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Depression - nicht nur eine Stimmungsschwankung

Neben Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und Krebs zählt die Depression in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Etwa vier Millionen Menschen sind hierzulande von der Gemütskrankheit betroffen. Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen ab: "Deprimere" bedeutet "niederdrücken" und bezieht sich auf das tiefgreifende Gefühl von Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit, mit dem depressive Menschen zu kämpfen haben.

Was sind die Ursachen für eine Depression?

Für eine Depression gibt es nicht immer einen konkreten Auslöser. Während bei einigen Menschen traumatische Ereignisse oder konfliktbeladene Lebenssituationen den Weg in die Depression ebnen, entsteht sie bei anderen unabhängig von äußeren Ursachen. Das Krankheitsbild ist sehr komplex, da es zu Wechselwirkungen zwischen körperlichen, psychischen, psychosozialen und genetischen Einflüssen kommt, die sich gegenseitig verstärken. Den "typisch depressiven" Menschen gibt es also gar nicht.
Trotz allem ist in vielen Fällen ein körperlicher Auslöser für die Depression verantwortlich. Häufig liegt ein gestörter Hirnstoffwechsel vor. Der Serotonin- und/oder der Noradrenalinspiegel liegt außerhalb der Norm, sodass die Impulsübertragung zwischen den Gehirnzellen gestört ist. Dies wirkt sich indirekt auch auf die Gefühle und Gedanken des Patienten aus. Des Weiteren können Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion, Parkinson, Hormonstörungen, Infektionskrankheiten oder auch Tumore die Entstehung einer Depression begünstigen.

Bei einigen Betroffenen ist chronischer Stress für die depressive Phase verantwortlich. Es kommt zur vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol - mit schwerwiegenden Folgen wie etwa Schlafstörungen, Denkstörungen, verstärkter Angst und Appetitmangel. Die Veranlagung spielt bei alldem eine große Rolle, es ist jedoch nach wie vor unklar, ob Depressionen tatsächlich vererbt werden.
Nicht zuletzt können einschneidende Lebensereignisse wie der Tod eines geliebten Menschen oder auch die Geburt eines Kindes in die Depression führen. Gleiches gilt für schwerwiegende Konflikte im Freundes- oder Familienkreis oder bei der Arbeit. Auch Perfektionismus erhöht das Risiko für die Entstehung einer Depression: Intensive Selbstkritik, eine extreme Leistungsorientierung und die Angst vor dem Versagen üben beständig Druck aus, dem niemand lange standhält.

Typische Symptome einer Depression

Jeder depressive Mensch hat mit anderen Symptomen zu kämpfen. Es gibt jedoch einige Hauptsymptome, die bei jedem Betroffenen mehr oder weniger stark ausgeprägt sind.

Typisch sind intensive Gefühle von Kraftlosigkeit, Freudlosigkeit und Mutlosigkeit. Bei einer Gemütsschwankung, wie jeder sie hin und wieder erleidet, verschwinden diese Symptome spätestens nach ein bis zwei Wochen von selbst. Nicht so bei einem depressiven Menschen: Hier halten die Symptome länger an, und der Betroffene kann sich aus seiner negativen Stimmung nicht eigenständig befreien. Darüber hinaus unterscheidet sich die Depression durch ihre Intensität von einem normalen Stimmungstief. Depressiven Menschen erscheint alles bedeutungslos, und sie haben das Gefühl, nie wieder etwas empfinden zu können. Alles wird als anstrengend empfunden - vom morgendlichen Aufstehen bis hin zur täglichen Körperpflege. Typisch ist zudem ein ständiges Grübeln, das zu keinem Ergebnis führt und die Entscheidungsfindung oftmals unmöglich macht. Einstmals geliebte Freizeitbeschäftigungen und Hobbys erscheinen plötzlich unwichtig und sinnlos, und auch der Kontakt zu Freunden und Verwandten schläft ein. Die negativen Gefühle sind oftmals zu Beginn des Tages besonders stark ausgeprägt, während gegen Abend meist eine leichte Besserung eintritt.
Mögliche Begleitsymptome der Depression sind Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Konzentrationsstörungen und Libidoverlust. Zudem klagen viele Betroffene über Druckgefühle in der Brust oder einen "Kloß im Hals" sowie über Muskelverspannungen, vor allem im Nacken und in den Schultern. Sogar Sehstörungen, Schwindel, Herz-Kreislauf-Schwäche und Atemnot sind möglich.

Formen

Unipolare Form der Depression

Mediziner unterscheiden zwischen der unipolaren Depression (auch monopolare Form genannt) und der bipolaren Depression. Die unipolare Form betrifft etwa zwei Drittel aller Erkrankten. Symptome wie eine innere Leere und Traurigkeit, Energieverlust, Selbstzweifel, Angstzustände und Gedanken an den eigenen Tod sind für diese Art der Depression typisch. Physische Anzeichen sind unter anderem: massive Schlafstörungen, Engegefühle in der Brust ohne Vorliegen einer organischen Ursache, Lethargie oder starke Unruhe, Appetitverlust oder extremer Heißhunger.

Bipolare Form der Depression

Die bipolare Form der Depression wird auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet. Typisch ist ein mehr oder weniger häufiger Wechsel zwischen depressiven und manischen, das heißt euphorischen Phasen. Während die Symptome in der depressiven Phase mit denen der unipolaren Depression identisch sind, sind die manischen Phasen durch Aufgekratztheit und Energiegeladenheit bis hin zur gesteigerten Reizbarkeit und Aggressivität gekennzeichnet. Die Betroffenen haben ein großes Redebedürfnis, sprechen sehr schnell und sind leicht ablenkbar. Sie überschätzen sich jedoch häufig auch selbst und neigen in Bezug auf Geld, Verträge und Zukunftspläne zum Kontrollverlust. Außerdem kann es zu Wahnvorstellungen und Sinnestäuschungen kommen. Die Übergänge zwischen den Phasen können sowohl schleichend als auch plötzlich sein. Auch die Dauer der Phasen variiert stark: Bei einigen Betroffenen dauert eine Phase wenige Wochen, bei anderen mehrere Jahre. Die manisch-depressive Form der Depression, die mit einer besonders hohen Suizidgefahr einhergeht, betrifft in Deutschland etwa 800.000 Menschen.

Wann zum Arzt?

Wenn Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Antriebsschwäche länger als zwei Wochen andauern, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner. Er führt Untersuchungen durch, um physische Erkrankungen auszuschließen und überweist den Patienten gegebenenfalls an einen Psychotherapeuten. Grundsätzlich gilt: Je früher eine Depression behandelt wird, umso besser ist die Prognose.