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FSME

FSME ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich von Zecken übertragen wird. Umgangssprachlich ist die Krankheit daher auch als Zecken-Enzephalitis bekannt. Die Infektion kann symptomfrei oder mit grippeähnlichen Symptomen verlaufen, aber auch schwere Komplikationen zur Folge haben. Viele Betroffene bemerken die Erkrankung selber gar nicht oder halten sie für eine leichte Grippe.
In Deutschland ist FSME meldepflichtig nach dem Infektionsschutzgesetz. Das Gesundheitsamt muss über jeden akuten Krankheitsfall informiert werden. Für Einwohner und Besucher der betroffenen Regionen empfiehlt die Ständige Impfkommission eine FSME-Impfung. Diese bietet einen mehrjährigen Schutz gegen alle Typen des FSME-Virus.

Was ist FSME?

Die Viruserkrankung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch das gleichnamige FSME-Virus ausgelöst. Bestimmte Zeckenarten können das Virus bei einem Biss auf den Menschen übertragen, wenn sie selber infiziert sind. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich, jedoch können infizierte Milchprodukte in seltenen Fällen zu einer FSME-Erkrankung führen. Ein Risiko besteht allerdings nur bei nicht pasteurisierter Rohmilch.

Der Begriff "Meningoenzephalitis" bezeichnet eine entzündliche Erkrankung von Gehirn und Hirnhäuten. Eine solche Hirnentzündung tritt allerdings nicht bei allen erkrankten Personen auf. Häufig verläuft die Infektion leicht und klingt von selbst wieder ab. Dennoch birgt eine FSME-Erkrankung für Betroffene ein hohes Risiko, da es bis heute keine ursächliche Behandlungsmöglichkeit gibt. Bei einem schweren Krankheitsverlauf besteht die Gefahr von bleibenden neurologischen Schäden.

Zu den FSME-Risikogebieten gehören weite Teile Mittel-, Süd- und Osteuropas, allen voran Österreich als meist betroffenes Land in Europa. Weitere Endemiegebiete sind unter anderem in Deutschland, Tschechien, Polen und der Schweiz zu finden. Die deutschen FSME-Risikogebiete liegen größtenteils in den südlichen Bundesländern mit Schwerpunkt Bayern und Baden-Württemberg. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht regelmäßig eine aktualisierte FSME-Karte mit den betroffenen Landkreisen.