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Hämorrhoiden - unterschätzte Erkrankung mit vielen Behandlungsmöglichkeiten

Es juckt, brennt oder beim Stuhlgang kommt es zu hellen Blutungen: In diesem Moment drängt sich der Verdacht auf, dass die unangenehmen Begleiterscheinungen von den Hämorrhoiden (oder auch Hämorriden) ausgehen. Aus verschiedensten Gründen wird das Problem ignoriert oder mit diversen Präparaten selbst behandelt, anstatt einen Arzt aufzusuchen. Dabei können Sie viele unangenehme Folgen und schwerwiegende Fehldiagnosen durch den Gang zum Experten vermeiden. Der Mediziner wird bei dem Thema weder peinlich berührt noch überrascht sein, denn Hämorrhoidalleiden gehören zu den verbreiteten Erkrankungen und werden dementsprechend häufig diagnostiziert.

Leiden mit langer Tradition und hohem Verbreitungsgrad

Bereits weit vor Christus Geburt und sogar im ersten Buch Samuel des Alten Testaments werden Hämorrhoidalleiden erwähnt. So verwundert es nicht, dass der wohlbekannte Hippokrates als Mediziner des Altertums Therapien für die Erkrankung entwickelte.

Zur kuriosen Geschichte der teils schmerzhaften Veränderungen am Darmausgang zählen Überlieferungen, dass Napoleon Bonaparte davon betroffen war. Obwohl er kaum schlafen und sich nur schwer auf dem Pferd halten konnte, beließ es der ansonsten taffe Kaiser bei Behelfslösungen wie etwas polsterndem Heu auf dem Sattel und der eigenständigen Einnahme von Schmerzmitteln. Es gibt sogar ernstzunehmende Vermutungen, dass sein unbehandeltes Leiden maßgeblich zur Niederlage bei der Schlacht von Waterloo beigetragen hat.

Die lange zurückreichenden Aufzeichnungen und das historische Beispiel zeigen einerseits, dass es absolut menschlich ist und Sie sich in prominenter Gesellschaft befinden, wenn Sie Probleme mit den Hämorrhoiden haben. Andererseits verdeutlicht das geschichtsträchtige Exempel, dass Sie die Angelegenheit nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Schließlich ist es gut möglich, dass die europäische Geschichte völlig anders verlaufen wäre, wenn sich der französische Feldherr einer angemessenen Therapie unterzogen hätte. Einige Statistiken sprechen davon, dass jährlich vier Millionen Deutsche ein Hämorrhoidenleiden beklagen.

Derartige Zahlen beziehen sich auf die Fälle, die aufgrund einer medizinischen Behandlung bekannt werden. Da viele Frauen und Männer aber den Gang zum Arzt scheuen, sind vermutlich wesentlich mehr Menschen betroffen. Es geht also um eine der bedeutendsten Zivilisationskrankheiten. Deshalb gibt es genau genommen keinen Grund dafür, wenn Sie das Problem verbergen und im Alleingang angehen. Die Konsultation eines Mediziners verschafft Ihnen ebenso eine Erleichterung wie der vertraute Austausch mit Freunden. Denn es ist angesichts des Verbreitungsgrads gut möglich, dass in Ihrem Umfeld einige Personen betroffen sind und Sie mit wertvollen Tipps zu Hausmitteln versorgen können.

Hämorrhoiden - Teil der filigranen Anatomie am Darmausgang

Wenn Sie sich mit dem Thema noch nie befasst haben, ist diese Information überraschend: Jeder hat Hämorrhoiden, denn für die Kontrolle des Stuhlgangs sind sie hilfreich. Um Beschwerden zu thematisieren, müsste genau genommen von einem Hämorrhoidalleiden gesprochen werden. Ein Blick auf die Anatomie ist sinnvoll, damit sich hierfür die Ursachen erschließen.

Bei dem so genannten Hämorrhoidalplexus handelt es sich um einen Schwellkörper, der sich unter der Schleimhaut vom Mastdarm befindet. Wenn alles in bester Form ist, endet dieses Gefäßpolster dort, wo der Mastdarm in den Analkanal übergeht. Unter anderem sorgen elastisch gestaltete Muskelfasern dafür, dass der Hämorrhoidalplexus an seinem angedachten Ort verbleibt. Dieser Schwellkörper, der einen Teil des Darms darstellt, wird im Sinne seiner Funktionalität durch Arterien und Venen versorgt. Die Form gleicht grundsätzlich einem Ring. Allerdings kommt es in der Regel während der Pubertät zu betonten Stellen am Polster, die als Hauptknoten und Nebenknoten beschrieben werden. Diese Hämorrhoidalknoten, die kurz als Hämorrhoiden bezeichnet werden, sind eine völlig normale anatomische Entwicklung. Für die zugedachte Aufgabe ist die knotenartige Struktur sogar vorteilhaft.

Ein recht komplexes Gefüge sorgt dafür, dass Sie den Stuhl halten und dadurch den entleerenden Akt steuern oder für geraume Zeit hinauszögern können. Dass dabei der innere und der äußere Schließmuskel relevant sind, ist hinreichend bekannt. Aber auch die Hämorrhoiden tragen dazu bei, den Darm abzudichten und ein unerwünschtes Entweichen des Inhalts weitestgehend zu verhindern. Diese bestehen aus einem gut durchbluteten Gewebe, das anschwellen kann. Besonders wichtig ist diese Ergänzung zu den Schließmuskeln, wenn der Körper belastet wird. Zum Beispiel ergeben sich beim Husten oder Lachen gewisse Druckwellen, deren Kraft nicht unterschätzt werden sollte. In diesen Situationen ist die zusätzliche Abdichtung durch die Hämorrhoiden von zentraler Bedeutung.

Unter anderem sind es die Nerven in diesem Körperbereich, die Ihnen einen nahenden Gang zur Toilette signalisieren. Wenn das stille Örtchen erreicht wurde, vermitteln sie dem Nervensystem die Bereitschaft für die Entleerung. Dieser Prozess erfolgt in der Regel unbewusst und veranlasst, dass das Blut aus den Hämorrhoiden herausfließt und die Gefäßpolster abschwellen. Darauf folgend kann sich der Stuhl ungehindert auf seinen finalen Weg durch den Analkanal machen, um in der Toilettenschüssel zu landen. Ohne Hämorrhoiden würde dieser Vorgang in vielen Situationen nicht so sauber verlaufen. Es handelt sich also um ein organisches Detail, das sehr begrüßenswert ist.

Das verbreitete Leiden: vergrößerte Hämorrhoiden

Das organische Zusammenspiel am Darmausgang ist ebenso komplex wie kapriziös. So können geringe Veränderungen genügen, um ein Problem zu provozieren. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich die Hämorrhoiden vergrößern. Hierfür gibt es verschiedenste Gründe wie die nachlassende Festigkeit des Bindegewebes im zunehmenden Alter. Gerne dürfen Sie für das vereinfachte Verständnis Parallelen zwischen betroffenen Blutgefäßen und einem alten Pullover ziehen, der seine Form verliert und auch nach dem Waschen sackig wirkt. Dieser Prozess sorgt dafür, dass sich die Gefäße und somit die Hämorrhoiden insgesamt erweitern. Mediziner unterscheiden bei dem daraus resultierenden Hämorrhoidalleiden vier Schweregrade:

Im ersten Stadium ist die Vergrößerung nur minimal und kaum zu erkennen. Von außen lässt sich diese Veränderung demnach gar nicht wahrnehmen. Außerdem treten in dieser Entwicklungsstufe nur selten Beschwerden auf. Deshalb handelt es sich sehr häufig um einen Zufallsbefund, der sich bei Vorsorgeuntersuchungen wie einer Darmspiegelung ergibt. Denn lediglich bei einer Proktoskopie des Enddarms und Analkanals kann der Facharzt das Frühstadium des Hämorrhoidalleidens aufdecken.

Das zweite Stadium zeichnet sich dadurch aus, dass die Hämorrhoiden bisweilen vor die Öffnung des Afters treten. In dieser Phase genügt die Größe der Gefäßkörper dafür, dass sie zum Beispiel bei einem Pressvorgang auf der Toilette kurzweilig von außen sichtbar sind. Da die Veränderung aber noch immer im Rahmen bleibt, verschwinden sie gleich darauf wieder in den Analkanal.

Beim dritten Stadium verschärft sich das Problem derart, dass sich das Hämorrhoidalleiden nicht mehr ignorieren lässt: Sowohl beim Toilettengang als auch bei alltäglichen Anstrengungen kommt es regelmäßig dazu, dass die Gefäßpolster durch den After hervortreten. Im Gegensatz zum zweiten Grad ziehen sie sich aber nicht mehr eigenständig zurück. Deshalb müssen die Betroffenen nachhelfen, um die Hämorrhoiden wieder ins Innere zu befördern. Das Herausfallen bezeichnen Ärzte als Prolaps und diagnostizieren dementsprechend einen Hämorrhoidalprolaps.

Der vierte Grad ist die stärkste Ausprägung mit einer deutlichen Vergrößerung der Polster. Diese führt dazu, dass die Hämorrhoiden ständig von außen sichtbar sind, da sie sich vor der Öffnung des Afters befinden. Es ist auch nicht mehr möglich, die Hämorrhoiden mit einem Handgriff an ihren angestammten Ort zu verfrachten. Bei dieser finalen Diagnose sprechen Mediziner von einem fixierten Hämorrhoidalprolaps.

 

Hämorrhoidenleiden: Eher die Regel als die Ausnahme !

Einerseits werden Themen, die sich mit dem Toilettengang befassen, tabuisiert. Davon sind Erkrankungen wie eine Blasenschwäche ebenso betroffen wie Auffälligkeiten beim Stuhl. Andererseits ist bis zu den meisten Erdenbürgern die Botschaft durchgesickert, dass es sich bei Beschwerden mit den Hämorrhoiden um eine Volkskrankheit handelt. Tatsächlich ist der Verbreitungsgrad beeindruckend.

Bei sehr jungen Erwachsenen handelt es sich noch um Einzelfälle. Ab dem dreißigsten Lebensjahr nimmt die Zahl der registrierten Patienten zu. Im vierten Jahrzehnt des Lebens sind Frauen und Männer bereits häufiger betroffen. Beim fünfzigsten Geburtstag sind jedem zweiten Deutschen etwaige Probleme mit Hämorrhoiden bestens bekannt. Ärztliche Statistiken gehen davon aus, dass siebzig bis achtzig Prozent der deutschen Bürger im Verlauf ihres Lebens ein Hämorrhoidalleiden beklagen. Die Tabuisierung sorgt dafür, dass die Dunkelziffer verhältnismäßig hoch ist. Denn nur ein bis drei Prozent der Betroffenen suchen wegen der beobachteten Beschwerden gezielt den Arzt auf. Deshalb ergeben sich deutliche Unterschiede zwischen diversen Studienergebnissen rund um den Verbreitungsgrad. Als realistisch stufen Experten die genannten Bevölkerungsanteile ein. Dementsprechend muss es Sie nicht peinlich berühren, wenn Sie vergrößerte Hämorrhoiden entdecken.

Angesichts der Vielzahl an Betroffenen kristallisieren sich grundsätzlich keine besonderen Risikogruppen heraus. Eine Ausnahme bilden zum Beispiel Frauen, die ein Kind zur Welt bringen oder gebracht haben. Die Schwangerschaft ist mit diversen körperlichen Veränderungen verbunden. Unter anderem fordert die Gebärmutter mehr Raum ein, was auch die Gefäße in den analen Regionen zu spüren bekommen. Ähnlich strapaziös sind für den Bereich die Wehen während der Geburt. Hinzu kommt, dass Schwangerschaftshormone zugunsten der bevorstehenden Niederkunft bewirken, dass das umliegende Bindegewebe flexibler wird. In der Quintessenz führen diese körperlichen Begleiterscheinungen dazu, dass rund fünfzig Prozent der Frauen vor oder nach der Geburt unter vergrößerten Hämorrhoiden leiden.

Ursachen für Hämorrhoiden

Medizinische Experten vertreten teils widersprüchliche Meinungen, wenn es um die Entstehung von Hämorrhoidalleiden geht. Es gibt zwar zahlreiche Hinweise auf die Ursachen, allerdings sind sich Wissenschaftler und praktizierende Ärzte bislang nicht darüber einig, welche Faktoren bei der verbreiteten Erkrankung die entscheidende Rolle spielen. Außerdem variieren die Krankheitsverläufe ebenso deutlich wie die Beschwerden, die sich überdies nur bedingt einem Stadium zuordnen lassen.

Auffällig ist aber beispielsweise, dass Hämorrhoidalleiden in Afrika, Asien und vor allem in Ländern der Dritten Welt kaum auftreten. Dem entgegen ist der Verbreitungsgrad im industrialisierten Europa oder in den USA eindrucksvoll hoch. Deshalb wird ein Zusammenhang mit ungesunder Nahrung wie Fast Food und einem Mangel an Bewegung aufgrund von Tätigkeiten im Sitzen vermutet.

Ähnliche Korrelationen ergeben sich zwischen dem Auftreten von vergrößerten Hämorrhoiden und einer Schwangerschaft. Da auch Übergewicht das relevante Bindegewebe belastet, kann dies ebenfalls ein begünstigender Faktor sein.

Darüber hinaus liegen Zusammenhänge mit ungünstigen Gewohnheiten beim Toilettengang und Problemen beim Stuhlgang nahe. Kommt es beispielsweise regelmäßig zu Verstopfungen kann dies aufgrund der vermehrten Belastung ebenso negative Auswirkungen auf die abdichtenden Gefäßpolster haben wie häufige Durchfälle. Der Schwellkörper mit den Hämorrhoiden wird auch bei starkem Husten ins Spiel gebracht, um den Stuhl zu halten. So ist es möglich, dass dauerhaft auch dadurch die beteiligten Gefäße strapaziert und mit der Zeit ausgeweitet werden.

Da es mit dem fortschreitenden Alter nicht ungewöhnlich ist, dass die Festigkeit des Bindegewebes nachlässt, scheint ein zunehmendes Risiko in den späteren Lebensphasen plausibel. Einige Experten vermuten, dass es eine genetische Veranlagung zu Hämorrhoidalleiden gibt. Oft plädieren Mediziner dafür, dass die Erkrankung in der Regel von einem Mix der genannten Faktoren verursacht wird. Demnach lässt sich die Hypothese aufstellen, dass bei einem stetigen Nebeneinander der vermuteten Ursachen ein erhöhtes Risiko besteht.

Beschwerden mit den Hämorrhoiden vorbeugen

Angesichts der Ursachen, die Mediziner für Hämorrhoidalleiden verantwortlich machen, können Sie selbstverständlich ein paar vorbeugende Maßnahmen ergreifen.

Vielleicht gehören Sie dann zu den glücklichen zwanzig bis dreißig Prozent der Bevölkerung, die nicht mit den Beschwerden in ihrem Leben konfrontiert werden. Gelohnt hat sich das reflektierte Verhalten schon dann, wenn Sie sich dem Problem möglichst spät widmen müssen und nur eine leichte Variante kennen lernen. Alle Tipps sind übrigens auch dann wertvoll, wenn sich bereits die ersten Beschwerden eingestellt haben. So lässt sich eine Verschlimmerung häufig verhindern oder zumindest hinauszögern.

Dass eine gute Darmflora für die Gesundheit wichtig ist, hat sich bereits herumgesprochen. Deshalb lohnt es sich in vieler Hinsicht, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Dabei sollten beispielsweise Obst, Gemüse, Müsli, Haferflocken oder Vollkornbrot eine Rolle spielen, um dem Körper Ballaststoffe zuzuführen. So werden natürliche Bestandteile der Nahrung genannt, die zum Teil unverdaut den Dickdarm erreichen, Wasser binden können und aufquellen. Zur Vitalküche gesellt sich eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von rund zwei Litern pro Tag. Hierfür empfehlen sich gesunde Getränke wie Mineralwasser und ungesüßte Teezubereitungen. Beide Komponenten regen einerseits die Darmtätigkeit an, andererseits ergibt sich eine vorteilhafte Stuhlkonsistenz, die den entleerenden Akt vereinfacht und somit die Hämorrhoiden schont.

Dem entgegenstellen können sich eine Darmträgheit und Blutstauungen, wenn Sie andauernd sitzen. Deshalb sollten Bürotätigkeiten regelmäßig unterbrochen werden, um sich zumindest ein paar Schritte zu bewegen. Beispielsweise lässt sich die Mittagspause fabelhaft mit einem Spaziergang kombinieren. Dementsprechend sinnvoll ist es, auch die Freizeit aktiv zu gestalten. Letztlich fördert jegliche Bewegung die Darmtätigkeit, sodass Sie den persönlichen Vorlieben folgen dürfen. Wenn das Bindegewebe möglichst lange straff und die Muskulatur im Beckenboden in Schuss bleiben soll, ist jedoch etwas mehr Einsatz gefragt. Hierfür empfehlen sich gezielte Übungen bei der täglichen Gymnastik ebenso wie Pilates oder Yoga. Es gibt jedoch auch einige Sportarten und körperliche Belastungen, die dem Beckenboden eher schaden und eventuell auch Beschwerden mit den Hämorrhoiden herbeiführen können. Hierzu gehören Disziplinen wie Squash, die mit einem abrupten Aufprall verbunden sind. Auch Krafttraining oder schwere Hebevorgänge gelten als unvorteilhaft für die relevante Körperregion.

Nicht zuletzt sind gesunde Stuhlgewohnheiten sinnvoll. Generell sollten Sie den natürlichen Signalen vertrauen und genau dann die Toilette aufsuchen, wenn sich der Drang bemerkbar macht. Übermäßiges Anhalten ist ebenso wenig empfehlenswert wie einen verfrühte Aktion, die mit starkem Pressen verbunden ist.  Zugleich sollten Sie darauf achten, dass der Stuhldrang nicht für einen ungewöhnlich langen Zeitraum ausbleibt. Falls es zu derartigen Verstopfungen kommt, sollten entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet und die Ernährungsgewohnheiten überdacht werden.

Symptome bei Hämorrhoidenleiden

Bei den Betroffenen variieren die Art und die Stärke der Beschwerden sehr stark. Deshalb lässt sich ohne ärztliche Untersuchung kein eindeutiger Zusammenhang zwischen den bemerkten Symptomen und dem Schweregrad des Hämorrhoidalleidens herstellen.

Häufig sind vergrößerte Hämorrhoiden im ersten Stadium beschwerdefrei und bleiben unbemerkt. Eventuell stellt sich ein Juckreiz am After ein oder es werden helle Blutspuren auf dem Toilettenpapier bemerkt. Auch im zweiten Stadium können spürbare Symptome weitgehend ausbleiben. Typisch ist in dieser Phase neben dem Jucken zum Beispiel ein Brennen oder ein Nässen in dem Körperbereich. Außerdem haben einige Patienten das Gefühl, dass sie sich nicht richtig entleeren können.

Im dritten und vierten Stadium ist es in den meisten Fällen so, dass sich die Beschwerden nicht mehr ignorieren lassen. In den milderen Fällen stellt sich vorwiegend ein Fremdkörpergefühl ein. Häufig treten jedoch stärkere Blutungen und anhaltende Schmerzen auf. Außerdem kann es sein, dass sich der Stuhl nicht mehr einwandfrei kontrollieren lässt. Allerdings können auch die zunächst unspektakulären Symptome in den ersten Stadien größere Probleme verursachen. Beim reflexartigen Kratzen entstehen kleine Wunden, die vor allem in Kombination mit dem Nässen bisweilen zu schmerzhaften Entzündungen oder Ekzemen führen.

Eine frühe Diagnose ist sinnvoll

Da viele Symptome recht unspezifisch sind und unproblematisch erscheinen, wird der Besuch des Arztes häufig nicht in Erwägung gezogen. Außerdem verleitet der hohe Verbreitungsgrad von vergrößerten Hämorrhoiden dazu, die Erkrankung weniger ernst zu nehmen. Deshalb tüfteln viele Betroffene über einen langen Zeitraum selbst an dem unterschätzten Manko herum. Diese zurückhaltende Strategie ist alles andere als clever. Je früher die Diagnose gestellt wird, umso mehr fruchten die Behandlungen. Insbesondere die medizinisch geleitete Hämorrhoiden-Therapie ist sehr wirksam. Außerdem kann die prinzipiell unproblematische Erkrankung bei den höheren Schweregraden gefährlich werden, wenn sie unbehandelt bleibt. Denkbar sind Komplikationen wie eine Thrombose in den Hämorridalgefäßen. Außerdem können die diffusen Symptome, die insbesondere die leichten Stadien begleiten, auch auf völlig andere Ursachen hindeuten. Dabei kann es sich durchaus um gefährliche Erkrankungen handeln, bei der eine frühe Diagnose lebenswichtig ist.

 

Die Diagnostik beim Facharzt

Ärzte werden tagtäglich mit Themen konfrontiert, die Sie im privaten Umfeld vielleicht ungern ansprechen. Deshalb dürfen Sie das Schamgefühl gleich an der Garderobe des Wartezimmers ablegen. Zunächst führen die Mediziner mit den Patienten ein Gespräch, in dem es um eine Charakterisierung der Beschwerden, die persönliche Krankengeschichte, die Lebensgewohnheiten und ein paar Details zur Verdauung geht. Anschließend wird die Region am After abgetastet und beäugt. Hierbei fallen jedoch nur ausgeprägte Vergrößerungen der Hämorriden auf. Somit schließt sich in der Regel eine genauere Betrachtung mit einem optischen Untersuchungsgerät an. Eventuell ist es notwendig, eine Endoskopie für die exakte Diagnose durchzuführen. Wird dabei lediglich der Analkanal von innen begutachtet, sprechen die Fachärzte von einer Proktoskopie. Bei der Rektoskopie wird außerdem der Enddarm mit einbezogen. Beide Verfahren, die in der Regel ambulant und ohne eine spezielle Vorbereitung vorgenommen werden, sind nicht schmerzhaft und schnell erledigt.

Vor allem bei einem frühzeitigen Arztbesuch, atmen die Patienten nach der gestellten Diagnose in den meisten Fällen auf. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass es sich um vergrößerte Hämorrhoiden handelt, stellt der Experte einen Behandlungsplan auf und verordnet geeignete Präparate. Bei einem hohen Schweregrad wird gegebenenfalls eine Operation empfohlen.

Behandlung von Hämorrhoidalleiden

Hippokrates griff angesichts der noch begrenzten Möglichkeiten im Altertum bei schwerwiegenden Fällen zu einem glühenden Eisen, das damals zu den gängigen medizinischen Geräten gehörte. Diese Methoden möchten Sie sich gewiss nicht einmal ausmalen. Allerdings griff der berühmte Mediziner bereits zu seiner Zeit zu Zäpfchen, um leichte bis mittelschwere Hämorrhoidalleiden zu behandeln. Dies entspricht schon eher den gegenwärtigen Behandlungsansätzen. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von alternativen Heilmitteln, Medikamenten, Therapien und operativen Eingriffen. Nahezu alle teilen die Gemeinsamkeit, dass sie unkompliziert anwendbar sind und weitestgehend schmerzfrei durchgeführt werden können.

Hausmittel und begleitende Gegenmaßnahmen

Gerade im ersten Stadium tendieren einige Fachärzte bei beschwerdefreien Patienten dazu, nicht zu progressiv gegen die minimale Vergrößerung der Hämorrhoiden vorzugehen. Deshalb sprechen sie Empfehlungen aus, die den vorbeugenden Maßnahmen gleichen. Hierzu zählen eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Ballaststoffen, ein gesundes Trinkverhalten und vorteilhafte Aktivprogramme wie die Beckenbodengymnastik. Tatsächlich ist es in einigen Fällen möglich, die Veränderung der Hämorrhoiden dadurch auszubremsen. Eventuell werden in diesem Zuge Präparate zur äußerlichen Anwendung empfohlen, um beispielsweise einen Juckreiz zu lindern. Derartige rezeptfreie Medikamente können Sie auch passend zu Ihren eigenen Ansprüchen bei seriösen Apotheken wie eurapon selbst auswählen.

Selbstverständlich sind auch Hausmittel bekannt, um leichte Beschwerden zu lindern. Zum Beispiel berichten einige Betroffene von guten Erfahrungen mit Hamamelissalbe oder einer Mischung aus klassischer Ringelblumensalbe und naturbelassenem Honig vom Imker. Eine lange Tradition haben diverse Kompressen bei der Behandlung von leichten Hämorrhoidenleiden, für die unter anderem Schafgarbentee verwendet wird. Außerdem bevorzugen einige Patienten alternative Ansätze, bei denen Globuli oder Schüssler Salze zum Einsatz kommen können. Falls Sie sich dafür interessieren, ist die Konsultation eines Heilpraktikers oder eines Facharztes empfehlenswert, der sich mit diesen Heilverfahren auskennt.

Selbst wenn Sie keine Verschlimmerung der Beschwerden wahrnehmen, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfehlenswert. So tragen Sie dazu bei, dass es nicht zu einem hohen Schweregrad der Erkrankung kommt.

Medizinische Produkte gegen Hämorrhoidenleiden

Die Bandbreite der Medikamente gegen Beschwerden mit Hämorrhoiden ist bemerkenswert. Da viele Präparate nicht verschreibungspflichtig sind, ist die Versuchung zum eigenständigen Experimentieren sehr groß. Ein Blick in diverse Foren zeigt aber, dass die Suche nach dem idealen Produkt meist langwierig ist. Taktisch klüger ist der Gang zum Facharzt, der in fundierten Behandlungsempfehlungen mündet. Diese orientieren sich an dem individuellen Fall, dem tatsächlichen Schweregrad des Leidens und den vorliegenden Symptomen. Danach spricht nichts dagegen, zum Beispiel eine Variante der verordneten Sitzbäder aus der Apotheke auszuprobieren. Es kann gut sein, dass die abweichende Rezeptur oder die Handhabung des Produkts aus dem Sortiment eines anderen Herstellers besser zu den persönlichen Bedürfnissen passt.

Neben Sitzbädern werden bei der Behandlung Salben und Cremes für die äußere Anwendung eingesetzt. Direkt im Analkanal entfalten Zäpfchen oder spezielle Tampons ihre Wirkung, die nach einer gewissen Zeit wieder entfernt werden. Häufig erfolgt eine Kombination aus den verfügbaren Produkten gegen Hämorrhoidalleiden. Außerdem ist es möglich, dass der Facharzt ergänzende Medikamente verschreibt oder empfiehlt. Beispielsweise kann es dabei um die Behandlung einer fortgeschrittenen Hautentzündung oder eines Ekzems gehen, das sich als Begleiterscheinung herausgebildet hat. Die skizzierte Produktpalette kann unter anderem den Juckreiz mildern, die Region leicht betäuben oder entzündungshemmende Wirkstoffe enthalten. Es geht also stets darum, die Symptome zu lindern. Wenn es in Ihrem Fall sinnvoll ist, die direkte Ursache bei einer medizinischen Therapie in der Praxis oder einem operativen Eingriff anzugehen, wird Sie der Arzt darauf hinweisen.

Ambulante Behandlungen und Eingriffe in der Praxis

Mit Blick auf die dargelegten Beschwerden und die individuelle Krankengeschichte legen Fachärzte Ihnen ans Herz, die Ursache direkt zu bekämpfen. Hierfür stehen einige Varianten zur Auswahl, mit denen in den meisten Fällen sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Die empfohlene Methode hängt nicht zuletzt von den persönlichen Konstellationen ab. Deshalb lassen sich Erfahrungsberichte der Patienten nur sehr bedingt übertragen.

In den ersten beiden Stadien werden die folgenden drei Verfahren eingesetzt, die in der Regel schmerzfrei sind: Bei der Verödung, die Fachärzte als Sklerosierung bezeichnen, wird in die betroffenen Gefäßpolster eine Substanz eingespritzt, die die Durchblutung verringert. Diese Therapie bewirkt, dass das Gewebe schrumpft und sich die Vergrößerung zurückbildet. Alternativ werden die Hämorrhoiden während der therapeutischen Sitzungen mit Infrarotlicht konfrontiert. Aufgrund der Hitzeentwicklung bei der Behandlung kommt es zu der Bildung von Schorf, wodurch sich das Polster verkleinert. Die umgekehrte Strategie verfolgt die Kryotherapie, bei der die behandelte Region vereist wird und anschließend abstirbt. Bei allen genannten Behandlungen kann es sein, dass mehrere Therapiesitzungen nötig sind, um das gewünschte Resultat zu erzielen.

Wenn die Vergrößerung der Hämorrhoiden größer ausgeprägt ist, tendiert der Experte zu medizinischen Eingriffen, die vielfach in der Fachpraxis durchgeführt werden können. Für die so genannte Ligatur wird ein Gummiring verwendet, mit dem das überschüssige Gewebe erfasst wird. Darauf folgend wird es in der Form hochgezogen, dass die Durchblutung aussetzt. Innerhalb weniger Tage stirbt der überflüssige Bereich ab, wird inklusive des Gummibands abgesondert und über den Stuhlgang ausgeschieden. Eine weitere Methode ist die so genannte Rekto-Anal-Repair. Dabei drapiert der Facharzt die vergrößerte Hämorride gewissermaßen mittels Faden, Knoten und Nähten. So verbleibt zum Beispiel eine Hämorrhoide an ihrem angestammten Platz im Inneren des Analkanals, die zuvor die Afteröffnung passiert hat. Für diese Operation ist eine Narkose notwendig. Da keine nennenswerten Wunden bei der Technik entstehen, handelt es sich aber um einen kleinen und kaum schmerzhaften Eingriff.

Operationen bei stark vergrößerten Hämorrhoiden

Wenn sich die Erkrankung bereits in einem fortgeschrittenen Stadium des dritten oder vierten Grades befindet, lässt sich eine Operation mit Krankenhausaufenthalt häufig nicht mehr vermeiden. Auch hierbei wählen die Fachärzte aus mehreren Optionen eine Operationsmethode aus, die zum konkreten Befund und der persönlichen Krankengeschichte passt. Somit ist es nicht möglich, eine generelle Bewertung der Verfahren vorzunehmen.

Zu den modernen Varianten gehört die so genannte Stapler-Methode. Das Schlüsselelement ist ein ausgeklügeltes Gerät, das speziell für die Hämorrhoiden-OP entwickelt wurde. Damit wird den Medizinern ermöglicht, mehrere Arbeitsschritte in einem Zuge zu erledigen. Das überflüssige Gewebe wird in der Art abgeschnitten, dass die naturgegebene Ringform des Gefäßpolsters wiederhergestellt wird. Zugleich werden dank dem technischen Instrument die entstandenen Schnittstellen mit Klammern versehen. Ideal ist diese OP-Technik zum Beispiel, wenn mehrere Hämorrhoiden stark vergrößert und ringförmig angeordnet sind. Aufgrund der effizienten Vorgehensweise kann die Operationsdauer kurz gehalten werden und die Heilung verläuft  meist schnell. Diese Methode eignet sich jedoch nur für einen Teil der Patienten. In vielen Fällen ist es sinnvoller, konventionell vorzugehen und die überschüssigen Sektionen der Gefäßpolster gezielt herauszuschneiden. Abschließend nimmt der Chirurg eine Rekonstruktion des Analkanals vor.

Dass es sich bei der Hämorrhoiden-OP um einen Standardeingriff handelt, der üblicherweise nicht besonders kompliziert ist, liegt angesichts des Verbreitungsgrads der Krankheit nahe. Dennoch ist es eine gute Idee, wenn es durch Ihr vorausschauendes Handeln gar nicht so weit kommt. Viele Patienten, die bei den ersten Symptomen den Rat des Arztes suchen, lernen lediglich die leichten Stadien kennen und berichten von einem weitgehend beschwerdefreien Verlauf.