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Botulismus

Botulismus steht für eine schwere Nahrungsmittelvergiftung, welche lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Die auch unter Fleischvergiftung bekannte Erkrankung tritt nach dem Verzehr verunreinigter Lebensmittel auf, die Botulinumtoxin (BTX) enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Nervengift, welches die Signalübertragung von Nerven- auf Muskelzellen zu blockieren vermag. Erfahren Sie, wie sich Botulismus äußert und was Sie dagegen unternehmen können.

Ursachen von Botulismus

Botulismus tritt in Deutschland zumeist nach dem Konsum verunreinigter Speisen auf. Ausgelöst wird die Erkrankung durch Clostridien, die sich unter Luftabschluss vermehren und gefährliche Toxine (Nervengifte) produzieren. Diese Bakterien können sich in Wurst- und Räucherware, aber auch in Konservenbüchsen und Einweggläsern befinden. Diesem Umstand verdankt die Krankheit auch ihren Namen, zumal "botulus" der lateinische Begriff für Wurst ist. Über den Verzehr der Nahrungsmittel werden die Toxine aufgenommen. Ist der Deckel einer Konserve gewölbt, so kann dies ein Indiz dafür sein, dass diese befallen ist. Denn die Nahrung selbst schmeckt und riecht normal und sieht sonst unauffällig aus.
Im Übrigen ist zu beachten, dass Sporen der Clostridien auch über die Atemwege in den Körper gelangen können. Bei Neugeborenen besteht, etwa durch Sporen in Honig, die Gefahr einer Darmbesiedelung. Besiedelt der Keim Wunden, kann der sogenannte Wundbotulismus die Folge sein. Im Vergleich zum Wund- und Säuglingsbotulismus tritt der Nahrungsmittelbotulismus jedoch deutlich häufiger auf.

Welche Symptome bei Botulismus auftreten

Die ersten Beschwerden äußern sich binnen weniger Stunden bis Tage nach Aufnahme des Nervengiftes. In der Regel treten die Symptome 12 bis 36 Stunden danach ein. Begleitet wird die Erkrankung von Kopfschmerzen, Durchfall, Bauchkrämpfen, Erbrechen und Übelkeit. Zugleich oder etwas später führen die Toxine zu Augenmuskellähmungen, die mit verschwommener Sicht und Doppelbildern einhergehen. Hinzu kommen Mundtrockenheit sowie erweiterte Pupillen. Schluck- und Sprechstörungen können später ebenfalls hinzukommen. Betroffene leiden zudem unter Lähmungen und Schwäche der Beine und Arme, später auch der Atemmuskulatur und des Zwerchfells. Hieraus resultiert eine Atemlähmung, welche ohne ärztliche Behandlung zum Ersticken führen kann. Nicht selten treten zudem Blasen- und Darmlähmung ein. In der Regel ist die Empfindung nicht beeinträchtigt sowie das Bewusstsein der Patienten ungetrübt.

So wird Botulismus diagnostiziert

Gemäß dem Infektionsschutzgesetz ist Botulismus hierzulande meldepflichtig. In Deutschland gibt es jedes Jahr weniger als 10 Fälle von Botulismusvergiftungen. Allerdings kann diese Zahl auch höher liegen, da nicht alle Botulismusfälle als solche erkannt werden. Bestehen bei Ihnen Anzeichen auf Botulismus, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Der Mediziner wird Sie zunächst hinsichtlich der verzehrten Lebensmittel sowie den derzeitigen Beschwerden befragen. Besonders nahe liegt die Vermutung auf Botulismus dann, wenn nach dem Konsum eingemachter Speisen, wie etwa selbst hergestellter Marmelade oder einer Konserve, gleich mehrere Menschen erkrankt sind. Nachweisen lassen sich die Erreger sowie deren Gift im Stuhl, im Magensaft, im Erbrochenem und in Nahrungsresten. Unter Botulismus leidende Säuglinge verweigern oft jegliche Nahrungsaufnahme und werden von allgemeiner Ruhelosigkeit geplagt. Die Unfähigkeit zum Öffnen der Augen sowie Störungen des Schluckens können weitere Symptome sein.

Wie erfolgt die Behandlung von Botulismus?

Bei dem Nervengift Botulinumtoxin handelt es sich um das stärkste natürliche Gift, welches von Bakterien gebildet werden kann. Bereits kleinste Mengen besitzen eine tödliche Wirkung für den Menschen. Da unbehandelt bis zu 70 Prozent der Betroffenen an Botulismus sterben, ist eine möglichst schnelle Behandlung zwingend erforderlich. Schon beim Verdacht auf Nahrungsmittelbotulismus sollte im Anschluss an die Gewinnung von Proben sofort und binnen von 24 Stunden nach Aufnahme des verunreinigten Nahrungsmittels anhand eines Gegengiftes (Antitoxin) die Behandlung eingeleitet werden. In bis zu 9 Prozent der Fälle kommt es in diesem Zusammenhang zu einer allergischen Reaktion, zumal das Antitoxin aus Pferden gewonnen wird. Eine Magenspülung kann dann sinnvoll sein, wenn der Verzehr des toxinhaltigen Lebensmittels nur wenige Stunden zurückliegt. Ansonsten wird mittels Abführmitteln und Einläufen versucht, die Aufnahme des Nervengiftes über den Darm zu reduzieren. Um eine potentiell lebensbedrohliche Atemlähmung möglichst effektiv behandeln zu können, kann es zu einer intensivmedizinischen Überwachung der Betroffenen kommen. Eine künstliche Beatmung des Patienten wird überbrückend dann angeraten sein, wenn Lungenfunktionstests oder Blutgaswerte eine zu geringe Atmung anzeigen. Dank Intensivtherapie konnte die Sterblichkeit inzwischen auf ungefähr 7,5 Prozent der Fälle reduziert werden.

Präventive Maßnahmen gegen Botulismus

Möchten Sie Lebensmittel selbst einlegen oder pökeln, sollten Sie geeignete Konservierungsmittel verwenden. Wird etwa die Leberwurst nicht kalt genug gelagert, der Hering nicht sauer genug eingelegt oder das Fleisch nicht mit Nitrit gepökelt, können sich die gefährlichen Clostridien bilden. Ferner sollten Sie:

  • gerade bei in Öl eingelagertem Gemüse darauf achten, ob der Deckel gewölbt oder die Dose aufgebläht ist
  • das Verfallsdatum beachten
  • Vakuumverpackte Lebensmittel unter 8 Grad C lagern
  • Kindern unter 1 Jahr grundsätzlich keinen Honig geben
  • vor der Essenszubereitung gründlich die Hände waschen
  • Tauwasser und Verpackungen von Fleischwaren umgehend entsorgen
  • um aufgrund von Durchfall nicht noch mehr Salze und Flüssigkeit zu verlieren, spezielle Elektrolytlösungen in Form von Tee dem Wasser vorziehen.
  • es empfehlen sich ferner schwarzer Tee, Bananen sowie geriebene Äpfel