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Raynaud-Syndrom

Plötzliche Taubheitsgefühle und blasse bis weiß verfärbte Finger oder Zehen sind typische Symptome des Raynaud-Syndroms. In den meisten Fällen ist die Krankheit harmlos, sie kann aber auch auf eine ernsthafte Grunderkrankung hindeuten. Im Folgenden erfahren Sie, was hinter den Beschwerden steckt und mit welchen Maßnahmen die Frequenz der Attacken gesenkt werden kann.

Das Raynaud-Syndrom, in der medizinischen Fachsprache auch Morbus Raynaud genannt, beschreibt eine Erkrankung der Gefäße, die mit in Attacken auftretenden Durchblutungsstörungen einhergeht. In erster Linie sind Finger oder Zehen davon betroffen, seltener zeigen sich die Symptome an anderen Körperstellen. Die Krankheit wurde nach dem französischen Mediziner Maurice Raynaud benannt, der sie in den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts entdeckte und beschrieb. Aufgrund der charakteristischen farblichen Veränderungen der Finger haben sich in der deutschen Umgangssprache auch die Bezeichnungen Leichenfinger und Weißfingerkrankheit durchgesetzt.

Ursachen des Raynaud-Syndroms

Der Körper des Menschen benötigt eine relativ konstante Temperatur, damit alle Organe ihre Funktionen zu 100 Prozent erfüllen können. Um dies zu gewährleisten, verändern sich die Blutgefäße abhängig von den Temperaturbedingungen der direkten Umgebung. Um bei hohen Temperaturen einem Hitzestau im Organismus vorzubeugen, erweitern sich die Blutgefäße. Bei Kälte verengen sie sich, um einem Verlust von Wärme entgegenzuwirken. Diese Vorgänge in den Blutgefäßen werden durch ein Zusammenspiel von Hormonen, Nervenimpulsen, Blutplättchen und den Zellen der Gefäßinnenwände gesteuert.

Bei Menschen, die unter dem Raynaud-Syndrom leiden, kommt es in den Blutgefäßen aus unbekannten Ursachen zu einer Überreaktion auf Kälte. Kleine Arterien ziehen sich anfallsartig so stark zusammen, dass das Blut nicht mehr in die betroffenen Körperareale fließen kann.

Risikofaktoren und Verbreitung

Da niedrige Temperaturen die Funktionsstörungen der Blutgefäße verursachen, leiden die meisten Betroffenen vor allem im Winter häufig an Raynaud-Attacken. Allerdings können die Symptome auch in den warmen Sommermonaten auftreten, denn das krampfartige Zusammenziehen der Gefäße wird oft bereits durch Händewaschen mit kaltem Wasser oder einen kurzen Griff in einen Kühlschrank ausgelöst.

Besonders häufig werden die Attacken beobachtet, wenn die Betroffenen einer hohen Stressbelastung ausgesetzt sind. Denn Stress verursacht bei vielen Menschen grundsätzlich kalte Hände, weshalb solche Situationen das Auftreten der Durchblutungsstörungen begünstigen können.

Schätzungen zufolge sind in den westlichen Industrienationen zwischen drei und 16 Prozent der Bevölkerung von einem Raynaud-Syndrom betroffen. Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer. Während sich die Symptome bei Frauen bereits in jungen Jahren, oft sogar schon im Jugendalter erstmals bemerkbar machen, treten sie bei Männern in der Regel erst mit fortgeschrittenem Lebensalter auf.

Typische Symptome des Raynaud-Syndroms

Charakteristisch für die Erkrankung sind anfallsartig auftretende Durchblutungsstörungen, die neben den Fingern und Zehen auch an den Ohren, der Nase, an den Wangen und in äußerst seltenen Fällen auch an den Brustwarzen auftreten. Durch das plötzliche Zusammenziehen der Gefäße und den in weiterer Folge gestörten Blutfluss verfärben sich die betroffenen Körperstellen zunächst weiß. Diese erste Phase einer Attacke wird als Ischämie bezeichnet und geht mit Gefühllosigkeit und manchmal Schmerzen einher. Darauf folgt eine Zyanose, also eine Blauverfärbung der betroffenen Areale. Im Anschluss kommt es, durch Wärmeeinwirkung induziert, zu einer Hyperämie mit Rotfärbung, die von einem heißen Gefühl sowie Pochen, Stechen, Jucken oder Brennen begleitet wird. Die typischen Verfärbungen werden in der Medizin auch als Tricolore-Phänomen bezeichnet. Eine Raynaud-Attacke kann wenige Minuten bis maximal eine Stunde andauern.

Abhängig von den Ursachen und der jeweiligen Ausprägung der Symptome unterscheiden Mediziner zwischen zwei Arten des Raynaud-Syndroms. Etwa 70 Prozent aller Raynaud-Patienten leiden an der primären Form der Erkrankung, bei der die Ursache unbekannt ist. Diese Form manifestiert sich meist an den Fingern, wobei die Daumen typischerweise ausgespart sind. Das primäre Raynaud-Syndrom betrifft vor allem junge Frauen und verursacht selten Komplikationen. Charakteristisch ist ein gleichmäßig beidseitiges Auftreten an Händen oder Füßen. Bei vielen Patienten nehmen die Beschwerden und die Frequenz der Attacken ab einem bestimmten Lebensalter allmählich ab.

Das sekundäre Raynaud-Syndrom tritt als Folge einer Grunderkrankung auf und betrifft Frauen ebenso wie Männer. Diese Form der Raynaud-Krankheit ist durch einen einseitigen oder ungleichen Befall von Händen oder Füßen gekennzeichnet. Die Symptome zeigen sich in solchen Fällen meist an einem einzigen Finger oder an einer Zehe. Meist liegt den Durchblutungsstörungen eine Arteriosklerose oder eine Erkrankung des Bindegewebes mit Gefäßbeteiligung zugrunde. Auch Vergiftungen, Verletzungen, Autoimmunerkrankungen oder eine langfristige Einnahme bestimmter Medikamente können die Attacken auslösen.

Mögliche Komplikationen

Während die primäre Form durch einen meist harmlosen Verlauf gekennzeichnet ist, kann eine sekundäre Raynaud-Erkrankung langfristig zu dauerhaften Schäden der Gefäße führen. Die Prognose hängt maßgeblich von der Behandlung der Grunderkrankung ab. Nehmen die Durchblutungsstörungen eine chronische Form an, kann es zu andauernden Gefühlsstörungen kommen. In seltenen Fällen führt ein sekundäres Raynaud-Syndrom zu einem Absterben von Zellen im betroffenen Gewebe.

Krankheiten mit ähnlicher Symptomatik

Durchblutungsstörungen in den Fingern oder Zehen können auf verschiedene arterielle Verschlusskrankheiten hindeuten. Allerdings spricht das Auftreten einer vermehrten Durchblutung bei Wärmeeinwirkung nach einem Anfall immer dafür, dass ein Raynaud-Syndrom vorliegt.

Verhaltenstipps und Maßnahmen zur Vorbeugung

Menschen, die unter Raynaud-Attacken leiden, sollten die Einwirkung von Kälte so gut es geht vermeiden. Das Tragen von Handschuhen und warmen Socken bereits im Herbst sowie wärmende Massagen können dazu beitragen, das Risiko für ein Auftreten der Attacken zu reduzieren. Maßnahmen zum Stressabbau wie Sport, autogenes Training oder Meditation, sind ebenso hilfreich wie ein konsequenter Verzicht auf Nikotin und kalte Getränke. Eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist, zeigt in vielen Fällen eine deutliche Besserung.