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Bitte platzieren Sie den großen Matrix-Code oben rechts auf dem Ausdruck zur Einlösung Ihres E-Rezepts genau in den Rahmen. Sie können mehrere E-Rezepte nacheinander scannen. Die Erkennung des Codes erfolgt automatisch.

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Kreisrunder Haarausfall

Kreisrunder Haarausfall ist eine häufige Spezialform des herkömmlichen Haarausfalls, der nicht mit androgenem oder diffusem Haarausfall gleichzusetzen ist. Es handelt es sich um einen krankhaften Haarausfall, der nicht mit einer Tonsur und dem Haarverlust von Männern am Hinterkopf in runder Form gleichzusetzen ist. Stattdessen kann der kreisrunde Haarausfall (wissenschaftlich: Alopecia areata) an jeder Stelle des Kopfes sowie am Bart eintreten.

Es handelt sich um eine krankhafte Art des Haarausfalls, die vor allem in der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter bis zum 30. Lebensjahr eintritt. Der lokale Haarausfall, der sich auf runde und klar umrissene Bereiche beschränkt, ist die Folge einer Entzündung. Bei der Alopecia areata handelt es sich sogar um die häufigste Form des entzündlichen Haarausfalls, schätzungsweise mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind hiervon betroffen. Die Entwicklung wird als Autoimmunerkrankung gewertet, d. h. das Abwehrsystem des Körpers richtet sich aufgrund von Fehlinformationen lokal gegen die Zellen der Haarwurzeln.

Diese Art des Haarausfalls lässt sich vergleichsweise gut diagnostizieren, da sie mit bloßem Auge gut erkennbar ist. Für die medizinische Abklärung ist eine Biopsie der Kopfhaut oder die Entnahme mehrerer Haare der umliegenden Region üblich, um die potenzielle Autoimmunreaktion zu erkennen. Auf dieser Basis lässt sich eine oftmals erfolgreiche Therapie gegen den kreisrunden Haarausfall einleiten.

Was tun gegen kreisrunden Haarausfall

Unterschiedliche Therapieformen

Von vielen deutschen Universitäten und Kliniken wird eine Immuntherapie gegen den kreisrunden Haarausfall angeboten. Diese Therapieform ist jedoch noch nicht offiziell wissenschaftlich zugelassen. Hierbei wird ein Prinzip genutzt, das bei anderen Autoimmunerkrankungen angewendet wird: Es wird ein Wirkstoff auf die Kopfhaut aufgetragen, der eine Abwehrreaktion hervorruft und die Abwehrzellen von den bislang angegriffenen Haarzellen ablenkt. Diese können sich in der Zwischenzeit erholen, so dass es wieder zu einem regulären Haarwachstum kommen kann. Leider ist die Therapie nicht frei von lokalen Nebenwirkungen, bei vielen Patienten schuppt sich die Haut oder zeigt einen starken Juckreiz.

Es gibt andere Therapieformen, die jedoch nicht weniger umstritten sind. So wird vielerorts die Kombination aus einer Medikamentengabe und der Bestrahlung mit ultraviolettem Licht vorgenommen. Durch das gereichte Präparat wird die Haut lichtempfindlicher und soll besser auf die Bestrahlung ansprechen. Die früher übliche Anwendung dieser Therapie hat über die Jahre an Bedeutung verloren, da sie eventuell für ein steigendes Hautkrebsrisiko verantwortlich gemacht werden kann.

Mittel gegen kreisrunden Haarausfall

Wie an den Therapieformen erkennbar, handelt es sich um eine medizinisch große Herausforderung, kreisrunden Haarausfall zu beseitigen. Gerade der Ansatz der Immuntherapie verspricht jedoch einen guten Heilungserfolg, sofern der Körper nicht überempfindlich reagiert und zu Nebenwirkungen neigt. Als Alternative ist die Behandlung mit Medikamenten möglich, die sich jedoch über Monate zieht und viel Geduld erfordert. Hierbei werden Lösungen auf Basis von Glucocorticoiden angewendet, die den Stoffwechsel beeinflussen. Bekannte Wirkstoffe, die auf dieses Wirkprinzip zurückgreifen, sind Clobetasol und Mometason. Eine Kombination von Mitteln gegen Haarausfall mit zusätzlichen Mitteln zur Hautpflege ist anzuraten, gerade wenn die Glucocorticoide über Monate aufgetragen werden und Einfluss auf die Hautschichten nehmen. Therapiebegleitend kann die Kopfhaut mit beruhigenden und rückfettenden Shampoos wie z.B. Linola® Shampoo oder Linola® Shampoo forte behandelt werden.
Neben einer Glucocorticoid-Therapie besteht die Möglichkeit gezielt Zink-Präparate einzusetzen. Zink kann als Immunmodulator wirken und soll gestörte immunologische Reaktionen des Körpers wieder in die richtige Bahn lenken. Gesicherte wissenschaftliche Belege existieren derzeit allerdings noch nicht. Die Einnahme sollte außerdem in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.