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Durchfall - kann auch ohne Infektion auftreten

Durchfall, im medizinischen Fachjargon als „Diarrhö“ bezeichnet, gilt als eine der weit verbreiteten Volkskrankheiten. Ebenso wie beispielsweise Kopfschmerzen, kann Durchfall von Zeit zu Zeit auftreten und muss nicht zwingend mit einer Infektion in Verbindung stehen. Kennzeichnend für Durchfall ist sowohl die abgesonderte Menge des Stuhlgangs, als auch dessen Konsistenz. In der Regel sind die Exkremente ungeformt, eher noch wässrig. So schnell sich diese Krankheit zeigt, so schnell legt sie sich häufig jedoch auch wieder.

Was genau ist eigentlich Durchfall? Das Krankheitsbild im Überblick

Offiziellen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach erkranken pro Jahr etwa vier Milliarden Menschen an Durchfall. Sowohl (Klein-)Kinder als auch Erwachsene können unter dieser Krankheit leiden, ein schwerer Verlauf ist in den meisten Fällen jedoch nicht zu erwarten. Üblicherweise verläuft die Erkrankung ohne weitere Probleme. Bei älteren Menschen, Kleinkindern oder bei einem besonders schweren Verlauf kann Diarrhö dennoch zum Tod führen. Statistiken geben an, dass jährlich in etwa 7,5 Millionen Menschen an den Folgen von Durchfall sterben - vor allem bei Kindern ist der Anteil hoch. Der Durchfall kann auch als Symptom einer schwerwiegenderen Krankheit auftreten und sollte bei unklarer Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.

Durchfall selbst ist weniger eine Krankheit, auch wenn er gemeinhin häufiger als "Krankheit" oder "Erkrankung" bezeichnet wird. Mediziner sehen den Durchfall als Symptom, das als eine Reaktion des Körpers zu verstehen ist. Dieser "meldet" damit also, dass etwas nicht stimmt. In der Medizin wird Durchfall dann als solcher definiert, wenn mehr als dreimal am Tag Stuhlgang abgesondert wird und die Konsistenz vom Stuhl entweder komplett flüssig/wässrig oder breiig ist. Bezeichnend ist zudem, auch durch den häufigen Stuhlgang, eine größere Stuhlmenge. In der Regel über 250 Gramm am Tag.

Kategorisierung von Durchfall

Diarrhö kann sich in verschieden starker Intensität und unterschiedlichen Intervallen zeigen. Eine Einteilung findet sowohl nach der Dauer des Durchfalls als auch nach der Krankheitsentstehung statt.

In der Regel beziffert sich der gewöhnliche Durchfall auf eine Dauer von etwa ein bis zwei Tagen bis hin zu maximal drei Wochen. Diese Form von akuter Diarrhö wird in der Regel durch toxische oder infektiöse Erreger ausgelöst. Bei anhaltendem Durchfall, der über drei Wochen hinausgeht, spricht man von einer chronischen Diarrhö. Diese wiederum kann viele verschiedene Ursachen haben, die teilweise trotz umfangreicher Untersuchungen nicht sofort oder gar nicht gefunden werden. Das liegt weiterhin daran, dass sowohl organische als auch psychosomatische Ursachen in Frage kommen.

Bei einer Einteilung nach der Krankheitsentstehung wird in mehrere verschiedene Diarrhö-Formen unterschieden. Für diese soll im Folgenden ein kompakter Überblick gewährt werden. Sie geben außerdem einen Ausblick auf die Ursachen, die hinter der Diarrhö stecken.

  • Osmotisch: Der Darm nimmt Nahrungsbestandteile oder Medikamente nicht auf und zieht Wasser aus dem umliegenden Gewebe in den Darm. Diesen osmotischen Effekt machen sich viele Abführmittel zu Nutze, um den Stuhl zu verflüssigen und den Abgang zu beschleunigen. Der Stuhlgang wird also dünn bis wässrig.
  • Sekretorisch: Durch die Darmschleimhaut werden Elektrolyte oder Wasser abgesondert. Dieser sekretorische Effekt entsteht häufig bei entzündlichen Darmerkrankungen oder krankheitsverursachenden Bakterien im Darm. Häufig nutzen auch Abführmittel diesen Effekt, um die Ausscheidung zu fördern. Der abgesonderte Stuhl ist sehr wässrig.
  • Exsudative: Entzündungen an der Darmschleimhaut, meist durch Parasiten oder krankheitsverursachende Bakterien ausgelöst, führen zu Schleim oder Blut im Stuhl. Diese exsudative Diarrhö entsteht unter anderem auch bei Krebs. Oftmals können selbst Laien den Schleim oder das Blut im abgesonderten Stuhl erkennen.
  • Hypermotil: Weil die Darmbewegungen zu häufig und stark stattfinden, kann dem Stuhl nicht genügend Flüssigkeit entzogen werden. Er verweilt also für eine zu kurze Zeit im Darm, wodurch er eine breiige Konsistenz erlangt und nicht genügend eingedickt wird. Teilweise ist der Durchfall auch einfach "dünn", nicht aber direkt wässrig.
  • Steatorrhoe: Diese Form wird alternativ noch als "Fettstuhl" bezeichnet. Die Aufgabe der Gallensäuren die Fette zu spalten gelingt nur dann, wenn eine ausreichende Menge dieser Gallensäuren im Darm existiert. Ist das nicht der Fall, erlangt der Stuhlgang eine breiige Konsistenz und eine hellbraune- Ockerfarbe; außerdem riecht er sehr unangenehm.

Alle fünf Formen führen zur Diarrhö, wobei sich die dahinterliegende Ursache ebenso wie die Intensität unterscheiden kann. Erneut zeigt dieses Krankheitsbild mit Hinblick auf die Ursachen eine beachtliche Breite. Differenzierungen müssen im Detail zudem zwischen dem akuten und dem chronischen Zustand getroffen werden.