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Hauterkrankungen – Welche gibt es und wie äußern sie sich

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und erfüllt vielfältige Funktionen: Sie regelt Feuchtigkeit und Temperatur, dient als Sinnesorgan und Schutzschild. Zugleich ist sie sensibel und braucht entsprechende Hautpflege. Wird sie vernachlässigt, entwickeln sich leicht Hautkrankheiten. Manche Krankheiten und Hautveränderungen können auch ohne eigenes Zutun auftreten. Wir geben einen Überblick über das Organ „Haut“ sowie die verschiedenen Hauterkrankungen und -veränderungen mit ihren Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten.

Wie ist die Haut aufgebaut?

Die Haut eines Erwachsenen kann eine Fläche von bis zu 2 qm aufweisen, eine Dicke von 1,5 bis 4 mm und hat ein Gewicht von etwa 10 bis 14 kg. Sie besteht aus

  • der Oberhaut (Epidermis),
  • der Lederhaut (Korium) und
  • der Unterhaut (Subkutis).

Lederhaut und Unterhaut besitzen eine Art winziger Signalempfänger, die auf Druck oder Vibration reagieren und diese Information weitermelden. Die Temperatur- und Schmerzreize werden durch freie Nervenendigungen im Gewebe dicht unter der Oberfläche wahrgenommen.
Zudem besitzt die Haut sogenannte Anhangsgebilde. Dazu gehören:

  • Haare (bestehend aus Haarschaft, Haarwurzel und Haarfollikel),
  • Hautdrüsen, nämlich Talg-, Schweiß- und Duftdrüsen und
  • Nägel (bestehend aus Nagelplatte, Nagelfalz und Nagelwall).

So vielfältig wie die Menschen, so vielfältig ist auch ihre Haut. Je nach Teint und Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen unterscheidet man sechs Hauttypen von sehr heller, heller und mittelheller Haut bis bräunlicher, dunkler und schwarzer Haut. Gleichzeitig lässt sich die menschliche Haut einteilen in normale und trockene Haut sowie fettige Haut, empfindliche und Mischhaut. Jede einzelne braucht individuelle Pflege.

 

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Welche Aufgaben hat die Haut?

Die Haut erfüllt verschiedene Funktionen.

  1. Schutzbarriere: Sie schützt den Körper vor schädlichen Einflüssen von außen, wie etwa Hitze, Kälte, Krankheitserregern und anderen Fremdstoffen.
  2. Sinnesorgan: Mit Tastkörperchen und Sinneszellen registriert die empfindliche Haut Berührungen, Temperaturschwankungen sowie Schmerz durch chemische, mechanische oder thermische Reizung.
  3. Regulator: Sie reguliert die Abgabe von Feuchtigkeit und teilweise auch die Körpertemperatur, indem die Blutgefäße der Haut enger oder weiter gestellt werden.
  4. Kommunikationsmedium: Sie spiegelt unsere Empfindungen nach außen, etwa durch Erröten oder Blasswerden.

 

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Wie entstehen Hautkrankheiten?

Hautkrankheiten können vielfältige Ursachen und Auslöser haben. Meist entstehen sie als Reaktion auf einen „Angriff“ von außen, etwa durch

  • chemische Stoffe oder physikalische Reize wie Reibung oder Druck, aber auch UV-Strahlung, vor allem wenn Gesicht und Hände betroffen sind,
  • Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen.

Hauterkrankungen durch Infektionen sind ansteckend. Bakterien und Viren können immer dann wirksam werden, wenn sie durch eine Eintrittspforte wie eine kleine Verletzung die obere Hautschicht überwinden und sich in tieferen Schichten breitmachen. Die körpereigene Abwehr versucht, sie zu attackieren, was zu einer Entzündungsreaktion führt.

So können einige Hauterkrankungen, wie zum Beispiel die Akne oder das Atherom, sowohl eine nicht-entzündliche als auch eine entzündliche Verlaufsform haben. Faktoren wie psychische Belastung sowie chronische Erkrankungen wie Diabetis mellitus begünstigen besonders entzündliche Hauterkrankungen.

 

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Wie werden Hautkrankheiten behandelt?

In Grundzügen gibt es für krankhafte Hautveränderungen drei Behandlungsmöglichkeiten:

  1. Die Lokaltherapie: Diese dürfte die häufigste Therapieform sein. Hier werden die Wirkstoffe in Form von Salben, Gels, Puder, Cremes, Tinkturen etc. von außen auf die Haut aufgebracht.
  2. Die systemische Therapie: Der Patient nimmt die Wirkstoffe, etwa Antibiotika, als Tabletten oder durch Spritzen auf. Sie gelangen über das Blut in den Kreislauf und erreichen von innen den Wirkort: die Haut.
  3. Die mechanische oder operative Entfernung: Für die äußere Abtragung der Hautveränderung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das kann von einer oberflächlichen Abschabung über die Vereisung bis zum vollständigen chirurgischen Entfernen reichen.

 

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Welche Hautkrankheiten gibt es?

Die Anzahl der Hautkrankheiten ist beträchtlich. Zudem sind die Grenzen fließend, etwa zwischen manchen Geschlechts- oder Gefäßerkrankungen und den Hautveränderungen, mit denen sie sich äußern. Grob unterscheidet man folgende Gruppen von Krankheiten der Haut:

Kategorie

Beispiele für Erkrankungen

Symptome

Behandlung

Infektionen

Pyodermien: eitrige Hauterkrankungen durch Bakterien (Staphylokokken oder Streptokokken), etwa Furunkel, Karbunkel, Panaritium, Borkenflechte/ Impetigo contagiosa etc.

Rote Pustel mit gelblichem Eiterkern in der Mitte, Jucken, Brennen, (Druck-)Schmerz

antibiotisch und/oder chirurgisch

 

Mykosen: bedingt durch Pilze, etwa Dermatophytenmykosen und Candidosen etc.

Bei Dermatophysenmykose schuppende Herde, Rötung, Pusteln, Juckreiz

Bei Candidosen unterschiedliche Erscheinungsbilder je nach Lokalisation

Beseitigung der Ursache und Antimykotika

 

Durch Viren (wie Herpes-simplex-Virus oder Humane Papillomviren), etwa Warzen

Bei Herpes-Infektion bläschenförmiger Hautausschlag

Bei Warzen flache bis knotige Verdickung mit zentraler Eindellung

antivirale Medikamente

 

Befall durch Parasiten, etwa Borreliose, Krätze, Insektenstiche oder Läuse

ggf. sichtbare Bissstelle,

bei Borreliose ringförmiges Erythem,

bei Krätze juckende, entzündliche Haut,

bei Insektenstichen Knötchen, Pusteln, eitrige Entzündungen

Bei Borreliose Antibiotika, bei Krätze und Läusen Abtöten der Parasiten

Schuppenflechte (Psoriasis)

 

Scharf begrenzte, schuppende, gerötete Herde

Bestrahlung mit UV-Licht, harnstoff- oder salicylsäurehaltige Salben, in schweren Fällen auch Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken

Akne vulgaris

 

Je nach Form: von offenen und geschlossenen Mitessern ohne Entzündungserscheinung bis zu großen schmerzhaften Knoten, die hochentzündlich sind und nur unter Narbenbildung verheilen

Intensive Hautpflege mit pH-neutralen Waschlotionen, Entfernung der Mitesser durch Kosmetiker oder Medizin-Kosmetiker. In schweren Fällen medikamentöse Therapie mit Vitamin-A-Säure, Benzoylperoxid, Antibiotika, Hormonpräparaten etc.

Neubildungen der Haut

Gutartige Hauttumore, die harmlos sind, etwa Atherom (Grützbeutel), Hämangiom, Feuer- und Muttermal, Altersflecke und Leberflecke

Atherom: prall-elastische, halbkugelförmige Gebilde, die gegen den Untergrund verschieblich sind. Bei Entzündung Schwellung, Rötung und Schmerz

Hämangiom: halbkugelig oder flächig, rötlich bis bläulicher Blutschwamm
Feuermal: blassrot bis purpurrot

Leberfleck: hautfarben, rötlich oder dunkelbraun, punktförmig oder großflächig

Atherom: kann unbehandelt bleiben, solange es nicht stört. Ansonsten chirurgische Entfernung

Hämangiom: bleibt die spontane Rückbildung aus, Entfernung durch Vereisung, Laser oder chirurgisch

Leberfleck: keine Behandlung nötig, sondern regelmäßig Kontrolle beim Hautarzt

 

Bösartige Hauttumore, etwa Basaliom, Plattenepithelkrebs, malignes Melanom

Basaliom: gelblich-rötlicher Knoten mit perlschnurähnlichem Saum, durchschimmernde Blutgefäße

Plattenepithelkrebs: geschwürige, knotige, festhaftende Verhornungen, die zur Blutung neigen

Malignes Melanom: asymmetrische, unregelmäßig begrenzte, sehr dunkle bis schwarze Hauteinfärbung

Basaliom: Entfernung durch Strahlen- oder Lasertherapie, Herausschaben, Kältebehandlung, evtl. begleitende lokale Behandlung mit Virostatika oder Zytostatika

Plattenepithelkrebs: vollständige operative Entfernung, bei ausgedehnten Frühformen Entfernung durch Strahlentherapie, Herausschaben, Kältebehandlung, begleitende lokale Behandlung mit Virostatika oder Zytostatika

Malignes Melanom:
vollständige operative Entfernung, begleitende Interferon-Therapie

Allergische Reaktionen

Nesselsucht (Urtikaria)

Quälender Juckreiz, örtliche Schwellung der Haut mit rötlichen Quaddeln.

Oftmals spontanes Abklingen und keine Behandlung nötig. Juckreizlinderung durch Antihistaminika. Ausschalten der Ursache

 

Allergisches Kontaktekzem

Unterschiedliche Hautveränderungen mit Rötung, Knötchen- oder Bläschenbildung, nässende Flächen, Krustenbildung

Auslöser meiden, Antihistaminika und Glukokortikoiden in Salbenform, richtige Pflege, UV-Behandlung

 

Neurodermitis (auch als atopisches Ekzem, endogenes Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichnet)

Entzündliche, nässende, schuppende Ekzeme, starker Juckreiz

Spontane Abheilung möglich, Aufenthalt in Reizklima (an der See oder im Hochgebirge), medikamentöse Therapie mit Antihistaminika oder Glukokortikoiden, regelmäßiges Eincremen

Sonderform: Ekzeme

(Hautveränderung mit vielen Ursachen)

Seborrhoisches Ekzem, etwa durch verstärkten Talgfluss auf der Kopfhaut 

Toxisches Kontaktekzem durch Berührung mit chemischen Stoffen, Hitze oder Kälte

Allergisches Kontaktekzem durch Reaktion auf Substanz, gegen die der Körper Abwehrstoffe bildet (häufig durch Nickel, Konservierungs- oder Duftstoffe)

Je nach Art des Ekzems:

Örtlich starke Rötung

Schuppen- und Krustenbildung

Juckreiz, Brennen

Je nach Art des Ekzems:

Auslöser meiden

Salben zur Unterdrückung der entzündlichen Reaktion

Antihistaminika gegen den Juckreiz

Sanfte Hautpflege mit Waschcremes oder -gels (Syndets), fettenden Creme- oder Ölbädern und allergiegetesteten Hautpflegeprodukten für trockene, empfindliche Haut

Starkes Schwitzen an den ekzematösen Stellen vermeiden

Thermische Schäden

Verbrennung

Je nach Schweregrad: von Rötung und Hautschwellung über Blasenbildung bis zur kompletten Zerstörung der Haut

Sofortmaßnahmen: Kühlung mit kaltem Wasser über mindestens 15 Minuten, anschließend Abdecken mit sterilem Brandverband oder metallbedampfter Folie

 

Erfrierungen, Frostbeulen

Beginn immer mit weiß-grauer, kalter Haut und Gefühllosigkeit. Bei ansteigendem Schweregrad verschlechtert sich der Zustand über wächserne Blässe bis zu blau-schwarzen abgestorbenen Stellen.

Bei Frostbeulen: örtlich blau-rote, knotige Schwellung, bei Erwärmung Juckreiz bis hin zu Schmerzen

Sofortiges Aufwärmen, körperwarmes Wasserbad (bis max. 40 Grad) bei aktiver Bewegung. Schwere Erfrierungen dürfen nur in einem Spezialzentrum behandelt werden.