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Heuschnupfen – Alle Jahre wieder...

Kennen Sie das? Wie aus heiterem Himmel beginnen Ihre Augen zu tränen, Ihre Haut juckt und Ihre Nase läuft ... und läuft … und läuft. Dabei haben Sie weder kalte Füße bekommen noch können Sie sonstige Zeichen einer Erkältung feststellen. Im Gegenteil: Oftmals "erwischt" es Sie mit solchen Symptomen ausgerechnet im Frühjahr oder Sommer - jener Zeit, die Sie am liebsten draußen verbringen. Doch sobald Sie das Haus verlassen, scheinen sich die Beschwerden noch zu verschlimmern.

Heuschnupfen – ein wahres Volksleiden

Natürlich haben Sie längst erkannt, was wir versucht haben zu umschreiben - das klassische Bild des Heuschnupfens. Auch wenn Sie selbst keinen haben, kennen Sie bestimmt irgendjemanden, der regelmäßig darunter leidet - denn das Phänomen betrifft mehr als ein Viertel der erwachsenen Deutschen. Unter Kindern liegt die Rate sogar noch um einiges höher.
Doch anders als sein Name und die häufigste Erscheinung suggeriert, tritt Heuschnupfen nicht nur im Sommer auf, sondern kann Betroffene das ganze Jahr über ereilen. Abhängig davon, in welchem Monat die Allergie auslösende Pflanze blüht, leiden sie an kalten Wintertagen ebenso stark wie in heißen Monaten. Warum das so ist, wie sich allergisch veranlagte Personen schützen können und wie ein Pollenflugkalender die Betroffenen bei der Prävention unterstützen kann, erfahren Sie im Folgenden.

Was hat der Heuschnupfen mit Heu zu tun?

Nichts! Oder zumindest nicht genug, um die Namensgebung zu rechtfertigen. Eine juckende Nase und damit einhergehendes Augenbrennen oder besonders heftiges Niesen können ihre Ursache zwar tatsächlich in Heu finden - haben aber nicht zwingend etwas damit zu tun. Die Allergische Reaktion ist jedoch nicht auf das Heu selbst zurückzuführen, sondern auf die darin enthaltenen Bestandteile der ursprünglichen Pflanzenblüte. Sie sind die eigentlichen Verursacher des so genannten Heuschnupfens.
Dass die Krankheit trotzdem nach den trockenen Stängeln benannt ist, liegt daran, dass sie zur Zeit des Heu-Machens verstärkt auftritt: Im späten Frühjahr oder im zeitigen Sommer - wenn die noch grünen Halme geschnitten werden – blühen die Gräser. Die umherfliegenden Pollen lösen bei entsprechend veranlagten Menschen starkes Niesen, Fließschnupfen und / oder Augenjucken aus. Weil frühere Generationen die Ursache des Phänomens noch nicht kannten, es aber vornehmlich beim Heu-Machen beobachteten, gaben sie ihm einen scheinbar treffenden Namen.

Warum heißt er trotzdem Heuschnupfen?

Doch auch in späteren und aufgeklärteren Zeiten hat der einmal falsch benannte Heuschnupfen seine Bezeichnung behalten. Das ist nicht allein der Gewohnheit geschuldet - sondern findet eine durchaus logische Begründung: Der Artenreichtum in der Pflanzengruppe der Gräser ist so hoch, dass überdurchschnittlich viele Allergiker auf mindestens einen Vertreter "anspringen". Die meisten Reiz-Auslöser finden sich unter jenen Gewächsen, die als Basis für Heu dienen.
Da das Heu bis auf wenige Ausnahmen immer mehrere Grassorten enthält, ist das Wort "Heu" zum Sammelbegriff für zahlreiche Auslöser geworden. Als nach und nach weitere Verursacher für Heuschnupfen bekannt wurden, hatte sich der Begriff schon manifestiert. Ganz gleich also, auf welche Art von Pollen Sie allergisch reagieren: Jede Überempfindlichkeit bei Blütenstaub-Kontakt ist ein Heuschnupfen - auch dann, wenn die Auslöser von einer anderen Pflanze stammen.

Welche alternativen Bezeichnungen trägt Heuschnupfen?

Natürlich wird kein Arzt der Welt einen "Heuschnupfen" diagnostizieren. Ganz offiziell heißt die Erkrankung allergische Rhinitis bzw. Rhinitis allergica. Damit bezieht sie sich auf das hauptsächliche Symptom der verstopften Nase bzw. auf die zugrundeliegende Entzündung der dort sitzenden Schleimhäute.
Andere geläufige Fachbezeichnungen sind Pollinose und Pollinosis. Beide Worte basieren auf dem lateinischen Begriff für fein vermahlenes Mehl: Pollen. Im Gegensatz zur oben erwähnten Rhinitis spielt er nicht auf die Wirkung, sondern auf die Auslöser des Heuschnupfens an.
Des Weiteren existiert die Bezeichnung Heufieber. Sie stammt aus einer Zeit, als die Ursache von Heuschnupfen noch nicht bekannt war. Betroffene, die sich aus gutem Grund von der Arbeit auf den Wiesen distanzierten, galten schnell als Drückeberger und erlagen in den Augen ihrer Mitmenschen dem besagten Heufieber.
Darüber hinaus prägen viele Heuschnupfen-Patienten Kosenamen für ihr Leiden. Dabei beziehen sie sich meistens auf das zeitliche Auftreten der Allergie oder auf "ihr" persönliches Allergen. Die Liste enthält Wortschöpfungen wie Lenz-Lorke, Birkenpech oder Hasel-Hysterie.

Krankheitsbild

Wie reagiert der Organismus bei Heuschnupfen?

Experten bezeichnen die allgemeine "Blütenstauballergie" als "durch Pollen hervorgerufene allergische Reaktion des Organismus". Damit konkretisieren sie die Sache deutlich mehr als der irreführende Volksmund. Wobei Irreführung ein gutes Stichwort ist - denn genau die löst die typischen Symptome eines Heuschnupfens aus:

Ihr Körper vermutet in eigentlich völlig harmlosen Pflanzenpollen eine Gefahr und bildet Abwehrstoffe, die zunächst ruhen. Beim zweiten und jedem weiteren Kontakt mit den Fremdkörpern werden sie aktiviert. Sobald Sie Ihren Organismus erneut der vermeintlichen Gefahr aussetzen, schlagen seine Botenstoffe Alarm. Diese täuschen dem Körper eine Entzündung vor und animieren ihn dadurch zur Gegenwehr.
Als Reaktion auf diese hausgemachte Verwirrung schwellen die Schleimhäute in Nase und Augen an. Sie produzieren vermehrt Sekrete und zwingen den Körper durch heftiges Niesen und Tränen, die gedachten Erreger herauszuschleudern bzw. zu schwemmen. Diese Symptome sind also die Folge einer vollkommen überzogenen Reaktion des Immunsystems auf eine eigentlich harmlose Substanz.

 

Welche Ursachen hat ein Heuschnupfen?

Warum ein Organismus solch unverhältnismäßig starke Reaktionen zeigt, ist noch immer nicht eindeutig geklärt. Einige Wissenschaftler werten die Hysterie als Rückmeldung auf

  • geänderte Umweltbedingungen,
  • die allgemein nachlassende Widerstandsfähigkeit,
  • die deutlich zunehmende Resistenz gegenüber Antikörpern und / oder
  • das zu stark ausgeprägte Reinlichkeitsbedürfnis moderner Menschen.


Andere Vertreter der Forschung machen

  • Stress,
  • übertriebenen Leistungswillen und / oder
  • das Entfremden von allem Natürlichen

für die entzündliche Reaktion der Nasenschleimhaut verantwortlich.

Das Für und Wider der Heuschnupfen-These

FÜR diese Meinungen spricht, dass immer mehr Personen von Allergien betroffenen sind. Mittlerweile haben sich zahlreiche Varianten ausgebildet. Viele Menschen reagieren nicht mehr nur auf Pollen, sondern auch auf

  • Tierhaare,
  • Pestizide und Fungizide,
  • Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe,
  • Medikamente oder sogar auf
  • Sonnenlicht bzw. davon ausgehende UV-Strahlung

mit "allergischer Rhinokonjunktivitis".
Als weiteren Beleg für die Gültigkeit ihrer These führen Forscher an, dass es in der so genannten Dritten Welt und unter Naturvölkern kaum Fälle von Heuschnupfen-Erkrankungen gibt. Auch unter Kindern, die in ländlichen Gegenden aufwachsen oder aufgewachsen sind, ist die Anzahl der Allergie-Patienten deutlich geringer als unter der Stadtbevölkerung. Grund dafür ist der frühzeitig und immer wieder gegebene Kontakt mit Pollen, Tierhaaren oder anderen Reiz-Auslösern.

Den Auffassungen ENTGEGEN steht die Tatsache, dass viele (Neu-) Erkrankungen ausschließlich saisonal auftreten - und damit dem klassischen Bild vom Heuschnupfen entsprechen. So scheiden die Faktoren Stress und (Selbst-) Überforderung aus, denn sie sind für gewöhnlich das ganze Jahr über gegeben.

Wie äußert sich Heuschnupfen?

Wenn Sie das erste Mal in Ihrem Leben allergisch auf Pollenflug reagieren, kann es sein, dass Ihnen das zunächst gar nicht auffällt - denn auf den ersten Blick bzw. das erste Empfinden gleicht die Pollinose einer Erkältung. Dennoch besteht keinerlei Verwandtschaft zwischen Heuschnupfen und viralen Infekten. Bei näherer Betrachtung werden Sie sogar ganz eklatante Unterschiede zur gewöhnlichen Rhinitis erkennen.
Insgesamt ist eine allergische Rhinitis gekennzeichnet durch

  • Juckreiz im Nasen-, Mund- und Rachenraum
  • Niesreiz mit heftigen Niesattacken
  • Fließschnupfen
  • eine verstopfte und wunde Nase
  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • juckende, brennende und / oder tränende Augen
  • Schwellungen mit Neigung zu Bindehautentzündung

Die nachfolgend genannten Merkmale und ihre Erläuterungen helfen Ihnen, Verwechslungen auszuschließen:


plötzlich

Anders als eine Erkältung setzt Heuschnupfen meist ganz plötzlich ein. Schon kurze Zeit nach Ihrem Kontakt mit den allergieauslösenden Pollen beginnt die Nase zu laufen. Suchen Sie Orte mit geringer(er) Pollenbelastung auf, lassen Niesreiz und Fließschnupfen bald wieder nach.


kribbelnd

Bei einer Pollenallergie leiden Sie nicht nur unter heftigen Niesattacken, sondern häufig auch unter starkem Rachen-, Nase- und Augenjucken. Diese Symptome sind vollkommen untypisch für eine Erkältung.


klar

Während das Nasensekret bei Heuschnupfen klar ist und eine wässrige Konsistenz besitzt, zeigt es sich bei einer Erkältung trüb und dickflüssig. Gelbe oder zu Grün tendierende Verfärbungen weisen darauf hin, dass bakterielle Erreger im Spiel sind.


saisonal

Unter entsprechenden Bedingungen können Sie das ganze Jahr über von Erkältung oder Heuschnupfen befallen werden. Letzterer hält jedoch wesentlich länger an - nämlich über die gesamte Dauer des allergieauslösenden Pollenfluges. Erkältungs-Symptome hingegen verschwinden schon nach wenigen Tagen.

Welche Krankheiten begleiten oder folgen einem Heuschnupfen?

Eine bestehende Pollenallergie dürfen Sie keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen oder einfach abtun. Über seine unangenehmen Begleitumstände hinaus birgt ein Heuschnupfen nämlich auch echte Risiken:

Bindehautentzündung


Die Bindehautentzündung hat ihre Ursache im vermehrten Tränenfluss, durch den auch wertvolle Antikörper weggeschwemmt werden. Durch das Fehlen dieser Abwehrstoffe wird die natürliche Schutzbarriere der Augen durchlässig, so dass Viren und Bakterien leichtes Spiel haben, in Ihren Körper einzudringen. Des Weiteren kann Heuschnupfen zu


Stimmverlust, Halsschmerzen oder Halsentzündungen


Schuld an diesen Folgen ist das ständige Räuspern und Husten, durch das es zu (Über-) Reizungen im Rachenraum kommt - welche wiederum die Durchlässigkeit für Krankheitserreger erhöhen.


Chronifizierung


Sowohl der Schnupfen selbst als auch wiederkehrende Bindehautentzündungen oder der Husten können eine sogenannte Chronifizierung bewirken. Das heißt, die Erreger setzen sich in Ihrem Körper fest und machen eine laufende Nase, Hustenreiz oder Augenjucken zum Dauerzustand. Als Zeitraum für die mögliche Manifestierung des Heuschnupfens geben Experten eine Frist von sechs Wochen an. Als Ursache für die daraus entstehende chronische Rhinitis bzw. Rhinosinusitis gelten Bakterien und anatomisch bedingte Verengungen des Nasen-Rachen-Raumes.


Verlagerung in die Atemwege


In die falsche Richtung abfließendes Nasensekret ist die häufigste Ursache für eine Verlagerung in die tieferen Atemwege. Statistischen Angaben zu Folge findet bei rund 30% aller Heuschnupfen-Patienten ein so genannter Etagenwechsel statt. Bei manchen vollzieht er sich relativ rasch; bei anderen kann sich der "Umzug" über mehrere Jahre hinziehen. Beiden Varianten gemeinsam ist, dass Sie darüber Asthma mit allen typischen Symptomen entwickeln können.

Wie lasse ich mich auf Heuschnupfen testen?

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie wirklich an Heuschnupfen leiden und wissen wollen, welche Pollenart die (Über-) Reaktion auslöst, sollten Sie sich von einem speziell geschulten Arzt untersuchen lassen. Allergologen bieten für das Erkennen und Benennen einer Blütenstauballergie verschiedene Testverfahren an.

Der Pricktest


Hierbei werden Ihnen die vermutlichen Allergene auf Rücken oder Unterarme geträufelt. Zeigt Ihre Haut an den entsprechenden Stellen Schwellungen und / oder Rötungen, gilt der Verdacht auf Heuschnupfen als bestätigt.


Die Blutuntersuchung


Das bereits abgenommene Blut wird auf das Vorhandensein von Antikörpern getestet, die - wie Sie ja bereits wissen - der eigentliche Auslöser für Heuschnupfen sind.


Der Provokationstest


Dieser Test beinhaltet eine direkte Konfrontation mit dem verdächtigen Allergen. Stellen Sie sich darauf ein, dass diese Untersuchung bei positivem Ergebnis recht unangenehm werden kann - denn der behandelnde Arzt stellt einen direkten Kontakt zwischen Ihrer Nasenschleimhaut und den verdächtigen Pollen (oder Extrakten davon) her. Reagiert Ihr Organismus auf die Konfrontation, haben Sie Heuschnupfen.


Was bringt ein Heuschnupfen-Test?


Vielleicht fragen Sie sich an dieser Stelle, wozu es notwendig ist, Kenntnis über das auslösende Allergen zu erlangen. Schließlich können Sie den Pollenflug ja nicht verhindern. Diese Ansicht findet sogar eine gewisse Berechtigung, denn häufig genug bewirken Informationen lediglich eine Überaufmerksamkeit.
Tatsächlich berichten viele Personen mit anfänglichem Heuschnupfen-Verdacht, dass sich ihre Symptome seit Bekanntgabe der verantwortlichen Pollenart verstärkt haben. Das ist jedoch ein psychologischer Trugschluss - denn während Sie die den ständigen Niesreiz und die permanent laufende Nase vielleicht nur für eine gewöhnliche Erkältung gehalten haben, wissen Sie nach einem Test, dass mehr dahintersteckt.
Und das ist gut so! Ganz gleich, für welche der oben genannten Untersuchungen Sie sich entscheiden und welche Pollenart(en) Ihnen als persönliches "Allergen" genannt wird: Das Resultat liefert Ihnen Klarheit über das Bestehen einer Heuschnupfen-Erkrankung und gibt Ihnen so die Möglichkeit, mildernde Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Ist Heuschnupfen heilbar?

Ja - allerdings nur auf eine einzige Art und Weise: durch Hypersensibilisierung. Das Wort umschreibt ein Verfahren, das der aktiven Schutzimpfung gleichkommt. Als Patient werden Ihnen über einen bestimmten Zeitraum hinweg regelmäßig gesteigerte Dosen des allergieauslösenden Wirkstoffes injiziert. Reagieren Sie beispielsweise auf Birkenpollen, bekommen Sie genau DIE (bzw. ein daraus hergestelltes Serum) gespritzt.
Was für viele Heuschnupfen-Geplagte eher nach Folter als nach Hilfe klingt, verfolgt natürlich einen Zweck. Ziel der Hypersensibilisierung ist es, Ihren Körper an die Allergene zu gewöhnen - und eine hysterische Überreaktion wie oben beschrieben zu vermeiden. Das funktioniert jedoch nur längerfristig und mit Etappen-Siegen.
Alternativ können Sie das Allergen auch in Tropfen- oder Tablettenform einnehmen - sofern der persönliche Auslöser diese Therapieform zulässt. Sie ist vor allem für jüngere Kinder geeignet, bei denen ein diagnostizierter Heuschnupfen noch sehr gut behandelt werden kann. Je älter die Kleinen oder Sie selber werden, desto mehr sinken die Erfolgschancen der Hypersensibilisierung.

Was rät die Schulmedizin bei Heuschnupfen?

Neben der gerade beschriebenen Maßnahme setzt die Schulmedizin vor allem auf Symptomlinderung. Dazu gehören abschwellende Augen- und Nasentropfen sowie Mittel gegen das oft quälende Jucken von Augen, Haut und / oder Rachen. In schweren Fällen von Heuschnupfen oder bei starken Beschwerden erhalten Sie gegebenenfalls Antihistaminika. Sie blockieren den für Juckreiz und allergische Reaktionen zuständigen Botenstoff Histamin. So werden Sie zwar nicht den Heuschnupfen selbst; zumindest aber seine Begleiterscheinungen los.

Welche Pollen verursachen Heuschnupfen?

Darauf gibt es keine allgemein gültige Antwort, denn jedes Individuum bildet "seine" ganz persönliche Allergie aus. Als hauptsächliche Auslöser gelten jedoch alle Pollen, die vom Wind getragen werden. Da der Verlust während des Fluges sehr hoch ist, setzen die betreffenden Pflanzen unvorstellbar große Mengen frei. Schon eine einzelne Roggenähre ist Startpunkt von mehr als 4 Millionen männlichen Samenkörnern - die bei günstig stehendem Wind bis zu 400 Kilometer weit fliegen können.
Neben den Pollen von Gräsern sind Haselnuss-Sträucher, Birken und Erlen sowie zahlreiche Kräuter häufige Heuschnupfen-Auslöser. Wann genau diese und andere Pflanzen blühen, erfahren Sie im Pollenflug-Kalender von eurapon. Bitte beachten Sie, dass die hier gemachten Angaben zu Vor-, Haupt- und Nebenblüte lediglich Richtwerte sind.

Wann fliegen die Heuschupfen verursachenden Pollen genau?

Der "Flugplan" von Pollen wird jedoch nicht nur durch ihre Art bestimmt, sondern auch von der aktuellen und der unmittelbar vorausgegangenen Wetterlage. Nach milden Wintern setzt er oft schon früher ein als in "Durchschnittsjahren". Und manche Gräser erleben nach besonders langen Sommern einen wortwörtlich zweiten Frühling.
Aber auch dort, wo große klimatische Unterschiede zu Normalwerten herrschen, kann die Blüh- und Flugzeit von den Angaben unseres Kalenders abweichen. Da die Gegebenheiten selbst innerhalb Deutschlands stark voneinander abweichen, sollten Sie sich für jede Region gesondert informieren. Schon wenige Kilometer von Ihrem Wohnort entfernt können Pflanzen ein ganz anderes Entwicklungsstadium erreicht haben als vor der eigenen Tür, so dass die Pollenbelastung dort viel stärker sein kann.

 

Heuschnupfen mit Kreuzallergie

Das übersensible Alarmsystem Ihres Organismus' kann auf Basis der Antikörper eine sogenannte Kreuzallergie ausbilden. Er reagiert dann nicht nur auf die eigentlich auslösende Pollenart - sondern gleich noch auf deren nähere Verwandtschaft.

Diese spezielle Form der Allergie können Sie vor allem dann an sich beobachten, wenn sie mit einer Überreizung auf Birken-, Haselnuss- oder Erlenpollen reagieren.
Auch wenn Sie überempfindlich gegenüber Getreide oder Gräsern sind, ist es möglich, dass der Auslöser Art und Aussehen vollkommen ändert. So besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie als

  • Erlenpollen-Allergiker auch auf Nüsse oder Karotten
  • Birkenpollen-Allergiker auch auf roh verzehrten Sellerie
  • Beifußpollen-Allergiker auch auf Mangos und sämtliche Gewürze
  • Gräserpollen-Allergiker auch auf Tomaten
  • Getreidepollen-Allergiker auch auf Mehl und Kleie

reagieren. Bei Bestehen einer solchen Kreuzallergie kann selbst gesunde Ernährung zum Risiko werden und die gleichen Symptome hervorrufen wie der Heuschnupfen selbst.

Wie helfe ich mir mit Hausmitteln als Heuschnupfen-Patient selbst?

Natürlich können Sie einer bestehenden Pollinose nicht immer wieder oder jedes Jahr auf's Neue "davonfahren". Sie können aber dafür sorgen, dass die Erkrankung Sie so wenig wie möglich einschränkt. Neben den bereits genannten Maßnahmen zur Verringerung der Pollenbelastung bieten sich verschiedene Hausmittel und Medikamente an.


Dampf- oder Wannenbäder


Auch wenn es in der Hochzeit des Heuschnupfens paradox wirkt: Die heißen Schwaden eines Dampf- oder Wannenbades wirken bei verstopfter oder permanent laufender Nase kleine Wunder - erst recht, wenn Sie dem Wasser einige Löffel Salz bzw. ein paar Tropfen Eukalyptus- oder Pfefferminzöl hinzufügen. Die aufsteigenden Wassermoleküle befreien Nase und Rachen von Pollen; die Zusätze helfen, freier zu atmen.


Augenpads oder -binden


Gegen das quälende Augenjucken, das viele Heuschnupfen-Patienten plagt, wirken kühlende Umschläge. Benetzen Sie Tücher oder Wattepads mit Wasser und legen Sie sie auf die geschlossenen Lider. Bei Bedarf können Sie der Flüssigkeit zuvor etwas grünen Tee oder Teebaum-Öl beimengen bzw. sie als Aufguss für Augentrost-Kraut verwenden. Diese Mittel wirken abschwellend und entzündungshemmend.


Gurgeln mit Salbei


Was bei echtem Schnupfen hilft, kann bei Heuschnupfen nicht schlecht sein: Die ätherischen Öle des Salbeis lassen Schwellungen abklingen und wirken desinfizierend. Überbrühen Sie frische oder getrocknete Blätter mit kochendem Wasser und nutzen Sie den abgekühlten Tee zum Gurgeln oder als Getränk. Wenn Ihnen der Eigengeschmack des Salbeis zu stark ist, können Sie ihn mit Honig überdecken. Doch Vorsicht, dass Sie hierbei nicht ausgerechnet an ein Produkt von jenen Pflanzen geraten, gegen die Sie eine Blütenpollenallergie ausgebildet haben!

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Heuschnupfen?

Als Anhänger von Alternativ- oder naturheilkundlichen Verfahren finden Sie im Bereich der Homöopathie zahlreiche Mittel, die gegen die Symptome von Heuschnupfen helfen. Nach klassischer Anwendung erfolgt die Auswahl an Hand der Leitbeschwerden - also jenen, die Ihnen gerade am meisten zu schaffen machen. Hinzu kommen jene Symptome, die wir in den nachfolgenden Abschnitten als "Begleitbeschwerden" aufführen:

Ihre Augen sind gerötet und brennen; Sie zeigen anfangs trockenen, später zunehmend scharfen Tränenfluss:

  • Die Begleiterscheinungen dieser Symptomatik sind Lichtempfindlichkeit, entzündete Lidränder und Niesreiz mit wässrigem bis schleimigem Sekret.
  • Sie verspüren Besserung bei Kälte und Dunkelheit; am Abend, bei Wärme und durch langes Lesen nehmen die Heuschnupfen-Beschwerden jedoch (wieder) zu.
  • Das angezeigte Mittel ist Euphrasia / Augentrost. Nehmen Sie 3 x täglich 5 Globuli in der Potenz D12.


Ihre Nase sondert Schleim ab und Ihre Nasenlöcher sind abwechselnd verstopft:

  • Zu den Begleiterscheinungen gehören ein heißes brennendes Gefühl im Rachen, gereizte Augen und Atembeschwerden.
  • Nachmittags und abends können sich die Symptome des ursächlichen Heuschnupfens verschlimmern.
  • Das angezeigte Mittel ist Sinapis nigra / Schwarzer Senf. Nehmen Sie 3 x täglich 5 Globuli der Potenz D12 ein.


Sie verspüren einen starken Juckreiz an der Nase, an den Augen und im Rachenraum und haben ständig das Bedürfnis, sich zu kratzen:

  • Typische Begleiterscheinungen sind zusätzliches Jucken im Gehörgang und im Bereich der Ohren. Sie verlieren Ihren Geruchssinn und leiden unter Fließschnupfen, Ekzemen und gereizter Haut.
  • Wie viele Heuschnupfen-Beschwerden nehmen auch die oben angeführten bei Wärme zu.
  • Das angezeigte Mittel ist Arundo donax / Riesenschilf oder Pfahl- bzw. Spanisches Rohr. Nehmen Sie 3 x täglich 5 Globuli der Potenz D6 ein.


Sie leiden unter Tränenfluss, Fließschnupfen, ständigem Niesen und Atembeschwerden:

  • Zu Ihren Begleiterscheinungen zählen neben einer konstant laufenden Nase und dauernd tränenden Augen Heuschnupfen-typische Atembeschwerden mit Asthma-ähnlichen Anfällen.
  • Bei Wärme nehmen die Beschwerden zu.
  • Das angezeigte Mittel ist Galphimia glauca / Kleiner Goldregen. Nehmen Sie 3 x täglich 5 Globuli der Potenz D12 ein.


Das Luftholen durch die Nase ist erschwert; Sie haben trockene Schleimhäute und sondern zähes Sekret ab:

  • Typische Begleiterscheinungen sind ein brennender Hals und eine belegte Zunge sowie ständiges Räuspern oder Hüsteln. Hinzu kommen Abgeschlagenheit und Müdigkeit.
  • Durch Aufenthalte im Freien tritt Besserung ein; in trockener Luft verschlimmern sich die Beschwerden.
  • Das angezeigte Mittel ist Luffa Operculata. Nehmen Sie 3 x täglich 5 Globuli der Potenz D6 ein.

Wie meistere ich den Heuschnupfen im Alltag?

Doch während Sie Lebensmittel wie die oben genannten bei Bekanntwerden einer Allergie einfach meiden können, sind sie Gräser-, Baum und Getreidepollen quasi ständig ausgesetzt. Trotzdem gibt es auch gegen sie ein paar wirkungsvolle Schutzmaßnahmen. Die nachfolgend aufgeführten Tipps helfen Ihnen, die Belastung durch Blütenpollen stark zu verringern:

Zu Hause:


Halten Sie Fenster und Außentüren in der Blühzeit des auslösenden Gewächses überwiegend geschlossen und lüften Sie nur in den Abend- und Nachtstunden oder während eines Regenschauers. Für gewöhnlich lässt der Pollenflug gegen Abend nach und wird bei Nässe sogar vollkommen unterdrückt.


Persönliche Hygiene:


Machen Sie es sich zur Gewohnheit, vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen. So entfernen Sie Pollen, die sich darin verfangen haben, am besten. Gleichzeitig verhindern Sie, dass die Partikel auf Ihrem Kopfkissen landen - von wo aus sie schnell in Ihre Nase und Ihre Augen gelangen könnten.


Outdoor-Sport:


Unter körperlicher Anstrengung nehmen Sie die Pollenbelastung stärker wahr als in Ruhe. Dennoch müssen Sie mit Heuschnupfen nicht automatisch zum Sportmuffel werden. Verlagern Sie das Training einfach nach drinnen oder in Stunden, an denen messbar weniger Pollen fliegen - etwa am frühen Morgen, gegen Abend, an regnerischen Tagen oder unmittelbar nach einem Schauer. Informationen zur aktuellen Belastung in Ihrer Region erhalten Sie über den Pollenwarndienst oder über entsprechend thematisierte Anzeigen in den Medien.


Im Garten oder auf Spaziergängen:


Meiden Sie den Anbau / das Schlendern zwischen allergieauslösenden Pflanzen. Entscheiden Sie sich für Gewächse, auf deren Pollen Sie nicht reagieren und informieren Sie sich über besonders "verträgliche" Kräuter oder Blumen. Das Arbeiten im Garten sollten Sie auf Pollenflug-arme Stunden verlegen - und das Rasenmähen selbstverständlich anderen Haushaltsmitgliedern überlassen.

Wo mache ich als Heuschnupfen-Patient Urlaub?

Nichts ist für Pollenallergiker besser, als der täglichen Belastung entfliehen zu können. Lassen Sie die "dicke Luft" Ihres Heimatortes einfach hinter sich und verreisen Sie in allergenfreie bzw. -arme Gebiete.
Ideale Ziele sind Meeresküsten, denn hier herrscht stets eine leichte, angenehm kühlende Brise. Darüber hinaus gilt Seeluft als natürlicher Helfer gegen viele Arten von Beschwerden. So auch bei Heuschnupfen, weil sie generell eine geringe Pollenbelastung aufweist.
Auch eine Tour in die Berge kann Ihnen helfen, den Organismus zu entlasten. In höheren Lagen gedeihen deutlich weniger Pflanzen, weswegen der Pollenflug und die Pollenbelastung hier auffallend gering ist.
Damit Sie den Heuschnupfen nicht mit der Unterkunft dazu buchen, sollten Sie sich vorher genau über die Pollenflugzeiten am Ziel Ihrer Urlaubswünsche informieren. Beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Gewächse in unterschiedlichen Regionen "versetzt" blühen können und dass in anderen Ländern oft abweichende klimatische Bedingungen herrschen. So kann es durchaus sein, dass das Gewächs zu Hause gerade in voller Blüte steht; seine beste Zeit am Urlaubsort aber schon hinter sich hat. Machen Sie sich diesen Umstand zu Nutze und verreisen Sie bewusst in den Wochen, wo der Pollenflug vor der eigenen Tür am stärksten ist.