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Aktinomykose

Bei der Aktinomykose handelt es sich um eine nicht-ansteckende bakterielle Infektion, die mit einer Abszessbildung in tieferen Gewebeschichten einhergeht. Da die Krankheit früher irrtümlicherweise als Pilzinfektion betrachtet wurde, ist sie auch unter dem Namen Strahlenpilz bekannt.

Verantwortlich für die Entstehung einer Aktinomykose sind Bakterien der Art Aktinomyces. Diese Form der Stäbchenbakterien kommt unter anderem in der normalen Mundflora vor. Wird die Mundschleimhaut verletzt, beispielsweise während einer Zahnbehandlung, kann die Wunde den Bakterien als Eintrittspforte in den Körper dienen. Sie dringen in diesem Fall immer tiefer in das Gewebe vor und verursachen dort eitrige Entzündungen.

Symptome und Formen der Aktinomykose

Das auffälligste Symptom der Aktinomykose ist die Abszessbildung - meist im Mundbereich, im Gesicht oder am Hals. Das Gewebe ist schmerzhaft verändert und fühlt sich derb an. Ist das zentrale Nervensystem an der Entzündung beteiligt, was jedoch nur selten der Fall ist, werden sämtliche Körperfunkionen in Mitleidenschaft gezogen. Mögliche Begleitsymptome der Infektion sind Fieber, Schüttelfrost und allgemeine Kraftlosigkeit.

Es gibt verschieden Formen der Aktinomykose, die jedoch alle von der gleichen Bakterienart verursacht werden. Die häufigste Form ist die zerviko-faziale Aktinomykose. Diese wird durch eine Verletzung im Mund hervorgerufen, sodass sich die Abszesse vorzugsweise im Gesicht oder am Hals bilden. Die thorakale Aktinomykose entsteht hingegen durch das Einatmen von Speichel oder durch eine Streuung der Bakterien im Blut. Der Brustkorb und die Lungen sind in diesem Fall am ehesten betroffen. Allerdings tritt die thorakale Aktinomykose eher selten auf, ebenso wie die abdominale Aktinomykose, deren Ursache meist  Darmverletzungen sind. Die Entzündungen bilden sich in diesem Fall vorrangig in den Bauchorganen.

Wie wird die Aktinomykose diagnostiziert?

Die Aktinomykose muss unbedingt von einem Mediziner diagnostiziert und behandelt werden. Vor allem eine Aktinomykose im Thoraxbereich ist lebensgefährlich, sodass schnellstmöglich ein Arzt aufzusuchen ist. Da sich bei der Erkrankung Fistelgänge bilden, die eine immer größere Ausbreitung der Entzündung begünstigen, ist jedoch jede Form der Aktinomykose ein Fall für den Arzt. Sind die Lungen betroffen, nimmt dieser eine Untersuchung des Auswurfs vor. Auch eine Lungenbiopsie ist in einigen Fällen dieser Hauterkrankung erforderlich. Da sich die Bakterien sehr langsam vermehren, ist der kulturelle Nachweis der Erreger leider sehr langwierig und nimmt mitunter mehrere Wochen in Anspruch.

Therapie der Aktinomykose

Die Behandlung der Aktinomykose erfolgt meist medikamentös durch die Gabe von Aminopenicillin. Dieses wird zu Beginn der Therapie in der Regel intravenös verabreicht, um die Chancen für einen schnellen Behandlungserfolg zu erhöhen. Weitere Wirkstoffe, die sich bei der Therapie bewährt haben, sind Tetracyclin, Cephlosporin und hoch dosiertes Jod. Die Behandlung kann mitunter ein ganzes Jahr dauern, inzwischen werden jedoch auch Kurzzeittherapien mit einer Dauer von drei Monaten durchgeführt. Genügt dies nicht, muss der Arzt chirurgisch intervenieren. Während der Operation wird der Entzündungsherd geöffnet, um das befallene Gewebe vollständig zu beseitigen. Haben sich bereits Fisteln gebildet, erfolgt ein invasiver Eingriff zur Entfernung der Gangsysteme, um zu vermeiden, dass der Abszess ins Blut streut.

Mögliche Komplikationen und Folgeerkrankungen

Bei einer Aktinomykose bilden sich Fisteln, die zu schwerwiegende Komplikationen führen können. Über die teilweise sehr weit verzweigten Fistelgänge können die Bakterien ins Blutsystem gelangen. Dieser Zustand wird als Bakteriämie (= Vorhandensein von Bakterien im Blut) bezeichnet. Diese ist im besten Fall nur von kurzer Dauer, kann jedoch auch eine chronische Form annehmen oder sogar zur Blutvergiftung führen - vor allem dann, wenn der Patient unter Vorerkrankungen leidet, die das Immunsystem geschwächt haben. Eine möglichst rasche Behandlung ist daher empfehlenswert. Auch nach erfolgreicher Therapie kann die Aktinomykose jedoch immer wieder auftreten.

Ist eine Vorbeugung möglich?

Vor allem bei operativen Eingriffen im Mundbereich ist eine Vorbeugung mithilfe von Antibiotika ratsam. Das Risiko, dass Bakterien aus der Mundflora ins Blut übergehen, wird auf diese Weise deutlich reduziert. Ansonsten gilt es, bei Verdacht auf eine Aktinomykose möglichst schnell zu handeln, damit sich die Krankheit nicht ausbreitet.