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Hand-Fuß-Mund: Klassiker der Kinderkrankheiten

An diversen Körperpartien zeichnet sich ein Hautausschlag ab und einige Symptome wie leichtes Fieber gesellen sich hinzu. Wenn die betroffenen Mädchen und Jungen unter zehn Jahre sind, könnte es sich um die Krankheit Hand-Fuß-Mund handeln, die von speziellen Enteroviren ausgelöst wird. Wenn der Kinderarzt mit seiner Diagnose die Virusinfektion bestätigt, dürfen die Eltern aufatmen: Es handelt sich um eine vergleichsweise harmlose Kinderkrankheit, bei der vor allem die Beschwerden der Sprösslinge gemildert werden sollten.

Hand-Fuß-Mund Erkrankung - meist harmloser, als es scheint

Wenn Eltern merkwürdige Ausschläge und diverse Krankheitssymptome bei ihren Kindern feststellen, sind sie schnell besorgt. Hinzu kommt, dass umgangssprachlich für die Viruserkrankung auch der Begriff "falsche Maul- und Klauenseuche" verwendet wird. Deshalb klingt die Angelegenheit erst einmal bedrohlicher, als sie eigentlich ist.

In der Regel bilden sich teilweise schmerzliche Pusteln mit rötlichem Ton heraus, die sich vornehmlich auf den Bereich am Mund, die Innenflächen der Hand und die Fußsohlen beziehen. Der Fachausdruck leitet sich offensichtlich von dem typischen Erscheinungsbild des Ausschlags ab. Außerdem gehören Entzündungen im Mundraum, die Mediziner als Aphten bezeichnen, zu den unangenehmen Begleiterscheinungen. Genau genommen handelt es sich im Mund um Bläschen, in denen sich eine Flüssigkeit befindet, während die Hautveränderungen wie kleine Knoten oder Flecken aussehen.

Hand-Fuß-Mund ist medizinisch betrachtet keine spektakuläre Diagnose. Die Krankheit ist durchaus verbreitet und tritt häufiger auf. Studien haben ergeben, dass es insbesondere im späten Sommer und frühen Herbst zu einer Konzentration der registrierten Fälle kommt. Betroffen sind vorwiegend kleine Kinder. Allerdings können auch Jugendliche oder Erwachsene infiziert werden. Im fortgeschrittenen Alter sehen Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen einem geschwächten Immunsystem und dem Auftreten der Hand-Fuß-Mund-Infektion.

Hinter den ersichtlichen Symptomen verbergen sich so genannte Enteroviren, die der übergeordneten Gruppe der Picornaviren angehören. Profis unterscheiden diverse Varianten, die eine Hand-Fuß-Mund-Erkrankung auslösen können. Kennzeichnend für die Enteroviren ist nicht nur, dass sie die Erbsubstanz Ribonukleinsäure enthalten. Sie sind bemerkenswert robust und überleben auch in einigen aggressiven Substanzen wie der Magensäure. Einerseits lieben die Erreger eine schwül-warme Aura. Andererseits weisen sie eine hohe Sensibilität gegenüber trockene Sphären und Temperaturen von 50 Grad oder mehr auf. Diese Charakteristiken sind für die Ansteckungsgefahr ebenso relevant wie für hygienische Maßnahmen im Rahmen einer erkannten Infektion. Denn aus den Eigenschaften der Viren resultiert die Tatsache, dass Hand-Fuß-Mund hochansteckend ist. Dementsprechend groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich weitere Personen im näheren Umfeld anstecken.

Wie kommt es zu der Infektion mit Hand-Fuß-Mund?

Enteroviren haben sich auf den Menschen fokussiert, sodass es beispielsweise nicht zu einer direkten Übertragung durch Tiere kommen kann. Nur im menschlichen Körper kann sich die spezifische virale Gruppe vermehren, wobei der Darm ein bevorzugtes Milieu ist. Im Zuge der Infektion sind sie jedoch in vielen Sekreten vorhanden. Dies betrifft beispielsweise den Schweiß, den Speichel, den Kot und die Flüssigkeit, die sich in den Bläschen befindet. Dementsprechend viele Möglichkeiten gibt es, wie sich der Virus beim zwischenmenschlichen Kontakt auf eine andere Person übertragen kann. Sehr häufig geraten die belasteten Flüssigkeiten bei Interaktionen mit den infizierten Menschen an die Hände und gelangen darauf folgend in den Körper der Kontaktpersonen. Diese Formen der Schmierinfektion müssen bei der Pflege der erkrankten Kinder oder Erwachsenen bedacht werden. Verbreitet ist ebenso eine Tröpfcheninfektion über das Niesen oder Husten oder eine Übertragung durch Reste von Kot.

Die Enteroviren, die für Hand-Fuß-Mund verantwortlich sind, beeindrucken mit ihrer Resistenz. Deshalb sind indirekte Übertragungen nicht ungewöhnlich. Erreger können sich zum Beispiel an den Türklinken von Sanitäranlagen und anderen Räumen befinden, die nach dem Toilettengang aufgesucht werden. Auch auf Objekten wie Spielwaren können die Viren eine geraume Zeit überleben und somit indirekt eine weitere Person erreichen. Aufgrund der vielfältigen Übertragungsmöglichkeiten und der hochansteckenden Eigenschaften bei diesem Erreger spielt die Hygiene während und nach der Erkrankung der Kinder eine bedeutende Rolle. Ärzte versorgen die Eltern in der Regel mit wertvollen Tipps zum Umgang mit den betroffenen Patienten. Wer diese Ratschläge annimmt, kann viel dazu beitragen, dass weitere Familienmitglieder und Kontaktpersonen von der Infektion verschont bleiben.

Symptome und Beschwerden bei Hand-Fuß-Mund

Mit der Viruserkrankungen sind einige Symptome verbunden, die bei den Kindern leichte bis unangenehme Beschwerden hervorrufen können. Hierzu zählen Halsschmerzen, leichtes Fieber und Gliederschmerzen, die bereits in einem frühen Stadium auftreten können.

Da sich entsprechende Parallelen ergeben, vermuten viele Eltern zunächst eine Erkältung oder eine Grippe. Ebenso kann die Infektion mit Hand-Fuß-Mund Übelkeit und Appetitlosigkeit hervorrufen, wodurch sich bisweilen Assoziationen mit einem Magen-Darm-Infekt ergeben. Außerdem kann die Ablehnung von Speisen und Getränken mit den Beschwerden im Mundraum zusammenhängen. Darüber hinaus können Bindehautentzündungen zu den Begleiterscheinungen zählen.

Augenfällig sind jedoch die typischen Ausschläge, die von der Virusinfektion verursacht werden. Dabei kann es sich um rötliche Flecken oder Knötchen handeln. Die einzelnen Hautveränderungen muten meist sehr winzig an, treten aber im Ensemble auf. Optisch wirkt der Hautausschlag so, als ob die flachen oder leicht erhobenen Pusteln in einen roten Ring übergehen. Vor allem im weiteren Verlauf können sich die Hautreaktionen teilweise oder vermehrt in kleine Bläschen verwandeln, die eine hochinfektiöse Flüssigkeit enthalten. Während die ersten Ausschläge bei vielen Patienten keine weiteren Beschwerden hervorrufen, sind die herausgebildeten Blasen vielfach mit einem Juckreiz oder Schmerzen verbunden.

Die Hand-Fuß-Mund-Erkrankung verdankt ihre Bezeichnung der üblichen Verteilung der Ausschläge. Verbreitet sind Hautreaktionen rund um den Mund, im Mundraum, an den Handinnenflächen und auf den Fußsohlen. In einigen Fällen können auch andere Körperregionen wie die der Po oder die Ellenbogen betroffen sein. Viele Erkenntnisse rund um die Erkrankung sprechen dafür, dass sich diese Ausschläge nicht unmittelbar aus dem Krankheitsbild ergeben. Vielmehr resultieren die Flecken in ungewöhnlichen Bereichen daraus, dass Kinder mit den eigenen Händen die ansteckende Flüssigkeit aus den Bläschen unbemerkt auf dem Körper verteilen. Bei den Knötchen oder Flecken im Mundraum kann es sein, dass daraus zunächst Bläschen und später so genannte Aphthen entstehen. So nennen Fachärzte wunde Stellen am Gaumen, am Zahnfleisch oder an der Zunge, die sehr schmerzhaft sein können. Deshalb ist es möglich, dass Schluckbeschwerden den Kindern die Freude am Essen oder Trinken nehmen.

 

Diagnose von Hand-Fuß-Mund beim Arztbesuch

Wenn Sie beim Nachwuchs mehrere Symptome beobachten oder die Kinder über diverse Beschwerden klagen, ist der Besuch des Hausarztes oder Kinderarztes immer sinnvoll. Dieser sammelt beim Patientengespräch durch gezielte Fragen eine ganze Reihe von Indizien, die in ihrer Gesamtheit und dank des Fachwissens auf eine Diagnose hindeuten. Unter anderem ergeben sich wichtige Hinweise daraus, gegen welche Krankheiten bei dem betroffenen Kind eine Impfung vorgenommen wurde. In vielen Fällen ist der Befund bei Hand-Fuß-Mund für die Eltern überraschend, die eine andere Erkrankung vermutet haben.

Tatsächlich ergeben sich vor allem im Anfangsstadium nicht nur Parallelen mit einem grippalen Effekt. Auch andere klassische Kinderkrankheiten weisen derartige Ähnlichkeiten auf. Beispielsweise sind bei beginnenden Windpocken oder Masern Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen gleichermaßen üblich. Aus diesem Grund sind es diverse Details und vor allem die charakteristischen Hautveränderungen, die den Kinderarzt auf die richtige Spur bringen. Für den Experten ist es recht leicht, den Ausschlag zu differenzieren und eindeutig zuzuordnen. Masern sind zum Beispiel eher dunkelrot, meist mit weißen Flecken an der Mundschleimhaut verbunden und siedeln sich gerne hinter den Ohren oder auf dem gesamten Gesicht an. Windpocken muten eher oval an, treten an vielen Körperregionen auf und sind in der Regel sofort mit einem Juckreiz verbunden. Bei beiden Kinderkrankheiten sind Hautveränderungen auf den Innenflächen der Hände oder den Fußsohlen selten zu beobachten. Damit ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zu der Hand-Fuß-Mund-Krankheit im Visier, die vornehmlich an diesen Stellen mit zunächst wenig juckendem Ausschlag verbunden ist.

Selbst wenn Sie sich bei den beobachteten Symptomen weitgehend sicher sind, dass es sich um Hand-Fuß-Mund handelt, ist die Diagnose des Arztes unverzichtbar. Zum einen begleitet der Mediziner die Viruserkrankung professionell, woraus sich eine Medikation zur Linderung der Beschwerden und wichtige Tipps für den Umgang mit der Infektion ergeben. Außerdem kann das Coxsackie-Virus A, der die Beschwerden verursacht, auch mit anderen Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Zum einen ist der Virustyp maßgeblich an einer so genannten Herpangina beteiligt. Dahinter verbirgt sich eine Erkrankung, die vornehmlich bei kleinen Kindern auftaucht und sich weitgehend auf die Mundschleimhaut begrenzt. Die mögliche Verwechslung mit Hand-Fuß-Mund liegt nahe, da sich in beiden Fällen Veränderungen im Mundraum beobachten lassen. Die bestimmte Gruppe der Enteroviren kann aber auch ein entscheidendes Element bei einer Sommergrippe oder einer Gehirnhautentzündung sein. Außerdem ist es denkbar, dass hinter den Beschwerden eine Mandelentzündung oder ein pfeiffersches Drüsenfieber steckt.

Dementsprechend wichtig ist es für die korrekte Behandlung und den Krankheitsverlauf, dass falsche Rückschlüsse von Laien gänzlich ausgeschlossen werden und die Diagnose durch den Arzt gestellt wird. Bei dem Großteil der Fälle genügen dem Experten die Informationen aus dem Patientengespräch und die sichtbaren Anzeichen bei der Körperuntersuchung für den eindeutigen Befund. Eventuell wird ergänzend das Blut, der Stuhl, ein Abstrich der Bindehaut oder eine Probe des Nervenwassers unter die Lupe genommen, um letzte Zweifel auszuräumen.

Behandlung von Hand-Fuß-Mund

Bislang konnten keine Medikamente entwickelt werden, die direkt auf den speziellen Virus eingehen und explizit bei Hand-Fuß-Mund zum Einsatz kommen. Grundsätzlich gibt es für eine derart spezifische Medikation auch keinen Anlass, da die Krankheit in der Regel harmlos verläuft und eigenständig abklingt. Deshalb fokussiert sich die Behandlung auf die Linderung der Begleiterscheinungen, soweit die Ausprägung der Beschwerden dafür spricht. Zum Beispiel kann der Arzt geeignete Tinkturen für die Entzündungen im Mund und Salben für die äußerliche Anwendung auf der Haut verschreiben. Diese Präparate mindern die Schluckbeschwerden oder den Juckreiz und enthalten häufig entzündungshemmende Substanzen. Durchaus üblich sind Medikamente, die sich Symptomen wie Fieber oder Beschwerden wie Halsschmerzen widmen. Bei einzelnen Patienten sind die Entzündungen im Mundraum so stark, dass ein Antibiotikum verschrieben wird. Diese Behandlung bezieht sich auf die akuten Begleiterscheinungen und nicht direkt auf den Erreger, da der enthaltene Wirkstoff die Viren nicht beeindruckt.

Da sich die Behandlung ohnehin auf die typischen Symptome und Beschwerden fokussiert, bieten sich als Alternative zu Medikamenten wie Paracetamol auch diverse Hausmittel und homöopathische Ansätze an. Gegen die erhöhte Temperatur helfen unter anderem Wadenwickel. Einige Heilpraktiker empfehlen Globuli gegen die Beschwerden im Rachen. Bei vielen Patienten wurden gute Erfahrungen mit Honig gesammelt, der im Mundraum auf die Bläschen getupft wird. Auf eine vergleichbar lindernde Wirkung zielen Mundspülungen ab, die pflanzliche Inhaltsstoffe wie Kamille oder Ringelblumen enthalten. Nach derartigen Produkten für alternative Therapien können Sie sich beispielsweise in unserer Online-Apotheke umsehen.

Es ist von Bedeutung, dass die Patienten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und dem Körper über die Speisen wichtige Nährstoffe zuführen. Für Eltern ist dies häufig der schwierigste Part bei der Behandlung von Hand-Fuß-Mund. Denn das Trinken und Essen kann mit einem unangenehmen Gefühl oder sogar Schmerzen verbunden sein, die Kinder selbstverständlich vermeiden möchten. Sie können den Sprösslingen die notwendige Nahrungsaufnahme erleichtern, indem Sie milde Pürees oder Suppen ohne starke Gewürze zubereiten. Auch Säuren sollten in den angebotenen Getränken und Speisen nicht enthalten sein, da sie eine reizende Wirkung auf die Entzündungen im Mundraum haben können. Bei einem kalten Pudding oder Milcheis können viele Mädchen und Jungen trotz der Erkrankung nicht widerstehen. So nehmen die Kinder etwas Nahrung zu sich, die zugleich einen angenehm kühlenden Effekt hat. Auch Tees, die Sie vorbereiten, sollten maximal lauwarm sein, da Hitze die Schmerzen beim Schlucken verstärken kann.

Generell sollten Sie mit dem Arzt Rücksprache halten, wenn Sie traditionelle Hausmittel oder pflanzliche Präparate bei der Therapie bevorzugen. Einerseits kann der Mediziner Ihnen mit dem Behandlungsplan entgegenkommen und geeignete Heilmittel empfehlen. Andererseits geben Sie dem Experten die Gelegenheit, beispielsweise die Notwendigkeit von Antibiotika in dem individuellen Fall zu erläutern. Völlig ungeeignet sind übrigens bei Hand-Fuß-Mund beliebte Medikamente wie Aspirin. Die enthaltene Acetylsalicylsäure führt bei dem Krankheitsbild nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Außerdem sind bei viralen Infektionen Komplikationen möglich, wenn der Wirkstoff verabreicht wird. Für Kinder ist es in keiner Dosierung geeignet!

Der Krankheitsverlauf bei Hand-Fuß-Mund

Dass Enteroviren in der Umwelt vorkommen, ist zunächst völlig normal. Sehr vereinfacht dargestellt ergibt sich die Infektion nur dann, wenn die Erreger unter gewissen Bedingungen in den Körper gelangen und sich dort vermehren. Auch eine Infektion muss noch nicht bedeuten, dass sich daraus Symptome oder Beschwerden ergeben. Laut medizinischen Studien wird diese bei 80 Prozent der Betroffenen gar nicht bemerkt, da es keinerlei oder kaum wahrnehmbare Anzeichen dafür gibt. Im Gegensatz zum asiatischen Raum sind Jugendliche und Erwachsene selten von einer diagnostizierten Hand-Fuß-Mund-Erkrankung betroffen. Falls es doch zu dem Befund kommt, ist der Verlauf in der Regel sehr mild ausgeprägt. Abweichungen in den fortgeschritteneren Lebensphasen hängen meist mit einem schwachen Immunsystem zusammen.

Dem entgegen können kleine Kinder stärker auf die Virusinfektion reagieren. Aber auch bei dieser Patientengruppe existieren Unterschiede beim Verlauf der Krankheit und der Intensität der Beschwerden. In der Regel stellen sich zunächst Anzeichen wie leichtes Fieber oder Gliederschmerzen ein. Die roten Flecken im Mundraum gesellen sich meist in den darauffolgenden zwei Tagen hinzu. Nicht selten klagen Mädchen und Jungen deswegen über Halsschmerzen. Bei einem typischen Verlauf genügen nach der Entdeckung dieses Symptoms wenige Stunden, damit die Eltern an den Fußsohlen und den Händen einen Ausschlag bemerken. Aus den bemerkten Knötchen entwickeln sich Bläschen, die mit einem schmerzhaften Gefühl und einem hohen Juckreiz verbunden sein können.

Vor allem im Mundraum ist es wahrscheinlich, dass sich Entzündungen und damit verbundene Beschwerden einstellen. In der Flüssigkeit, die von den winzigen Blasen umschlossen ist, gibt es reichlich Viren. Durch unbewusste Bewegungsabläufe kann das infektiöse Sekret über die Hände in andere Körperbereiche gelangen und Hautausschläge hervorrufen. Außerdem besteht die Gefahr, dass Sie sich bei der Behandlung der Hautreaktionen anstecken. Bei einem klassischen Verlauf bildet sich die Hand-Fuß-Mund-Erkrankung eigenständig zurück und erstreckt sich über ein bis zwei Wochen. Ausgesprochen selten kommt es bei den Patienten zu komplizierteren Krankheitsverläufen, bei denen beispielsweise eine Hirnhautentzündung verursacht wird oder die Infektion auf innere Organe übergreift. Derart schwere Verläufe sind aber meist mit einem übergeordneten Gesundheitsproblem verbunden.

Das wesentliche Thema bei Hand-Fuß-Mund: die Ansteckungsgefahr

Wenngleich die Virusinfektion zu den harmloseren Kinderkrankheiten zählt, wird sie von vielen kleinen Patienten als sehr unangenehm empfunden. Außerdem handelt es sich um einen hochansteckenden Infekt. Deshalb ist es sehr wichtig, weitere Infektionen zu vermeiden.

Die Inkubationszeit schwankt sehr stark, sodass die ersten Symptome wenige Tage oder mehrere Wochen nach der eigentlichen Übertragung auftreten können. Außerdem gehen Mediziner davon aus, dass bereits einige Tage vor den bemerkten Beschwerden von den Betroffenen eine Ansteckungsgefahr ausgeht. Zu den besonderen Eigenschaften von Hand-Fuß-Mund zählt nicht nur, dass die Krankheit auf verschiedensten Wegen direkt oder indirekt übertragen werden kann. Kennzeichnend ist auch die ausgeprägte virale Belastung des Stuhls, des Speichels und der Substanz in den Bläschen. Demnach genügt eine kleine Unachtsamkeit bei der Versorgung der erkrankten Kinder, damit sich die Eltern oder andere Personen infizieren. Denn auch bei einem symptomfreien Verlauf, der bei Erwachsenen die Regel ist, besteht ein Infektionsrisiko. Dieses kann unter anderem von dem ausgeschiedenen Stuhl ausgehen.

Die Mission der Viren ist es, sich im menschlichen Körper zu vermehren. In den ersten Tagen nach den auftretenden Symptomen ist dieser Prozess besonders stark. Demnach sind in den abgesonderten Körperflüssigkeiten und im Kot der Betroffenen außerordentlich viele Erreger vertreten. Somit ist in diesem Zeitraum mit einem sehr hohen Ansteckungsrisiko zu rechnen. Darüber hinaus hält die Möglichkeit der Infektion mindestens solange an, bis sämtliche Symptome vollständig abgeklungen sind. Teilweise finden sich sogar noch einige Wochen nach der Genesung Viren im Stuhl der Patienten. In der Quintessenz gehört es zu Ihren zentralen Aufgaben, dieser Ansteckungsgefahr entgegen zu wirken. Bei der Pflege des Kindes ist höchste Achtsamkeit geboten, damit Sie möglichst nicht direkt mit dem Virus in Berührung kommen. Außerdem ist es sinnvoll, die Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren. Bereiche im Haushalt, über die sich Keime zügig verbreiten, sollten während der Erkrankung besonders gründlich mit einem geeigneten Produkt gereinigt werden. Hierzu zählen unter anderem Türklinken, Sanitäranlagen, Spielwaren und Handtücher. Es ist empfehlenswert, den engen Kontakt zwischen dem Kind und seinen Altersgenossen oder Geschwistern zunächst zu vermeiden. Auch Sie sollten nicht vergessen, dass Sie den Virus eventuell in sich tragen und verbreiten können.

 

Hand-Fuß-Mund während der Schwangerschaft

Wenn Sie bereits den nächsten Nachwuchs erwarten, stellen sich selbstverständlich noch weitere Fragen. Natürlich können Sie sich auch während der Schwangerschaft anstecken. Allerdings kommt es auch unter den besonderen Umständen bei Erwachsenen meistens zu einem Verlauf, bei dem die Symptome ausbleiben oder kaum bemerkt werden. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auf das Ungeborene überträgt oder den Embryo in irgendeiner Form in Mitleidenschaft zieht. Falls Sie doch diverse Beschwerden wegen einer Infektion verspüren, muss lediglich die Eignung der eingenommenen Medikamente bedacht werden. Eine besondere Konstellation tritt ein, wenn die Infektion bei der Geburt besteht. In diesem Fall ist es denkbar, dass sich der Neuankömmling ansteckt. Grundsätzlich verläuft die Krankheit auch bei Neugeborenen unproblematisch, sodass keine Folgen befürchtet werden müssen. Nur sehr selten kommt es zu Komplikationen, bei denen Organe wie das Herz des Babys angegriffen werden.

Unerlässlich: offener Umgang mit der Infektion

Bei der Mehrheit der Krankheitsverläufe bleiben die Symptome komplett aus oder werden nicht bemerkt. Selbst bei Fällen mit stärkeren Symptomen ist mit Komplikationen oder anhaltenden Gesundheitsschäden infolge der Ansteckung nicht zu rechnen. Aus diesem Grund besteht in Deutschland keine generelle Meldepflicht für die Kinderkrankheit. Außerdem existieren keine verbindlichen Anweisungen seitens der Behörden, dass erkrankte Personen bis zur vollständigen Genesung daheim bleiben müssen. Derartige Empfehlungen zählen zum Verantwortungsbereich des Arztes, der Hand-Fuß-Mund bei einem Patienten diagnostiziert. Dennoch ist es eine Frage des Verantwortungsbewusstseins, möglichst wenige Menschen mit dem Virus zu konfrontieren und Kontaktpersonen über die Ansteckungsgefahr aufzuklären. Zum Beispiel sollten Sie es unterbinden, dass Freunde der Kinder während der Erkrankung zum Spielen vorbeikommen. Gegenüber erwachsenen Besuchern ist es fair, offen mit der Infektion im Haushalt umzugehen. Schließlich können sich diese Personen trotz aller Hygienemaßnahmen infizieren und die Kinderkrankheit auf ihre eigenen Sprösslinge übertragen.

Sobald der Hausarzt Ihnen den Befund mitteilt, sollten Sie das Personal des Kindergartens oder den Klassenlehrer der Grundschule in Kenntnis setzen. Soweit es sich um einen Einzelfall handelt, können die Pädagogen verstärkt auf Symptome bei den anderen Kindern in der Einrichtung achten oder diverse Vorsichtsmaßnahmen treffen. Außerdem muss zum Beispiel die Leitung einer Kindertagesstätte das Gesundheitsamt einbeziehen, wenn sich die Fälle von Hand-Fuß-Mund häufen. Daraufhin leiten die Behörden diverse Maßnahmen ein, um das Ansteckungsrisiko einzudämmen und weitere Erkrankungen zu vermeiden. Leider reagieren nicht alle Eltern zügig und umsichtig auf die Diagnose, obwohl viele Kindergärten den Umgang mit infektiösen Krankheiten bei Informationsveranstaltungen oder in Broschüren thematisieren. Deshalb kommt es immer wieder dazu, dass viele Kinder aus einer Gruppe oder Klasse betroffen sind.

Wenn Mädchen oder Jungen typische Symptome zeigen, die auf eine Kinderkrankheit hindeuten, verweigern viele Erzieher zurecht die Betreuung und schicken den Nachwuchs nach Hause. Es gibt aber durchaus Fälle, bei denen die Anzeichen kaum sichtbar sind und Eltern ihre Kinder trotz der Diagnose in die öffentliche Einrichtung bringen. Bei diesem kurzsichtigen Verhalten wird nicht nur riskiert, dass es zu mehreren Ansteckungen kommt und die kleinen Patienten mit unangenehmen Beschwerden konfrontiert werden. Die ansteckende Erkrankung stellt auch die dazugehörigen Familien vor zahlreiche Herausforderungen, die mit den umfangreichen Hygienevorkehrungen und der Betreuung der kranken Kinder verbunden sind. Außerdem kann es sein, dass sich die Kita bei zahlreichen Fällen von Hand-Fuß-Mund für eine vorübergehende Schließung entscheiden muss. Denn es stehen einige Schutzmaßnahmen wie intensive Reinigungsvorgänge an, die das Gesundheitsamt organisiert oder empfiehlt.

In dem Moment sind obendrein die Eltern von gesunden Kindern involviert und müssen ihren Alltag umdisponieren. Aus den genannten Gründen ist es sehr wichtig, dass betroffene Kinder erst nach der vollständigen Genesung etwaige Orte mit großem Publikumsverkehr aufsuchen. In der Regel gibt der Arzt grünes Licht, wenn er keine Ansteckungsgefahr mehr sieht. Sofern hygienische Vorkehrungen getroffen werden, müssen gesunde Geschwister ohne Symptome nicht zuhause bleiben. Eventuell ist es sinnvoll, mit den Schwestern und Brüdern ebenso den Arzt für einen kurzen Gesundheitscheck aufzusuchen.

Hand-Fuß-Mund: vorbeugende Maßnahmen

Wenngleich sich einige Wissenschaftler dem Forschungsgebiet widmen, gibt es bisher noch keine gezielte Medikation oder spezielle Therapien für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Außerdem existiert bislang keine Impfung. Experten sind sich weitgehend einig, dass der Körper nach einer durchlaufenen Erkrankung immunisiert ist. Demnach ist eine erneute Ansteckung mit sichtbarer Symptomatik recht unwahrscheinlich. Da die Kinderkrankheit vergleichsweise harmlos ist, müssen Sie sich keine größeren Sorgen machen. Eine Infektion mit dem Virus ist vor allem bei Kleinkindern nicht ungewöhnlich und deutet auch nicht auf die mangelnde Hygiene der besuchten Orte in der Öffentlichkeit hin. Wenn sich viele Menschen auf kleinem Raum zusammenfinden, vergrößert sich automatisch das Risiko einer Ansteckung. Dennoch gibt es keinen Anlass dafür, übervorsichtig durchs Leben zu gehen oder die Kinder stetig auszubremsen. Vielmehr ist es sinnvoll, einige grundlegende Tipps rund um die Hygiene zu beherzigen.

Vor allem die Hände sollten regelmäßig gereinigt werden. Dabei sollten Sie nicht zu sparsam mit dem Wasser umgehen und sich mindestens eine halbe Minute Zeit nehmen. Vor allem nach dem Besuch der Toilette sollte dabei Seife ins Spiel gebracht werden. Gleiches gilt, wenn zuvor die Nase geputzt wurde oder beim Husten mit vorgehaltener Hand etwas Speichel oder Sekret ausgetreten ist. Waschen oder schälen Sie Lebensmittel wie Obst, die im Großhandel oder Supermarkt offen ausliegen und von diversen Personen angefasst werden. Soweit es möglich ist, sollten enge Interaktionen mit erkrankten Menschen vermieden werden. Wenn jede Person in der Familie ihr eigenes Besteck und ihre eigene Tasse benutzt, sinkt das Risiko von Kettenreaktionen bei infektiösen Krankheiten deutlich.

An die vorbeugenden Maßnahmen sollten nicht nur die Eltern denken. Es ist eine gute Idee, dieses Wissen spielerisch an die Mädchen und Jungen weiterzureichen. Dabei können Sie kindgerecht erläutern, warum das Händewaschen sinnvoll ist oder Objekte wie Spielwaren nicht in den Mund genommen werden sollten. Kinder können derartige Zusammenhänge erstaunlich früh nachvollziehen. Allerdings sollte es bei einer grundlegenden Aufklärung bleiben, um die Sprösslinge nicht zu verängstigen. Gleiches gilt für die elterliche Sorge, die im Rahmen bleiben muss. Schließlich möchten Sie, dass der Nachwuchs unbeschwert und neugierig die Welt entdeckt. Es ist absolut normal, dass es dabei zu einer Infektion mit häufigen Kinderkrankheiten kommen kann. Deshalb verfügt der menschliche Körper über ein Immunsystem, dass im Regelfall verschiedenste Erreger im Zaum halten kann.