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Niereninsuffizienz

Der Begriff Niereninsuffizienz bezeichnet zwei verschiedene Krankheitsbilder. Bei der chronischen Niereninsuffizienz handelt es sich um eine Nierenschwäche, die schleichend voranschreitet. Als akute Niereninsuffizienz hingegen bezeichnet man ein plötzliches Nierenversagen. Dieser Zustand tritt häufig als Folge von schweren Vorerkrankungen auf.
Je nachdem, um welche Form der Niereninsuffizienz es sich handelt, können unterschiedliche Therapien erforderlich sein. Meist bessern sich die Symptome, wenn die zugrunde liegende Krankheit behandelt wird. Unbehandelt ist eine Niereninsuffizienz lebensbedrohlich. Bei schweren Verlaufsformen lässt sich die Nierenfunktion nicht immer wiederherstellen.

Was bedeutet Niereninsuffizienz?

Die Nieren spielen im menschlichen Körper als Entgiftungsorgane eine wichtige Rolle. Ihre Hauptaufgabe ist es, Harn zu produzieren und auf diesem Weg Giftstoffe auszuleiten. Gleichzeitig regulieren sie über die Harnproduktion den Flüssigkeitshaushalt. Über ein Netz aus winzigen Gefäßen werden die Nieren mit Blut versorgt. Mit dem Blut gelangen Abfall- und Fremdstoffe in die Nieren, werden dort im Harn angereichert und über diesen ausgeschieden.

Bei einer Niereninsuffizienz sind die Nieren nicht mehr in der Lage, Gift- und Abfallstoffe über den Urin auszuscheiden. Dafür können mehrere Faktoren verantwortlich sein. Es besteht die Möglichkeit, dass die Durchblutung der Niere gestört ist oder dass der Urin nicht abfließen kann. Die Ursache kann aber auch bei der Niere selbst liegen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Nierengewebe durch eine Krankheit geschädigt oder entzündet ist. Die Niere kann ihre entgiftende Funktion dann nicht mehr korrekt ausführen.

Wie kommt es zum Nierenversagen?

Eine chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich im Laufe der Zeit aus einer bestehenden Krankheit. Typische Auslöser sind allen voran Diabetes und Bluthochdruck. Auch bei einer chronischen Nierenentzündung, oder einer Verkalkung der Nierengefäße (Arteriosklerose), kann die Niere mit der Zeit Schäden davontragen. Einige Menschen leiden zudem an einer angeborenen Nierenerkrankung. Weitaus häufiger ist die Niereninsuffizienz jedoch auf eine ungesunde Lebensweise zurückzuführen.

Das akute Nierenversagen tritt häufig im Endstadium einer chronischen Niereninsuffizienz oder anderer schwerer Krankheiten auf. Mögliche Ursachen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schwere Infektionskrankheiten oder Nierenschäden durch Medikamente. Auch ein Kreislaufschock, schwere Verbrennungen oder eine Blutvergiftung können zum akuten Nierenversagen führen. Wenn die Niere zuvor gesund war, tritt die akute Niereninsuffizienz besonders häufig im Rahmen eines Multiorganversagens auf. Darunter versteht man den gleichzeitigen Ausfall mehrerer Organe aufgrund einer schweren Erkrankung oder Verletzung.

Symptome und Komplikationen

Die Symptome bei chronischer Niereninsuffizienz können ganz unterschiedlich ausfallen. Entscheidend ist, wie weit die Nierenschäden bereits vorangeschritten sind. In der frühen Krankheitsphase kann es beispielsweise zu Bluthochdruck, verstärktem Harndrang oder Wasseransammlungen in den Beinen kommen. Unter Umständen ermüden die Betroffenen schneller, wirken abgeschlagen und sind generell wenig belastbar. Fortschreitende Nierenschäden wirken sich auch auf den Hormonhaushalt aus, sodass es bei Frauen zu Zyklusstörungen und bei Männern zu Potenzproblemen kommen kann. Weitere mögliche Symptome sind Magen-Darm-Störungen, Juckreiz oder Muskelkrämpfe.

Wenn die chronische Niereninsuffizienz weiter voranschreitet, kommt es zu irreparablen Schäden. Das Nierengewebe stirbt ab, die Niere schrumpft mit der Zeit. Man spricht dann von einer sogenannten Schrumpfniere. Unbehandelt droht eine lebensbedrohliche Harnvergiftung (Urämie). Dabei reichern sich Substanzen im Blut an, die normalerweise über den Urin ausgeschieden werden. Im Endstadium der Erkrankung ist eine Blutwäsche (Dialyse) oder Nierentransplantation erforderlich, um das Leben des Patienten zu retten.

Bei einer akuten Niereninsuffizienz treten die Symptome innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen auf. Durch die gestörte Harnproduktion kommt es zu einer Überwässerung und infolgedessen zu Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen oder der Lunge (Lungenödem). Im Blut sammeln sich Harnstoffe an, es besteht die Gefahr von Elektrolytstörungen oder einer Übersäuerung. Trotz der gestörten Urinproduktion ist es möglich, dass der Betroffene weiterhin Urin ausscheidet. Häufiger sinkt jedoch die Urinproduktion oder kommt zum Stillstand.

Im Gegensatz zur chronischen Nierenschwäche liegen bei der akuten Niereninsuffizienz zunächst keine Organschäden vor. Das bedeutet, dass die Nierenfunktion bei schneller Behandlung oft vollständig wiederhergestellt werden kann. In schweren Fällen ist eine Blutreinigung erforderlich, bis die Nieren wieder normal arbeiten.

Vorbeugende Maßnahmen

Eine chronische Niereninsuffizienz rührt oftmals indirekt von ungesunden Lebensgewohnheiten her. So zählen Diabetes und Bluthochdruck mittlerweile zu den häufigsten Ursachen von Niereninsuffizienz. Wenn bereits solche Erkrankungen bestehen, sollten diese zur Vermeidung von Folgeerkrankungen intensiv behandelt werden.
Das Gleiche gilt für bestehende Blasen- oder Nierenentzündungen. Auch hier können Komplikationen wie eine Niereninsuffizienz auftreten. Nierenschädigende Medikamente sind insbesondere bei einer Vorerkrankung der Niere zu vermeiden. Grundsätzlich sollte jede dauerhafte Einnahme von Medikamenten in Absprache mit dem Hausarzt erfolgen.