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Fettstoffwechselstörung - oft ein unerkanntes Problem

Eine Fettstoffwechselstörung (medizinischer Fachbegriff: Dyslipoproteinämie oder auch Dyslipidämie) liegt dann vor, wenn der Fettgehalt des Blutes stark erhöht ist und somit nicht mehr dem Normbereich entspricht. Es handelt sich jedoch streng genommen gar nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom, das bei verschiedensten Grunderkrankungen in Erscheinung tritt.

Verschiedene Formen von Fettstoffwechselstörungen

Primäre Fettstoffwechselstörungen

Die primäre Fettstoffwechselstörung ist zwar genetisch bedingt, dennoch gilt: Der individuelle Lebensstil und die Ernährung entscheiden auch hier darüber, ob eine Fettstoffwechselstörung auftritt. Insgesamt wird zwischen fünf verschiedenen Formen der primären Fettstoffwechselstörung unterschieden:

Typ 1
Bei einer Fettstoffwechselstörung vom Typ 1 ist das Gesamtcholesterin ebenso wie der Gehalt an Triglyceriden erhöht, während die LDL- und HDL-Cholesterine etwas erniedrigt sind. Gut zu wissen: Bei dieser Fettstoffwechselstörung besteht kein erhöhtes Risiko für eine Gefäßverkalkung.

Typ 2a
Liegt eine Fettstoffwechselstörung vom Typ 2a vor, ist das Gesamtcholesterin stark erhöht, während sich die Triglyceride auf einem normalen Niveau befinden.

Typ 2b
Bei Typ 2b kommt es zu einer gemischten Erhöhung der Blutfettwerte. Meist sind Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride erhöht, während die HDL-Cholesterine in niedriger Konzentration vorliegen.

Typ 3
Für eine Fettstoffwechselstörung vom Typ 3 gilt: Das Gesamtcholesterin ist ebenso wie der Anteil an Triglyceriden erhöht. Der LDL-Cholesterinwert ist normal, während das HDL-Cholesterin meist erniedrigt ist.

Typ 4 und 5
Bei dieser Form der Fettstoffwechselstörung sind vorrangig die Triglyceride erhöht. Darüber hinaus kommt es bei einigen Menschen zu einer kombinierten Erhöhung der Blutfette. Hier ist das Gesamtcholesterin normal oder allenfalls leicht erhöht. Gleiches gilt für die Triglyceride und die LDL-Cholesterine. Die HDL-Cholesterinwerte sind hingegen meist niedriger als bei gesunden Menschen.

Sonderform: familiäre Hypercholesterinämie

Die familiäre Hypercholesterinämie ist eine Sonderform der primären Fettstoffwechselstörung, die bereits in jungen Jahren zu einem deutlich erhöhten LDL-Cholesterinspiegel führt. Die Werte steigen so radikal an, dass schlimmstenfalls ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall droht. Die Krankheit ist erblich bedingt: Das LDL-Rezepter-Gen liegt in veränderter Form vor, sodass das LDL-Cholesterin nicht oder nur teilweise in die Zellen geschleust werden kann, wo es zur Energiegewinnung benötigt wird. Stattdessen reichert sich das Blut immer mehr mit dem Cholesterin an, sodass die Wert bis zu zehn Mal so hoch sind wie bei gesunden Menschen.

So wie andere Formen der Fettstoffwechselstörungen bleibt auch die familiäre Hypercholesterinämie meist lange Zeit unbemerkt. Dabei ist es hier besonders wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu therapieren, damit es nicht zu gefährlichen Durchblutungsstörungen kommt. Oftmals fallen die stark erhöhten Cholesterinwerte erst dann auf, wenn sich das Cholesterin bereits an den Gefäßwänden abgelagert hat. Äußerlich machen sich zu diesem Zeitpunkt eventuell rötlich bis gelblich verfärbte Cholesterinablagerungen in den Augen und den Sehnen bemerkbar. Eine medikamentöse Behandlung ist bei der familiären Hypercholesterinämie unabdingbar. Oftmals reicht diese jedoch nicht aus, um die Blutfettwerte ausreichend zu senken. In diesem Fall muss der Betroffene regelmäßige Blutwäschen über sich ergehen lassen, um das Fortschreiten der Gefäßveränderungen zu verlangsamen.

Sekundäre Fettstoffwechselstörungen

Die sekundäre Fettstoffwechselstörung tritt als Begleitsymptom verschiedener Erkrankungen auf. Zu diesen zählen beispielsweise: Diabetes, Übergewicht, chronischer Stress, Nierenerkrankungen, eine Schilddrüsenunterfunktion sowie Alkoholismus. Auch bestimmte Medikamente, etwa Cortison oder Medikamente gegen Bluthochdruck, können eine Fettstoffwechselstörung zur Folge haben. Während primäre Fettstoffwechselstörungen meist eine Erhöhung des Cholesterins im Blut bewirken, führen sekundäre Fettstoffwechselstörungen in der Regel zu einem Anstieg der Triglyceridwerte. Es gibt jedoch auch Krankheitsformen, bei denen lediglich der Transport und die Verarbeitung der Blutfette gestört sind oder bei denen die Blutfettwerte zu niedrig sind. Letzteres kommt jedoch eher selten vor.

Welche Funktionen übernehmen die Blutfette im Körper?

Die Blutfette sind vor allem eines: wichtige Energielieferanten. Wir nehmen sie vorrangig mit der Nahrung auf, der Körper ist jedoch auch in der Lage, sie teilweise selbst zu produzieren. Dies gilt vor allem für die Cholesterine, weshalb der Organismus nicht oder nur in sehr geringem Maße auf die Zufuhr von Cholesterin über die Nahrung angewiesen ist. Cholesterin ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten, etwa in Eiern oder in Fleisch. Triglyceride und Cholesterine sind die wichtigsten Blutfette. Während die Triglyceride die Fett- und Muskelzellen mit Energie versorgen, sind die Cholesterine unter anderem am Aufbau der Zellwände und der Nerven beteiligt. Außerdem sind sie unerlässlich für die Bildung von Vitamin D, Sexualhormonen und Gallensäure. Dabei sind Cholesterine bei genauem Hinsehen gar keine Fette, sondern lediglich sogenannte Fettbegleitstoffe. Das eigentliche Blutfett setzt sich aus Triglyceriden zusammen.
Die Blutfette werden von Transportproteinen an ihren Bestimmungsort im Körper gebracht. Von diesen sogenannten Lipoproteinen gibt es insgesamt vier (Chylomikronen, VLDL, LDL und HDL), deren Konzentration im Blut messbar ist.

"Gutes" und "schlechtes" Cholesterin

Die wichtigsten Transportproteine für die Cholesterine sind LDL und HDL. LDL transportiert etwa zwei Drittel des Cholesterins zu den Zellen des Immunsystems sowie zu den Muskel- und Fettzellen. Ist der LDL-Wert zu hoch, lagert sich das Cholesterin in den Blutgefäßen ab. Aus diesem Grund wird das LDL-Cholesterin auch als "schlechtes Cholesterin" bezeichnet. Ganz anders das HDL-Cholesterin. Dieses ist für den Transport der Cholesterine aus den Zellen und dem Gewebe zurück zur Leber verantwortlich. Die Leber verarbeitet die Blutfette vorrangig zu Gallensäure, die anschließend ausgeschieden wird. Dies ist die einzige Möglichkeit für den Körper, überschüssiges Cholesterin abzuführen. Weil HDL also eine Senkung der Blutfettwerte herbeiführt, wird es "gutes Cholesterin" genannt.