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Kopfschmerzen - Allgemeinsymptom statt Krankheit

Kopfschmerzen (alternative Bezeichnungen: Kopfweh, Kephalgie, Zephalgie, Cephalaea) sind Schmerzempfindungen, die Betroffene in einzelnen Bereichen des Kopfes spüren. Ausgelöst werden sie, indem schmerzempfindliche Teile des Kopfes gereizt werden. Das könnten beispielsweise diverse Hirnnerven, Blutgefäße direkt im Gehirn oder die Hirnhaut sein. Die Hirnsubstanz selbst ist jedoch aufgrund der fehlenden Nerven nicht in der Lage Schmerzen auszusenden.

In der Medizin gelten Kopfschmerzen nicht als eine Erkrankung, dafür aber als ein Allgemeinsymptom. Dessen Auftreten ist weltweit verbreitet. Neben Rückenschmerzen sind die Kopfschmerzen die häufigsten Schmerzerscheinungen in Deutschland. Statistiken belegen, dass ungefähr fünf Prozent aller Deutschen unter täglichen Kopfschmerzen und sogar rund 70 Prozent unter anfallsartigen oder chronischen Kopfschmerzen leiden. Ebenfalls zeigen Statistiken, dass Frauen und Bewohner von Großstädten häufiger von Kopfweh betroffen sind. Tatsächlich können sie aber auch bei Männern oder Kindern auftreten.

Allgemeines zu Kopfschmerzen

Kopfweh kann sich in ganz unterschiedlichen Formen und variierender Intensität zeigen. In der Regel leidet jeder Mensch mindestens einmal jährlich an Kopfweh, oftmals aber wesentlich häufiger.

Differenziert wird erst einmal in zwei Gruppen: die primären und die sekundären Kopfschmerzen. Primäre Kephalgie geht auf keine klar definierbare Ursache zurück, während sekundäres Kopfweh das Symptom einer anderen, bekannten Störung ist. Sekundäre Kopfschmerzen sind folglich als ein Warnsignal vom Körper zu verstehen, mit dem er mitteilt, dass etwas nicht stimmt. Unabhängig von dieser Kategorisierung, können sich die leidigen Kopfschmerzen plötzlich oder schleichend einstellen, der Schmerz kann pochend, stechend oder ziehend auftreten, zudem kann er lediglich auf eine Hälfte des Kopfes beschränkt sein.

Die Intensität differenziert ebenfalls stark. Mitunter hat man einfach nur das Gefühl eines "schweren Kopfes" mit einem leichten Drücken, teilweise sind es aber auch stark erkennbare Schmerzen, die im Alltag einschränkend wirken können. Eine besonders starke Intensität tritt bei Kopfschmerzarten wie der Migräne oder bei dem Cluster-Kopfschmerz auf. Letzterer ereilt Männer häufiger als Frauen, die Migräne hingegen ist in erster Linie beim weiblichen Geschlecht vorzufinden. Statistiken belegen außerdem, dass Kopfschmerzen im Alter oftmals ein wenig zurückgehen. Demnach leiden Personen mit einem Lebensalter jenseits der 45 unter seltenen und teilweise auch weniger starken Attacken. Ebenso sind Kinder seltener von starken Kopfschmerzen als Erwachsene betroffen. Kopfschmerzen werden aus medizinischer Sicht nach Ursache und Art gegliedert.

Verändert sich das Gehirn durch die Kopfschmerzen?

Das Gehirn selber ist nicht in der Lage Schmerzen zu empfinden. Es verändert sich aus anatomischer Sicht bei Kopfschmerzleidenden also nicht. Was sich hingegen verändert, sind die einzelnen Arterien und Blutgefäße im Gehirn: Diese erweitern sich, was wiederum für den Schmerzimpuls sorgt. Speziell bei Migräne kann sich auch die biochemische Zusammensetzung in einzelnen Bereichen des Gehirns kurzfristig verändern. Studien beweisen zudem, dass das Gehirn auf bestimmte Sensoren und Auslöser empfindlicher reagiert. Leidet man bereits an leichten Kopfschmerzen, können stechende, chemische Gerüche diese temporär verstärken. In diesem Fall weisen einige der Zellverbände im Hirnstamm eine geringfügiger ausgeprägte Erregung als bei gesunden Menschen ohne Symptome auf.

Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?

Insgesamt gibt es im medizinischen Katalog über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Viele davon stehen in direktem Zusammenhang zu einer anderen Grunderkrankung, ihr Auftreten ist wesentlich seltener als das der primären Kopfschmerzen. Nach einer Betaversion der dritten Auflage der "internationalen Kopfschmerzklassifikation" wurden sogar 367 Diagnosen publiziert. Die Schmerzen in der Kopfregion können sich also ausgesprochen vielfältig zeigen.

Am bekanntesten und auch am weitesten verbreitet sind der Spannungskopfschmerz und die Migräne. Beide Arten werden zu den primären Kopfschmerzen gezählt, was die Seltenheit der sekundären Kopfschmerzen noch unterstreicht. In der Regel stehen diese in einem direkten Zusammenhang oder einer Überdosierung von Medikamenten. Auch Grippe und die gewöhnliche Erkältung, Verletzungen oder ein Symptom einer anderen vorliegenden Krankheit können sie zum Vorschein bringen.

Wenn der Kopf drückt

Spannungskopfschmerzen treten gelegentlich in unregelmäßigen Intervallen auf. Üblicherweise handelt es sich um einen leichten bis mittelschweren Schmerz. Die Intensität kann sich kontinuierlich steigern, erreicht aber normalerweise nicht das Schmerzlevel, wie es bei Migräne oder bei Cluster-Kopfschmerzen auftritt. Man vermutet, dass die Spannungsschmerzen auftreten, weil nach einer bestimmten Reizung die Schmerzhemmung im Körper nicht mehr einwandfrei funktioniert. Obwohl Spannungskopfschmerzen in beiden Hälften vom Kopf auftreten, liegt der Fokus des Schmerzes meistens auf einer ganz bestimmten Region. In der Regel der Scheitel, die Schläfen oder die Stirn. Der empfundene Schmerz wird von Betroffenen als dumpf bezeichnet. Am ehesten lässt sich das Gefühl wohl mit einem viel zu eng sitzenden Helm vergleichen, der als Druck auf das Gehirn empfunden wird. Üblicherweise treten bei Spannungskopfschmerzen keine weiteren Begleiterscheinungen auf, oftmals verschwinden sie sogar relativ schnell wieder. Die Dauer variiert zwischen etwa 30 Minuten bis hin zu wenigen Tagen. Einen chronischen Zustand erreichen sie der medizinischen Definition nach, sobald sie an mindestens 10 Tagen im Monat auftreten. Das passiert in der Praxis aber nur selten.

Kopfschmerzen durch Medikamente?

Speziell bei den sekundären Kopfschmerzen ist es unter anderem der medikamenteninduzierte Kopfschmerz, welcher häufiger auftritt. Er wird durch eine zu häufige und zu starke Einnahme von Schmerzmitteln ausgelöst. Was paradox klingt, wird in der Praxis für Betroffene zum großen Problem. Die Schmerzen präsentieren sich in der Regel beidseitig und erlangen eine leichte bis starke Intensität. Weitere Begleitsymptome, wie beispielsweise Übelkeit oder Erbrechen, treten hingegen nur sehr selten auf. Für Betroffene entsteht mitunter ein gefährlicher Teufelskreis. Aus Angst vor weiteren Kopfschmerzen oder einem schlechten Verlauf dieser, mit nachfolgenden, stärkeren Schmerzen, werden weitere Schmerzmittel genommen, die Kopfschmerzen langfristig aber nur begünstigen. Abgesehen von den Schmerzmitteln, kann auch eine Vielzahl anderer Medikamente zum Auslöser für Kopfschmerzen werden, darunter beispielsweise Mittel, die den Blutdruck senken. Diese bezeichnet man im Fachjargon als "Nitratkopfschmerzen".

Cluster-Kopfschmerzen - der Schmerz hinter dem Auge

Unter Männern ist der Cluster-Kopfschmerz häufiger verbreitet als bei Frauen. Diese Form der Kopfschmerzen tritt immer mit einer besonders starken Intensität auf, die Kopfweh werden als absolut unerträglich empfunden. Der Schmerz zeigt sich einseitig und beginnt meist hinter dem Auge, kann aber wandern. Meist fangen die Augen an zu tränen, die Nase kann verstopfen. Auch ein Anschwellen des Augenlids ist denkbar. Prägnant für diesen Cluster-Kopfschmerz ist der Umstand, dass er einerseits unglaublich stark und andererseits sehr unregelmäßig auftritt. Das maximale Schmerzlevel ist oftmals schon nach wenigen Minuten erreicht. Dann können die Cluster-Schmerzen mehrmals täglich erneut auftreten, ihren Beginn haben sie meist plötzlich in der Nacht und treten so stark auf, dass sie Betroffene aus dem Schlaf reißen. Die Dauer dieser einzelnen Attacken ist auf etwa 15 bis 180 Minuten beziffert. Das unregelmäßige Auftreten wird dadurch untermauert, dass die Cluster-Kopfschmerzen teilweise über Monate gar nicht auftreten, dann aber innerhalb kurzer Zeit in mehreren Attacken münden. Cluster-Kopfschmerzen treten insgesamt selten auf, stellen für Betroffene aber eine große Belastung dar. Die genaue Ursache ist unbekannt, man vermutet jedoch, dass Nikotin, Alkohol und flackerndes Licht eine Attacke auslösen oder zumindest begünstigen können.

 

Ab wann sind Kopfschmerzen als eine Migräne zu bezeichnen?

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, an der offiziellen Angaben nach etwa 10 Prozent der Bevölkerung leiden. Sie werden wiederum in mehrere verschiedene Klassen unterteilt, darunter die komplizierte Migräne, Migräne ohne und mit Aura. Bei der Migräne mit der Aura treten schon im Vorfeld weitere Begleiterscheinungen auf, so kommt es mitunter zu optischen Störungen der Wahrnehmung oder zu einer erhöhten Sensibilität gegenüber Berührungen, bei körperlicher Anstrengung oder lauten Geräuschen. Betroffene, die unter Migräne leiden, haben im Regelfall eine bis sechs Attacken pro Monat. Die empfundenen Schmerzen können erst einseitig auftreten, dann zur gegenüberliegenden Seite wandern oder später den ganzen Kopf umfassen. Normalerweise halten solche Migräneattacken für 4 bis 72 Stunden an.

Der Schmerz wird als pulsierend, oftmals als mäßig oder sehr stark empfunden. Typische Begleiterscheinungen, die zwangsweise ebenso auftreten, sind Übelkeit und die eingangs erwähnte, gesteigerte Empfindlichkeit. Mitunter kommt es zudem zu Erbrechen, ausgelöst durch die Übelkeit. Es ist möglich, dass klassische Kopfschmerzen, wie die Spannungsschmerzen, zusammen mit den Schmerzen einer Migräne auftreten. Sie schließen sich also nicht gegenseitig aus. Klassische Kopfschmerzen werden dann als Migräne bezeichnet, wenn diese nicht auf eine andere Ursache zurückzuführen sind, mittel bis sehr stark in Erscheinung treten und zusätzlich mindestens die Übelkeit als Begleitsymptom auftritt. Die Aura, ein Kribbeln im Arm oder das Problem der Wortfindung sind weitere Symptome, die bei klassischen Kopfschmerzen wie vom Spannungstyp nicht auftreten und daher eine Abgrenzung zur Migräne zulassen.

Ursachen für die verschiedenen Kopfschmerzarten

Primäre Kopfschmerzen

Welche exakten Prozesse im Gehirn oder generell im Schädel passieren, sind nach wie vor nicht ausreichend erforscht. Bekannt ist hingegen, was zu primären Kopfschmerzen führen oder diese begünstigen kann.

Speziell beim Spannungstyp, der häufigsten primären Kephalgie-Form, sind es vor allem Flüssigkeitsmangel, schlechte Luft in Innenräumen und Stress, die die Schmerzen hervorrufen können. Weitere Ursachen sind drastische Wetterumschwünge, ein schlechter, nicht ausreichender oder unruhiger Schlaf und häufiges sowie langes Sitzen vor einem PC-Bildschirm. Letzteres tritt vor allem dann auf, wenn der Arbeitsplatz nicht entsprechend sorgfältig ausgestattet wurde oder es sich um einen alten, qualitativ minderwertigen Monitor handelt. Bei Frauen könnten Schwankungen des Hormonlevels ebenfalls Spannungskopfschmerzen hervorrufen. Weitere Risikofaktoren sind das Rauchen sowie mittlere bis größere Mengen von Alkohol. Klassische Verspannungen sind als Ursache nicht auszuschließen. Kopfschmerzen vom Spannungstyp treten demnach mitunter auf, wenn man sich in der Nacht "verlegen" hat. Begleitet werden sie in diesem Fall von einem verspannten oder steifen Nacken beziehungsweise Schmerzen im Hals, den Schultern oder dem Oberrücken.

Sekundäre Kopfschmerzen

Schon eingangs wurde erwähnt, dass sekundäres Kopfweh immer in direktem Zusammenhang zu einer anderen Erkrankung oder äußeren Einflüssen steht. Bei diesen lässt sich also genauer sagen, warum es zu dem pochenden, drückenden oder stechenden Schmerz in der Kopfregion kommt.

Die Ursachen können ausgesprochen vielfältig sein und treten im Wechselspiel zu der Erkrankung selber auf. Schlimmere Erkrankungen können demnach in stärkeren Kopfschmerzen resultieren. Denkbar sind als Auslöser unter anderem ein Hitzeschlag, eine Virusinfektion bei einer Grippe oder Erkältung, eine unmittelbare Verletzung am Kopf oder der Wirbelsäule, wie sie beim Schädelhirntrauma auftritt, oder aber durch Aneurysmen. Letztere sind krankhafte Ausweitungen an der Gefäßwand und der Arterien, die platzen können. Schlaganfälle, Hirninfarkte, Hirnblutungen und Tumore können ebenfalls begleitend in sekundären Kopfschmerzen resultieren.

Eine konkrete Verspannung an der Nackenmuskulatur, eine Unterzuckerung bei Diabetes, Nebenwirkungen von Medikamenten und der Entzug von Drogen oder Nikotin gelten als weitere mögliche Auslöser. Zuletzt soll nicht unerwähnt bleiben, dass sogar Bluthochdruck, ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule oder Asthma zu diesen Schmerzen führen können. Speziell beim Asthma ist das deshalb der Fall, weil das Blut nicht ausreichend Sauerstoff aufnimmt und es dadurch zu einer Unterversorgung des Gehirns kommt. Die riesige Vielfalt möglicher Ursachen macht es oftmals nicht immer einfach, den tatsächlichen Auslöser für die sekundären Kopfschmerzen zu finden. Der behandelnde Arzt wird für seine Diagnose eine generelle Anamnese durchführen. So lassen sich viele der eben genannten Ursachen bereits individuell ausschließen. Leiden Sie häufiger an Kopfschmerzen, gibt es deshalb erst einmal keinen Grund, einen Tumor dahinter zu vermuten. Dieser kann zwar zu sekundären Kopfschmerzen führen, Tumore treten aber mit einer Vielzahl von Begleiterscheinungen auf. Existieren diese nicht, ist er ausgesprochen unwahrscheinlich bis fast unmöglich. Nach diesem Vorgehen kann der behandelnde Arzt also einzelne Ursachen ausschließen oder seine Aufmerksamkeit anderen Gründen widmen, die mit höherer Wahrscheinlichkeit der Auslöser für die Schmerzen sind.

Therapie und Behandlung von Kopfschmerzen

Aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Arten der Kopfschmerzen fallen auch die jeweiligen Therapien sehr vielfältig aus. Zudem haben Betroffene ein großes Arsenal an Mitteln der Selbstmedikation zur Verfügung, allen voran gegen klassische Kopfschmerzen via Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure, die sich in so ziemlich jedem Haushalt finden dürften. Eine dauerhafte Selbstmedikation ist mit solchen Schmerzmitteln allerdings nicht zu empfehlen, zumal verschiedene Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ausgelöst werden können.

Nehmen Sie bereits andere Medikamente ein, sollten Sie deshalb im Vorfeld Absprache mit ihrem Arzt halten, welches Mittel sich am ehesten für Sie empfiehlt. Teilweise verspüren Betroffene schon Linderung, wenn Sie einen heißen Kaffee trinken: Sowohl die Wärme als auch das enthaltene Koffein wirken sich positiv aus.

Bei Kopfschmerzen des Spannungstyps empfiehlt es sich, erst einmal für Entspannung der Muskulatur und der Nerven zu sorgen. Das geht beispielsweise über Massagen, indem man den Kopf und das Genick mit rhythmischen Bewegungen zu lockern versucht oder Wärme auf die verspannten Stellen angewandt wird. Verspannungen zu lösen hat also oberste Priorität und erzielt oftmals bereits gute Ergebnisse.
Speziell bei der Migräne sollten Sie allerdings immer mit Ihrem Arzt besprechen, wie Sie diese behandeln können. Ein häufiges Mittel sind spezifische Wirkstoffe der Gruppe der Triptane.
Generell ist bei länger anhaltenden Kopfschmerzen immer ein Arzt aufzusuchen, vor allem, wenn diese noch von weiteren Symptomen begleitet werden. Betroffene von Cluster-Kopfschmerzen oder anfallsartigen, sehr starken Attacken sollten ebenfalls einen Arzt aufsuchen. Die üblichen Mittel aus der eigenen Hausapotheke erzielen hier mitunter keine ausreichende Wirkung, wenn die Schmerzen tatsächlich sehr stark oder gar unerträglich ausgeprägt sind.

Die Akupunktur als weitere Option, kann Kopfschmerzen sowohl behandeln als auch gegen diese vorbeugen. Ausreichend sportliche Aktivität wirkt sich positiv auf den Kreislauf und den Blutdruck aus, kann also ebenfalls als Prophylaxe genutzt werden. Während des akuten Zustands empfiehlt sich Sport eher weniger, da die Schmerzen dadurch meist noch verstärkt werden. Bei einem häufigen Auftreten von Kopfschmerzen empfiehlt es sich, wenn Betroffene ein sogenanntes "Kopfschmerztagebuch" beziehungsweise einen "Schmerzkalender" führen. In diesen wird eingetragen, wann die Schmerzen auftraten, welche Intensität sie zeigten und wie lange sie andauerten. Zugleich halten Sie hier fest, ob bestimmte Auslöser der Grund sein könnten, ob Sie an einem Tag besonders viel Stress hatten, nichts gegessen haben oder zu wenig Flüssigkeit zuführten. Eventuell eingenommene Medikamente gehören ebenfalls in diesen Kalender übertragen. Zusätzlich können Frauen noch ihren Zyklus listen. Der Kalender hat außerdem den Vorteil, dass Sie diesen zu einem späteren Zeitpunkt dem behandelnden Arzt vorzeigen können. Dieser profitiert von den detaillierten Angaben, erhält dadurch eine verlässliche und umfassende Anamnese und kann mitunter bereits einige Ursachen ausschließen.

Welche Hausmittel und Verfahren eignen sich zur Anwendung bei Kopfschmerzen?

Es stehen viele Mittel aus der Homöopathie zur Anwendung bereit. Der Klassiker ist mit Sicherheit das Pfefferminzöl, welches bereits ab dem sechsten Lebensjahr angewandt werden darf. Dieses Öl wird äußerlich aufgetragen, üblicherweise auf die Stirn und Schläfen. Eine Alternative ist das Teebaumöl, das in der Anwendung mit dem Pfefferminzöl identisch ist. Kompressen auf die Stirn zu legen, entweder kühl oder feuchtheiß, bringt bei einigen Betroffenen ebenfalls eine unmittelbare Verbesserung mit sich. Weiterhin erzielt Weidenrindenextrakt teilweise eine positive Wirkung. Bei manchen Betroffenen hilft es schon viel, wenn Sie sich einfach einen entspannenden Spaziergang an der frischen Luft gönnen. Es ist immer zu beachten, dass Sie ein alternatives Mittel oder Verfahren nicht sofort ausschließen sollten, wenn dieses nicht direkt eine Wirkung zeigt. Mitunter sind die Kopfschmerzen einfach zu stark oder die Ursache wird dadurch nicht angegangen. Sie können dafür bei anderen Kopfschmerzen später eine Wirkung zeigen. Es empfiehlt sich also immer, alternative Hausmittel und Verfahren mehrmals zu probieren.

In der Kopfschmerz-Behandlung weithin beliebt sind Armwickel, die sich das Prinzip der Akupressur zu Nutze machen. Durch Temperaturunterschiede und den sanften Druck auf Schmerzgebiete können sich Kopfschmerzen vom Spannungstyp legen. Pfarrer Kneipp hat zudem noch das relativ bekannte "Wassertreten" als ein natürliches Verfahren gegen Kopfschmerzen geprägt. Dabei "stampfen" beziehungsweise "treten" Sie in Wasser, wodurch ein Temperaturunterschied zwischen kalt und warm auftritt, der unter anderem die Durchblutung fördert. Diese Methode ist in der heimischen Badewanne einfach anzuwenden.
Leiden Sie während der Kopfschmerzen auch an Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, kann eventuell ein neues Kissen eine langfristige Linderung verschaffen. Speziell im Nackenbereich bilden sich Verspannungen meist, weil das Kissen nicht ausreichend gepolstert und die Schlafposition eher ungünstig ist. Als unmittelbare Behandlung wird ein Kissen aber keinen Unterschied ausmachen.

Auf lange Sicht können Sie sich noch anderen naturheilkundlichen Verfahren bedienen. Diese schlagen aber nicht bei allen Betroffenen verlässlich an und ihre tatsächliche medizinische Wirkung gilt als umstritten. Dazu zählen nicht nur die oben gelisteten Wirkstoffe, sondern auch die transkutane elektrische Nervensimulation (TENS). Teilweise sollen Injektionen mit Botox ebenfalls zur Linderung führen und können zudem vorbeugend genutzt werden. Autogenes Training, Massagen, Chirotherapie und manuelle Therapie sind weitere Mittel. Vermuten Sie Stress, Burn-Out oder eine andere psychische Belastung dahinter, empfiehlt sich ein Besuch beim Psychologen. Dieser kann bei seiner Behandlung direkt an der Ursache ansetzen.