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Toxoplasmose

Die Toxoplasmose ist eine weit verbreitete Infektion, die in der Regel keinerlei Beschwerden verursacht und oft unbemerkt bleibt. In der Schwangerschaft geht von einer Erstinfektion der Mutter jedoch eine erhebliche Gefahr für das ungeborene Kind aus. Im Folgenden erfahren Sie, welche Ursachen einer Toxoplasmose zugrunde liegen und wie Sie sich wirksam davor schützen können.

Die Toxoplasmose beschreibt eine Infektion, die durch einen Einzeller namens Toxoplasma gondii verursacht wird. Sein Hauptwirt ist die Katze. Durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder die Verunreinigung offener Wunden gelangt der Parasit in den Körper des Menschen und kann unter bestimmten Umständen gefährliche Erkrankungen auslösen.

Ursache der Toxoplasmose

Toxoplasma gondii besiedelt den Darm von Katzen, um sich dort geschlechtlich zu vermehren. Die Eier des Erregers werden über den Kot der Katze ausgeschieden und gelangen dadurch in die Erde. Die Eier überleben im Erdreich und können bis zu eineinhalb Jahre lang infektiös bleiben. Über kontaminierte Futterquellen werden die Eier von Nutztieren aufgenommen. Der Mensch kann sich in weiterer Folge durch den Verzehr von nicht genügend gegartem Fleisch dieser Tiere mit dem Einzeller infizieren. Auch rohes Gemüse und Obst, die mit kontaminierter Erde verunreinigt sind, können eine Infektionsquelle darstellen. So wie jedes Tier, das mit infektiösem Katzenkot, Erde oder kontaminiertem Fleisch in Kontakt kommt, ist auch der Mensch für Toxoplama gondii lediglich als Zwischenwirt bedeutsam. Die Vermehrung des Erregers kann ausschließlich im Verdauungstrakt der Katze stattfinden.

Verbreitung und Häufigkeit

Schätzungen zufolge haben in den westlichen Industrienationen, bis zu einem Drittel aller Menschen eine Toxoplasmose durchgemacht, wobei in Hinblick auf die genauen Prozentangaben große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern feststellbar sind. Dies ist auf die individuellen nationalen Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen.

Symptome und Verlauf

Nach der Erstinfektion durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder den oralen Kontakt mit infektiösem Katzenkot verbleibt der Erreger lebenslang im Körper, wo er in Organen und in der Muskulatur nachweisbar ist. Der Mensch bildet nach der Infektion eine lebenslange Immunität aus, das heißt, das Immunsystem bildet Abwehrzellen, die den Körper vor der Ausbreitung des Parasiten schützen.
Die meisten Menschen, die sich mit dem Erreger infizieren, zeigen gar keine oder nur milde Symptome. So können etwa Lymphknotenschwellungen oder leichte grippeähnliche Beschwerden auf eine Toxoplasmose hindeuten. Dadurch bleibt die Infektion in vielen Fällen unerkannt und bereitet meist in weiterer Folge keinerlei Beschwerden.

Mögliche Komplikationen

Das Risiko für gesundheitliche Schäden besteht lediglich bei immunschwachen Menschen und während der ersten sechs Monate einer Schwangerschaft. Liegt eine schwere Grunderkrankung oder Immunschwäche vor, kann der Erreger von den Abwehrzellen nicht mehr ausreichend bekämpft werden. In solchen Fällen ist es möglich, dass der Parasit innere Organe befällt und schwere Infektionen auslöst. Ein Befall des Gehirns kann zu neurologischen Störungen in Form von Schwindel, Lähmungen, starken Kopfschmerzen und mentalen Auffälligkeiten führen. Als Folgen eines schweren Verlaufs werden oft auch Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen beobachtet. Wenn der Erreger eine Sepsis verursacht, droht in besonders schweren Fällen ein Organversagen.

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Bei schwangeren Frauen ohne Immunität kann der Erreger über die Plazenta auf das Ungeborene übertragen werden und eine folgenschwere Infektion auslösen. Ist die Mutter seropositiv, besteht allerdings keinerlei Gefahr für das Kind. Nur in Fällen einer Erstinfektion während der Schwangerschaft sind Komplikationen möglich.

Im ersten Trimester kommt es bei einer Erstinfektion der Mutter meist zu einer Fehlgeburt. Im zweiten Trimester kann eine Übertragung auf den Fötus zu schweren Entwicklungsstörungen führen. Dann sind bei vierzig Prozent der Fälle lebenslange Schäden des Kindes zu erwarten, die von Gehirnveränderungen, chronischen Netzhautentzündungen bis zu Epilepsie und Wasserkopf reichen können. Im letzten Schwangerschaftsdrittel kann eine Infektion des Ungeborenen erfolgen, allerdings treten Schäden dann nur mehr äußerst selten auf und können bei rechtzeitiger Diagnose erfolgreich behandelt werden.

Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen

Lymphknotenschwellungen können auf eine Toxoplasmose hindeuten, treten jedoch auch bei grippalen Infekten und vielen anderen Erkrankungen auf. Auch im Rahmen schwerer systemischer Krankheiten sind oft die Lymphknoten geschwollen, weshalb diese immer von einem Arzt untersucht werden sollten.
Starke Kopfschmerzen und neurologische Symptome werden bei immungeschwächten Menschen häufig auch durch Infektionen des Zentralnervensystems mit Viren oder Bakterien, seltener mit Pilzen, ausgelöst. Plötzlich auftretender Schwindel, Bewusstseinsstörungen oder Lähmungen können auf einen Schlaganfall hindeuten und machen eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig.

Maßnahmen der Vorbeugung

Erstinfektionen während der Schwangerschaft kommen nur äußerst selten vor und können mit einigen konsequenten Hygienemaßnahmen wirksam verhindert werden. Schwangere, deren Bluttest in Hinblick auf Toxoplasmose-Antikörper negativ ausfällt, sollten bei der Zubereitung von Speisen Folgendes sorgfältig beachten:

  • Desinfektion und gründliches Waschen der Hände nach Berühren von Katzen, nach Gartenarbeit und nach Hantieren mit rohem Fleisch
  • Reinigen der Katzentoilette nur mit Schutzhandschuhen
  • Haustiere nicht mit rohem Fleisch füttern. Das Entfernen von Katzen und anderen Haustieren aus dem Haushalt einer Schwangeren ist nicht notwendig.
  • Gründliches Waschen von Obst und Gemüse, insbesondere von Produkten aus Bio-Anbau
  • Verzicht des Verzehrs von rohen oder nicht vollständig durchgegarten Fleisch- und Wurstwaren. Hierzu zählen auch Tee- und Mettwurst. Salami und Geräuchertes hingegen gilt als unbedenklich.
  • Rohes Fleisch sollte immer auf mindestens siebzig Grad Kerntemperatur erhitzt werden und während des Garvorgangs eine braune Farbe annehmen. Braten, Kochen, Backen und Pochieren, je nach Temperatur über zehn bis zwanzig Minuten, tötet die Erreger ab.