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Die häufigsten Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten verursachen akute Beschwerden, chronische Infektionen oder sogar schwerwiegende Spätfolgen. Sie können zu Unfruchtbarkeit, Gebärmutterhalskrebs oder zum Tod führen. Daneben erhöhen Geschlechtskrankheiten das Risiko für eine HIV-Übertragung. Auslöser sind Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten. Die meisten sexuell übertragbaren Krankheiten sind gut behandelbar – auch wenn nicht alle heilbar sind. Erfahren Sie alles über die wichtigsten sexuell übertragbaren Krankheiten.

Was sind Geschlechtskrankheiten?

Geschlechtskrankheiten sind Erkrankungen, die hauptsächlich durch Sexualkontakte übertragen werden. Fachleute nennen sie sexuell übertragbare Erkrankungen oder Infektionen, abgekürzt STD (engl. sexual transmitted diseases) oder STI (engl. sexual transmitted infections). Man unterscheidet

  • bakterielle,
  • virale,
  • pilzartige und
  • parasitäre STI.

Einige Infektionen wie eine Harnröhrenentzündung (Urethritis) oder eine bakterielle Vaginose zählen nicht zu den sexuell übertragbaren Krankheiten, auch wenn Sexualkontakt diese fördern können. Häufig werden sie trotzdem unter den STI mit aufgeführt. Feigwarzen, Dellwarzen, Krätze oder Scheidenpilz zählen nur bedingt zu den sexuell übertragbaren Infektionen, da sie nicht primär durch Sexualkontakte entstehen.

Was ist die weitverbreitetste Geschlechtskrankheit?

Die am häufigsten auftretende Geschlechtskrankheit in Deutschland sind Chlamydien. Weltweit gibt es laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich 89 Millionen Neuinfektionen mit genitalen Chlamydien. Daneben gelten auch Syphilis und Gonorrhoe zu den häufig übertragenen Infektionen, sowie die Viruserkrankungen Hepatitis B, Genitalherpes und HIV/AIDS. Die häufigste parasitäre STI ist die Trichomonas vaginalis.

Insgesamt stecken sich laut WHO weltweit täglich mehr als eine Millionen Menschen mit einer Geschlechtskrankheit an. Auch in Deutschland sind sexuell übertragbare Krankheiten ein großes Problem.

Wie entsteht eine STD?

Die Erreger vermehren sich besonders gut in feucht-warmen Milieus. Sie besiedeln vorwiegend die Schleimhäute des Genital- und Analbereichs, aber auch den Mund- und Rachenraum sowie die Augen.

Welche Geschlechtskrankheiten gibt es?

Die folgenden Tabellen geben Ihnen eine Übersicht über die häufigsten STI. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie bei den jeweiligen Krankheitsbildern. Navigieren Sie einfach über die Links zu den spezifischen Inhalten, um sich im Detail zu informieren.

Die bakteriellen Infektionen

Krankheit

Erreger

Häufigster Übertragungsweg

Hauptsymptome

Test zum Nachweis

Behandlung

Chlamydien-Infektion

Chlamydia trachomatis

Geschlechtsverkehr

Ausfluss, Jucken, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr – häufig symptomloser Verlauf

Nukleinsäure-Amplifikationstests NAAT: Erregernachweis aus Urin oder Abstrichen 

Verschiedene Antibiotika

Scheidenpilz

überwiegend Candida albicans (Hefepilz)

Gehört zur normalen Scheidenflora; bei geschwächtem Immunsystem oder bestimmten Erkrankungen vermehren sich die Erreger sehr stark. Auch durch Sexualkontakte. Keine Geschlechtskrankheit im eigentlichen Sinne.

Ausfluss, Jucken, Rötung und Schwellung im Bereich der Scheide

Mit bloßem Auge oder unter dem Mikroskop erkennbar; Pilzkultur (Abstrich)

Lokales Anti-Pilz-Mittel (z. B. Clotrimazol, Nystatin)

Antiseptikum (z. B. Dequaliniumchlorid, Octenidin)

Bei immer wiederkehrendem Pilz: Fluconazol oder Itraconazol als Tabletten

Syphilis (Lues, harter Schanker)

Treponema pallidum

Geschlechtsverkehr

Dunkler Fleck an der Eintrittsstelle, später Geschwür, allgemeines Krankheitsgefühl, Lymphknotenschwellung und Hautausschlag, Knötchen

Blutuntersuchung, Nachweis des Erregers im Labor

Antibiotikum (Penicillin)

Gonorrhoe (Tripper)

Neisseria gonorrhoeae

Geschlechtsverkehr

Ausfluss (Scheide, Harnröhre), Schmerzen beim Wasserlassen, Jucken und Brennen im Bereich des Afters (Analsex) – häufig symptomloser Verlauf

Erregernachweis durch Nukleinsäure-Amplifikationstests (NAAT) oder mikroskopisch

Antibiotika (Ceftriaxon plus Azithromycin, auch andere möglich)

Ulcus molle (weicher Schanker)

Haemophilus ducreyi

Geschlechtsverkehr

Rötliche Knötchen an den Geschlechtsorganen; später aufbrechende Wunde, die sich zu Geschwüren entwickelt; Lymphknotenschwellung

Erregernachweis aus Abstrich

Antibiotika (Ciprofloxacin oder Erythromycin) 

Lymphogranuloma venereum

Chlamydia trachomatis

Geschlechtsverkehr

Knötchen oder Bläschen; später Geschwür; unbehandelt Entzündung der Lymphbahnen (Blutvergiftung), chronisches Lymphödem

Erregernachweis aus Abstrich

Antibiotika (Tetrazykline oder Erythromycin)

Die viralen Infektionen

Krankheit

Erreger

Häufigster Übertragungsweg

Hauptsymptome

Welcher Test bzw. Nachweis?

Behandlung

AIDS/HIV

Humanes Immunschwäche-Virus (HIV)

Geschlechtsverkehr

Fieber, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Schluckbeschwerden, geschwollene Lymphknoten, Muskelschmerz; später Schädigung von Nervensystem und Gehirn (AIDS)

HIV-Test (Schnelltest, Selbsttest)

Medikamente, die die Vermehrung des Virus stoppen; Kombinationstherapie

Hepatitis B

Hepatitis-B-Virus (HBV)

Geschlechtsverkehr

Erschöpfung, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, leichtes Fieber; später evtl. Gelbsucht, selten Leber- oder Multiorganversagen

Blutuntersuchung: Nachweis von Bestandteilen des Virus oder von Antikörpern gegen das Virus

Vorbeugend: Hepatitis-B-Impfung; bei chronischer Hepatitis B antiviral wirkende Medikamente (z. B. Nukleosid- und Nukleotid-Analoga oder Interferon α)

Herpes genitalis (Genitalherpes)

Herpes-simplex-Virus (HSV)

Geschlechtsverkehr, Schleimhautkontakt

Jucken, Brennen und Bläschen im Genitalbereich; Schmerzen beim Wasserlassen; geschwollene Lymphknoten in der Leiste

Untersuchung der Bläschenflüssigkeit

Virushemmende Medikamente (Virostatika)

Feigwarzen (Condylomata acuminata)

humanes Papillomavirus (HPV)

Geschlechtsverkehr, infiziertes Blut, infizierte andere Körperflüssigkeiten (Sperma, Speichel, Vaginal- oder Tränensekret). Keine Geschlechtskrankheit im eigentlichen Sinne.

Warzen, Juckreiz, Brennen der befallenen Haut, Risse im Bereich der Warzen

Warzen mit bloßem Auge erkennbar

Chirurgische Abtragung der Warzen, Lasertherapie, Elektrotherapie, Kältetherapie, verschiedene Medikamente; Vorbeugend: HPV-Impfung

Dellwarzen (Molluscum contagiosum)

Molluscum-contagiosum-Virus

Direkter Hautkontakt, Geschlechtsverkehr, indirekt über kontaminierte Gegenstände (z. B. Handtücher)

Warzen, evtl. Juckreiz

Erkennbar am typischen Aussehen

Chirurgische Abtragung der Warzen, Lasertherapie, Kältetherapie, Anti-Warzen-Mittel

Die parasitären Infektionen

Krankheit

Erreger

Häufigster Übertragungsweg

Hauptsymptome

Welcher Test bzw. Nachweis?

Behandlung

Trichomonaden-Infektion (Trichomoniasis)

Trichomonas vaginalis

Geschlechtsverkehr

Frauen: Jucken, übelriechender Ausfluss aus der Scheide, Brennen beim Wasserlassen;

Männer: leichtes Brennen, geringer Ausfluss – häufig auch symptomloser Verlauf

Abstrich: mikroskopische Untersuchung

spezielle Medikamente (Permethrin, Allethrin)

Filzläuse

Filzlaus (Pthirus pubis)

Geschlechtsverkehr

Juckreiz, Hautausschlag mit bräunlichen Flecken, entzündete Bissstellen

Mit Lupe oder mikroskopisch sichtbar

Permethrin oder Allethrin als Creme oder Lösung

Krätze (Skabies)

Krätz- oder Skabiesmilben (Sarcoptes scabiei variatio hominis)

Direkter, enger Körperkontakt, wie z. B. beim Geschlechtsverkehr, beim Schlafen im selben Bett

Brennen, starker Juckreiz, Hautveränderungen, evtl. Milbengänge sichtbar

Mit Lupe sichtbar, Hautprobe wird auf Milben untersucht

Medikamente, die die Milben abtöten, wie z. B. Permethrin, Ivermectin

Wie kann man sich mit STD anstecken?

Die Ansteckung mit einer STD hängt von der jeweiligen übertragbaren Krankheit ab. Mögliche Ansteckungswege sind:

  • Vaginalsex
  • Oralsex
  • Analsex
  • enger Körperkontakt
  • Kontakt mit kontaminierten Gegenständen
  • Blut oder Blutprodukte (HIV)

Viele STI wie Chlamydien, Gonorrhoe, Hepatitis B, HIV und Syphilis können auch während der Schwangerschaft oder Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Daher sind Aufklärung und Vorbeugung wichtige Maßnahmen, um das Risiko einer Ansteckung bereits im Vorfeld zu minimieren.

Achten Sie unbedingt auf Hygiene, da Sie sich häufig auch über infizierte Gegenstände wie Handtücher oder Sexspielzeug anstecken können.

Symptome: So lässt sich eine STI erkennen

Die Symptome und Verläufe der Krankheiten sind sehr unterschiedlich. Manchmal merken Sie gar nichts von der Infektion, in anderen Fällen machen sich Symptome recht schnell bemerkbar oder erst nach einigen Wochen. Einige häufige Symptome von STI sind:

  • Ausfluss aus der Harnröhre, veränderter vaginaler Ausfluss
  • Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen
  • Juckreiz, Schmerz, Hautveränderungen im Bereich der Scheide, des Penis oder Afters
  • Knötchen, Rötungen, Geschwüre, Bläschen und Warzen im Genital- und Analbereich
  • Lymphknotenschwellung in der Leistengegend
  • Schmerzen im Unterbauch

Sie können eine STI haben, ohne dass Sie Symptome bemerken. Dann können Sie unwissentlich andere Personen anstecken.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Sobald Sie den Verdacht haben, Sie könnten sich mit einer STD angesteckt haben, sollten Sie sofort zu einem Urologen, Frauenarzt oder Dermatologen mit Spezialgebiet Venerologie (Facharzt für Haut- und Geschlechtserkrankungen) gehen und sich untersuchen und testen lassen.

Wird die Krankheit zu spät oder nicht erkannt, setzen Sie nicht nur die Gesundheit Ihrer Mitmenschen aufs Spiel, sondern auch Ihre eigene. Denn Folgen können chronische Erkrankungen, Unfruchtbarkeit oder sogar Krebs sein.

Welche Tests gibt es?

Je nach Krankheit gibt es unterschiedliche Tests (siehe Tabellen). Viele AIDS-Hilfen und Gesundheitsämter bieten anonyme Tests an. Die Kosten liegen meist zwischen 5 und 20 Euro je Test. Wenn Sie häufig wechselnde Sexualpartner haben, sollten Sie sich einmal im Jahr auf STI testen lassen.

Behandlung: Wie der Arzt Geschlechtskrankheiten therapiert

Die Therapie richtet sich nach der Infektion, denn jede STD hat ihren spezifischen Verlauf und ihre eigenen Symptome. Die gute Nachricht: Die meisten sexuell übertragbaren Infektionen lassen sich gut behandeln und auch heilen – mit Ausnahme der viral bedingten Infektionen wie HIV/AIDS, Herpes genitalis oder Infektionen mit dem humanen Papillomvirus.

Die Behandlung viraler Infektionen kann aber die Symptome und damit auch den Leidensdruck der Betroffenen stark reduzieren. So haben HIV-Patienten heutzutage fast eine normale Lebenserwartung, wenn sie ihre Medikamente regelmäßig einnehmen. Gegen HPV und Hepatitis B ist eine Impfung der beste Schutz.

Wichtig: Während der Therapie sollten Sie keinen Geschlechtsverkehr haben und Ihren Partner oder Ihre Partnerin unbedingt über Ihre Erkrankung informieren. Am besten lässt er oder sie sich gleich mitbehandeln, damit Sie sich nicht gegenseitig erneut anstecken.

Problem Antibiotikaresistenz: Viele Erreger reagieren nicht mehr auf die Behandlung mit Antibiotika. Die stärkste Resistenz zeigen die Erreger der Gonorrhoe. Aber auch Syphilis und Chlamydien lassen sich immer schwerer bekämpfen.

Vorbeugung: Wie Sie sich schützen können

Kondome schützen sicher vor HIV und bieten einen guten Schutz gegen andere Geschlechtskrankheiten. Verhüten Sie auch bei Oralverkehr. Hierfür eignet sich ein Lecktuch aus Latex. Alternativ schneiden Sie einfach ein Kondom auf.
Da einige STD auch über Haut-zu-Haut-Kontakte übertragen werden können, kann es trotz der Verwendung von Kondomen zu einer Infektion mit Geschlechtskrankheiten kommen.

Welche STI sind meldepflichtig?

Für HIV und Syphilis besteht eine anonyme Meldepflicht, alle anderen STI unterliegen keiner Meldepflicht mehr.

Wo gibt es weitere Informationen?

Bei der Deutschen STI-Gesellschaft, der BZgA oder der Deutschen AIDS-Hilfe finden Sie weitere Informationen zu den ansteckenden Krankheiten.