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Panikstörung

Die Panikstörung bezeichnen Mediziner auch als episodisch-paroxysmale Angst (paroxysmal = „anfallsartig“). Die Erkrankung geht mit wiederkehrenden Panikattacken einher und kann den Alltag der Betroffenen stark beeinträchtigen.

Circa zwei bis vier Prozent aller Deutschen erleiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal eine Panikattacke. Die Symptome sind vielfältig und reichen von plötzlichem Herzrasen über Schweißausbrüche und Zittern bis hin zu Atemnot. Auch Mundtrockenheit, Übelkeit, Schwindel, Schmerzen in der Brust oder Beklemmungsgefühle können hinzukommen. Typisch für eine Panikstörung ist, dass die Panikattacken wie „aus heiterem Himmel“ entstehen und nach einigen Minuten von selbst wieder abklingen. Die Erkrankung tritt häufig in Kombination mit einer Agoraphobie („Platzangst“) auf – die Betroffenen erleiden in diesem Fall besonders häufig Panikattacken, wenn sie sich in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Supermarkt oder ganz allgemein in Menschenmengen aufhalten.
Seltener sind Panikattacken in der Nacht. Meist leiden die Patienten bereits länger unter einer Panikstörung. Die Panik entsteht bei diesen Personen häufig als antrainierte Reaktion auf harmlose körperliche Veränderungen (zum Beispiel auf einen beschleunigten Herzschlag).
Der Schweregrad einer Panikstörung bemisst sich nach der Häufigkeit der Panikattacken. Erleidet der Patient vier Attacken pro Monat, liegt ein mittlerer Schweregrad vor. Bei vier Attacken pro Woche spricht der Mediziner von einer schweren Panikstörung.

Wer ist besonders gefährdet?

Junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren haben statistisch gesehen ein erhöhtes Risiko, an einer Panikstörung zu erkranken – grundsätzlich kann die Krankheit jedoch Personen aller Altersklassen betreffen. Frauen erkranken allerdings doppelt so häufig wie Männer. Darüber hinaus sind Menschen mit Depressionen sowie mit einer allgemein erhöhten Ängstlichkeit besonders gefährdet, eine Panikstörung zu entwickeln.

Ursachen und mögliche Folgen

Bei der Entstehung einer Panikstörung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Neben einer genetischen Veranlagung liegt oftmals auch eine gestörte Aktivität der Botenstoffe im Gehirn vor. Auch traumatische Erfahrungen in der Kindheit wie Gewalt, Vernachlässigung oder sexueller Missbrauch erhöhen das Risiko für die Entwicklung einer Panikstörung. Nicht selten dienen auch Belastungen im Erwachsenenalter oder anhaltender Stress als Auslöser für wiederkehrende Panikattacken. Gleiches gilt für Substanzen, wie beispielsweise für Nikotin, Alkohol, Koffein sowie für die Wirkstoffe bestimmter Medikamente.

Menschen mit Panikstörung leiden meist unter einer ausgeprägten Angst, die Kontrolle zu verlieren oder gar verrückt zu werden. In der Folge kommt es zu einem Vermeidungsverhalten: Die Betroffenen verlassen kaum noch das Haus, verlieren eventuell sogar ihren Arbeitsplatz und geraten in die soziale Isolation. Häufig ist die Panikstörung auch der Auslöser für eine handfeste Depression.

Diagnose

Der Hausarzt ist bei Verdacht auf eine Panikstörung der erste Ansprechpartner. Da Panikattacken auch infolge körperlicher Erkrankungen auftreten können, ist eine gründliche Untersuchung unerlässlich. So gilt es, Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen, Asthma, Epilepsie, Herz-Enge sowie eine Überfunktion der Schilddrüse zuverlässig auszuschließen, bevor eine weitergehende Diagnose erfolgt. Gespräche und das Ausfüllen von Fragebögen nehmen in diesem Zusammenhang einen besonders großen Stellenwert ein. Weit verbreitet ist beispielsweise die Hamilton-Angst-Skala, kurz HAMA. Es handelt sich hierbei um einen Panikattacken-Test, den der Arzt während des Gesprächs ausfüllt (Fremdbeurteilungsbögen). Darüber hinaus wird der Patient gebeten, seine Ängste konkret zu schildern und mittels sogenannter Selbstbeurteilungsbögen in einer Skala einzuordnen.

Eine Panikstörung liegt nur dann vor, wenn die Panikattacken nicht mit einer gefährlichen Situation oder mit einer besonderen körperlichen Anstrengung in Zusammenhang gebracht werden können. Sie treten stattdessen ohne erkennbaren Grund auf und beziehen sich auch nicht auf ein bestimmtes Objekt. Diagnostiziert der Hausarzt eine Panikstörung, erfolgt die Überweisung an einen Psychotherapeuten.

Therapie

Panikstörungen werden meist mithilfe der kognitiven Verhaltenstherapie behandelt. An erster Stelle steht die Aufklärung des Patienten, denn allein das Wissen um die Vorgänge im Körper während einer Panikattacke wirkt sich meist positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Im Anschluss daran wird der Betroffene unter Anleitung dazu animiert, eine Panikattacke auszulösen – beispielsweise durch schnelles, tiefes Atmen. Auf diese Weise lernt der Patient, dass er seinen Körper bewusst beeinflussen kann, und dass Panikattacken allein durch eine Veränderung der Atmung ausgelöst und auch wieder beendet werden können. Eine Rückfallprophylaxe, im Zuge dessen der Betroffene mit dem richtigen Verhalten im Notfall vertraut gemacht wird, rundet die Therapie einer Panikstörung ab.
Ist eine Verhaltenstherapie allein nicht ausreichend, kommen begleitend Medikamente zum Einsatz. Bewährt haben sich Antidepressiva, vor allem aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, kurz SSRI. Weitere wichtige Bausteine der Behandlung sind Sport sowie der Besuch einer Selbsthilfegruppe. Bei etwa 80 Prozent der Betroffenen zeigt die Kombination aus Verhaltenstherapie, Medikamenten und begleitenden Therapiemaßnahmen langfristig Erfolg.