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Rheuma - Keine typische Alterserkrankung

Unter dem Oberbegriff Rheuma werden mehr als 100 Erkrankungen zusammengefasst. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang auch vom "Rheumatischen Formenkreis". Zu diesem zählen verschiedene Formen der Arthrose, entzündlich oder degenerativer Genese, z.B. bei Gicht oder Osteoporose,  aber auch Krankheiten wie Fibromyalgie, einer besonderen Form des Weichteilrheumatismus.
Wer von Rheuma spricht, meint jedoch in der Regel die entzündliche Form, die rheumatoide Arthritis, auch als chronische Polyarthritis bezeichnet. Hierbei handelt es sich im Gegenzug zur häufiger vorkommenden Arthrose, um eine entzündliche Immunreaktion, die im Nachfolgenden näher erläutert wird.

Wer ist besonders gefährdet?

Viele Menschen halten Rheuma für eine typische Alterserkrankung, doch weit gefehlt: Rheuma tritt zwar bevorzugt in der zweiten Lebenshälfte auf, grundsätzlich sind jedoch alle Altersklassen gefährdet. Sogar Kinder können an Rheuma erkranken. Insgesamt gelten etwa 0,5 bis ein Prozent der Weltbevölkerung als rheumakrank,Frauen sind fast doppelt so häufig betroffen wie Männer. Außerdem tritt Rheuma häufig in Kombination mit anderen Autoimmunerkrankungen auf, so etwa mit Diabetes Typ 1 oder mit Zöliakie. Auch Übergewichtige haben ein erhöhtes Risiko, an Rheuma zu erkranken. Dieser Umstand ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass im Fettgewebe (vor allem im Bauchfett) zahlreiche Entzündungsbotenstoffe gebildet werden, die das Risiko für eine rheumatische Erkrankung erhöhen.

Krankheitsbild

Der Begriff Rheuma stammt aus dem Griechischen und bedeutet frei übersetzt "ziehender, reißender Schmerz". Zu Beginn der Erkrankung stehen jedoch in der Regel eher allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder eine leicht erhöhte Temperatur. Für den behandelnden Arzt ist es daher gar nicht so einfach, eine Diagnose zu stellen. Der Verdacht auf Rheuma erhärtet sich erst dann, wenn sich konkrete Anzeichen wie warme, geschwollene, gerötete Gelenke und eine zunehmende Gelenksteifigkeit bemerkbar machen. Diese Symptome sind vor allem morgens nach dem Aufstehen stark ausgeprägt und bessern sich häufig im Tagesverlauf.

Meistens sind symmetrische Gelenke betroffen, also etwa beide Handgelenke oder beide Daumen. Rheuma tritt dabei vorzugsweise an den Finger- und Zehengelenken auf. Die Innenhaut der Gelenke, die Sehenscheiden und die Schleimbeutel entzünden sich, was starke Schmerzen zur Folge hat. Schreitet die Krankheit weiter voran, kommt es zu einer eingeschränkten Beweglichkeit sowie zu Gelenkverformungen.

Rheuma beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Gelenke, auch die Organe können in Mitleidenschaft gezogen werden. Rheumapatienten haben daher ein erhöhtes Risiko für rheumatische Augenentzündungen sowie für Entzündungen der Nieren, der Nerven oder des Darms.

Die Krankheit verläuft in Schüben, wobei als Auslöser vermehrt der Einfluss von Autoantikörpern und autoreaktiven T-Zellen vermutet wird. Vermutet wird, dass Infekte, Stress und physikalische Reize dabei eine Rolle beim Auslösen eines Schubes spielen könnten.

Mögliche Ursachen von Rheuma

Wodurch Rheuma ganz konkret verursacht wird, konnte von der Wissenschaft noch nicht vollständig geklärt werden. Sicher ist jedoch, dass Autoimmunprozesse bei der Entstehung der Krankheit eine bedeutende Rolle spielen.

Das Immunsystem von Rheumapatienten ist nicht in der Lage, fremde Substanzen von körpereigenen zu unterscheiden. Die Folge: Fehlgesteuerte Immunzellen wandern in die Gelenke und lösen eine Entzündung aus. Die Haut an den Innenseiten der Gelenke schwillt an und produziert ein Sekret, sodass es zu einem schmerzhaften Erguss kommt. Langfristig entstehen an der Gelenkinnenhaut Wucherungen, die den Knorpel, den Knochen und die Bänder des Gelenks zerstören.

Ob jemand an Rheuma erkrankt, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig - beispielsweise davon, ob Rheuma bereits in der Familie aufgetreten ist, also eine genetische Disposition vorliegt. Auch Umwelteinflüsse wie Nikotin und Alkohol erhöhen das Rheumarisiko.

Mögliche Komplikationen

Die Entzündungsstoffe, die im Körper von Rheumapatienten vermehrt gebildet werden, greifen nicht nur die Gelenke, sondern auch die Innenwände der Blutgefäße an. Menschen mit Rheuma haben daher ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose sowie für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Darüber hinaus kann Rheuma den Alltag der Betroffenen stark beeinträchtigen. Oftmals werden bereits einfach Bewegungsabläufe wie das Zuknöpfen eines Hemdes oder das Binden der Schuhe zu einer großen Belastung. Patientenschulungen, in denen die Erkrankten lernen, den Alltag mit dem Rheuma besser zu meistern, sind daher empfehlenswert. Nicht zuletzt sollten Betroffene nicht davor zurückschrecken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und im Bedarfsfall einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

Wie wird Rheuma diagnostiziert?

Da die Symptome bei Rheuma vor allem in der Frühphase sehr allgemein sind, gestaltet sich die Diagnose oftmals schwierig. Der Krankengeschichte des Patienten, der sogenannten Anamnese, kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

Der Arzt stellt Fragen zu Vorerkrankungen, Erkrankungen in der Familie sowie zum individuellen Lebensstil. Es folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, bei der dem Arzt eventuell bereits die typischen Veränderungen der Gelenke in die Augen fallen. Sämtliche Gelenke werden auf Schwellungen, Funktionsbeeinträchtigungen und Rheumaknoten untersucht. Bei Verdacht auf Rheuma muss der Patient anschließend einen Bluttest und Röntgenuntersuchungen über sich ergehen lassen. Allerdings gilt: Röntgenaufnahmen sind nur dann aufschlussreich, wenn die Gelenke bereits geschädigt sind. Dies ist in der Frühphase der Erkrankung jedoch nicht der Fall. Der Einsatz weiterer bildgebender Verfahren wie der Sonografie (Ultraschalluntersuchung) oder der Magnetresonanztomografie ist daher sinnvoll, denn diese liefern wertvolle Hinweise auf Entzündungsvorgänge im Gelenk.