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Rückenschmerzen - von akut bis chronisch

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Jährlich sind viele Millionen Menschen wegen Rückenschmerzen in Behandlung, die vom akuten Bandscheibenvorfall bis zum chronischen Schmerzgefühl mit eingeschränkter Beweglichkeit reichen. Vor allem langes Sitzen im Büro und die passive Lebensweise ohne Sport sorgen dafür, dass Rückenleiden chronisch werden und unser gesamtes Leben beeinflussen. Im Folgenden erfahren Sie, wie Rückenschmerzen entstehen können und auf welche Weise Sie gegen dieses Leiden vorgehen können.

Allgemeine Informationen zu Rückenschmerzen

Was sind Rückenschmerzen?

Die Bezeichnung Rückenschmerzen ist sehr allgemein. Unter dem Begriff werden alle Schmerzen des Rückens zusammengefasst, die vom Schulter- und Nackenbereich bis hinunter zum Steißbein reichen können. Allerdings ist damit nicht die Ursache der Schmerzen gemeint, die akut oder chronisch sein kann. Wird statt der Bezeichnung Rückenschmerzen ein medizinischer Fachbegriff verwendet, grenzt dies die Körperregion und die Art des Schmerzes genauer ein.

Differenzierungen der Schmerzen

Es gibt typische Formen des Rückenschmerzes, die besonders häufig auftreten und eine medizinische Fachbezeichnung besitzen. Hierzu gehört das LWS-Syndrom als Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, oft im Volksmund auch als Kreuzschmerzen bezeichnet. Treten diese akut nach einer falschen Bewegung auf, wird vom Hexenschuss gesprochen. Hiervon abzugrenzen ist die Dorsalgie, bei der Schmerzen im oberen Rückenbereich von der Brustpartie bis zu den Schultern gemeint sind. Das HWS-Syndrom bezeichnet Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule und des Nackens.

Viele Formen der Rückenschmerzen lassen sich einer eindeutigen Ursache zuschreiben und gelten als akut. Beispielsweise kann ein Lendenwirbel oder der Ischiasnerv im unteren Rückenbereich eingeklemmt sein. Im Gegenzug können Rückenschmerzen durch dauerhafte Fehlhaltungen oder einseitige Belastungen chronisch werden, da hier Muskeln und Gelenke übermäßig belastet werden. Durch die vielen Stunden des Tages die Millionen Menschen am Schreibtisch verbringen, wird kein oder nur in geringem Maße Sport betrieben, sodass sich diese Form der Rückenschmerzen mittlerweile als Volkskrankheit herausgestellt hat.

 

Wer kann darunter leiden?

Unter Rückenschmerzen kann grundsätzlich jeder Mensch unabhängig von Alter, Geschlecht und täglichen Gewohnheiten leiden. Allerdings gibt es Risikofaktoren, die ein Auftreten wahrscheinlicher machen. Vor allem eine starke Muskulatur verhilft zu einem flexiblen und gesunden Rücken, weshalb fehlender Sport oder die immer gleichen Bewegungen im Alltag zum Problem werden können.

Doch auch bei einem durchtrainierten Körper ist das Risiko gegeben, durch eine falsche Bewegung einen Nerv einzuklemmen oder Verschiebungen in der Wirbelsäule zu erleiden. Sogar das Sporttraining selbst kann zum Auslöser der Schmerzen werden, beispielsweise wenn mit zu hohen Gewichten trainiert oder ein falscher Laufstil erlernt wird. Immer häufiger werden auch Stress und psychische Probleme als Auslöser von sogenannten psychosomatischen Rückenschmerzen erfasst. Spätestens hier wird deutlich, dass die Symptome jeden treffen können.

Das Krankheitsbild Rückenschmerzen

Was sind die Ursachen für Rückenschmerzen?

Da Rückenschmerzen in diversen Formen auftreten können, sind auch die Ursachen entsprechend vielseitig. Zunächst sind rein physische und orthopädische Ursachen zu nennen, die durch Verschiebung der natürlichen Anatomie entstehen. Dies kann durch akute Außeneinflüsse wie bei Wirbelbrüchen entstehen, genauso wie durch falsche Bewegungen beim klassischen Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss. Schmerzen dieser Art sind stark und akut, mit der richtigen Behandlung sollten jedoch keine Folgeschäden auftreten. Die Rückenprobleme verheilen im Laufe von Wochen oder Monaten, hiernach müssen im Regelfall keine weiteren Einschränkungen gefürchtet werden.

Eine weitere Ursache für Rückenschmerzen sind Blockierungen oder verhärtete Muskeln. In allen Fällen sind keine fließenden und reibungslosen Abläufe von Muskulatur und Knochengerüst mehr möglich, so dass es zum Überspringen von Knochen, Knorpeln oder Gelenken kommt. Je nach Verlauf von Nervenbahnen in diesen Regionen wird ein regelmäßiger oder pulsartiger Schmerzimpuls wahrgenommen. Im Unterschied zu den oben beschriebenen Schmerzen lassen sich diese Rückenschmerzen vornehmlich bei bestimmten Bewegungen wahrnehmen. Typisch sind Blockaden in den Lendenwirbeln L4 und L5 sowie bei einem eingeklemmten Ischiasnerv, auch in der Halswirbelsäule sorgen Blockaden häufig für Schmerzen.

Kommt es zu Schmerzen im mittleren oder unteren Rücken und liegen keine akuten Auslöser vor, sollte eine innere Ursache der Rückenschmerzen ausgeschlossen werden. Beispielsweise können Entzündungen des Rippenfells oder des Nierenbeckens für das unangenehme Gefühl sorgen, gleiches gilt für Nieren- oder Gallensteine. Selbst drastische Erkrankungen wie ein Herzinfarkt oder eine Lungenembolie können sich durch plötzlich auftretende Rückenschmerzen ankündigen. Ob hier ein persönlich höheres Risiko vorliegt, sollte durch einen Internisten abgeklärt werden.

Schließlich hat in den letzten Jahrzehnten die Psychosomatik bei Rückenschmerzen an Bedeutung gewonnen. Viele Menschen leiden im wahrsten Sinne des Wortes unter den Lasten des Alltags, die sich in Schmerzen vom Nacken bis zum unteren Rücken manifestieren. Häufig wird auf diese Ursache von Rückenschmerzen verwiesen, wenn keine anatomischen oder inneren Auslöser erkennbar sind. Auch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren ist denkbar, beispielsweise wenn eine erschlaffte Rückenmuskulatur und zugleich eine stressige Lebensphase vorliegt.

Symptome

Ähnlich vielfältig wie die Ursachen der Rückenschmerzen sind ihre Symptome. Grob lässt sich aus den Symptomen herleiten, welche Art von Erkrankung vorliegt, eine eindeutige Zuordnung gibt es aber leider nicht. Die folgenden Symptome und ihre Beschreibung sind deshalb als grober Anhaltspunkt für die eigene Diagnose zu verstehen, eine endgültige Abklärung wird alleine durch den Orthopäden oder Internisten möglich.

Dumpfes Ziehen:


Bei bestimmten Bewegungen werden Rückenschmerzen als unangenehmes Ziehen wahrgenommen, das in allen Rückenpartien eintreten kann. In diesem Fall ist eine verspannte Muskulatur der wahrscheinlichste Auslöser, gerade wenn der Rückenschmerz wiederholt bei bestimmten, gleichartigen Bewegungen eintritt. Eine Stärkung und Entspannung der Muskulatur kann langfristig von diesen Rückenschmerzen befreien.

 

Ziehen Schmerzen in Schulter/Nacken:


Dieses Symptom kann als Unterform des dumpfen Ziehens angesehen werden. Es tritt sehr häufig im Nacken bis hinüber zu den Schultern auf. Gerade hier ist von einer überlasteten oder verspannten Muskulatur auszugehen. Wer täglich auf den Bildschirm starrt, kann über Monate und Jahre eine ungesunde Körperposition einnehmen. Gerne wird hier vom "Schildkrötenpanzer" gesprochen, bei dem die Schultern nach vorne geneigt und der Kopf abgeknickt sind. Eine typische Haltung, die bereits von jungen Leuten beim Blick aufs Smartphone eingenommen wird.

 

Plötzlicher Lendenschmerz:


Tritt urplötzlich ein stechender Schmerz im unteren Rücken auf, liegt sehr wahrscheinlich ein Hexenschuss vor. Das freie Bewegen des Rückens ist in diesem Fall stark eingeschränkt. Bereits bei der kleinsten falschen Bewegung durchfährt den Rücken ein blitzartiger Schmerz. Durch Niesen oder Husten wird der Schmerzimpuls ebenfalls ausgelöst, der im Regelfall nach wenigen Tagen selbst verheilt. Das Hochlegen der Beine in einem 90-Grad-Winkel kann zur wesentlichen Entlastung beitragen.

 

Stechender Schmerz im Leistenbereich:


Ähnlich wie der Hexenschuss, jedoch im vorderen Bereich zwischen Leisten und Beinen anzutreffen, sind Probleme mit dem Ischias. Bei diesem handelt es sich um einen Nerv, der eingeklemmt sein kann oder auf den Knochen und Muskeln bei falscher Bewegung drücken. In vielen Fällen endet dieser Schmerz beim Lösen einer Blockade, auch das stärken der Bein- und Unterleibsmuskulatur kann für eine Besserung der Beschwerden sorgen.

 

Starke Schmerzen im Rücken:


Ist ein akuter und anhaltender Rückenschmerz im unteren Rücken wahrzunehmen, handelt es sich vermutlich um einen klassischen Bandscheibenvorfall. In diesem Fall ist es zu einer grundlegenden Verschiebung eines oder mehrerer Wirbel gekommen, was am häufigsten in der Lendenwirbelsäule eintritt. Da hier zahllose Nervenbahnen verlaufen und durch den Vorfall erheblich irritiert werden, reichen die weiteren Symptome von ausstrahlenden Schmerzen in andere Körperregionen bis zu Kälte- oder Lähmungserscheinungen. Im Regelfall kann hier nur der Arzt weiterhelfen, schlimmstenfalls durch eine schnell einzuleitende Operation.

Natürlich können weitere Symptome auftreten, die als akuter oder chronischer Schmerz bzw. bei Druck auf die entsprechende Körperstelle wahrnehmbar sind. Bleibt der Schmerz über einen längeren Zeitraum spürbar, ist die ärztliche Abklärung anzuraten. Nur hierdurch lässt sich eindeutig feststellen, ob die Rückenschmerzen von der Wirbelsäule, der Muskulatur oder inneren Organen herstammen bzw. psychosomatische Ursachen haben könnten.

Sind Rückenschmerzen vererbbar?

Die Neigung zu Rückenschmerzen kann vererbt werden, allerdings sind Gene in den wenigsten Fällen die Hauptursache für plötzliches oder chronisches Leiden. Häufiger liegt es an der Lebensweise der betroffenen Person, die mit wenig Sport, langem Sitzen und den immer gleichen Alltagsbewegungen den Rücken schwächt.

Verfügt ein oder beide Elternteile über eine Vorbelastung wie ein schwaches Bindegewebe oder brüchige Knochen, kann dies über das Erbgut an die nächste Generation weitergegeben werden. Im Laufe des Lebens kann hierdurch das Risiko für Rückenschmerzen oder einen Bandscheibenvorfall steigen. Dies sollte nicht als Ausrede angesehen werden, dass ich der oder die Betroffene in ihr Schicksal fügt. Im Gegenteil: Selbst wenn eine erbliche Vorbelastung vorliegt und die Eltern einen Bandscheibenvorfall oder chronische Rückenschmerzen erlitten haben, sollte gezielt gegengesteuert werden. Regelmäßige Fitness und eine bewusste Lebensweise helfen dabei, sich nicht dem Risiko Rückenschmerzen wehrlos auszusetzen und aktiv gegen drohende Beschwerden vorzugehen.

Rückenschmerzen als Folgen von anderen Krankheiten?

Rückenschmerzen sind nicht immer das wichtigste Symptom einer Erkrankung, sondern können auch als Begleiterscheinung auftreten. Am häufigsten gilt dies für Entzündungen im Inneren des Körpers, die in ihrer Entstehung nicht von echten Rückenschmerzen zu unterscheiden sind. Niere, Galle und Harnleiter sind die Organe, bei denen am häufigsten Entzündungen durch zusätzliche Rückenschmerzen wahrgenommen werden.

Oft besteht ein Zusammenhang zwischen Herzerkrankungen und Schmerzen im oberen und mittleren Rücken. Diese treten verstärkt unter Belastung des Körpers ein, die je nach Patient mit plötzlicher Kurzatmigkeit oder Herz-Rhythmus-Störungen verbunden sind. Eine Herzschwäche bis hin zum Herzinfarkt lässt sich durch Verkrampfungen der Herz- und Rumpfmuskulatur wahrnehmen, was als Schmerzimpuls bis in den Rücken hinein ausstrahlt.

Letztlich ist ein Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und verschiedenen Problemen im Bereich Magen-Darm gegeben. Beispielsweise kann durch falsche Nahrung ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür entstanden sein, dessen Schmerzen auch im Rücken wahrgenommen werden. Durch einen allergischen Auslöser oder Giftstoffe kann es zu einer Überreaktion des Nervensystems kommen, was neben anderen Körperregionen auch die Rückenpartie betrifft. Rückenschmerzen als Begleiterscheinung sind insgesamt also keine Seltenheit und erschweren eine saubere Diagnostik erheblich.

Die Behandlung von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind auf viele Weisen behandelbar, die es auf die jeweilige Ursache der Schmerzen abzustimmen gilt. In vielen Fällen wird lediglich das Symptom bekämpft, um die Rückenschmerzen zu lindern und neue Lebensqualität zu gewinnen. Zum dauerhaften Nachlassen der Schmerzen kommt es erst, wenn die Hauptursache beseitigt wurde. Dies gilt beispielsweise für das Überwinden einer internistischen Erkrankung oder die Stärkung der Muskulatur in Rücken, Schulter und Nacken.

Medikamente gegen Rückenschmerzen


Wenn akute oder chronische Rückenschmerzen als unerträglich wahrgenommen werden, lässt sich mit klassischen Schmerzmitteln vorgehen. Zu den bekanntesten Arzneimitteln, gehören Dolormin, Paracetamol und Diclofenac. Neben der Einnahme in Tablettenform werden Salben und Gels angeboten, die sich direkt auf die schmerzende Rückenpartie auftragen lassen. Hier wird die Durchblutung gefördert, so dass das Einreiben vor allem bei Muskelverspannungen und -schmerzen weiterhilft.


Therapie-Möglichkeiten


Reicht die Behandlung mit Medikamenten nicht mehr aus, muss eine andere Therapie eingeleitet werden. Werden muskuläre Probleme vermutet, ist die Behandlung mit Wärme die beste Wahl, beispielsweise durch Rotlicht. Bei tieferliegenden Problemen und starken Verspannungen kann der Orthopäde eine Spritze setzen, um zur Entspannung der Muskeln beizutragen. Sofern eine Blockade oder Fehlstellung vermutet wird, ist diese durch sanfte Massagen oder ein behutsames Einrenken zu beseitigen. Einem solchen Eingriff durch den Arzt sollten Übungen folgen, die zu Hause durchgeführt werden und eine Rückkehr in die Fehlposition verhindern sollen.

Zur Therapie gehört außerdem ein kritischer Blick auf die Alltagsgewohnheiten und Faktoren, die für chronische Rückenschmerzen sorgen können. So verbringen wir knapp ein Drittel unseres Lebens im Bett, die Qualität der Matratze und ein orthopädisch angepasster Lattenrost spielen deshalb eine wesentliche Rolle für die Rückengesundheit. Der Orthopäde klärt gemeinsam mit Ihnen ab, was Sie für einen gesunden Nachtschlaf benötigen und wie Sie zur echten Entlastung des schlafenden Körpers beitragen können. Gleiches gilt für die Anpassung von Einlagen, falls Rückenschmerzen durch ein fehlerhaftes Laufverhalten aufgrund unterschiedlicher Beinlängen entstehen. Da die Ursachen für Rückenschmerzen so vielfältig sein können, ist eine individuell abgestimmte Therapie essenziell.


Hausmittel, homöopathische Mittel und Heilkräuter


Das wichtigste Hausmittel für die Behandlung von Rückenschmerzen ist Wärme und Bewegung. Wärme bringt Sie vor allem voran, wenn eine verhärtete oder verspannte Muskulatur für Fehlhaltungen verantwortlich ist oder auf Nervenbahnen drückt. Das oben genannte Rotlicht kann im Kleinformat auch für zu Hause gekauft werden, ansonsten helfen Körnerkissen oder Wärmflasche weiter.

Wurde in früheren Jahrzehnten noch empfohlen, dass ein schmerzender Rücken Ruhe benötigt, wird heute verstärkt zur Bewegung geraten. Sofern nicht eine innere Erkrankung oder ein akuter Bandscheibenvorfall vorliegt, können Sie bereits mit einfachen Fitnessübungen oder Yoga einen wichtigen Beitrag gegen die Schmerzen leisten. Bedenken Sie immer, dass der Aufbau von Muskulatur Wochen benötigt und der Körper umlernen muss, um liebgewonnene Fehlpositionen zu vermeiden. Kombiniert mit Wärme und einem Medikament bei zu starken Rückenschmerzen werden Sie diese Phase gut überbrücken können.

 

Vorbeugen von Rückenschmerzen

Leider setzen sich die meisten Menschen erst mit dem Thema Rückenschmerzen auseinander, wenn es zu spät ist. Dabei stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen, einem schwachen Rücken gezielt vorzubeugen. Die wichtigsten Methoden und Maßnahmen haben wir im Folgenden zusammengestellt. Viele benötigen etwas Engagement und das Überwinden des inneren Schweinehundes, tragen jedoch wesentlich zu Ihrer Lebensqualität und der Verhinderung von Rückenschmerzen bis ins hohe Alter bei.

Maßnahmen zur Vorbeugung

1) Regelmäßige Bewegung


Ein starker Rücken hat keine Schmerzen! So trivial dies klingt, vernachlässigen die meisten Menschen die Stärkung ihres Rückens durch regelmäßige Bewegung. Hierfür müssen Sie nicht zwingend ins Fitnessstudio gehen und Gewicht stemmen, auch wenn dies einen zusätzlichen Beitrag für einen starken Rücken leisten kann. Bereits ausreichend Bewegung im Alltag reicht aus, um Muskeln und Gelenke fit zu halten und chronische Fehlhaltungen zu vermeiden. Klassische Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren sind genauso geeignet wie Gymnastik und Fitness. Auch der Alltag hält viele Möglichkeiten zur Bewegung bereit: Stehen Sie beispielsweise im Büro auf, wenn Sie zum Kopierer oder Drucker möchten, anstatt die Strecke mit Ihrem rollbaren Bürostuhl zurückzulegen.

Wenn Sie mehr über das Thema Bewegung bei Rückenschmerzen erfahren möchten, finden Sie hierzu in unserem Blog einen gesonderten Artikel.

2) Besuche einer Rückenschule


Wenn Sie bereits mit ersten Schmerzen und Problemen Ihres Rückens vertraut sind, werden Sie an gezielten Bewegungen und Übungen zum Gegensteuern interessiert sein. Eine Rückenschule bietet sich hierfür an, die vielerorts von Volkshochschulen oder Physiotherapeuten angeboten wird. Häufig gibt die Krankenkasse sogar einen finanziellen Zuschuss für die Kursteilnahme. In der Rückenschule lernen Sie Übungen für Ihren Rücken kennen, die Sie täglich oder mehrmals in der Woche absolvieren sollten. Moderne Trainingsgeräte wie die Blackroll ermöglichen das eigenständige Auflösen von Druckpunkten und verklebten Faszien. Natürlich sollten Sie Ihre Kenntnisse aus der Rückenschule in den Alltag übernehmen und die Übungen zu Hause regelmäßig wiederholen.

3) Richtiges Heben und Bewegen


Während obige Präventionsmaßnahmen vor allem gegen chronische Schmerzen durch einen sukzessiv schwächeren Rücken vorgehen, lässt sich auch gegen akute Rückenschmerzen ein wertvoller Beitrag leisten. Um keinen Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall zu erleiden, sollten Sie im Alltag einen kritischen Blick auf verschiedene Bewegungen werfen. Vor allem das Heben schwerer Gegenstände stellt ein Problem für den geschwächten Rücken dar. Gewichte sollten stets aus den Beinen und nicht dem Rücken heraus gehoben werden, eine entsprechende Technik lässt sich schnell erlernen. Dies mag anfangs schwer fallen, da die entsprechenden Muskelgruppen nicht ausreichend ausgebildet sind. Mit der Zeit werden diese jedoch automatisch trainiert und ermöglichen Ihnen ein gesundes Heben. Gleiches gilt für die Vermeidung abrupter Drehbewegungen oder das Aufheben von heruntergefallenen Gegenständen.

4) Ergonomie in Arbeit und Freizeit


Auch wenn Sie in Ihrer Freizeit regelmäßig Sport treiben - viele Stunden der Woche verbringen sie weiterhin vor dem Computerbildschirm am Schreibtisch oder auf der Wohnzimmercouch. Hier zu erkennen, dass falsche Körperpositionen für eine Schwächung der Muskulatur und Rückenschmerzen verantwortlich sein können, ist der erste Schritt zur Besserung. Setzen Sie sich kritisch mit Ihren Gewohnheiten auseinander und bringen Sie mehr Ergonomie in den Alltag. Passen Sie beispielsweise Bürostuhl und Schreibtischplatte an Ihre individuelle Körpergröße an, um Fehlhaltungen während der Arbeit zu vermeiden. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Haltung am Schreibtisch und passen Sie diese immer wieder an, bis Ihr Unterbewusstsein umgelernt hat. Dauerhaft eine starke und entlastete Körperposition einzunehmen, wirkt schließlich mehr als wenige Stunden Sport pro Woche.

 

Vorbeugen mit Hausmitteln, homöopathischen Mitteln und Heilkräutern

Sind Rückenschmerzen erst einmal eingetreten, gibt es zahlreiche Behandlungsformen von der Spritze über Rotlicht bis zu Massagen und Gymnastik. Viele Betroffene wählen einen bewusst schonenden Weg und vertrauen auf Hausmittel oder die Homöopathie. Auch zur Vorbeugung stehen Ihnen viele solcher Mittel neben den oben genannten Maßnahmen offen. Regelmäßige Bewegung und eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes werden diese Mittel jedoch nicht ersetzen können.

Bewegung wie die regelmäßige Morgengymnastik sind ein ähnlich traditionelles Hausmittel wie Atemübungen. Das tiefe Ein- und Ausatmen versorgt den gesamten Organismus mit mehr Sauerstoff. In Kombination mit gymnastischen Übungen tragen sie dazu bei, Giftstoffe und Ablagerungen aus den Muskelzellen und Wirbeln herauszupressen und frische Nährstoffe in diese hineinzubringen. Dies hält den Rücken gerade in der zweiten Lebenshälfte fit, wo Knochen und Knorpel brüchiger werden und die Körperzellen langsamer regenerieren.

Ansonsten lohnt ein Blick auf die Ernährung, um mit den richtigen Nährstoffen den Rücken zu stärken. So ist auf ein normales Gewicht zu achten, da Extreme in beiden Richtungen zur Belastung für den Rücken werden. Übergewicht belastet Knochen, Muskeln und Gelenke, wodurch ein schnellerer und früherer Verschleiß eintritt. Bei Untergewicht steigt das Risiko der Osteoporose, so dass im Alter Knochen und Knorpel brüchiger werden. Für einen starken Rücken ist Calcium der wichtigste Mineralstoff, bis zu 1.000 Milligramm pro Tag sind empfehlenswert. Hierneben sollte Sie auf eine ausgewogene Kost mit vielen Vitaminen achten, vor allem die Vitamine A und D werden oft nicht in ausreichender Dosis zugeführt.

Vermeiden sollten Sie größere Mengen von Alkohol, die zur Belastung für die Leber werden und langfristig zu einer Schädigung der Knochenzellen beitragen können. Kommen Sie mit einer sehr fettigen Ernährung täglich über Ihren Grundbedarf, droht außerdem Übergewicht und hierdurch eine größere Last für Ihren Rücken und den gesamten Körper.

Rückenschmerzen und Lebensqualität

Schlafen, arbeiten, bewegen - akute oder chronische Rückenschmerzen spielen in alle Lebensbereiche ein und haben einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität. Einzelne der oben angesprochenen Themen möchten wir im Folgenden etwas genauer darstellen, um Ihnen trotz Schmerzen Perspektiven im Alltag aufzuzeigen und mehr Lebensfreude durch einen anderen Umgang mit Ihren Rückenschmerzen zu gewinnen.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft


Der Körper einer schwangeren Frau durchläuft viele Veränderungen. Dazu gehört eine stattliche Gewichtszunahme, die nicht nur durch das Eigengewicht des heranwachsenden Babys entsteht. Durch die Lage der Gebärmutter mit dem entstehenden Kind verteilt sich das Körpergewicht der Frau etwas weiter nach vorne, was zwangsläufig zu einer starken Belastung für den Rücken wird. Gerade in den letzten Wochen vor dem Geburtstermin klagen viele Hochschwangere über stärkere Rückenschmerzen.


Sinnvolle Maßnahmen gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft


Schmerzen dieser Art sind völlig normal und stellen kein Risiko für Mutter und Kind da. Auch wenn die Traglast hoch ist und nicht komplett durch spezielle Umstandskleidung aufgefangen werden kann, helfen einfache Tricks bei der Vermeidung drohender Rückenschmerzen. So sollte sich die Schwangere bewusst machen, wie sich ihr Körper verändert und dass dieser durch das Zusatzgewicht zu einem Hohlkreuz neigt. Ein rechtzeitiges und regelmäßiges Gegensteuern durch Vorschieben des Beckens hilft dabei, drohenden Schmerzen entgegenzusteuern.

Ansonsten helfen Wärme und Massagen des Kreuzbeins dabei, die gesamte Rückenmuskulatur zu entspannen. Dies ist spätestens für die ersten Vorwehen sinnvoll, um eine gezielte Entspannung des Unterleibs und unteren Rückens zu erlernen. Das Tapen des Bauches kann eine wertvolle Unterstützung neben der Umstandskleidung werden, verschiedene Yoga-Übungen verschaffen eine zusätzliche Entlastung. Weitere Tipps hält die Frauenärztin oder die Schwangerengruppe für Sie bereit!

Arbeit und die richtige Büroausstattung

 

Das Rückenschmerzen zu einer Volkskrankheit geworden sind, hat jede Menge mit unserer Arbeitssituation zu tun. In vielen Branchen müssen große Lasten getragen und hart körperlich gearbeitet werden, während in Bürojobs fehlende Bewegung und stundenlanges Sitzen zu einer Belastung für den Rücken werden. Wichtig ist, diese Gefahr für die Rückengesundheit zu erkennen, um im zweiten Schritt die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Neben Sport und Fitness sollten Sie kritisch mit Ihren Büromöbeln und den Bedingungen an Ihrem Arbeitsplatz umgehen, schließlich verbringen Sie hier täglich viele Stunden.

Aufrechtes Sitzen und ein gerader Blick nach vorne sind bei den meisten Schreibtischjobs leider eine Seltenheit. Noch problematischer ist es, wenn seitlich auf den Bildschirm geschaut werden muss und über Stunden hinweg eine unnatürliche Kopfhaltung eingenommen wird. Auch die Höhe von Stuhl und Schreibtisch sollte auf die eigene Anatomie abgestimmt werden, um permanente Fehlhaltungen von Armen oder Beinen zu vermeiden. Bereits einfache Korrekturen helfen, um eine dauerhafte Entlastung des Rückens und der gesamten Muskulatur herbeizuführen.


Lohnt der Kauf ergonomischer Spezialmöbel?


Ob verstellbarer Schreibtisch, Sitzball oder Bürostuhl mit dreidimensionaler Bewegung - die Möbelbranche hat längst die Bedürfnisse von Arbeitnehmern mit Rückenschmerzen erkannt. Über die letzten Jahre sind viele Qualitätsmöbel entstanden, die Bewegung und Ergonomie in den Bürojob bringen - natürlich für einen entsprechenden Kaufpreis.

Möbel dieser Art können tatsächlich Ihren Beitrag zur Bekämpfung von Rückenschmerzen und ihrer Prävention leisten. Gerade wenn Sie sich sonst im Alltag nur wenig bewegen, bringen Sie so sprichwörtlich Schwung in den Arbeitsalltag und schaffen bessere Arbeitsbedingungen. Wunder sollten Sie von diesen Möbeln jedoch nicht erwarten, vor allem wird hierdurch fehlender Sport oder eine passive Lebensweise mit Übergewicht nicht ausgeglichen. Wenn Sie am Arbeitsplatz bewusst für Bewegung sorgen und Ihre Freizeit aktiver gestalten, werden Sie nicht zwingend ergonomische Spezialmöbel kaufen müssen. Wie so häufig entscheidet auch hier der Einzelfall.

Schlafgewohnheiten und Rückenschmerzen

 

Wie wichtig ein gesunder Schlaf für die Entspannung Ihres Rückens ist, wurde oben bereits angesprochen. Hersteller von Matratzen und Betten sind mit dem Problem Rückenschmerzen vertraut und bieten zeitgemäße Lösungen und Systeme an. Beispielsweise erfreuen sich seit einigen Jahren Boxspringbetten größerer Beliebtheit. Diese bieten einen längeren Federweg und schaffen so potenziell eine größere Entlastung für Ihre Rückenmuskulatur. Ob Sie ein Boxspringbett oder ein klassisches Modell wählen sollten, hängt von eventuellen Vorbelastungen und Ihren Vorlieben ab, die sich bei einem Probeliegen herausfinden lassen.


Die richtige Matratze


Material, Qualität, Dicke - es gibt diverse Kriterien beim Kauf einer Matratze. Bei der Neigung zu Rückenschmerzen sollten Sie sich für eine in Zonen eingeteilte Matratze entscheiden. Diese ist in schweren Körperpartien wie Rumpf und Rücken mit einer stärkeren Federung oder dichterem Füllmaterial ausgestattet. Dies sorgt beim Hinlegen für einen größeren Gegendruck und eine bessere Entlastung der Rückenmuskulatur. Außerdem ist die gekaufte Matratze unbedingt auf das Körpergewicht des Liegenden abzustimmen.


Der richtige Lattenrost


Neben der Matratze leistet der Lattenrost einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Rückens. Hochwertige Lattenroste verfügen über Latten im mittleren Drittel, deren Härte sich über Schieber individuell verstellen lässt. Dies ist sinnvoll, um den Gegendruck der Lattenroste anzupassen und beispielsweise auf ein sich veränderndes Körpergewicht einzugehen.

Sie möchten mehr über das Thema gesunder Schlaf und Entlastung Ihres Rückens erfahren? Auch hierzu bietet Ihnen die eurapon Online-Apotheke einen gesonderten Artikel!