalb raten Experten dazu, die Haut vor Sonne zu schützen:

  • Meiden Sie starke Sonne: Die Sonneneinstrahlung ist besonders stark im Sommer, bei wolkenlosem Himmel, in höheren Lagen, bei Spiegelungen in Schnee, Wasser und Sand, in der Mittagszeit.
  • Tragen Sie schützende Kleidung: Ein T-Shirt blockt UV-Strahlung weniger gut ab als feste Kleidung oder zwei T-Shirts übereinander. Denken Sie auch an Sonnenschutz für die Füße, Kopfbedeckung und Sonnenbrille – auch die Augen sind Hautkrebs-gefährdet!
  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel, vor allem bei heller Haut und schwachem Immunsystem. Bleiben Sie trotz Sonnencreme nie länger in der Sonne, als Sie es ohne Sonnenschutzmittel tun würden. Achten Sie auf einen hohen Lichtschutzfaktor.
  • Setzen Sie sich keiner Bestrahlung im Solarium aus.
  • Blicken Sie niemals direkt in die Sonne, es sei denn bei Sonnenauf- oder -untergang.

Außerdem sollten Sie die Früherkennungsmaßnahmen nutzen: Ab einem Alter von 35 Jahren können sie sich jedes 2. Jahr zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen von Kopf bis Fuß von speziell ausgebildeten Haus- und Hautärzten durchchecken lassen.

Sehr hilfreich ist auch vor allem die Selbstbeobachtung: Achten Sie auf Hautveränderungen wie etwa vorhandene oder neu entstehende Leberflecken oder Pigmentierungen. Vergessen Sie dabei auch nicht die Finger- und Zehenzwischenräume und den behaarten Kopf.