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Gliederschmerzen - Verbreitetes Symptom

Gliederschmerzen sind eine typische Begleiterscheinung von Erkältungen, die sehr häufig nach einem stärkeren Ausbruch des grippalen Infektes zusammen mit Fieber auftreten. Empfunden wird der Gliederschmerz vorrangig in den Extremitäten, also Armen und Beinen, nicht selten mit einem zusätzlichen Gefühl der Schwäche verbunden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, was bei Gliederschmerzen im Körper genau passiert und wie Sie eine sinnvolle Behandlung gegen dieses Symptom einleiten können.

Wodurch entstehen Gliederschmerzen

Bei einer Erkältung sind die Gliedmaßen nicht selbst von den Viren oder Bakterien betroffen, die Atemwege und Schleimhäute befallen haben. Stattdessen ist der Schmerz in Armen und Beinen eine Folge der Immunabwehr, die der Körper bei der Erkältung einleitet. Hat der Körper erkannt, dass er das Immunsystem aufgrund des grippalen Effektes hochfahren muss, werden Botenstoffe vom Gehirn aktiviert, die das Nervensystem des gesamten Körpers ansprechen und hierdurch ein diffuses Schmerzempfinden auslösen.

Gliederschmerzen werden primär in den Armen und Beinen wahrgenommen und hier vor allem in den muskulösen Regionen der Extremitäten. Ob eher die Oberschenkel und -arme bzw. Unterschenkel und -arme betroffen sind, weicht von Person zu Person ab, häufig ist es ein durchgängiger, leichter Schmerz über die gesamten Körperteile hinweg.

Warum hat man überhaupt Gliederschmerzen?

Ein genauer Blick auf die Immunreaktion

Die Abwehrreaktion des Körpers wird durch Botenstoffe hochgefahren und zugleich die Schmerzempfindlichkeit abgesenkt. Die Nervenzellen im gesamten Körper melden deshalb schneller einen Schmerzreiz.
Alles, was in dieser Phase der Erkältung an diffusem Schmerz im Körper empfunden wird, ist eine Folge der genannten Botenstoffreaktion. Schmerzen in anderen Körperregionen vom Kopf über den Bauch bis zum Unterleib werden als Symptom zwar nicht als Gliederschmerzen bezeichnet, basieren jedoch auch auf dieser Körperreaktion. Häufig entspringen die wahrgenommenen Gliederschmerzen auch nicht nur einer Myalgie, also schmerzenden Muskeln, sondern entstehen im Zusammenspiel mit den Schmerzen von Gelenken und Knochen.


Einen echten Nutzen im Sinne der Bekämpfung eines grippalen Infektes haben Kopf- und Gliederschmerzen nicht. Sie sind vielmehr als Nebenwirkung zu verstehen und leider nicht zu verhindern, wenn der Körper die wichtigsten Abwehrzellen anspricht, über die der gesunde Organismus verfügt. Starke Schmerzen können aber medikamentös abgeschwächt werden, sollten aber als Indikator für ein funktionierendes und gestärktes Immunsystem gesehen werden.