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Meningokokken-Meningitis

Die Meningokokken-Meningitis ist eine gefürchtete Infektionskrankheit, die lebensbedrohlich verlaufen kann. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Entzündung der Hirnhäute, ausgelöst von den gleichnamigen Meningokokken-Bakterien. Diese Bakterien treten weltweit auf und können verschiedene schwere Krankheiten verursachen.
In den Industrieländern kommt die Meningokokken-Meningitis mittlerweile relativ selten vor. Grund dafür sind zum einen die guten hygienischen Bedingungen. Zum anderen ist gegen Meningokokken eine Schutzimpfung verfügbar, die allerdings nicht alle Meningokokken-Serotypen abdeckt. Nach dem Infektionsschutzgesetz in Deutschland, ist die Meningokokken-Meningitis meldepflichtig.

Was bedeutet Meningitis?

Der Begriff Meningitis bedeutet zu Deutsch „Hirnhautentzündung“. Die Hirnhäute (Meningen) liegen direkt am Gehirn an und bilden eine natürliche Schutzhülle. Diese Hülle bewahrt das Gehirn vor Stößen und Druckveränderungen. Zugleich sorgt sie über ein Netz aus Blutgefäßen für den erforderlichen Flüssigkeitsaustausch im Gehirn.

Wenn sich die Hirnhäute entzünden, kann es zu schweren Schäden im zentralen Nervensystem kommen. Es besteht die Gefahr, dass die Gehirndurchblutung beeinträchtigt wird, oder der Druck im Gehirn ansteigt. Außerdem kann eine Meningitis auch auf das Gehirn selber übergreifen. Man spricht dann von einer Meningoenzephalitis.

Eine Meningitis kann von verschiedenen Erregern ausgelöst werden. Die meisten davon sind Viren und Bakterien, wobei eine virale Meningitis tendenziell milder verläuft. Bakterielle Meningitiden wie die Meningokokken-Meningitis nehmen häufig sehr schnell einen schweren Verlauf. Aus diesem Grund muss bei Verdacht auf eine bakterielle Gehirnhautentzündung schnellstmöglich mit der Behandlung begonnen werden. Es handelt sich um einen medizinischen Notfall.

Ursachen der Meningokokken-Meningitis

Meningokokken kommen weltweit vor und können von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Bakterien siedeln sich zunächst im Nasen-Rachen-Raum an. Von dort aus gelangen sie in die Blutbahn und können auf die Hirnhäute übergreifen. Bei der Meningitis handelt es sich genau genommen um eine Abwehrreaktion des Körpers auf die Bakterien. Allerdings tragen viele Menschen den Erreger im Körper, ohne dass es zu einem Krankheitsausbruch kommt.

Die Übertragung erfolgt meist durch eine Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder Küssen. Außerhalb des Körpers können die Erreger nur kurz überleben, sodass eine Ansteckung ohne engen Körperkontakt relativ unwahrscheinlich ist. Begünstigt wird eine Infektion durch schlechte hygienische Bedingungen und enge Wohnverhältnisse. Auch eine Virusinfektion der Atemwege kann das Erkrankungsrisiko erhöhen.

In einigen Ländern und Regionen tritt die Meningokokken-Meningitis gehäuft auf. Dazu zählt allen voran der sogenannte Meningitis-Gürtel, bestehend aus der Subsaharazone und bestimmten asiatischen Ländern. In Europa kommt es im Winter und Frühjahr verstärkt zu Infektionen. Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche sind besonders häufig betroffen, ebenso wie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Symptome und Krankheitsverlauf

Die anfänglichen Symptome sind bei einer viralen und einer bakteriellen Meningitis ähnlich. Es kommt zu Fieber, Kopfschmerzen und gegebenenfalls zu einer Nackensteifigkeit. Darüber hinaus können sich weitere unspezifische Krankheitssymptome einstellen, zum Beispiel Übelkeit, Gliederschmerzen oder Lichtempfindlichkeit. Außerdem treten möglicherweise neurologische Störungen wie Schwindel, Schläfrigkeit oder Hörbeschwerden auf.

Ein deutlicher Hinweis auf Meningokokken-Meningitis ist eine Hautveränderung, ähnlich einem Ausschlag, bestehend aus kleinen roten oder bräunlichen Flecken. Dabei handelt es sich um kleine Blutungen unter der Haut, die infolge einer Blutvergiftung entstehen. Diese lebensbedrohliche Komplikation wird Waterhouse-Friderichsen-Syndrom genannt. Sie verläuft auch bei Behandlung häufig tödlich.

Der Gesundheitszustand kann sich bei einer Meningokokken-Meningitis innerhalb von wenigen Tagen, oder sogar Stunden, drastisch verschlechtern. Die allgemeinen Krankheitssymptome verschlimmern sich dann, es kommt zu neurologischen Ausfällen, wie etwa Sprachproblemen oder Bewusstseinsstörungen. Je eher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser lassen sich schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen vermeiden.

Wie kann ich vorbeugen?

Die Meningokokken-Meningitis wird durch verschiedene Meningokokken-Serotypen ausgelöst. In Deutschland kommt es vor allem zu Infektionen mit den Typen B und C. Gegen die Meningokokken vom Serotyp C ist eine gut verträgliche Impfung verfügbar, die von der Ständigen Impfkommission, ab dem 2. Lebensjahr, empfohlen werden. Darüber hinaus gibt es eine weitere Impfung gegen die Serotypen A, C, W und Y, die speziell für Risikogruppen empfohlen wird. Dazu zählen beispielsweise enge Kontaktpersonen eines Erkrankten, Reisende in Risikogebiete, Laborpersonal, sowie Menschen mit einer Immunschwäche.

Seit 2013 steht in Deutschland ebenfalls ein Impfstoff gegen Meningokokken vom Serotyp B zur Verfügung. Dieser wird bislang noch nicht standardmäßig empfohlen, ausgenommen für besonders gefährdete Menschen. Ein weiterer Serotyp-B-Impfstoff ist derzeit in der Entwicklung.

Besonders gefährdet sind Menschen, die im engen Kontakt mit einer erkrankten Person stehen. Das gilt vor allem für Haushaltsmitglieder, Partner und andere Personen, die mit den Nasen- und Rachensekreten des Betroffenen, in Kontakt gekommen sein könnten. Diese Personengruppen sollten verstärkt auf Frühsymptome achten.